Wirtschaft

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Speedmarathon gestartet — Energieversorgung sichern — B.Braun: Hohe Kosten mindern Gewinn Speedmarathon gestartet Im Rahmen einer europaweiten Aktionswoche kontrolliert die Polizei in Hessen und Rheinland-Pfalz seit heute Morgen um 6.00 Uhr, ob sich die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten: Alexander Klos, Polizeipräsidium Frankfurt „Wenn Sie selber mal bei Unfällen dabei waren, die aufgrund von Geschwindigkeiten passiert sind, wo Menschen schwer verletzt wurden oder gar getötet, dann kann ich Ihnen sagen nur sagen, dass es auf jeden Fall sinnvoll ist, diesen Personaleinsatz mal für eine Woche zu wählen und dann dementsprechend zu agieren, wenn wir dadurch schwere Unfälle verhindern können.“ Die Kontrollen werden noch bis 22.00 Uhr fortgesetzt. Energieversorgung sichern Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz LVU hat heute die Landesregierung aufgefordert, den tatsächlichen Energiebedarf im Land zu ermitteln. Carsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP „Hier bedauern wir sehr, dass beide Ministerien – sowohl Umweltministerium als auch Wirtschaftsministerium – eine solche Energiebedarfsstudie nicht im Haushalt vorgesehen haben. Es ist uns ein sehr starkes Anliegen. Denn wir lernen alle aus der Ukraine-Krise, dass Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen ein hohes Gut sind. Deswegen brauchen wir eine Energiebedarfsanalyse, damit wir eine Versorgungsstruktur, eine Versorgungsstrategie dahinter aufbauen können.“ Die LVU gehe davon aus, dass der Energiebedarf weiter steigen werde. Das erfordere eine andere Versorgungsstruktur als bisher. Hohe Kosten mindern Gewinn Der Medizintechnik-Hersteller B. Braun in Melsungen hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf rund 7,9 Milliarden Euro steigern können. Das waren fast 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn sank dagegen leicht auf rund 300 Millionen Euro. Das lag vor allem an den stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten. B.Braun kündigte an, die Preise in diesem Jahr zu erhöhen.

  • Neue Werbekampagnen für Tourismus

    Neue Werbekampagnen für Tourismus

    Haben Sie Ihren Urlaub dieses Jahr schon gebucht? Während die meisten Menschen in der Pandemie ja vor allem Urlaub Zuhause – im eigenen Land – gemacht haben, zieht es nun viele wieder in die Ferne. In Rheinland-Pfalz hat man sich Gedanken gemacht, wie man trotzdem mehr Touristen anlocken kann. Nach zwei Pandemiejahren erwartet die Tourismusbranche jetzt quasi einen Neustart, doch in einer Region geht es im Grunde komplett bei null los. Leuchtende Weinberge, blauer Himmel, malerische Wanderwege – so haben viele Touristen das Ahrtal in Erinnerung. Doch die Flutkatastrophe hat weite Teile der beliebten Urlaubsregion zerstört. Im Hotel von Christian Lindner in Bad Neuenahr laufen seit der Flutnacht im vergangenen Juli der Wiederaufbau und die Planung der Renovierungsarbeiten. Christian Lindner, Inhaber Hotel Aurora Bad Neuenahr „Da sind wir jetzt dran, gehen wir jetzt in die Tiefe, und dann hoffen wir, dass sich auch sichtbar in den nächsten Wochen, in den nächsten vier, fünf Wochen was ändert, sodass die Handwerker anfangen können.“ Erst rund ein Viertel aller Übernachtungsbetriebe im Ahrtal hat nach der Flutkatastrophe wieder geöffnet. Eine normale Tourismus-Saison wird es hier in diesem Jahr nicht geben. Ansonsten aber hofft die Branche in Rheinland-Pfalz auf Buchungszahlen wie vor der Pandemie. Im Vorjahr gab es noch ungefähr ein Drittel weniger Übernachtungen als 2019. Zum Start der neuen Saison herrscht nun aber Optimismus. Stefan Zindler, Geschäftsführer Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH „Die Buchungslage aktuell ist gut und wir haben auch entsprechende Kampagnenplanung vorbereitet, um jetzt viele Gäste auf Rheinland-Pfalz aufmerksam zu machen.“ „Meilensteine setzen“, so lautet eine der Kampagnen, mit denen vor allem online für die Vorzüge von Rheinland-Pfalz geworben werden soll. Insgesamt 3,5 Millionen Euro stellt die Landesregierung hierfür und für regionale Marketing-Aktionen bereit. Daniela Schmitt, FDP, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Die Menschen haben eine große Sehnsucht nach Ruhe, nach Sicherheit, nach Erdung, nach Heimat. Und […]

  • Wenn der Weg zur Arbeit für Pendler zum Luxus wird

    Wenn der Weg zur Arbeit für Pendler zum Luxus wird

    Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine steigen die Verbraucherpreise in Deutschland rasant an. Insbesondere das Tanken ist so teuer wie nie zuvor. Das liegt zum einen an den gestiegenen Rohölpreisen, zum anderen aber auch an den großen Ölkonzernen, die die Preise immer weiter nach oben treiben. Besonders betroffen davon sind Pendler. Zwei von ihnen haben auf ihrem Arbeitsweg begleitet. Der Blick auf die Zapfsäule ist für Sibylle Michel eine Zumutung. Der Preis für Diesel ist auf einem Rekordhoch, doch sie hat keine andere Wahl. Seit 27 Jahren pendelt sie mit dem Auto zum Frankfurter Flughafen. So hohe Preise wie jetzt hat sie noch nie erlebt. Nun muss sie ihren Haushaltsplan umstellen und Geld einsparen. Sibylle Michel, Pendlerin aus Hessen „Also, es hat die Auswirkungen, dass ich mir alles, was Luxus ist, schon mal gestrichen habe. Sprich Urlaub, den haben wir gestrichen. Es wird zum Luxus, mein Enkelkind zu besuchen, die 15 Kilometer weit weg wohnt. Meine Beziehung wird zum Luxus, weil mein Lebensgefährte im Sauerland arbeitet, da seinen Zweitwohnsitz hat.“ Sibylle Michel muss fünf Mal in der Woche von Selters im Taunus bis an den Frankfurter Flughafen fahren. Diesen Monat wird sie für die 114 Kilometer rund 80 Euro mehr zahlen müssen als im Februar. Dazu kommen noch erhöhte Heiz- und Stromkosten. Lange hält sie das nicht durch, meint Sibylle Michel. Sie würde gerne mit der Bahn zur Arbeit fahren. Doch das ist bei ihren Arbeitszeiten nicht möglich. Zusätzlich arbeitet sie im Schichtdienst, sodass sie sich die Fahrtkosten auch nicht teilen kann. Sibylle Michel, Pendlerin aus Hessen „Wir haben ja tatsächlich den Luxus, dass unser Arbeitgeber ein Jobticket zur Verfügung stellt. Ich kann es hier in diesem Ort nicht nutzen. Der erste Zug fährt 15 Kilometer weiter eine Wiertelstunde nach Dienstbeginn, den ich ja habe. Ich bin also darauf […]

  • Sicherheitspersonal bestreikt Frankfurter Flughafen

    Sicherheitspersonal bestreikt Frankfurter Flughafen

    Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen geht heute am Frankfurter Flughafen nahezu nichts mehr. Die Beschäftigten der Fracht- und Sicherheitskontrollen haben ihre Arbeit niedergelegt. Hintergrund ist ein Tarifstreit der Luftsicherheitsdienste. Der Flughafenbetreiber Fraport hatte die Passagiere aufgefordert, gar nicht erst zum Flughafen zu kommen. Einige wenige waren trotzdem gekommen in der Hoffnung, ihr Flug würde heute doch noch gehen. Aber Passagiere, die in Frankfurt ins Flugzeug steigen wollten, hatten Pech. Die Flugzeuge – wenn sie überhaupt starteten – flogen ohne sie. Almina „Jetzt können wir uns aussuchen, ob wir nach Hause fahren nach Hamburg, oder ob wir hierbleiben und uns auf eigene Kosten ein Hotelzimmer holen. Sauer trifft es sehr gut, fast ein bisschen wenig – megawütend.“ Felix „Das ganze Procedere dahinter, erst mal nach da laufen, nach da laufen, der eine erzählt das, der Andere erzählt dies.“ Zum zweiten Mal in dieser Tarifrunde treten die Mitarbeiter der Fluggast- und Gepäckkontrollen in einen ganztägigen Ausstand. Ihre Forderung: mehr Lohn und eine Angleichung von regionalen Unterschieden beim Gehalt. Claudio Hannig, Mitarbeiter Gepäck- und Passagierkontrolle „Die Bezahlung ist auch nicht so groß heutzutage, Lebenskosten sind sehr gestiegen, deswegen wollen wir auch mitmachen.“ Tannaz Payravand Sabet, Mitarbeiterin Frachtkontrolle „Wir haben harte Arbeitsbedingungen, wir haben große Verantwortung. In der Corona-Zeit haben wir keinen Tag zuhause gesessen, wir haben gearbeitet. Die Fracht hat gute Gewinne gemacht und diese Fracht haben wir sicher gemacht, denn ohne uns wird nix in ein Flugzeug kommen.“ Die Gewerkschaft ver.di verlangt von den Arbeitgebern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde. Nach Gewerkschaftsangaben sehe das bisherige Angebot für die untersten Lohngruppen lediglich 38 Cent vor. Das mache die Arbeit in dieser Branche unattraktiv, sagt ver.di. Guido Jurock, ver.di Frankfurt „Die Kolleginnen und Kollegen hatten in den letzten Jahren deutliche Gehaltseinbußen durch die Kurzarbeit, da sind sie jetzt endlich […]

  • Unternehmen wollen Kriegsflüchtlinge integrieren

    Unternehmen wollen Kriegsflüchtlinge integrieren

    Spenden, Hilfstransporte, private Unterkünfte – die Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine ist groß. Was vielen jedoch fehlt, ist eine Perspektive. Hier will die rheinland-pfälzische Wirtschaft nun ganz gezielt ansetzen und vor allem Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. So wie ein mittelständisches Familienunternehmen aus dem Landkreis Bad Dürkheim. Hier ist noch echte Handarbeit gefragt. Auch nach über 80 Jahren Firmengeschichte. In der Wellpappenfabrik in Grünstadt-Sausenheim produzieren 190 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb Wellpappe und Verpackungen. Helfende Hände werden immer gebraucht. Und so könnten nach kurzer Einarbeitung ab sofort fünf Arbeitssuchende aus der Ukraine mit anpacken. Detlev Wessel, Geschäftsleitung Wellpappenfabrik Grünstadt-Sausenheim „Wir gehen mal davon aus, dass es sich nicht um Geflüchtete handelt, die hier Papierverarbeitungsmaschinen bedienen können. Aber sie können als Helfer eingesetzt werden, bei Handarbeiten, bei Einlagen oder hinten auch bei Abnahmen. Oder bei Verschlussarbeiten.“ Fehlende Deutschkenntnisse seien kein Problem. Die neuen Mitarbeiter wären nicht die ersten aus der Ukraine. Nach Ansicht von Detlev Wessel sollten in der gegenwärtigen Situation nicht unternehmerische Interessen im Vordergrund stehen. Tatsächlich könne die Fabrik, die in dritter Generation vom Inhaber geführt wird, jederzeit auch auf deutsche Leiharbeiter zurückgreifen. Detlev Wessel, Geschäftsleitung Wellpappenfabrik Grünstadt-Sausenheim „Bei all dem Schrecklichen, was da drüben passiert bei uns vor der Haustür, haben wir uns letzten Endes gesagt, dass es sehr sinnvoll und hilfreich sein kann, den Menschen, die hierherkommen, zumindest mal in einer Übergangszeit, bis sie möglicherweise in ihr Land zurückkönnen, eine Tätigkeit zu verschaffen. Damit sie hier eben auch, wo wir sagen, beschäftigt sind, Geld dazuverdienen können.“ So wie Detlev Wessel dürften derzeit viele Unternehmer in Rheinland-Pfalz denken. Die Industrie- und Handelskammern und das Wirtschaftsministerium haben daher bestehende Initiativen sowie Informations- und Hilfsangebote gebündelt. Auf dem neuen Online-Portal „Wirtschaft hilft“. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer IHK Trier „Es ist eben bislang so, dass wir eine hohe Welle der Hilfsbereitschaft spüren. Und dass […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Tarifgespräch Chemie- und Pharmaindustrie: Teilabschluss möglich — Nach Warnstreik der Kitakräfte: Tarifgespräche gehen weiter — Bahnstrecke Mainz – Frankfurt ab morgen wieder frei — Hohe Bienenverluste im Winter Teilabschluss möglich Heute haben die bundesweiten Tarifgespräche für die rund 580.000 Beschäftigen der Chemie- und Pharmaindustrie begonnen. Sie betreffen auch die insgesamt rund 170.000 Mitarbeiter der Branchen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Gewerkschaft IG BCE und die Arbeitgeber deuteten an, dass es vorerst möglicherweise nur einen Teilabschluss geben werde. Grund dafür seien die derzeit ungewöhnlich hohe Inflation und der Krieg in der Ukraine. Nach einem Teilabschluss könnten die Verhandlungen dann im Herbst abgeschlossen werden. Tarifgespräche gehen weiter Nach den ersten Warnstreiks der Kitakräfte auch in Hessen und Rheinland-Pfalz sind ab heute die Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber zur zweiten Tarifrunde zusammengekommen. Die Gewerkschaften fordern deutlich mehr Geld, bessere Arbeitsbedingungen und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Die Verhandlungsführer der Arbeitgeber erklärten, es könne im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst keine Verbesserungen mit der Gießkanne geben. Strecke ab morgen wieder frei Die Bahnstrecke zwischen Mainz und Frankfurt ist ab morgen wieder komplett für den Zugverkehr freigeben. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt. Ende Februar war bei Rüsselsheim eine S-Bahn teilweise aus den Schienen gesprungen. Der Unfall hatte große Schäden angerichtet. Unter anderem mussten auf einer Länge von mehr als 1 Kilometer Hauptstromleitungen ersetzt werden. Als Ursache für die Entgleisung wird eine defekte Weiche vermutet. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Hohe Verluste im Winter Rund 20 Prozent der Bienenvölker haben die kalte Jahreszeit nicht überlebt. Wie der Landesverband hessischer Imker heute mitteilte, lägen die Verluste deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Im vergangenen Jahr seien die Bienen bereits geschwächt in den Winter gegangen. Wegen des nassen und kühlen Wetters im Sommer hätten die Imker die gefährliche Varroa-Milbe nicht rechtzeitig bekämpfen können. Die Zahlen […]

  • Beginn der Spargelsaison

    Beginn der Spargelsaison

    Eigentlich wollten viele Spargelbauern schon diese Woche mit der Ernte beginnen. Doch der Saharasturm hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein paar Landwirte haben es dennoch gewagt, die ersten bei uns meist weißen Stangen zu stechen. Einigen wird jetzt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Spargelsaison läuft an. Hier wird schon seit Sonntag gestochen. Auf dem Spargelhof Eberhardt in Weisenheim am Sand schauen die weißen Spitzen bereits aus den Sandhügeln raus. Die werden nur für die Ernte enthüllt. Sonst ist das Gemüse immer gut und warum eingepackt. Drei Lagen Folie. Ganz ohne, könnte der Spargel erst Anfang Mai geerntet werden. Andreas Eberhardt, Spargelbauer aus Weisenheim am Sand „Wir stechen so jetzt gerade am Tag so 300 bis 400 Kilo. Klar sind noch viele krumme dabei und noch nicht so schön gewachsene, aber von Tag zu Tag mehr. Wir warten eigentlich nur auf die Sonne.“ Die ist heute Vormittag in der Vorderpfalz noch nicht präsent. 50 Saisonarbeiter sind bereits aus Rumänien in Weisenheim angekommen, ab Mai werden es 250 sein. Corona ist in diesem Jahr schon Routine. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig getestet, arbeiten und wohnen in verschieden Gruppen. Probleme bereiten dem Spargelbauern eher der steigende Mindestlohn und die höheren Energiekosten. Der Preis für Dünger hat sich vervierfacht. Andreas Eberhardt, Spargelbauer aus Weisenheim am Sand „Spargel ist ein Luxusprodukt oder besser: ein Genussprodukt. Aber der Kunde ist trotzdem, denke ich, bereit für den ersten Spargel was auszugeben. Und ich sage mal so, wenn wir da über einen Euro diskutieren, was das vielleicht mehr kostet, sind wir mit der Kostendeckung, denke ich, dabei.“ Einen Euro mehr pro Kilo. Den wird wahrscheinlich auch Rolf Meinhardt aus dem südhessischen Weiterstadt verlangen müssen. Er wollte heute eigentlich mit der Ernte beginnen, aber der Saharasturm hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es […]

  • Ministerpräsidenten-Konferenz zu Corona, Energiepreisen und Kriegsflüchtlingen

    Ministerpräsidenten-Konferenz zu Corona, Energiepreisen und Kriegsflüchtlingen

    Seit 14 Uhr beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz in einer Videokonferenz über die Corona-Pandemie, hohe Energiepreise und die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Beim Thema Corona will der Bund ab Montag nur noch Basisschutzmaßnahmen beibehalten, wie eine Maskenpflicht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Länder wie Hessen und Rheinland-Pfalz wollen hingegen bis Anfang April auch an einer Maskenpflicht in Geschäften und weiterführenden Schulen festhalten. Auch an den Zugangsbeschränkungen zum Beispiel für Gaststätten wollen sie vorerst nichts ändern. Heute meldet das Robert-Koch-Institut einen Rekordwert von rund 295.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1651. Angesichts dieser Zahlen: Ist es richtig, die Schutzmaßnahmen erstmal beizubehalten? Wir haben bei Bürgern in Frankfurt nachgefragt: Irina Weisenburger, IT-lerin „Ich finde es in Ordnung, dass es verlängert wird. Gerade bei den Infektionszahlen wie jetzt. Und Höchststand. Und da redet man von Einkäufen ohne Masken und ohne Schutz in den Läden.“ Kai Waibel, Metzgermeister „Die Leute sind einfach nur noch genervt und wollen eigentlich jetzt dieses Thema Corona nicht mehr hören. Aber natürlich muss man auf die Gesundheit aufpassen. Und wenn da ein Virus im Wege steht, sollte man natürlich weiterhin diesen Vorsichtsmaßnahmen entgegen sehen.“ Matthias Westerwelle, Discjockey „Ich finde es sinnvoll angesichts der wieder sehr steigenden Zahlen, es nochmal zu verlängern und halt einfach zu schauen, was los ist. Ich bin selbst ziemlich betroffen in meinem Beruf. Insofern würde ich es begrüßen, wenn alle Maßnahmen fallen. Aber ich habe viele Freunde, auch gerade im Freundeskreis, die sich Corona noch eingefangen haben jetzt auf den letzten Metern.“

  • Extreme Energiepreise sind ein Problem

    Extreme Energiepreise sind ein Problem

    Die Energiepreise sind nach dem russischen Angriff auf die Ukraine stark gestiegen sind. Wenn Deutschland und die anderen westlichen Staaten ihre Sanktionen gegen Russland noch verschärfen, könnte das die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas noch weiter nach oben treiben. Was bedeutet die Preisexplosion für Unternehmer und Verbraucher? Können wir unsere Abhängigkeit von russischen Energielieferungen schnell reduzieren? Und was für Folgen würde ein kompletter Importstopp haben? Noch laufen die Öfen in Wetzlar. Hier werden Werkzeug- und Baustahl gefertigt und bis zu 300.000 Tonnen Rohstahl im Jahr verarbeitet. Doch wegen der explodierten Energiepreise wird die Produktion im Stahlwerk bis Ende März vorübergehend gestoppt. 120 Mitarbeiter der Firma Buderus sollen zur Kurzarbeit angemeldet werden. Buderus „Aufgrund der weiteren extremen Kostensteigerungen für Strom und Erdgas durch den Ukraine-Krieg ist die Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen Produktion […] zurzeit wirtschaftlich nicht sinnvoll. Aus diesem Grund sieht sich das Unternehmen gezwungen, die Produktion herunterzufahren.“ Die Krux: Hochöfen, die über 2.000 Grad heiß werden, dürfen nicht abgeschaltet werden, sonst könnte es an den Anlagen zu Millionenschäden kommen. Selbst auf Sparflamme verbraucht ein Hochofen immer noch rund 180 Gigawatt im Jahr. Nur ein Beispiel, wie abhängig die deutsche Wirtschaft von russischen Lieferungen ist: 55 Prozent des Erdgases stammt aus Russland. Bei Steinkohle ist es knapp die Hälfte, beim Erdöl rund ein Drittel. Noch gibt es dafür keinen Importstopp. Die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände fordert, dass das auch so bleibt. Sonst sei die Versorgung ernsthaft gefährdet. Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer VhU „Weil wir kurzfristig nicht so schnell Ersatz bekommen, die Folgen wären fatal. Wenn dann die Produktionsbänder stillstehen in der Industrie, dann hat das versetzt auch Folgen im Handwerk, im Handel, in der Dienstleistung. Dann wären Insolvenzen und Personalabbau die Folge.“ Schon wird darüber diskutiert, ob Deutschland später als bisher geplant aus der Kohle- oder Atomenergie aussteigen soll. Die hohen Energie- und […]

  • Videoschalte mit Prof. Sebastian Herold zu hohen Energiepreisen

    Videoschalte mit Prof. Sebastian Herold zu hohen Energiepreisen

    Steigende Energiepreise belasten Unternehmen und Verbraucher – darüber spricht Maike Dickhaus mit Sebastian Herold, Professor für Energiewirtschaft an der Hochschule Darmstadt. Maike Dickhaus, Moderatorin: Guten Abend! Prof. Sebastian Herold, Experte für Energiewirtschaft Hochschule Darmstadt: Guten Abend. Dickhaus: Herr Professor Herold, wir hören oft, dass die Energiepreise wegen des russischen Krieges so hoch seien. Bislang beliefert Russland uns jedoch die ganze Zeit weiter, es gibt also gar keinen Versorgungsengpass. Wieso sind die Preise dennoch so stark gestiegen? Herold: Russland liefert aktuell weiter, soweit es vertragliche Verpflichtung hat. Russland liefert aktuell aber schon weniger, als es üblicherweise liefert. Das ist auf dem Gasmarkt der Fall und auf dem Ölmarkt machen sich auch die Sanktionen bemerkbar, die die USA ja verhängt haben und die insgesamt dazu führen, dass weniger Öl auf den Weltmarkt gelangt, weil die russischen Ölmengen dann nicht zur Verfügung stehen. Dickhaus: Angenommen Deutschland erhöht den politischen Druck auf Russland und verhängt einen Importstopp für russische Energielieferungen – also ein komplettes Embargo. Was würde dann passieren? Herold: Da müssen wir ein bisschen unterscheiden zwischen den einzelnen Energieträgern. Bei Kohle und bei Erdöl, dort haben wir einen Weltmarkt Das heißt, es wäre einfacher, diese Energien dann anderweitig zu beschaffen und das, was an Preissteigerung dann passieren würde und Schmerzen verursachen würde, das würde auch nicht nur Deutschland und Europa betreffen, sondern die ganze Welt, was für Industrieunternehmen, die im Wettbewerb stehen, natürlich eine wichtige Frage ist. Beim Erdgas sieht es ein bisschen anders aus. Hier ist es tatsächlich so, dass Europa nicht in der Lage wäre, diese Mengen komplett zu kompensieren. Also es gibt verschiedene Maßnahmen, die man ergreifen könnte. Wir könnten vermehrt verflüssigtes LNG-Gas über Tanker beschaffen, wir könnten auch auf andere Energien in der Stromerzeugung umsteigen, beispielsweise dort vermehrt Kohle einsetzen und natürlich den Verbrauch an Erdgas reduzieren. Das alles […]

  • Streit um Betriebsrat vor Gericht

    Streit um Betriebsrat vor Gericht

    Sie wollten einen Betriebsrat gründen, stattdessen wurden sie fristlos entlassen. Drei Mitarbeiter des Autovermieters Sixt in Frankfurt wurden im vergangenen Jahr kurz vor der Ernennung eines Wahlvorstands vor die Tür gesetzt. Wollte Sixt die Mitarbeiter loswerden, um damit die Gründung eines Betriebsrats zu verhindern? Mit dieser Frage hat sich heute das Arbeitsgericht in Frankfurt beschäftigt. Die Sixt-Filiale am Frankfurter Flughafen. Rund 30 Menschen arbeiten hier, vier von ihnen wollten einen Betriebsrat gründen. Ver.di-Gewerkschaftssekretär Philipp Schumann war dabei, als im vergangenen Oktober auf einer Betriebsversammlung ein Wahlvorstand gewählt werden sollte. Philipp Schumann, ver.di Hessen „Dann sind die Leute reingekommen. Quasi als erstes, was passiert ist, ist, dass einem der Initiatoren noch die fristlose Kündigung überreicht worden ist und dann ging’s im Prinzip direkt los mit der Versammlung. Dann war es auf der Versammlung so, dass tatsächlich lauter leere Stimmzettel abgegeben worden sind. Und damit war am Ende des Tages kein Wahlvorstand gewählt und damit die Betriebsratswahl zunächst verhindert.“ Zwei weitere Mitarbeiter, die sich zur Wahl stellen wollten, erhielten ebenfalls vor der Versammlung die fristlose Kündigung. Aus Sicht von ver.di wurden sie vor die Tür gesetzt, um die Gründung des Betriebsrats zu verhindern. Sixt hingegen sagt, alles sei mit rechten Dingen zugegangen: „Alle Vorwürfe sind unzutreffend. Das zeigt schon der Umstand, dass eine Wahl stattgefunden hat. SIXT hat den Raum für die Wahl angemietet und alle Mitarbeiter, die an der Wahl teilnehmen wollten, unter Fortzahlung der Gehälter von der Arbeit freigestellt.“ Als Grund für die Kündigung gibt Sixt an, dass die Mitarbeiter sich und Freunden wiederholt Autos zu günstigeren Bedingungen gebucht hätten. Das Frankfurter Arbeitsgericht beschäftigt sich heute mit der Kündigungsschutzklage von zwei Mitarbeitern. Am Nachmittag entscheidet die Kammer: Beide Kündigungen seien gerechtfertigt, weil die Mitarbeiter tatsächlich unrechtmäßig Rabatte gewährt hätten. In einem anderen Kündigungsschutzverfahren in Düsseldorf entschied das Gericht zuletzt hingegen […]

  • Tanktourismus – der teure Treibstoff treibt immer mehr Rheinland-Pfälzer nach Luxemburg

    Tanktourismus – der teure Treibstoff treibt immer mehr Rheinland-Pfälzer nach Luxemburg

    Wir starten mit einem echten Aufreger-Thema: Die Preise für Benzin und Diesel sind auf Rekordniveau – irgendwo jenseits der 2 Euro Marke. Das Grummeln über die gestiegenen Preise an der Tankstelle hat eine gewisse Tradition, doch einen derart drastischen Anstieg hat es noch nie gegeben. Eine Vergleichszahl: Der Liter Diesel kostet rund einen Euro mehr als noch vor einem Jahr. Um günstiger zu tanken, fahren manche Rheinland-Pfälzer jetzt ins benachbarte Ausland. Hier im luxemburgischen Wasserbillig ist aktuell auch der Sprit billig. Etwa 1.71 kostet hier der Liter Diesel. Weniger als eine halbe Autostunde entfernt ist Tanken 40 Cent teurer. Das haben natürlich auch die deutschen Autofahrer bemerkt. Zum Tanken fahren viele jetzt lieber ins Nachbarland. Anton Fritsche, LKW-Fahrer „Also, wenn man einmal in der Woche hier nach Luxemburg kommt und tanken kann, ist das schon ein Ersparnis.“ Hubertus Leistenschneider, Lehrer „Bei den Unterschieden hier, lohnt sich’s auch mal, eine Extratour zu machen.“ Die niedrigere Mineralölsteuer macht das Tanken hier in Luxemburg günstiger. Beim ersten großen Preisanstieg in Deutschland, war der Andrang enorm. Daniela Purius, Tankstellen-Mitarbeiterin „Da haben sie bis auf die Straße gestanden, bei den Grenzen von Deutschland zu Luxemburg haben sie im Stau gestanden, also das war Wahnsinn.“ Bei den Tankfahrten gibt es aber auch Regeln zu beachten, sagt Monika Gaß vom ADAC. Monika Gaß, ADAC Pfalz „Wenn man dann vielleicht noch dem Gedanken verfällt, ich habe ja noch einen Reservekanister und mache den auch noch voll und den vom Nachbarn auch noch. In Deutschland gibt es da auch Regeln, die zu beachten sind. Man darf nur Gefäße verwenden, die dafür vorgesehen sind, muss die dann auch entsprechend sichern, wenn man die transportiert.“ Der Preisanstieg scheint erst mal ausgebremst zu sein. Aufatmen können Autofahrer bei diesen Preisen aber noch lange nicht. Bundesfinanzminister Christian Lindner will sie mit einem Tankrabatt […]

  • Ball des Sports nicht länger in Wiesbaden

    Ball des Sports nicht länger in Wiesbaden

    „Bye-bye, Wiesbaden“ sagt wohl bald der Ball des Sports –das Glamourevent der Region. Was sich vor einigen Monaten angedeutet hat, wird nun konkreter. Der Magistrat der hessischen Landeshauptstadt hat beschlossen, das Event nicht weiter finanziell zu unterstützen – gegen den Willen des Oberbürgermeisters. Während in Wiesbaden noch diskutiert wird, melden sich bereits schon andere hessische und rheinland-pfälzische Städte. Der Ball des Sports ist eben ein echtes Aushängeschild. Es ist DAS gesellschaftliche Ereignis des Jahres – alles, was in der Politik, der Wirtschaft, im Showbusiness und vor allem im Sport Rang und Namen hat, lässt sich hier gerne blicken: auf dem Ball des Sports, seit vielen Jahren fester Bestandteil im Event-Kalender der Stadt Wiesbaden. Doch damit ist es nun wohl vorbei: Gestern Abend hat der Magistrat der Stadt mit der Mehrheit von SPD, Grünen, Linkspartei und Volt dem Ball des Sports den finanziellen Zuschuss gestrichen – sehr zum Ärger von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der die prestigeträchtige Veranstaltung gerne in der Landeshauptstadt behalten hätte. Gert-Uwe Mende, SPD, Oberbürgermeister Wiesbaden „Ich glaube, der Ball des Sports war eine Bereicherung für die Stadt. Es ist eine Flaggschiffveranstaltung in unserem modernen RheinMain CongressCenter. Und es dient damit vor allem dem Marketing dieses herausragenden Kongress-Standortes und dieser herausragenden Halle, die, glaube ich, ihresgleichen in der Bundesrepublik sucht. Mehrheiten bilden sich. Und die Mehrheit hat sich so rum gebildet. Passt mir nicht sehr. Passt mir nicht!“ Auch die CDU hätte sich eine andere Entscheidung gewünscht. Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Oliver Franz hatte bis zuletzt versucht, die Finanzierung doch noch auf die Beine zu stellen. Weil der Großteil der Kosten für die Veranstaltung ohnehin von der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Lotto Hessen und weiteren Sponsoren getragen wird, hätten 250.000 Euro aus der Stadtkasse ausgereicht – kein Vergleich zu dem, was der Stadt nun ohne den Ball des Sports an Einnahmen […]

  • Flughafenbetreiber Fraport zieht Bilanz

    Flughafenbetreiber Fraport zieht Bilanz

    Corona war auch an Deutschlands größter Arbeitsstätte das beherrschende Thema der vergangenen zwei Jahre. Am Frankfurter Flughafen stand zu Beginn der Pandemie fast alles still und auch jetzt fliegen bei Weitem noch nicht so viele Menschen wie früher. Immerhin: Zuletzt sind die Passagierzahlen um ein Drittel gestiegen, aber vom Vor-Corona Niveau ist der Flughafenbetreiber Fraport noch meilenweit entfernt. Gähnende Leere am größten deutschen Flughafen. Der Grund ist heute allerdings nicht Corona, sondern ein Streik des Sicherheitspersonals. Gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di demonstrieren draußen Hunderte Flughafenkontrolleure für eine Lohnerhöhung. Guido Jurock, ver.di Hessen „Wir hoffen, dass morgen und übermorgen bei den Verhandlungen ein Ergebnis von den Arbeitgebern vorgeschlagen wird, ein Angebot gemacht wird, auf das wir auch realistischerweise eingehen können. Ansonsten haben wir noch mehr Luft zum Streiken, die Stimmung ist gut.“ Am Flughafen bedeutet der Streik: Fast jeder sechste Flug fällt aus, mehr als 20.000 Passagiere sind betroffen. Dennis König „Ich hab’s jetzt erst erfahren. Wahrscheinlich müssen wir dann jetzt nochmal über ’nen anderen Weg dann… also, wahrscheinlich umbuchen oder so.“ Antonia Beck „Ich hab‘ genug Zeit. Ich wusste, was auf mich zukommt, deshalb hab ich mal genug Zeit eingeplant.“ Nicht jeder sieht die Flugausfälle so entspannt. Den fast ganztägigen Streik hält der Flughafenbetreiber Fraport für überzogen. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Für originäre Passagiere ist ein Abflug heute nicht möglich und das ist schon ein sehr, sehr harter Eingriff. Wenn man auch weiß, wie nah die Verhandlungspartner beieinander sind, dann habe ich dafür kein Verständnis.“ Doch Flughafen-Chef Stefan Schulte hat auch erfreuliche Nachrichten. Fraport hat 2021 nach einem dicken Vorjahres-Minus einen kleinen Gewinn von knapp 83 Millionen Euro erzielt. Nach dem Rekordjahr 2019 mit erstmals über 70 Millionen Passagieren sorgte Corona für einen Einbruch auf 18,8 Millionen. Vergangenes Jahr waren es immerhin 6 Millionen mehr, doch immer noch deutlich […]

  • 50 Jahre Terminal 1 am Frankfurter Flughafen

    50 Jahre Terminal 1 am Frankfurter Flughafen

    Und jetzt gehen wir noch an Deutschlands größten Airport, den Frankfurter Flughafen. Auf den Tag genau heute vor 50 Jahren wurde Terminal 1 eröffnet. Das damals einzigartige Gebäude stieß im Lauf der Zeit an seine Grenzen und musste mehrfach ausgebaut werden. Zum Jubiläum blicken wir zurück und voraus. Von Anfang an herrschte ein wuseliges Treiben im damals modernsten Terminal Europas. Dichtes Gedränge am Tag seiner Eröffnung anno 1972. Ganze sieben Jahre hatte der Bau des Mammutprojekts gedauert. Erstmals von der Ankunft im neuen Regionalbahnhof bis zum Einchecken in den Flieger alles unter einem Dach. Wo im ersten Jahr 12 Millionen Passagiere gezählt wurden, waren es im Rekordjahr 2019 fast 60 Millionen allein im Terminal 1. Auch langjährige Mitarbeiter schwärmen bis heute vom zentralen Flughafenbau. Edgar Stejskal, ehemaliger Aufsichtsrat Fraport „Das Terminal selbst ist sozusagen der Kern, wo sich Menschen begegnen, sich vielerlei Länder und Kulturen kennenlernen. Und von daher ist das natürlich eine faszinierende Anlage.“ Wolfgang Schwalm, ehemaliger Fraport-Sprecher „Was mich in erster Linie erstaunt, ist die Tatsache, dass dieses Gebäude heute immer noch zeitgemäß wirkt. Nach 50 Jahren Betrieb.“ Die automatische Gepäckförderanlage war damals weltweit einmalig und ist inzwischen auf eine Länge von 80 Kilometern angewachsen. Doch heutzutage verlangt der Fluggast mehr, als nur schnell zu seinem Gate zu kommen. Inzwischen gibt weit über 100 Geschäfte und Restaurants allein im Terminal 1. Der Einzelhandel, in Fachkreisen „Retail“ genannt, wirft heute doppelt so viel ab wie der reine Transport. Prof. Dr. Yvonne Ziegler, Frankfurt University of Applied Sciences „Der Retail-Bereich ist für den Flughafen extrem wichtig. Also hier wird eigentlich jetzt das Geld verdient. In dem reinen Aviation-Bereich, also dem Luftverkehr, kann man leider gar nicht mehr so gut Geld verdienen.“ Das Terminal hat aber auch schon schlechtere Zeiten gesehen. Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie herrschte dort gähnende Leere. […]