Verkehr

  • Kontaktloser Check-In am Frankfurter Flughafen

    Kontaktloser Check-In am Frankfurter Flughafen

    Am Frankfurter Flughafen soll es künftig für Passagiere aller Airlines möglich sein, kontaktlos zu reisen. Heißt – ohne ständig die Bordkarte oder den Pass zücken zu müssen. Das Ganze funktioniert mit Biometrie. Frankfurt will der erste Flughafen in Europa sein, der Passagiere per Gesichtserkennung erfasst und kontaktlos reisen lässt. Vom Check-In bis zum Boarding. Smart Path heißt das System, das es den Fluggästen künftig ermöglichen soll, die verschiedenen Kontrollstellen – also Check-In, Gepäckabgabe, Sicherheitskontrolle oder Boarding mit nur einem einzigen Blick zu durchlaufen. David Lavorel, CEO SITA “Wir kennen alle diese Situation: Du hast dein Gepäck in der einen Hand, den Mantel in der anderen, hast deine Kinder an der Hand oder die Eltern. Und dann kommst du an einen Kontrollpunkt und sollst deine Bordkarte vorzeigen oder deinen Pass oder andere Dokumente. Das ist nervig. Aber jetzt kannst du mit deinen Händen machen, was du willst. Du zeigst einfach dein Gesicht und gehst weiter. Das ist wie Magie.“ Um das Reisen ohne Bordkarte oder Pass nutzen zu können müssen sich Fluggäste bei der Ankunft am Airport an einem Biometrie-Terminal registrieren. Dort wird einmalig die Bordkarte vorgezeigt, der Pass eingescannt und ein Foto gemacht. Alle anderen Kontrollpunkte können dann ohne erneutes Vorzeigen der Dokumente passiert werden. Pierre Dominique Prümm, Vorstand Aviation und Infrastruktur Fraport „Für uns als Flughafenbetreiber besteht der Vorteil natürlich darin, dass wir die Flugreise sicherer machen. Diese biometrischen Merkmale sind fälschungssicher, der Passagier ist eindeutig zu identifizieren. Und zum anderen machen wir insgesamt die Prozesse effizienter weil – das ist auch nachvollziehbar – das der Zeitverlust durch Suchen und Auflegen von Bordkarte etc. entfällt. Und damit wird’s einfach schneller. Das Boarden ist ein schönes Beispiel. Dort sind wir mehrere Minuten schneller, wenn wir entsprechend biometrische Verfahren einführen.“ Für Passagiere von Lufthansa, Austrian Airlines oder Swiss funktioniert das Reisen […]

  • Schwertransport im Kreis Trier-Saarburg

    Schwertransport im Kreis Trier-Saarburg

    Wenn die Energiewende endlich Fahrt aufnimmt, dann wird es solche Transporte demnächst viel öfter geben. 90 Meter lange Rotorblätter eines Windrads – für die Fahrer eine ziemlich knifflige Angelegenheit. Derzeit rollen gleich mehrere Schwertransport mit diesen Rädern durch den Kreis Trier-Saarburg. Um enge Kurven und das auch noch bei Dunkelheit. Dieser sogenannte Selbstfahrer transportiert ein 65 Meter langes Rotorblatt und wird ferngesteuert. Insgesamt 120 Tonnen rollen hier im Schritttempo durch enge Straßen. Im Kreis Trier-Saarburg müssen diese Woche drei Rotorblätter vom Lagerplatz Hirschfelderhof über gut 15 Kilometer bis zum Windpark Pellingen gebracht werden. Die große Hürde: Die Ortsgemeinde Zerf. Nach anderthalb Stunden hat der Schwertransport das kleine Dorf erreicht. Nun ist vom Team Augenmaß gefordert. Manuel Heck, Projektleiter „Zwei, drei Knackpunkte: Also wir haben hier zwei Engstellen in Kurvenbereichen, wo Leitungsunterfahrungen sind. Wo Bäume und Äste im Weg sind.“ Und nicht zu vergessen: die Hausdächer. Zum Glück kann der Selbstfahrer das Rotorblatt bis zu einem Winkel von 50 Grad anheben. So schwebt das Rad geradezu über die Dächer hinweg. Der Haken: Das funktioniert nicht bei jedem Wetter. Ein ursprünglich für Montag geplanter erster Versuch musste kurzfristig abgesagt werden. Der Grund: zu windig. Manuel Heck, Projektleiter „Wenn wir den Flügel aufrichten, ist er natürlich sehr anfällig. Der Schwerpunkt wandert nach oben. Und da müssen wir schauen, dass wir in einem Windbereich bleiben von maximalen Böen bis sechs, sieben Metern.“ Diesmal passt das Wetter. Kurz nach Mitternacht trennt den Transport nur noch ein Kreisel vom Ortsausgang. Doch auch diese Hürde nimmt das Team ohne Probleme. Die nun folgende Bundesstraße ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten für den normalen Verkehr gesperrt, freie Fahrt also für den Schwertransport. Heute Morgen um vier Uhr ist das Ziel endlich erreicht. Der Vorteil bei einem nächtlichen Einsatz: weniger Schaulustige am Straßenrand. Obwohl das Team mit Zuschauern kein Problem hat. […]

  • Tödlicher Unfall auf der B 3

    Tödlicher Unfall auf der B 3

    Es ist früher und länger dunkel – in dieser Jahreszeit passieren mit Abstand die meisten Fußgängerunfälle. Ein tragischer hat sich gestern Abend in Egelsbach ereignet. Eine Fußgängerin stirbt bei dem Versuch, die Bundesstraße 3 zu überqueren. Für die 82-Jährige Frau kommt jede Hilfe zu spät. Am Montagabend gegen 19.55 Uhr versucht sie auf Höhe eines Restaurants im südhessischen Egelsbach die Bundesstraße 3 zu überqueren. Zuvor war die Seniorin laut Zeugenaussagen aus einem Bus gestiegen und dann mit ihrem Rollator einige Meter in Fahrtrichtung am Straßenrand gelaufen. Beim Versuch, die B3 schließlich zu überqueren, wird die Fußgängerin von einem Volvo erfasst. Die 82-Jährige hat keine Chance, erliegt ihren schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Die 24-jährige Autofahrerin erleidet einen Schock. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind im Einsatz. Die B3 musste gestern Abend mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der genaue Unfallhergang wird jetzt noch ermittelt. Auch ein Gutachter wird hinzugezogen. Der Sachschaden an dem Volvo beträgt 6.000 Euro.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Riederwaldtunnel wird deutlich teurer — Mehr Tempo bei Windkraft-Ausbau nötig — Neuer Betreiber für Shuttles gesucht — Weniger Pilze in Rheinland-Pfalz Anmoderation: Das Land Rheinland-Pfalz und das französische Departement Moselle haben heute ein neues Abkommen zur Zusammenarbeit der Feuerwehren im Grenzgebiet unterzeichnet. Damit besteht künftig Rechtssicherheit, wenn Feuerwehrleute mit Einsatzfahrzeugen über die deutsch-französische Grenze fahren, um im Nachbarland zum Beispiel bei Bränden, Überflutungen oder Sturmschäden zu helfen. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten: Tunnel wird deutlich teurer Die Kosten für den Bau des Riederwaldtunnels in Frankfurt sind auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Ursprünglich waren 477 Millionen Euro angesetzt. Die Grünen sprachen von einer regelrechten Kostenexplosion und forderten eine umgehende Überprüfung des Bauvorhabens. Der Tunnel im Frankfurter Osten soll die Lücke zwischen den Autobahnen 66 und 661 schließen. Mehr Tempo bei Ausbau nötig Um die Klimaziele in Hessen zu erreichen, müssen nach Ansicht des Landesverbandes Windenergie jährlich 100 neue Windkraftanlagen entstehen. Der Ausbau gehe mittlerweile etwas besser voran als in der Vergangenheit. Er müsse aber deutlich beschleunigt werden. Um das zu erreichen, solle das Land das sogenannte Repowering fördern. Dabei werden alte Anlagen durch leistungsfähigere ersetzt. Außerdem müssten die Genehmigungsverfahren einfacher und schneller werden. Derzeit liege Hessen bei der Dauer bundesweit auf dem letzten Platz. Das Land hat in diesem Jahr bislang 32 neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen. Neuer Betreiber für Shuttles gesucht Nach der Insolvenz von Clever Shuttle sucht der Rhein-Main-Verkehrsverbund ein neues Unternehmen, das mehrere On-Demand-Shuttles im Rhein-Main-Gebiet übernehmen wird. Es handelt sich dabei unter anderem um den „Hopper“ im Kreis Offenbach, „Emil“ in Taunussstein und den „Dadiliner“ im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Shuttles, die per App abgerufen werden können, sollen das Angebot im Nahverkehr ergänzen. Der bisherige Anbieter hat Insolvenz angemeldet, weil die […]

  • Zwei Tote nach Unfall auf der A61 bei Speyer

    Zwei Tote nach Unfall auf der A61 bei Speyer

    Schlimme Szenen spielen sich in der Nacht auf der A61 bei Speyer ab. Zwischen der Rheinbrücke Speyer und dem Rastplatz Binsfeld, kommt es zu einem schweren Unfall, an dem fünf Personen beteiligt sind. Und tragischerweise können nicht alle lebend aus den Trümmern des Fahrzeugs befreit werden. Diese Bilder lassen die Heftigkeit des Unfalls erahnen. Um kurz nach 22 Uhr durchbricht ein Mercedes auf der A61 die Leitplanke, kollidiert anschließend mit mehreren Bäumen und kommt dann, in der sechs Meter tiefer liegenden Böschung, zum Stehen. Ersten Erkenntnissen zufolgen sitzen fünf Personen in dem völlig zerstörten Unfallwagen, weitere Fahrzeuge waren demnach nicht beteiligt. Peter Eymann, Inspekteur Brand- und Katastrophenschutz Speyer „Wir sind zu einem äußerst tragischen Verkehrsunfall alarmiert worden. Nach unserem jetzigen Stand gab es dabei zwei Tote zu beklagen. Allerdings konnten auch drei Menschen von der Feuerwehr gerettet werden und dem Rettungsdienst übergeben werden.“ Während für den 45-jährigen Fahrer und die 43-jährige Beifahrerin jede Hilfe zu spät kommt, werden die drei zehn, neun und sieben Jahre alten Kinder schwerverletzt in die Uniklinik Mannheim gebracht. Bis um sechs Uhr heute Morgen sind Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte und die Notfallseelsorge im Einsatz. Die A61 ist zwischen Hockenheim und Speyer in Richtung Ludwigshafen für etwa sieben Stunden voll gesperrt. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal einen Sachverständigen hinzugezogen.

  • Wie geht’s weiter mit dem 49-Euro-Ticket?

    Wie geht’s weiter mit dem 49-Euro-Ticket?

    Als das Deutschland-Ticket im Mai eingeführt wurde, war der Andrang riesig. Von den Millionen Menschen, die das Ticket nutzen, hatten viele davor gar keine Monatskarte und wurden durch das Angebot vom ÖPNV überzeugt. Doch die Finanzierung des 49-Euro-Tickets gestaltet sich schwierig. Seit Monaten beraten sich Bund und Länder, wie der Preis von 49 Euro gehalten werden soll.

  • Kerkerbachtalbrücke gesprengt

    Kerkerbachtalbrücke gesprengt

    Wenn Sie in der Nähe von Limburg wohnen, dann haben Sie heute Nachmittag vielleicht einen lauten Knall gehört: Um Punkt 14 Uhr ist dort nämlich die alte Kerkerbachtalbrücke an der B49 bei Beselich-Heckholzhausen gesprengt worden. 63 Jahre lang stand sie wie eine eins – innerhalb von wenigen Sekunden ist die Kerkerbachtalbrücke bei Heckholzhausen Geschichte. 135 Meter lang, 16 Meter hoch und 14 Meter breit war die Brücke seit ihrem Bau im Jahr 1960 wichtiger Bestandteil der alten B49 zwischen Gießen und Limburg. Was bleibt, sind Erinnerungen – und ein Schutthaufen aus rund 2.200 Kubikmetern Stahlbeton. Applaus für den Sprengmeister: Alles läuft wie geplant – die Brückenteile klappen sauber in sich zusammen. Es kommen weder Personen noch Gebäude zu schaden – keine ganz leichte Aufgabe. Michael Schneider, Sprengmeister „Hier ist es natürlich schon so, dass die nächsten Häuser, man sieht es ja, recht dicht dran standen. Und damit ist das natürlich schon eine Herausforderung mit Evakuierung und mit allem, was dazu gehört. Das muss geplant werden, das muss vorbereitet werden. Und dann ist es schon toll, wenn das alles so gut funktioniert, wie es hier funktioniert hat.“ Dabei musste die Kerkerbachtalbrücke anders als viele andere Brücken aus den 60er Jahren nicht etwa fallen, weil sie marode war – sondern weil sie schlichtweg nicht mehr gebraucht wird. Ein paar hundert Meter weiter entsteht die Bundesstraße 49 gerade neu – mit vier statt bisher zwei Spuren. Über die Kerkerbachtalbrücke fahren schon seit längerem keine Autos mehr. Da sie aber nach wie vor Kosten produzierte und zudem das Landschaftsbild verschandelte, hat man sie nun eben einfach beseitigt – und zwar auf die schnellstmögliche Art: Mit 35 Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf 108 Bohrlöcher in den Brückenpfeilern. Und weil’s so schön war und ja auch niemand von uns die ganzen Schuttberge wegräumen muss, zeigen wir Ihnen […]

  • Schallschutzwände für das Mittelrheintal

    Schallschutzwände für das Mittelrheintal

    Das Mittelrheintal steht für malerische Landschaften, Rheinromantik und die Loreley. Aber die Gegend ist auch ein Nadelöhr für den Güterzugverkehr und zählt zu einer der meistbefahrenen Strecken Europas. Unter dem Bahnlärm leiden Anwohner seit Jahren. In Koblenz hat die Bahn heute neue Schallschutzwände vorgestellt. Die sollen – so zumindest der Plan der Bahn – nicht nur gut für die Ohren, sondern auch was fürs Auge sein. Großer Bahnhof heute für ein bisschen buntes Aluminium im Koblenzer Bahnmuseum. Diese neuen Schallschutzwände sollen die Menschen im Mittelrheintal künftig vor Bahnlärm schützen. Die Farbpalette reicht von graugrün bis schokobraun und orientiert sich an den typischen Schattierungen des Mittelrheintals. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter Deutsche Bahn Rheinland-Pfalz „Bisher haben wir Standardfarben verwandt, wo wir gesagt haben, die passen überall. Jetzt geht es darum Farben zu nutzen, die an die unmittelbare Umgebung angepasst sind und heute kann man die Muster hier betrachten.“ Nadya König-Lehrmann, Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal „Ist es im Bereich von einem Industriegebiet, wo es auch in Koblenz mal durchfährt, ist es eher bei einem Fachwerkgebäude oder auch teilweise bei den Schieferhängen mit den entsprechenden Verbuschungen und Grünzonen, die in der Kulturlandschaft vorherrschen.“ Eine Designagentur hat zusammen mit einer Arbeitsgruppe aus Denkmalbehörden und Welterbevertretern das Gestaltungskonzept erarbeitet. Nadya König-Lehrmann, Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal „Wir sind ein sehr visuell geprägtes Welterbe, d.h. auch die Dichter, Denker, Maler haben schon sehr auf die Optik des Mittelrheintals geachtet in ihren Bildern. Und da müssen wir natürlich schon schauen, wie sich neue Elemente in die Landschaft einfügen, dass wir den Wert des Welterbes und die Attribute die durch die UNESCO anerkannt wurden, auch entsprechend erhalten und fortentwickeln können.“ Bis 2028 sollen laut Deutscher Bahn insgesamt 27 Kilometer Schallschutzwände in 20 Kommunen des Mittelrheintals entstehen. Bahn, Bund und die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen investieren dafür 130 Millionen Euro. Für die […]

  • Streit um Tempo 20 in Frankfurt

    Streit um Tempo 20 in Frankfurt

    Autofahren in der Innenstadt bei Tempo 30 kommt vielen schon ziemlich langsam vor. Die Stadt Frankfurt geht jetzt noch einen Schritt weiter. In einigen, weniger befahrenen Nebenstraßen möchte die Stadt künftig Tempo 20 einführen, um so für mehr Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen. Aus Sicht der Verantwortlichen sei das eine Maßnahme, von der am Ende alle Verkehrsteilnehmer profitieren. Wo Autofahrer hier derzeit noch 40 fahren dürfen, soll in Zukunft Tempo 20 gelten. Besonders in Nebenstraßen mit viel Fußgängerverkehr, wie hier nahe der Einkaufsmeile Zeil, sollen die Tempo-20-Zonen zu einem besseren Miteinander aller Verkerhsteilnehmer führen. Wolfgang Siefert (Bündnis 90 / Die Grünen), Mobilitätsdezernent Frankfurt „Es gibt dann einen Lärmschutz für die Bewohnerinnen und Bewohner. Es ist sicherer für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, für die Kinder, die dann vielleicht wieder auf der Straße spielen können oder in der Nähe der Straße, was man sich ja bei großem Verkehr nicht vorstellen kann. Es verbessert die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer und es gibt eben auch den lokalen Geschäften mehr Möglichkeiten sich zu entfalten.“ Zudem sei es so möglich, Ampelanlangen in den wenig befahrenen Nebenstraßen abzuschalten, um somit den Autofahrern leidige Wartezeiten zu ersparen. Über die Tempo-20-Zonen freuen würden sich hier vor allem sie: die Radfahrer. Laura Stöcklin „Verkehrsberuhigende Maßnahmen finde ich an sich super. Wir haben drei kleine Kinder und sind immer wieder damit konfrontiert, dass es hier sehr viel Autoverkehr gibt und wir uns da auch unsicher fühlen.“ Gerald Wiesner „Ach, ich fühle mich eigentlich nicht unsicher, muss ich sagen. Gut, 60 Jahre, ja, da ist man den Verkehr gewöhnt.“ Jürgen A. „In dieser Gegend auf jeden Fall richtig. Ich meine, manche werden sich beschweren. Autofahrer beschweren sich in der Regel sowieso.“ Weniger Begeisterung hingegen bei ihnen: den Autofahrern. Roman Martyniecki „Nicht gut. Weil ich denke, 40 ist schon eine sehr […]

  • Flughafen Frankfurt: Terminal 3 nimmt Gestalt an

    Flughafen Frankfurt: Terminal 3 nimmt Gestalt an

    Wer schon mal gebaut hat, der weiß: Wenn der Rohbau steht, geht die Arbeit innen erst so richtig los. Estrich gießen, Wände verputzen, Elektrik installieren – Hunderte Arbeiten stehen an. Genauso geht es gerade auch den Bauherren am Frankfurter Flughafen. Mit dem Unterschied, dass sie kein Wohnhaus bauen, sondern ein drittes Terminal für bis zu 25 Millionen Reisende pro Jahr. Ein Juwel soll es werden, das neue Terminal im Süden des Frankfurter Flughafens. Die Deckenkonstruktion am zentralen Marktplatz passt schon mal dazu: 3.000 individuell gebogene Alu-Rohre ergeben eine Tropfenform, die Tageslicht ins Innere reflektieren soll. Genau dort, im Inneren, wird es zwar noch Jahre dauern, bis die ersten Geschäfte öffnen, aber man liege voll im Zeitplan, sagt der Flughafen-Chef. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Alles sehr komprimiert, sehr weit fortgeschritten. Und darum sind wir sehr zuversichtlich, dass wir hier das Terminal 3 mit all den Anschlüssen, mit der Verbindung in den Norden, tatsächlich zum Sommerflugplan 2026 in Betrieb nehmen.“ Es ist das größte privat finanzierte Bauprojekt Europas. Vier Milliarden Euro investiert Fraport, nicht nur in die Arbeiten am Terminal selbst, sondern auch in die Verbindungen dorthin. Das Terminal ist ans Straßennetz angebunden. Mit der Skyline-Bahn sollen Passagiere in acht Minuten zwischen Terminal 1 und 3 wechseln können. Damit alles rund läuft, muss der Flughafenbetreiber die Abläufe von rund 3.000 Bauarbeitern koordinieren. Harald Rohr, Geschäftsführer Frankfurt Ausbau Süd GmbH „Das Vernetzen der einzelnen Gewerke, das Vernetzen der einzelnen Funktionalitäten zu einem Gesamten hin, zu einem Ganzen hin – das ist die große Herausforderung. Weil wir insbesondere ja auch von der Masse her sehr viel zu koordinieren haben.“ Das neue Terminal wird das modernste am Flughafen sein und soll nicht nur viele Passagiere, sondern auch neue Airlines anlocken. Laut Fraport gebe es viele Interessenten, vor allem aus der Golfregion. 2025 soll der […]

  • Trier wird wieder an den Fernverkehr der Bahn angeschlossen

    Trier wird wieder an den Fernverkehr der Bahn angeschlossen

    Trier ist ja immer eine Reise wert. Von den Kaiserthermen über den Hauptmarkt bis zur Porta Nigra – an Sehenswürdigkeiten mangelt es nicht. Bequem und schnell hinkommen – das ist allerdings so eine Sache. Vor allem, wenn Sie mit der Deutschen Bahn anreisen. Trier ist nämlich seit Jahren vom Schienen-Fernverkehrs-Netz de facto abgeschnitten. Kein ICE und kein Intercity hält dort. Doch das soll sich bald wieder ändern. Trier, Hauptbahnhof. Auf der großen Abfahrtstafel ist es sofort zu erkennen: Nur Regionalzüge fahren hier. Zum Beispiel die Regionalbahn 81 nach Koblenz oder der Regionalexpress 11 nach Luxemburg. Den letzten Intercity hat man hier 2014 gesehen, den letzten ICE gar 2011. Zu unwirtschaftlich, nicht rentabel, hatte die Deutsche Bahn argumentiert. Die aktuellen Zugverbindungen von und nach Trier sorgen bei den Reisenden nicht selten für Unmut. Bernd Pflughaupt, Tourist aus Freiburg „Das kann nicht nur ein Regionalzug sein, der unter Umständen jedes zweite Mal ausfällt.“ Ulrich Radmer, Reisender „In der Regel hat man Verspätungen, man kriegt die Anschlusszüge nicht, man muss den nächsten Zug nehmen…“ Heike-Maria Lau, Geschäftsreisende aus Köln „Es geht halt doch öfter was schief, beim Umsteigen geht ja immer gern mal was schief. Und eine Direktverbindung wär ganz großartig.“ Verbesserung ist nun tatsächlich in Sicht. Heute wurde in Trier eine Absichtserklärung zwischen der Deutschen Bahn, Rheinland-Pfalz und Luxemburg unterzeichnet: Direkt, ohne Umsteigen von Köln über Trier nach Luxemburg – und wieder zurück. Und das mehrmals täglich. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Das ist wirklich ein ganz toller Tag, weil wir im Grunde seit 10 Jahren daran arbeiten, dass es wieder einen Anschluss an den Fernverkehr gibt aus Trier heraus und das ist damit geschafft. Ab Dezember 2025 wird es wieder Fernverkehrszüge geben in den Raum Köln/Düsseldorf. Aber auch diejenigen, die ab Koblenz in Richtung Mainz/Stuttgart fahren wollen, haben es dann auch […]

  • Brennende E-Autos machen Feuerwehr Probleme

    Brennende E-Autos machen Feuerwehr Probleme

    Elektroautos sind ein wichtiger Baustein im Thema Mobilitätswende. Doch sie bringen auch einige Nachteile mit sich. Zum Beispiel sind sie im Falle eines Brandes schwerer zu löschen als Autos mit Verbrennungsmotoren. Die Stimmen werden lauter um den Feuerwehrmännern die Arbeit leichter zu machen.   Die Feuerwehr trifft am Einsatzort ein. Ein Auto brennt. Es stellt sich heraus: Das brennende Auto ist ein Elektrofahrzeug. Jetzt heißt es für die Einsatzkräfte: Besondere Vorsicht. Denn wenn der Akku Feuer fängt, können Stichflammen entstehen. Doch auch wenn das Feuer gelöscht ist, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Frank Hachemer (Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz): „Das Problem beim Akkubrand ist natürlich, dass wir einen Akku nicht so löschen können wie wir jeden anderen Brand löschen. Das heißt also wir nutzen die Löschwirkung von verschiedenen Löschmitteln. Zum Beispiel die erstickende Wirkung. Das geht da aber nicht. Weil der Akku sich im Grunde genommen durch die darin enthaltenen Chemikalien den Sauerstoff zum Brennen selber herstellt quasi. Das heißt also ein Löschmittel das einfach nur abdichtet würde gar nichts bringen. Wir brauchen zum Kühlen das klassische Löschmittel Wasser.“ Mit dem Wasser kühlt die Feuerwehr den Akku so lange, bis dessen Temperatur unter 60 Grad fällt. Erst dann ist eine erneute Selbstentzündung ausgeschlossen. Das Problem: Die Akkus sind meistens im Boden der Autos verbaut. Für die Feuerwehrleute ist es also schwierig das Wasser direkt einzuleiten. Eine Möglichkeit den Akku zu löschen bietet dieser spezielle Sack. Die Feuerwehrleute spannen ihn um das Elektroauto und können ihn dann mit Wasser füllen. So wird der Akku unter Wasser gesetzt und kühlt ab. Das System hat sich mittlerweile bewährt und kommt häufig zum Einsatz. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz fordert von der Autoindustrie aber eine einfachere Lösung. Frank Hachemer (Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz): „Es wäre halt schon wichtig dass bestimmte Dinge vereinheitlicht werden. Wir haben ja verschiedene Hersteller […]

  • Roboter kontrolliert Eisenbahnwaggons

    Roboter kontrolliert Eisenbahnwaggons

    Digitalisierung ist nicht nur im hessischen Landtagswahlkampf ein großes Thema, sondern auch schon lange bei der Deutschen Bahn. Jetzt möchte man dort einen weiteren Schritt gehen. Ein Roboterhund soll in Zukunft bei der Instandhaltung der Waggons helfen. Eine erste Testphase dafür läuft momentan auf dem Werksgelände in Mainz-Bischofsheim. Eigentlich sind auf dem Gelände der DB Cargo Hunde strengstens verboten. Roboterhund „Spot“ ist eine Ausnahme. Denn er hilft den Mitarbeitern bei der Wartung der Waggons. Seit drei Wochen läuft die Testphase mit „Spot“ schon. Aktuell hat er die Aufgaben die Waggons auf dem Gelände zu orten und unter ihnen die Radsatzwellen zu kontrollieren. Noch wird der Roboterhund dabei von einem Mitarbeiter an die Leine genommen. Christofer Bruns, Projektleiter DB Cargo „Perspektivisch – so weit sind wir aber noch nicht – soll der Hund die Arbeiten vollautomatisch ausführen. Das heißt, er soll vollautomatisch in die Grube gehen, er soll die Radsatzwelle aufnehmen, er soll die Bilder davon machen und er soll sie auch bewerten. Das heißt, er sagt, die Welle ist in Ordnung oder ist nicht in Ordnung – wenn er Probleme hat soll er einen Mitarbeiter zu sich rufen.“ Die Kontrolle von Waggons kostet viel Zeit. In den meisten Fällen werden keine Schäden gefunden. Ein Mensch hat mit der Kontrolle eines eigentlich technisch einwandfreien Waggons kostbare Zeit verloren. „Spot“ soll das lösen. Christofer Bruns, Projektleiter DB Cargo „Ich kann damit Kapazitäten schaffen. Also Kapazität in der Hinsicht, dass sich unsere Kollegen nicht mehr dieser monotonen, widerkehrenden Arbeit widmen müssen, sondern wirklich auch Arbeiten anderweitig durchführen können. Also spezialisierteren Arbeiten an den Güterwagen. Also auch in Hinblick auf den Fachkräftemangel ist das eine gute Unterstützung für unsere Kollegen.“ Der Roboterhund wurde von Boston Dynamics und dem deutschen Start-up Energy Robotics entwickelt. Die Software lässt sich auf viele verschiedene Aufgabenbereiche programmieren. Christian Hennig, […]

  • Tunneldurchstich in Bad Bergzabern

    Tunneldurchstich in Bad Bergzabern

    Eines der größten Infrastrukturprojekte im Land ist ein Tunnel bei Bad Bergzabern. Der soll bald wieder etwas mehr Ruhe in die Kurstadt bringen. 10.000 Autos fahren dann ab 2026 nicht mehr durch die Stadt, sondern durch den Berg. Jetzt ist der Tunnel durchstochen. Erst ist es nur ein dumpfes Kratzen, darauf eine Erschütterung und dann ist es geschafft. Nach zwei Jahren haben die Bauarbeiter eine fast 1,5 Kilometer lange Röhre durch den Berg gegraben. Für Martin Schafft und sein Team eine lange Zeit mit Höhen und Tiefen. Denn der Berg hat es ihm nicht gerade einfach gemacht. Martin Schafft, Leiter Landesbetrieb Mobilität Speyer „Das größte Problem, wo wir hatten: dass wir nach ca. 400 Tunnelmetern sehr weiches Gestein angetroffen haben. Fast Sand. Und dazu noch ein ziemlich großer Wasserzutritt, der den Sand verflüssigt hat und wo die Gefahr bestand, dass wir ein Ortsbrustversagen bekommen, das heißt der Randbereich dann einstürzt.“ Doch schnell bekommen die Tunnelarbeiter das Problem in den Griff. Durch wechselnde geologische Verhältnisse müssen sie mal baggern, bei hartem Gestein sogar sprengen. Der Tunnel soll den Verkehr um Bad Bergzabern herumleiten, denn aktuell fahren täglich über 11.000 Autos und LKW durch die Kurstadt. Daher freuen sich die meisten der 400 Besucher über den Tunnel. Es gibt aber auch Kritik. Edgar Driess, Anwohner „Nachteil ist, weil in Bergzabern fast kein Auto mehr hält. Die fahren dann alle durch. Die Gastronomie, die Geschäfte in der Innenstadt, die leiden da ein bisschen Not.“ Michael Blum, Anwohner „Wir müssen auch an die Menschen denken, die jeden Morgen hier zur Arbeit fahren und da ist dieser Tunnel eine riesen Erleichterung für all die Menschen, die im Pfälzer Wald wohnen.“ Regina Benget, Anwohner „Ich denke, dass jetzt eine Verkehrsberuhigung eintritt auch mit LKW und so weiter. Also ich hoffe, dass man auch mit dem Fahrrad […]

  • Spatenstich für letzten Abschnitt der Ahrtalbahn

    Spatenstich für letzten Abschnitt der Ahrtalbahn

    Zugschienen, die verbogen im Fluss liegen, Brücken, die von den Wassermassen mitgerissen wurden und vollkommen zerstörte Bahnhöfe: Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat auch die Ahrtalbahn zerstört. Am schwersten wurde dabei ein Abschnitt getroffen, die Strecke zwischen Walporzheim und Ahrbrück. Nun haben auch dort die Bauarbeiten für den Neubau begonnen. Nach Flut und Schlamm – Asche für ein neues Fundament: Es ist der Spatenstich für den letzten Streckenabschnitt der Ahrtalbahn. Die Strecke lief vor der Flut hier noch über die Ahr – bevor der Fluss Brücke und Trasse stark beschädigte. Der Spatenstich zum Neubau ist ein Grund zur Freude für die Ministerpräsidentin: Denn die Ahrtalbahn sei mehr als nur eine Bahn. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Ja, die Ahrtalbahn ist natürlich die Lebensader hier im Ahrtal und es ist wichtig für Pendler und Pendlerinnen, es ist wichtig für die Wirtschaft, aber natürlich auch für den Tourismus, der hier besonders bedeutsam ist. Und wenn man die Zerstörung sieht, gerade dieses Abschnitts, von dem wir hier sprechen, dann weiß man auch, dass alle geholfen haben, dass wir sehr schnell dazu kommen, dass die Ahrtalbahn wieder aufgebaut wird.“ Vor der Flut führte die Ahrtalbahn von Remagen bis nach Ahrbrück. Die Flut zerstörte 2021 weite Teile der rund 30 Kilometer langen Strecke. Im Dezember 2021 wurde der Zugbetrieb eingleisig zwischen Remagen und Ahrweiler/Walporzheim aufgenommen. Ab Dezember 2025 soll die Ahrtalbahn in beide Richtungen auch wieder bis Ahrbrück fahren. Neben 16 Kilometern neuer Schienen gibt es einen Schwerpunkt beim Neubau: Brücken. Bei der Flut stauten sich an ihnen Treibgut und Wasser. Die Folgen: Schäden an den Brücken und eine verheerende Welle aus Wasser voller Trümmer, sobald die Brücke brach. Der Plan der Bahn: Brücken ohne Mittelpfeiler im Fluss und damit weniger Angriffsfläche für das Wasser. Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur Deutsche Bahn „Wenn es vergleichbares Hochwasser gebe, […]