Verkehr

  • Landtag debattiert über schnellere Baugenehmigungen

    Landtag debattiert über schnellere Baugenehmigungen

    Deutschland ist Bürokratieland. Große und kleine Bauprojekte oder schon die Bearbeitung eines einfachen Antrags beim Amt – das alles kann sich richtig lange hinziehen. Die Politik weiß das längst und will nun endlich handeln. Beim Bund-Länder-Treffen am Montag haben die Ministerpräsidenten gemeinsam mit dem Kanzler einen ‚Pakt für Bürokratieabbau‘ beschlossen, um Verfahren verschiedenster Art zu beschleunigen: Das sogenannte ‚Deutschland-Tempo‘ soll kommen. Heute hat der Landtag in Mainz darüber debattiert, wie sich das in Rheinland-Pfalz umsetzen lässt. Die Genehmigung für Bauvorhaben vereinfachen, die Umsetzung von Infrastrukturprojekten beschleunigen. Damit will Deutschland wettbewerbsfähig bleiben und die Klimaziele erreichen. Das von Bund und Ländern angestrebte Deutschlandtempo – da sind sich heute im Landtag fast alle einig – ist wichtig, auch für Rheinland-Pfalz. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Wichtige Autobahn- und Schienenprojekte, allein in Rheinland-Pfalz sieben Straßenbau- sowie vier Schienenprojekte – können jetzt beschleunigt gebaut und auch dringend anstehende Brückensanierungen schneller umgesetzt werden.“ Lea Heidbreder (Bündnis 90 / Die Grünen), Landtagsabgeordnete Rheinland-Pfalz „Und das gilt auch für den Baubereich, wo wir Bauanträge digitalisieren wollen, das serielle Sanieren vereinfachen und die Stellplatzpflicht bei Umbauten im Wohnungsbereich entfällt.“ Die Opposition kritisiert aber, dass die Bürger noch lange auf eine Beschleunigung warten müssen. Helmut Martin (CDU), Landtagsabgeordneter Rheinland-Pfalz „Denn der Beschluss steht im Wesentlichen bisher aus Arbeitsaufträgen, unter anderem folgende Gesetze zu ändern oder auf den Weg zu bringen: Bundesemissionsschutzgesetz, Baugesetzbuch, Landesbauordnung, Musterbauordnung…“ … und und und. Es sei also noch viel zu tun, bevor in Rheinland-Pfalz Wirtschaft und Verkehr im Deutschland-Tempo nach vorne gebracht werden. Stephan Wefelscheid (Freie Wähler), Landtagsabgeordneter Rheinland-Pfalz „Denn was nützen beschleunigte Verfahren, wenn hier in Rheinland-Pfalz Projekte, die zu beschleunigen wären, eben fehlen? Die Antworten auf meine kleinen Anfragen zu mannigfaltigen Infrastrukturprojekten in Rheinland-Pfalz zeigen auf, dass es hier im Land nicht nur an Verfahren liegt, sondern vor allem an fehlenden Planungen und […]

  • 350 Tonnen schweres U-Boot gekippt

    350 Tonnen schweres U-Boot gekippt

    Vor einem halben Jahr hat sich das U-Boot U17 von Kiel aus auf seine letzte Reise begeben. Ziel ist das Technik Museum in Sinsheim. Dort soll der 53 Jahre alte Stahlkoloss dann ausgestellt werden. Aktuell steht die U17 im Technik Museum Speyer und wird für den Weitertransport auf dem Neckar vorbereitet. Um die tiefen Brücken auf dem Weg passieren zu können, muss ein bis dahin nie versuchtes Manöver gelingen. Und das wurde heute in Speyer geprobt. Es sind die letzten Handgriffe bevor die U17 wortwörtlich in Schieflage gerät. Für den Transport nach Sinsheim muss das U-Boot nämlich auf die Seite gekippt werden. Dazu hat das Team in den letzten Monaten eine Vorrichtung gebaut mit der das gelingen soll. Michael Einkörn, Projektleiter Technik Museum „Wir sind alle nervös. Es ist so dass es auf der ganzen Welt noch nie jemand gemacht hat vor uns. Das heißt: Was für Schwierigkeiten tatsächlich auftreten wissen wir gar nicht. Wir haben schon mal einen Drehversuch gemacht Ende September, den wir aber kurzfristig abgebrochen haben weil sich herausgestellt hat, dass es Dellen geben kann im Boot.“ Mit einer verbesserten Konstruktion startet heute der zweite Versuch. Auf Rollen dreht sich die U17 zunächst nach rechts auf 31,45 Grad. Jetzt prüfen die Mechaniker, ob die Statik des U-Bootes stabil bleibt. Jürgen Weber war selbst Marinekommandant auf der U17. Eine solche Schräglage war für ihn im Dienst – eher ungewöhnlich. Jürgen Weber, Marinekommandant a.D. „Ich habe mich eben mit meinen Kameraden unterhalten die auch als Wachoffizier gefahren sind und wenn man diese Situation über Wasser mal hatte, dass das so eine Krängung hatte wie im Moment, dass man mit der Hand fast das Wasser greifen konnte, dann ist einem doch schon ganz schön der Stift gegangen.“ Das U-Boot hat die Drehung gut überstanden. Jetzt werden die 350 Tonnen Stahl […]

  • Grundsteinlegung für Hochstraße Süd in Ludwigshafen

    Grundsteinlegung für Hochstraße Süd in Ludwigshafen

    Wer in Ludwigshafen aufs Auto angewiesen ist, der hat bereits seit Jahren wenig zu lachen. Die Hauptverkehrsadern der Stadt, die Hochstraßen, sind marode und teilweise einsturzgefährdet. Nach vielen Jahren Planung – einem regelrechten hin und her zwischen Stadt, Land und Bund – haben heute die Bauarbeiten begonnen – man möchte sagen: endlich. Es geht um nicht weniger als um das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte von Ludwigshafen. Es ist nur ein symbolischer Grundstein, den Bundesverkehrsminister Volker Wissing zusammen mit Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck heute legt und dennoch hängen an ihm die Hoffnungen vieler Autofahrer. Hier, wo bis vor ein paar Jahren die Hochstraße Süd stand, symbolisiert er den Startschuss für die Bauarbeiten an einer neuen Brücke und damit ein Ende der Staus, die Pendler und Lieferanten seit Jahren belasten. Aber er soll auch ein Startstein sein, für den Abriss und Neubau der Hochstraße im Norden der Stadt. Jutta Steinruck (parteilos), Oberbürgermeisterin Ludwigshafen „Der Lückenschluss an der Hochstraße Süd wird Anfang 2026 geschlossen sein. Das ist Blitzzeit. Das ist nie dagewesen. Wir sind mit die ersten Nutznießer des neuen beschleunigten Planfeststellungsverfahrens des Bundes und wir haben auch diese Chance genutzt. Das heißt, diese zwei Jahre kriegen wir gut hoffentlich noch rum.“ Ein Überblick zeigt das Ausmaß der Verkehrsproblematik in der Stadt. Die Hochstraße Nord und die Hochstraße Süd, die Ludwigshafen und Mannheim verbinden, sind zwei der wichtigsten Verkehrswege in der Region. Nachdem 2019 die Hochstraße Süd wegen Einsturzgefahr gesperrt und schließlich abgerissen wurde, läuft momentan der gesamte Verkehr über die nördliche Verbindung. Doch auch die ist marode. Wenn 2026 der Neubau im Süden abgeschlossen ist, beginnt nahtlos der Abriss der Hochstraße Nord. An ihrer Stelle soll dann eine vierspurige Stadtstraße entstehen. Kostenpunkt: ca. 530 Millionen Euro. Zusammen mit dem Abriss und Neubau der Hochstraße Süd steigen die Kosten auf mindestens 667 […]

  • Klärschlamm auf der A3

    Klärschlamm auf der A3

    Autofahrer auf der A3 in Höhe des Flughafens gerieten heute Nachmittag plötzlich ins Schlingern und verloren teilweise die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Der Grund: Ein vorausfahrender Laster hat eine gehörige Menge an Klärschlamm verloren. Ein regelrechter Schlamassel – heute auf der A3 zwischen der Anschlussstelle Frankfurt Süd und dem Frankfurter Kreuz. Plötzlich ist die Fahrbahn im Baustellenbereich zentimeterdick mit einer ordentlichen Schicht Klärschlamm bedeckt. Fünf Autos fahren hinein und beginnen zu schlittern, weil sich die klebrige Masse in den Reifenprofilen festsetzt. Glück im Unglück: Verletzte gibt es keine, es bleibt bei leichten Blechschäden. Dennoch kommt es im Baustellenbereich zu einem langen Stau. Weiter vorne kann die Polizei den Verursacher des Schlamassels stoppen. Auf ihn kommt nun sicherlich eine saftige Rechnung zu.

  • Auswirkungen des Klimawandels auf den Straßenbau

    Auswirkungen des Klimawandels auf den Straßenbau

    „Extrem ist das neue normal“ – so sagen es die Meteorologen. Wenn wir nur auf diesen Sommer schauen: sturzbachartige Regenfälle, grollende Gewitter und sengende Hitze. Und das macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern zum Beispiel auch den Straßen und Brücken. Wie also sieht die Straße von morgen aus? Das beantworten wir gleich – zunächst aber blicken wir zurück auf eine Katastrophe, die zeigt, wie wichtig das Umdenken ist. Mittelhessen Anfang dieses Jahres: Nach Dauerregen verwandelt sich die Region um Gießen in eine Seenplatte, Landstraßen werden überschwemmt, für Autofahrer ist hier schnell Schluss. Künftig soll der Klimawandel und die damit einhergehenden Unwetter beim Straßen- und Brückenbau stärker berücksichtigt werden. Prof. Hans-Joachim Linke, Technische Universität Darmstadt „Einer der wichtigsten Punkte ist mit Sicherheit: Starkregenereignisse, mit denen wir in Zukunft zu tun haben werden. Das Wasser abzuleiten von der Straße, dass dort eben kein Rückstau entsteht. So dass solche Schäden, wie wir sie aus dem Ahrtal kennen, möglichst vermieden werden.“ Das hessische Verkehrsministerium und Hessen Mobil haben bei der Technischen Universität Darmstadt eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun in Bauplanungen einfließen. Konkretes Beispiel in Mittelhessen: Die Bundesstraße 62 führt zwischen Kombach und Biedenkopf durch Eckelshausen, ab kommenden Jahr soll eine Umgehung gebaut werden. Die wird an gleich zwei Stellen über die Lahn führen. Die Brücken sollen dort nicht nur höher gebaut werden, der Abstand zwischen den Pfeilern soll möglichst groß sein und keine Stütze mehr im Fluss stehen. Ihre Form soll spitz sein, so ist im Falle eines Hochwassers der Widerstand geringer. Aufgeschüttete Steine am Fuß der Pfeiler sollen zudem verhindern, dass die Stützen unterspült werden. Während in Mittelhessen eher Hochwasser zum Problem werden könnte, muss man sich im übrigen Hessen auf andere Wetterextreme einstellen. Kathrin Brückner, Vizepräsidentin Hessen Mobil „Beim Sturm ist es so, dass wir vor allem […]

  • Kontaktloser Check-In am Frankfurter Flughafen

    Kontaktloser Check-In am Frankfurter Flughafen

    Am Frankfurter Flughafen soll es künftig für Passagiere aller Airlines möglich sein, kontaktlos zu reisen. Heißt – ohne ständig die Bordkarte oder den Pass zücken zu müssen. Das Ganze funktioniert mit Biometrie. Frankfurt will der erste Flughafen in Europa sein, der Passagiere per Gesichtserkennung erfasst und kontaktlos reisen lässt. Vom Check-In bis zum Boarding. Smart Path heißt das System, das es den Fluggästen künftig ermöglichen soll, die verschiedenen Kontrollstellen – also Check-In, Gepäckabgabe, Sicherheitskontrolle oder Boarding mit nur einem einzigen Blick zu durchlaufen. David Lavorel, CEO SITA “Wir kennen alle diese Situation: Du hast dein Gepäck in der einen Hand, den Mantel in der anderen, hast deine Kinder an der Hand oder die Eltern. Und dann kommst du an einen Kontrollpunkt und sollst deine Bordkarte vorzeigen oder deinen Pass oder andere Dokumente. Das ist nervig. Aber jetzt kannst du mit deinen Händen machen, was du willst. Du zeigst einfach dein Gesicht und gehst weiter. Das ist wie Magie.“ Um das Reisen ohne Bordkarte oder Pass nutzen zu können müssen sich Fluggäste bei der Ankunft am Airport an einem Biometrie-Terminal registrieren. Dort wird einmalig die Bordkarte vorgezeigt, der Pass eingescannt und ein Foto gemacht. Alle anderen Kontrollpunkte können dann ohne erneutes Vorzeigen der Dokumente passiert werden. Pierre Dominique Prümm, Vorstand Aviation und Infrastruktur Fraport „Für uns als Flughafenbetreiber besteht der Vorteil natürlich darin, dass wir die Flugreise sicherer machen. Diese biometrischen Merkmale sind fälschungssicher, der Passagier ist eindeutig zu identifizieren. Und zum anderen machen wir insgesamt die Prozesse effizienter weil – das ist auch nachvollziehbar – das der Zeitverlust durch Suchen und Auflegen von Bordkarte etc. entfällt. Und damit wird’s einfach schneller. Das Boarden ist ein schönes Beispiel. Dort sind wir mehrere Minuten schneller, wenn wir entsprechend biometrische Verfahren einführen.“ Für Passagiere von Lufthansa, Austrian Airlines oder Swiss funktioniert das Reisen […]

  • Schwertransport im Kreis Trier-Saarburg

    Schwertransport im Kreis Trier-Saarburg

    Wenn die Energiewende endlich Fahrt aufnimmt, dann wird es solche Transporte demnächst viel öfter geben. 90 Meter lange Rotorblätter eines Windrads – für die Fahrer eine ziemlich knifflige Angelegenheit. Derzeit rollen gleich mehrere Schwertransport mit diesen Rädern durch den Kreis Trier-Saarburg. Um enge Kurven und das auch noch bei Dunkelheit. Dieser sogenannte Selbstfahrer transportiert ein 65 Meter langes Rotorblatt und wird ferngesteuert. Insgesamt 120 Tonnen rollen hier im Schritttempo durch enge Straßen. Im Kreis Trier-Saarburg müssen diese Woche drei Rotorblätter vom Lagerplatz Hirschfelderhof über gut 15 Kilometer bis zum Windpark Pellingen gebracht werden. Die große Hürde: Die Ortsgemeinde Zerf. Nach anderthalb Stunden hat der Schwertransport das kleine Dorf erreicht. Nun ist vom Team Augenmaß gefordert. Manuel Heck, Projektleiter „Zwei, drei Knackpunkte: Also wir haben hier zwei Engstellen in Kurvenbereichen, wo Leitungsunterfahrungen sind. Wo Bäume und Äste im Weg sind.“ Und nicht zu vergessen: die Hausdächer. Zum Glück kann der Selbstfahrer das Rotorblatt bis zu einem Winkel von 50 Grad anheben. So schwebt das Rad geradezu über die Dächer hinweg. Der Haken: Das funktioniert nicht bei jedem Wetter. Ein ursprünglich für Montag geplanter erster Versuch musste kurzfristig abgesagt werden. Der Grund: zu windig. Manuel Heck, Projektleiter „Wenn wir den Flügel aufrichten, ist er natürlich sehr anfällig. Der Schwerpunkt wandert nach oben. Und da müssen wir schauen, dass wir in einem Windbereich bleiben von maximalen Böen bis sechs, sieben Metern.“ Diesmal passt das Wetter. Kurz nach Mitternacht trennt den Transport nur noch ein Kreisel vom Ortsausgang. Doch auch diese Hürde nimmt das Team ohne Probleme. Die nun folgende Bundesstraße ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten für den normalen Verkehr gesperrt, freie Fahrt also für den Schwertransport. Heute Morgen um vier Uhr ist das Ziel endlich erreicht. Der Vorteil bei einem nächtlichen Einsatz: weniger Schaulustige am Straßenrand. Obwohl das Team mit Zuschauern kein Problem hat. […]

  • Tödlicher Unfall auf der B 3

    Tödlicher Unfall auf der B 3

    Es ist früher und länger dunkel – in dieser Jahreszeit passieren mit Abstand die meisten Fußgängerunfälle. Ein tragischer hat sich gestern Abend in Egelsbach ereignet. Eine Fußgängerin stirbt bei dem Versuch, die Bundesstraße 3 zu überqueren. Für die 82-Jährige Frau kommt jede Hilfe zu spät. Am Montagabend gegen 19.55 Uhr versucht sie auf Höhe eines Restaurants im südhessischen Egelsbach die Bundesstraße 3 zu überqueren. Zuvor war die Seniorin laut Zeugenaussagen aus einem Bus gestiegen und dann mit ihrem Rollator einige Meter in Fahrtrichtung am Straßenrand gelaufen. Beim Versuch, die B3 schließlich zu überqueren, wird die Fußgängerin von einem Volvo erfasst. Die 82-Jährige hat keine Chance, erliegt ihren schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Die 24-jährige Autofahrerin erleidet einen Schock. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind im Einsatz. Die B3 musste gestern Abend mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der genaue Unfallhergang wird jetzt noch ermittelt. Auch ein Gutachter wird hinzugezogen. Der Sachschaden an dem Volvo beträgt 6.000 Euro.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Riederwaldtunnel wird deutlich teurer — Mehr Tempo bei Windkraft-Ausbau nötig — Neuer Betreiber für Shuttles gesucht — Weniger Pilze in Rheinland-Pfalz Anmoderation: Das Land Rheinland-Pfalz und das französische Departement Moselle haben heute ein neues Abkommen zur Zusammenarbeit der Feuerwehren im Grenzgebiet unterzeichnet. Damit besteht künftig Rechtssicherheit, wenn Feuerwehrleute mit Einsatzfahrzeugen über die deutsch-französische Grenze fahren, um im Nachbarland zum Beispiel bei Bränden, Überflutungen oder Sturmschäden zu helfen. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten: Tunnel wird deutlich teurer Die Kosten für den Bau des Riederwaldtunnels in Frankfurt sind auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Ursprünglich waren 477 Millionen Euro angesetzt. Die Grünen sprachen von einer regelrechten Kostenexplosion und forderten eine umgehende Überprüfung des Bauvorhabens. Der Tunnel im Frankfurter Osten soll die Lücke zwischen den Autobahnen 66 und 661 schließen. Mehr Tempo bei Ausbau nötig Um die Klimaziele in Hessen zu erreichen, müssen nach Ansicht des Landesverbandes Windenergie jährlich 100 neue Windkraftanlagen entstehen. Der Ausbau gehe mittlerweile etwas besser voran als in der Vergangenheit. Er müsse aber deutlich beschleunigt werden. Um das zu erreichen, solle das Land das sogenannte Repowering fördern. Dabei werden alte Anlagen durch leistungsfähigere ersetzt. Außerdem müssten die Genehmigungsverfahren einfacher und schneller werden. Derzeit liege Hessen bei der Dauer bundesweit auf dem letzten Platz. Das Land hat in diesem Jahr bislang 32 neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen. Neuer Betreiber für Shuttles gesucht Nach der Insolvenz von Clever Shuttle sucht der Rhein-Main-Verkehrsverbund ein neues Unternehmen, das mehrere On-Demand-Shuttles im Rhein-Main-Gebiet übernehmen wird. Es handelt sich dabei unter anderem um den „Hopper“ im Kreis Offenbach, „Emil“ in Taunussstein und den „Dadiliner“ im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Shuttles, die per App abgerufen werden können, sollen das Angebot im Nahverkehr ergänzen. Der bisherige Anbieter hat Insolvenz angemeldet, weil die […]

  • Zwei Tote nach Unfall auf der A61 bei Speyer

    Zwei Tote nach Unfall auf der A61 bei Speyer

    Schlimme Szenen spielen sich in der Nacht auf der A61 bei Speyer ab. Zwischen der Rheinbrücke Speyer und dem Rastplatz Binsfeld, kommt es zu einem schweren Unfall, an dem fünf Personen beteiligt sind. Und tragischerweise können nicht alle lebend aus den Trümmern des Fahrzeugs befreit werden. Diese Bilder lassen die Heftigkeit des Unfalls erahnen. Um kurz nach 22 Uhr durchbricht ein Mercedes auf der A61 die Leitplanke, kollidiert anschließend mit mehreren Bäumen und kommt dann, in der sechs Meter tiefer liegenden Böschung, zum Stehen. Ersten Erkenntnissen zufolgen sitzen fünf Personen in dem völlig zerstörten Unfallwagen, weitere Fahrzeuge waren demnach nicht beteiligt. Peter Eymann, Inspekteur Brand- und Katastrophenschutz Speyer „Wir sind zu einem äußerst tragischen Verkehrsunfall alarmiert worden. Nach unserem jetzigen Stand gab es dabei zwei Tote zu beklagen. Allerdings konnten auch drei Menschen von der Feuerwehr gerettet werden und dem Rettungsdienst übergeben werden.“ Während für den 45-jährigen Fahrer und die 43-jährige Beifahrerin jede Hilfe zu spät kommt, werden die drei zehn, neun und sieben Jahre alten Kinder schwerverletzt in die Uniklinik Mannheim gebracht. Bis um sechs Uhr heute Morgen sind Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte und die Notfallseelsorge im Einsatz. Die A61 ist zwischen Hockenheim und Speyer in Richtung Ludwigshafen für etwa sieben Stunden voll gesperrt. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal einen Sachverständigen hinzugezogen.

  • Wie geht’s weiter mit dem 49-Euro-Ticket?

    Wie geht’s weiter mit dem 49-Euro-Ticket?

    Als das Deutschland-Ticket im Mai eingeführt wurde, war der Andrang riesig. Von den Millionen Menschen, die das Ticket nutzen, hatten viele davor gar keine Monatskarte und wurden durch das Angebot vom ÖPNV überzeugt. Doch die Finanzierung des 49-Euro-Tickets gestaltet sich schwierig. Seit Monaten beraten sich Bund und Länder, wie der Preis von 49 Euro gehalten werden soll.

  • Kerkerbachtalbrücke gesprengt

    Kerkerbachtalbrücke gesprengt

    Wenn Sie in der Nähe von Limburg wohnen, dann haben Sie heute Nachmittag vielleicht einen lauten Knall gehört: Um Punkt 14 Uhr ist dort nämlich die alte Kerkerbachtalbrücke an der B49 bei Beselich-Heckholzhausen gesprengt worden. 63 Jahre lang stand sie wie eine eins – innerhalb von wenigen Sekunden ist die Kerkerbachtalbrücke bei Heckholzhausen Geschichte. 135 Meter lang, 16 Meter hoch und 14 Meter breit war die Brücke seit ihrem Bau im Jahr 1960 wichtiger Bestandteil der alten B49 zwischen Gießen und Limburg. Was bleibt, sind Erinnerungen – und ein Schutthaufen aus rund 2.200 Kubikmetern Stahlbeton. Applaus für den Sprengmeister: Alles läuft wie geplant – die Brückenteile klappen sauber in sich zusammen. Es kommen weder Personen noch Gebäude zu schaden – keine ganz leichte Aufgabe. Michael Schneider, Sprengmeister „Hier ist es natürlich schon so, dass die nächsten Häuser, man sieht es ja, recht dicht dran standen. Und damit ist das natürlich schon eine Herausforderung mit Evakuierung und mit allem, was dazu gehört. Das muss geplant werden, das muss vorbereitet werden. Und dann ist es schon toll, wenn das alles so gut funktioniert, wie es hier funktioniert hat.“ Dabei musste die Kerkerbachtalbrücke anders als viele andere Brücken aus den 60er Jahren nicht etwa fallen, weil sie marode war – sondern weil sie schlichtweg nicht mehr gebraucht wird. Ein paar hundert Meter weiter entsteht die Bundesstraße 49 gerade neu – mit vier statt bisher zwei Spuren. Über die Kerkerbachtalbrücke fahren schon seit längerem keine Autos mehr. Da sie aber nach wie vor Kosten produzierte und zudem das Landschaftsbild verschandelte, hat man sie nun eben einfach beseitigt – und zwar auf die schnellstmögliche Art: Mit 35 Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf 108 Bohrlöcher in den Brückenpfeilern. Und weil’s so schön war und ja auch niemand von uns die ganzen Schuttberge wegräumen muss, zeigen wir Ihnen […]

  • Schallschutzwände für das Mittelrheintal

    Schallschutzwände für das Mittelrheintal

    Das Mittelrheintal steht für malerische Landschaften, Rheinromantik und die Loreley. Aber die Gegend ist auch ein Nadelöhr für den Güterzugverkehr und zählt zu einer der meistbefahrenen Strecken Europas. Unter dem Bahnlärm leiden Anwohner seit Jahren. In Koblenz hat die Bahn heute neue Schallschutzwände vorgestellt. Die sollen – so zumindest der Plan der Bahn – nicht nur gut für die Ohren, sondern auch was fürs Auge sein. Großer Bahnhof heute für ein bisschen buntes Aluminium im Koblenzer Bahnmuseum. Diese neuen Schallschutzwände sollen die Menschen im Mittelrheintal künftig vor Bahnlärm schützen. Die Farbpalette reicht von graugrün bis schokobraun und orientiert sich an den typischen Schattierungen des Mittelrheintals. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter Deutsche Bahn Rheinland-Pfalz „Bisher haben wir Standardfarben verwandt, wo wir gesagt haben, die passen überall. Jetzt geht es darum Farben zu nutzen, die an die unmittelbare Umgebung angepasst sind und heute kann man die Muster hier betrachten.“ Nadya König-Lehrmann, Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal „Ist es im Bereich von einem Industriegebiet, wo es auch in Koblenz mal durchfährt, ist es eher bei einem Fachwerkgebäude oder auch teilweise bei den Schieferhängen mit den entsprechenden Verbuschungen und Grünzonen, die in der Kulturlandschaft vorherrschen.“ Eine Designagentur hat zusammen mit einer Arbeitsgruppe aus Denkmalbehörden und Welterbevertretern das Gestaltungskonzept erarbeitet. Nadya König-Lehrmann, Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal „Wir sind ein sehr visuell geprägtes Welterbe, d.h. auch die Dichter, Denker, Maler haben schon sehr auf die Optik des Mittelrheintals geachtet in ihren Bildern. Und da müssen wir natürlich schon schauen, wie sich neue Elemente in die Landschaft einfügen, dass wir den Wert des Welterbes und die Attribute die durch die UNESCO anerkannt wurden, auch entsprechend erhalten und fortentwickeln können.“ Bis 2028 sollen laut Deutscher Bahn insgesamt 27 Kilometer Schallschutzwände in 20 Kommunen des Mittelrheintals entstehen. Bahn, Bund und die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen investieren dafür 130 Millionen Euro. Für die […]

  • Streit um Tempo 20 in Frankfurt

    Streit um Tempo 20 in Frankfurt

    Autofahren in der Innenstadt bei Tempo 30 kommt vielen schon ziemlich langsam vor. Die Stadt Frankfurt geht jetzt noch einen Schritt weiter. In einigen, weniger befahrenen Nebenstraßen möchte die Stadt künftig Tempo 20 einführen, um so für mehr Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen. Aus Sicht der Verantwortlichen sei das eine Maßnahme, von der am Ende alle Verkehrsteilnehmer profitieren. Wo Autofahrer hier derzeit noch 40 fahren dürfen, soll in Zukunft Tempo 20 gelten. Besonders in Nebenstraßen mit viel Fußgängerverkehr, wie hier nahe der Einkaufsmeile Zeil, sollen die Tempo-20-Zonen zu einem besseren Miteinander aller Verkerhsteilnehmer führen. Wolfgang Siefert (Bündnis 90 / Die Grünen), Mobilitätsdezernent Frankfurt „Es gibt dann einen Lärmschutz für die Bewohnerinnen und Bewohner. Es ist sicherer für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, für die Kinder, die dann vielleicht wieder auf der Straße spielen können oder in der Nähe der Straße, was man sich ja bei großem Verkehr nicht vorstellen kann. Es verbessert die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer und es gibt eben auch den lokalen Geschäften mehr Möglichkeiten sich zu entfalten.“ Zudem sei es so möglich, Ampelanlangen in den wenig befahrenen Nebenstraßen abzuschalten, um somit den Autofahrern leidige Wartezeiten zu ersparen. Über die Tempo-20-Zonen freuen würden sich hier vor allem sie: die Radfahrer. Laura Stöcklin „Verkehrsberuhigende Maßnahmen finde ich an sich super. Wir haben drei kleine Kinder und sind immer wieder damit konfrontiert, dass es hier sehr viel Autoverkehr gibt und wir uns da auch unsicher fühlen.“ Gerald Wiesner „Ach, ich fühle mich eigentlich nicht unsicher, muss ich sagen. Gut, 60 Jahre, ja, da ist man den Verkehr gewöhnt.“ Jürgen A. „In dieser Gegend auf jeden Fall richtig. Ich meine, manche werden sich beschweren. Autofahrer beschweren sich in der Regel sowieso.“ Weniger Begeisterung hingegen bei ihnen: den Autofahrern. Roman Martyniecki „Nicht gut. Weil ich denke, 40 ist schon eine sehr […]

  • Flughafen Frankfurt: Terminal 3 nimmt Gestalt an

    Flughafen Frankfurt: Terminal 3 nimmt Gestalt an

    Wer schon mal gebaut hat, der weiß: Wenn der Rohbau steht, geht die Arbeit innen erst so richtig los. Estrich gießen, Wände verputzen, Elektrik installieren – Hunderte Arbeiten stehen an. Genauso geht es gerade auch den Bauherren am Frankfurter Flughafen. Mit dem Unterschied, dass sie kein Wohnhaus bauen, sondern ein drittes Terminal für bis zu 25 Millionen Reisende pro Jahr. Ein Juwel soll es werden, das neue Terminal im Süden des Frankfurter Flughafens. Die Deckenkonstruktion am zentralen Marktplatz passt schon mal dazu: 3.000 individuell gebogene Alu-Rohre ergeben eine Tropfenform, die Tageslicht ins Innere reflektieren soll. Genau dort, im Inneren, wird es zwar noch Jahre dauern, bis die ersten Geschäfte öffnen, aber man liege voll im Zeitplan, sagt der Flughafen-Chef. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Alles sehr komprimiert, sehr weit fortgeschritten. Und darum sind wir sehr zuversichtlich, dass wir hier das Terminal 3 mit all den Anschlüssen, mit der Verbindung in den Norden, tatsächlich zum Sommerflugplan 2026 in Betrieb nehmen.“ Es ist das größte privat finanzierte Bauprojekt Europas. Vier Milliarden Euro investiert Fraport, nicht nur in die Arbeiten am Terminal selbst, sondern auch in die Verbindungen dorthin. Das Terminal ist ans Straßennetz angebunden. Mit der Skyline-Bahn sollen Passagiere in acht Minuten zwischen Terminal 1 und 3 wechseln können. Damit alles rund läuft, muss der Flughafenbetreiber die Abläufe von rund 3.000 Bauarbeitern koordinieren. Harald Rohr, Geschäftsführer Frankfurt Ausbau Süd GmbH „Das Vernetzen der einzelnen Gewerke, das Vernetzen der einzelnen Funktionalitäten zu einem Gesamten hin, zu einem Ganzen hin – das ist die große Herausforderung. Weil wir insbesondere ja auch von der Masse her sehr viel zu koordinieren haben.“ Das neue Terminal wird das modernste am Flughafen sein und soll nicht nur viele Passagiere, sondern auch neue Airlines anlocken. Laut Fraport gebe es viele Interessenten, vor allem aus der Golfregion. 2025 soll der […]