Verkehr

  • Schwere Störung bei der Bahn

    Schwere Störung bei der Bahn

    Verspätungen und Ausfälle – wer regelmäßig mit dem Zug unterwegs ist, kennt die Probleme der Deutschen Bahn. Doch die haben gestern Abend eine neue Dimension erreicht: Bundesweit fuhr am späten Abend kein einziger Zug mehr. Der komplette Regional-, Fern- und Güterverkehr – lahmgelegt. Die Bahn hat für das Desaster um Entschuldigung gebeten – zahlreiche Stimmen fordern eine umfassende Aufarbeitung und rasche Konsequenzen aus dem Vorfall. Leidtragende waren wieder einmal die Bahnreisenden. Der Blick auf die Anzeigetafel – vergangene Nacht dürfte er selbst für leidgeprüfte Bahnpendler sehr frustrierend gewesen sein. Nichts geht mehr. Hier am Frankfurter Hauptbahnhof stehen die Züge stundenlang still. Die Bahnsteige sind verwaist – oder voller wartender Menschen. Vor den Schaltern der Deutschen Bahn bilden sich lange Schlangen. Viele hoffen auf Informationen darüber, wann und wie es weitergeht – oder darauf, einen Taxi- oder Hotelgutschein zu ergattern. So manch Gestrandeter hat eine kleine Odyssee hinter sich. Michael, Passagier aus Heidelberg „Wir kommen von Hamburg und in Frankfurt Süd blieb der Zug einfach stehen. Und dann hieß es: Wir haben ‘ne Funkstörung deutschlandweit. Wir können nicht mehr weiterfahren. Dann saßen wir noch ‘ne Stunde im Zug etwa. Und dann hieß es: Der Zug muss geräumt werden. Sie können mit der Straßenbahn über Ginnheim irgendwie an den Hauptbahnhof kommen. Dort wird Ihnen weitergeholfen. Wenn die nicht ein Taxi irgendwie finanzieren, kommen wir nicht mehr nach Heidelberg.“ Ursache für das nächtliche Bahnchaos soll ein fehlerhaftes Software-Update gewesen sein, das wohl zum Ausfall des digitalen Bahnfunks führte. Dieser gewährleistet die Kommunikation zwischen Zug und Leitstelle – und somit die Sicherheit im gesamten Bahnverkehr. Auch am Mainzer Hauptbahnhof müssen sich die wenigen verbliebenen Fahrgäste in Geduld üben, bis es gegen 00:30 Uhr endlich heißt: IT-Störung behoben. Dann rollt der Zugverkehr bundesweit langsam wieder an, doch auch heute kommt es noch zu Folgeverspätungen und […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Brand Pizzeria in Wetzlar: Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet — Gesundheitsminister Hoch sieht Gefahr für medizinische Versorgung — RMV-Fahrscheine werden nicht teurer Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet Die Polizei geht davon aus, dass das verheerende Feuer in einer Pizzeria in Wetzlar in der Nacht zu Dienstag absichtlich gelegt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen gab es in der Brandnacht im Innenraum der Pizzeria eine Explosion, die den Brand ausgelöst hat. Das Gebäude wurde völlig zerstört. Nach Schätzungen der Polizei entstand ein Sachschaden von rund einer Million Euro Hoch sieht Gefahr für medizinische Versorgung Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hält die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich für unausgewogen. Den größten Einsparbetrag müssten die Krankenhäuser leisten, obwohl viele rote Zahlen schreiben. Er befürchte, dass die Versorgung in den Krankenhäusern und im ambulanten Bereich zusammenbrechen könnte. Fahrscheine werden nicht teurer Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wird seine Ticketpreise zum Jahreswechsel nicht erhöhen. Wie der RMV heute mitteilt, hat das der Aufsichtsrat beschlossen. Außerdem würden die unterschiedlichen Tarife und Zonen vereinfacht. Die Reform solle im Sommer 2027 umgesetzt werden. Die Details würden noch ausgearbeitet.

  • Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle

    Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle

    In den frühen Morgenstunden liefern sich mehrere Polizeiwagen eine Verfolgungsjagd mit einem flüchtenden Autofahrer. Selbst eine Nagelsperre stoppt ihn nicht – bis das Ganze in einem Unfall endet. Diese Straßenlaterne stoppt den weißen Wagen nach einer rund 20-minütigen Verfolgungsjagd. Die Polizei wollte den Fahrer auf der Autobahn bei Mörfelden-Walldorf kontrollieren, doch der flüchtet mit hoher Geschwindigkeit +ber die A5 und A661 bis Königstein im Taunus. Die Beamten wollen ihn mit einer ausgelegten Nagelsperre stoppen. Doch selbst mit platten Reifen gibt der Fahrer weiter Gas und kracht kurz darauf gegen den Laternenmast. Beide Insassen flüchten zu Fuß weiter. Der 29-jährige Beifahrer kann leicht verletzt gefasst werden, nach dem Fahrer wird weiter gefahndet. Im Auto finden die Polizeibeamten mehrere  alkoholische Getränke. Ob Alkoholkonsum der Grund für die Flucht war, müssen nun die Ermittlungen zeigen. Notiz am Rande: Auch einer der Polizeiwagen, der an der Verfolgungsjagd beteiligt war,  reißt sich die Reifen auf und muss heute Morgen abgeschleppt werden.

  • Abgehängtes Dorf Hirschthal

    Abgehängtes Dorf Hirschthal

    Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Das wollte eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft – der sogenannte „Gemeindecheck“ – herausfinden und hat alle 10.817 Gemeinden in Deutschland unter die Lupe genommen. Auf dem bundesweit letzten Platz: das kleine Dörfchen Hirschthal in Rheinland-Pfalz. Grund genug, uns selbst einmal umzusehen in diesem Dorf am Ende der Welt. Vier Straßen, eine Brücke und knapp 80 Einwohner. Das ist Hirschthal im Südwestpfalzkreis, gleich an der französischen Grenze. Hier gibt es keinen Bäcker, keine Kneipe, keinen Arzt und der Bus kommt nur viermal am Tag. Aber: Ist es hier deswegen trostlos? Uwe Großmann (parteilos), Ortsbürgermeister Hirschthal „Diejenigen Leute, die hierherkommen, die wissen, warum sie hierherkommen. Und da ist diese Untersuchung oder dieses Gutachten absolut irrelevant.“ Von den untersuchten Kategorien hält Großmann wenig. Wer hier seine Freizeit verbringt, geht in die Natur, wer irgendwohin will, fährt mit dem Auto. Schulen, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten gibt es in den Nachbarorten. Über den letzten Platz in der Untersuchung ärgert sich der Bürgermeister nicht – im Gegenteil. Uwe Großmann (parteilos), Ortsbürgermeister Hirschthal „Der Erste ist interessant und der letzte und insofern ist es auch eine Aufmerksamkeit, die man hier nutzen kann, einfach um einmal hier ganz direkt anzusprechen: Wir leben hier gerne, aber es gibt einen Punkt der hier wirklich Verbesserung bedarf. Nicht nur Verbesserung sondern absolut Nacharbeit und das ist eben die Sache mit den Ärzten.“ Allein in den vergangenen fünf Jahren sind in der Region vier Ärzte in Ruhestand gegangen – ohne Nachfolger. Der Ärztemangel auf dem Land ist allerdings ein strukturelles Problem. Simone Oech, lebt seit vier Jahren in Hirschthal „Ich muss 45 Minuten Auto fahren, um zum Arzt zu kommen. Überhaupt einen Arzt, Hausarzt. Alles andere ist noch weiter weg. Ich weiß, dass das ist ein systemisches […]

  • Einsatz auf dem Wasser - Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Einsatz auf dem Wasser – Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Sommer – Sonne – Wasserspaß! Auf dem Rhein sind derzeit wieder zahlreiche Sportboote unterwegs. Doch wo viele Menschen ihre Freizeit verbringen, wird auch kontrolliert. Für die Wasserschutzpolizei Ludwigshafen bedeutet das Hochsaison. Ein kurzer Blick auf die vorbeifahrenden Boote, dann steht die Entscheidung fest: Kontrolle. Routiniert sprechen die Beamten der Wasserschutzpolizei die Bootsführer an. Was zunächst wie eine gewöhnliche Verkehrskontrolle wirkt, umfasst auf dem Wasser deutlich mehr als nur die Frage nach dem Führerschein. Daniel Gaffron, Wasserschutzpolizei „Wir gucken  natürlich auch nach den Dokumenten, die beim Sportboot mitgeführt werden müssen. Je nach Motorisierung gibt es unterschiedliche Anforderungen. Wir haben Kontrollen nach Kleinfahrzeug-Kennzeichenverordnung und versicherungstechnische Fragen. Jetzt sind wir ja gerade im Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet. Je nachdem, was es da für Sonderregeln noch gibt, wird auch das kontrolliert.“ Gerade seit den Corona-Jahren habe die Wasserschutzpolizei mehr zu tun, da in dieser Zeit sehr viele Menschen ihren Sportbootführerschein gemacht hätten, sagen die Beamten. „Keine Papiere dabei“? „Ich hab sie im Auto am Steg.“ „Das ist schlecht. Das ist ja eine Urkunde und letztendlich dient es ja dazu, dass wir nachvollziehen können, dass auch die Papiere nicht gefälscht sind und wo weiter und so fort. Ich weiß, dass die meisten Angst haben ihre Papiere zu verlieren, dass sie ins Wasser fallen oder sonst irgendwas. Wenn Sie möchten, dann machen Sie doch eine beglaubigte Kopie.“ Plötzlich muss es schnell gehen. Über Funk kommt die Nachricht, dass in der Nähe von Speyer eine Person im Rhein von der Strömung mitgerissen wurde und abtreibt. Auch wenn das Baden im Rhein nicht verboten ist, wird dringend davon abgeraten. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei „Wir haben hier in verschiedenen Stellen im Rhein Regelungswerke, sogenannte Buhnenfelder, die beeinflussen das Strömungsverhältnis, die Strömungsstärke. Aber in diesen Feldern zwischen diesen Steinzungen befinden sich eigene Nährströmungen. Und es fahren Schiffe vorbei, Boote vorbei, dann wird diese […]

  • Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Ein Glas Sekt oder ein kühles Bier an Bord – für viele gehört das zum Ausflug auf dem Wasser dazu. Problematisch wird es allerdings, wenn der verantwortliche Bootsführer nicht mehr nüchtern ist. Deshalb nimmt die Wasserschutzpolizei gerade in den Sommermonaten Sportboote verstärkt unter die Lupe. Unser Team hat die Beamten aus Ludwigshafen bei einer Kontrolle auf dem Rhein begleitet. Sommerliche 25 Grad, strahlender Sonnenschein und Wochenende – ideale Bedingungen für einen Ausflug aufs Wasser. Auf den Altrheinarmen sind zahlreiche Sportbootfahrer unterwegs und genießen die entspannte Atmosphäre. Damit die gute Stimmung nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum getrübt wird, ist die Wasserschutzpolizei aus Ludwigshafen am Rhein im Einsatz. Auf dem Wasser gestalten sich die Kontrollen etwas schwieriger als im Straßenverkehr. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei Germersheim „In der Regel ist es ja ein geschlossener Kastenwagen, die Scheibe geht runter und ich krieg direkt ne Wolke in die Nase, wenn Alkohol getrunken wurde, man riecht es eigentlich direkt. Und es ist jetzt hier an der frischen Luft schwieriger. Also ich muss mir andere Dinge einfallen lassen um an mein Ziel zu kommen und dabei die Rechtmäßigkeit einzuhalten.“ Die Boote werden zufällig ausgewählt. Manchmal gibt es aber Indizien. „Der dreht jetzt nochmal schön, also man kann so ein bisschen reingucken. Da ist jetzt ein Becher mit Getränken. Kann sein, dass da Alkohol drin ist oder nicht. Schauen wir mal.“ Auf dem Wasser gelten die gleichen Vorschriften wie auf den Straßen – 0,5 Promille Grenzwert. „Vielleicht was getrunken auf der Fahrt hier her?“ „Einen halben Ableger wie immer.“ „Was heißt einen halben Ableger?“ „So ein Mini-Prosecco.“ Bei einer Überschreitung der Promillegrenze handelt es sich je nach gemessenem Wert um eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat und kann mit Bußgeld oder Freiheitsstrafe enden. „Jawoll, vielen Dank. Aber ich riech’s auch schon jetzt ein bisschen. 0,22 Promille. Tatsächlich. Alles gut, ich würde […]

  • Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Seit letzter Woche ist klar: Die Produktion des Opel Astra bleibt im Stammwerk in Rüsselsheim. Ein positives Signal in schwierigen Zeiten – denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Automobilproduktion in Deutschland haben Opel stark zugesetzt. Es geht weiter bei Opel in Rüsselsheim. Denn auch die nächste Generation des Opel Astra soll im Stammwerk des Autoherstellers produziert werden. Die Entwicklung und Fertigung der künftigen  Modelle soll 1350 Arbeitsplätzen in der Produktion sichern. Gute Nachrichten – beim Autobauer aus Hessen zuletzt Mangelware. Denn erst im April verkündet der Opel-Mutterkonzern Stellantis, dass von den insgesamt 1650 Ingenieursstellen im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim 650 Stellen abgebaut werden. Wenige Meter von dort entfernt will  sich das Unternehmen mit seinem neuen, gerade noch im Bau befindlichen Firmensitz – dem „Green Campus“ – für die Zukunft aufstellen. Rund um den Campus will die Stadt Rüsselsheim einen neuen Industriepark bauen und so gleich mitprofitieren. Patrick Burghardt (CDU), Oberbürgermeister Rüsselsheim „Die Entscheidung jetzt, dass die Produktion mit dem neuen Astra hier stattfindet ist für uns eine sehr sehr gute Entscheidung. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung gewesen. Man hat auch das Aufatmen richtig gespürt in der Stadt. Nichtsdestotrotz geht der Wandel weiter. Opel schrumpft auch in den Flächen. Das wird ja weitergehen. Ist für uns aber eine ganz, ganz große Chance. Und wir als Stadt sind natürlich auch als Automobilstadt im Wandel, wie jede anderen Kommune auch, die eine Automobilstandort ist. Von daher aber bin ich sehr optimistisch, dass wir jetzt gute Entscheidungen treffen werden uns diverser aufzustellen. Das ist natürlich auch eine große Chance für uns und die werden wir nutzen.“ Insgesamt plant Opel in Deutschland bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro, darunter in den Standort Rüsselsheim.  

  • Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Lage von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Eva Dieterle: Über all das spreche ich jetzt mit Opel-Geschäftsführer Florian Huettl. Guten Abend. Herr Huettl, viele Hersteller haben sich ja entschieden dazu, Produktion ins Ausland zu verlagern, weil die Rahmenbedingungen hier in Deutschland eben doch durchaus anspruchsvoll sind. Trotzdem haben Sie gesagt, die neue Generation des Astra, die entsteht am Standort in Rüsselsheim. Wie schwer ist diese Entscheidung gefallen angesichts der Herausforderungen? Florian Huettl, Geschäftsführer Opel Ja, Sie haben recht. Autos zu produzieren am Standort Deutschland ist mit gewissen Herausforderungen verbunden. Wir reden über im internationalen Vergleich sehr hohe Energiepreise. Wir reden über hohe Lohnkosten, wir reden über einen vergleichsweise hohen administrativen Aufwand. Das heißt, hier in Deutschland zu produzieren, muss man auch ein gewisses in gewissem Maß kompensieren durch die Vorteile, die wir hier finden. Und auch da gibt es einige. Wir haben ein hohes Maß an Qualifikation, gute Schulausbildung, eine hohe Automobilkultur. Wir sind in der Lage, beste Qualität zu produzieren. Und wir haben auch zusammen mit unseren Sozialpartnern es immer geschafft, ein Produktionssystem aufzubauen, das auch flexibel mit den Herausforderungen unserer Industrie umgehen kann. Ja, und insofern sind wir auch sehr froh, dass es uns gelungen ist, aus all diesen Rahmenbedingungen und diesen Herausforderungen, ja, ein Paket im Grunde zu bauen in unserem Stammwerk in Rüsselsheim, das es uns am Ende erlaubt hat zu sagen, dass wir hier produzieren, dass auch der nächste Astra hier bei uns in unserem Stammwerk angesiedelt sein wird. Darüber freuen wir uns. Und auf das Auto freuen wir uns auch. Dieterle: Das ist wirtschaftlich nicht immer alles ganz berechenbar ist, zeigt ja auch, dass Sie mal ausgerufen hatten, bis 2028 vollelektrisch zu werden. Das Ganze wurde im Prinzip wieder kassiert, denn inzwischen ist klar: Die Verbraucher wollen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus — Poseck fordert: Mehr Abschiebungen ermöglichen — Flughafen Frankfurt: SkyLine-Bahn fährt wieder Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus Der Konzern will künftig noch mehr Fahrzeuge für militärische Zwecke anbieten. Sie werden hauptsächlich in seinem größten Werk im rheinland-pfälzischen Wörth produziert. Das Team an dem Standort soll um 100 neue Mitarbeiter erweitert werden. Bis 2028 will der Konzern im Rüstungsbereich einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen. Mehr Abschiebungen ermöglichen Der hessische Innenminister Roman Poseck besteht darauf, Handyortungen vor Abschiebungen künftig zu erlauben. Hessen werde bei der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz eine entsprechende gesetzliche Regelung fordern. Viele Abschiebungen scheiterten, weil ausreisepflichtige Flüchtlinge untergetaucht sind. SkyLine-Bahn fährt wieder Nach diversen technischen Anpassungen hat die neue SkyLine-Bahn am Frankfurter Flughafen heute ihren Betrieb mit zunächst reduzierter Geschwindigkeit wieder aufgenommen. Ende Mai mussten die Fahrten wegen technischer Schwierigkeiten zunächst eingestellt werden. Die fahrerlosen Züge verbinden das neue Terminal 3 mit den übrigen Bereichen des Flughafens.

  • Weltfahrradtag im Fahrradmuseum

    Weltfahrradtag im Fahrradmuseum

    Und jetzt kommen wir zum wohl umweltfreundlichsten und gesündesten Fortbewegungsmittel der Welt: Das Fahrrad. Zum heutigen Weltfahrradtag nehmen wir Sie mit in eine Zeitreise durch die Geschichte der Zweiräder – wir sind mit Ihnen im rheinhessischen Fahrradmuseum in Gau Algesheim. Fahrräder soweit das Auge reicht: Hier dreht sich alles um die Geschichte des Zweirads. Angefangen hat alles damit: Mit der Draisaine aus dem Jahr 1817: Emil Busch, Rheinhessisches Fahrradmuseum „Dieses wird von Fachleuten als das Urfahrrad bezeichnet, obwohl es noch kein Fahrrad war. Es war eine Laufmaschine. Aber das ist so der Grundgedanke, die Entwicklung, der Anstoß zum Fahrrad.“ Das erste Laufrad – eine deutsche Erfindung von Karl Drais. Er ist das Rad vor über 200 Jahren gefahren. Emil Busch, Rheinhessisches Fahrradmuseum „Von Mannheim in Richtung Schwetzingen bis zur Pferdewechselstation hat für diese Strecke von knapp 15 Kilometern eine Stunde gebraucht und war somit vier Mal schneller als die Postkutsche.“ Seit 25 Jahren sammelt Emil Busch mit seinen Kollegen hier ehrenamtlich historische Fahrräder. Alles aus purer Leidenschaft.  Emil Busch, Rheinhessisches Fahrradmuseum „Hier können Sie erkennen, wie Fahrräder, nachdem sie auch für Beamte und Arbeiter erschwinglich waren die Welt verändert haben. (…) Viele Menschen, die früher in ihrem eigenen Ort für kleines Geld für Dach überm Kopf und Nahrung arbeiten mussten hatten dann die Möglichkeit mit ihrem Fahrrad zu einer Arbeitsstelle zu fahren und eine Arbeitsstelle zu erhalten, für die sie auch vernünftig honoriert wurden. Von daher ist das Fahrrad für mich das wichtigste Verkehrsmittel dieser Erde.“ Fahrradgeschichte wird hier erlebbar. Besucher können kleine und auch ganz große Räder selbst ausprobieren. Oder wie ich, auch die etwas Seltsamen.  Marcel Gassan, Reporter Lacht „Okay das ist sehr ungewohnt. Es ist echt sehr ungewohnt ein Fahrrad so zu fahren. Und manchmal klappt’s nicht ganz aber man gewöhnt sich dran.“ Das Rheinhessische Fahrradmuseum in […]

  • Lücke der A 44 - Dörfer fürchten mehr Lärmbelastung

    Lücke der A 44 – Dörfer fürchten mehr Lärmbelastung

    Schon seit der Wiedervereinigung wird sie geplant und gebaut, die A44 zwischen Hessen und Thüringen. Mit geschätzten 2,8 Milliarden Euro Baukosten gilt sie als teuerste Autobahn Deutschlands. Am Dienstag wurde ein weiteres Teilstück zwischen Herleshausen und Sontra für den Verkehr freigegeben. Dort fürchten angrenzende Ortschaften nun, vom Verkehr überrollt zu werden. Denn bis der Ausbau der A44 abgeschlossen ist, wird es noch Jahre dauern.   Ulfen ist ein Stadtteil von Sontra, idyllisch gelegen im Werra–Meißner-Kreis. Doch die Idylle trügt. Der Ort zählt rund 500 Einwohner – und stolze 1000 Fahrzeuge pro Stunde. Am heutigen Brückentag geht es noch vergleichsweise ruhig zu. Die Anwohner fühlen sich aber mit dem stetig zunehmenden Verkehr im Stich gelassen. Florian Voigt  Mit meinem kleinen Kind ist es total schwierig, die Straße noch zu queren, sicher. Jetzt im Sommer mag’s noch gehen, aber wenn jetzt die Winterzeit anbricht und es ist Dämmerung, nichts beleuchtet, da muss man schnell rennen. Adrian Rimbach Nachts kann man nicht mehr wirklich schlafen. Gefahr ist für mich hier eindeutig im Verzug, weil man auch nicht mehr richtig queren kann. Auch tagsüber muss man immer aufpassen, immer. Es gibt keine Beleuchtung, keinen Zebrastreifen, keine Blitzeranlage, die die Geschwindigkeit kontrolliert. Hartmut Sippel  Für mich persönlich ist das unerträglich. Zumal ich jeden Tag über diese Kreuzung muss, mit dem stark befahrenen Verkehr. Es ist, also wirklich… Auch für mich ist diese B400 persönlich lebensgefährlich. Die Sorge ist groß, dass sich die Probleme mit dem Ausbau der A44 weiter verschärfen. Die soll künftig Kassel mit Herleshausen an der A4 verbinden. Doch bei Sontra fehlen noch Teilstücke, die frühestens 2030 fertig werden. Der nun freigegebene neun Kilometer lange Abschnitt der A44 bei Herleshausen bringt eine Zeitersparnis von gut 10 Minuten. Wo er endet, fahren Autos und LKW dann über die B400 weiter durch Orte wie Ulfen, […]

  • Schlaglochsuche mit Müllautos

    Schlaglochsuche mit Müllautos

    Wir alle ärgern uns beim Autofahren über Schlaglöcher. Doch um alleraßen durchgängig in gutem Zustand zu halten, fehlt den Kommunen schlicht das Geld. Der hessische Landkreis Bergstraße hat sich nun überlegt, wie seine Gemeinden Straßenreparaturen besser planen und damit Geld sparen können. Das funktioniert mit Hilfe von Müllautos und Künstlicher Intelligenz. Dieses Müllauto tut mehr, als nur den Müll der Bürstädter einzusammeln. Bei seinen Fahrten überprüft es die Straßen aufs genauste. Kein Schlagloch oder Riss ist vor ihm sicher. Vor dem Müllauto und vor allem vor der Videoaufzeichnung, die hinter der Windschutzscheibe die ganze Zeit läuft. Ausgedacht hat sich das Konzept Landrat Christian Engelhardt. Christian Engelhardt  (CDU), Landrat Kreis Bergstraße „Müllfahrzeuge fahren auf jeder Straße. Wir haben Kreisstraßen, Bundesstraßen, Landstraßen, das meiste sind Gemeindestraßen und wir haben einen Weg gesucht, regelmäßig alle Straßen abzufahren. Da sind Müllfahrzeuge prädestiniert.“ Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft montieren das Smartphone zu Beginn ihrer Fahrt. Der Rest des Monitorings passiert im Landratsamt in Heppenheim. Nämlich auf dieser Plattform. Hier werden die Videos hochgeladen und von einer Künstlichen Intelligenz ausgewertet. Corinna Simeth, Grundsatz- und Kreisentwicklung Bergstraße „Die KI erfasst Querneigungen, Längsrisse und Aufbrüche. Und kann aufgrund dieser Daten die Straßenkategorie einstufen und das wird farblich hinterlegt in dem System und dadurch sehe ich auf einen Blick, wo haben wir einen hohen Handlungsbedarf.“ Von grün bis rot können die Kommunen im System sehen, wie der Zustand ihrer Straßen ist und wo es am meisten brennt. Und wenn eine Straße dann saniert wurde, kann man den Unterschied ebenfalls im System sehen. Wie bei der Nahestraße in Bensheim, die vor zwei Jahren noch deutliche Schäden hatte und inzwischen einen hundertprozentigen Zustand aufweist. 1400 Kilometer Straße erfasst die neue Technik. Diese Strecke musste früher von Fachtrupps untersucht werden. Christian Engelhardt  (CDU), Landrat Kreis Bergstraße „Oftmals ist das in einer Kommune so, dass […]

  • Hauptversammlung der Fraport

    Hauptversammlung der Fraport

    Dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht es auf den ersten Blick wirtschaftlich gut. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Fraport AG an ihrem Heimat-Standort Frankfurt ein deutliches Plus an Passagieren verzeichnet – rund 63 Millionen Fluggäste wurden dort abgefertigt. Das war zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, aber immer noch etwa 10 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Fraport AG kämpft mit den großen Herausforderungen der Zeit, was auch auf der heutigen Aktionärshauptversammlung in Frankfurt deutlich wurde. Es ist das größte privatfinanzierte Infrastruktur-Projekt Europas: Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist vor gut 3 Wochen an den Start gegangen. Alles hat reibungslos funktioniert. Zwar ein Highlight für den Standort Frankfurt – 40 Prozent ihres Umsatzes tätigt die Fraport AG mittlerweile allerdings mit Flughäfen im Ausland. Deutschland müsse bei den Passagierzahlen im internationalen Vergleich wieder deutlich aufholen. Das machte Fraport-Chef Stefan Schulte auf der heutigen Aktionärs-Hauptversammlung in Frankfurt nochmal deutlich. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Wir liegen hier in Deutschland ganz klar abgeschlagen vom restlichen Europa. Da kann Frankfurt, da kann Fraport noch glücklich sein. Wir sind hier in Frankfurt bei etwa 90 Prozent, das ist von großen Flughäfen ein sehr, sehr guter Wert. Aber es ist eben nicht das, was international üblich ist. Wo man heute bereits bei 115 Prozent des Vorkrisenniveaus wieder angekommen ist, je nach Struktur des jeweiligen Flughafens.“ Herausforderungen für die Fraport  und damit auch für den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Traditionell ist das der hessische Finanzminister, denn das Land ist  mit über 31 Prozent der größte Anteilseigner des Konzerns. Die Amtszeit des ehemaligen Finanzministers Michael Boddenberg endet mit der heutigen Hauptversammlung. Zu seinem Nachfolger wird heute  der amtierende Finanzminister Alexander Lorz gewählt. Von ihm erhofft sich der Fraport-Vorstand die nötige Unterstützung, damit der Flughafen Frankfurt seinen Status als großes internationales Drehkreuz sichern und ausbauen kann. Ganz nach dem Motto: An Hessen führt kein […]

  • Poseck stellt Unfallbilanz vor

    Poseck stellt Unfallbilanz vor

    Fast 200 Menschen kamen im vergangenen Jahr in Hessen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Über 3.000 Personen erlitten schwere Verletzungen. Das ist immer noch deutlich zu viel, sagt die hessische Polizei und will gegensteuern. Zum einen durch Prävention, aber auch durch intensivere Kontrollen im Straßenverkehr. Und so gab es heute am Polizeipräsidium Frankfurt – neben lauter Zahlen – auch ordentlich was auf die Ohren. Da staunt auch der hessische Innenminister nicht schlecht: Bei diesem kürzlich aus dem fließenden Verkehr gezogenen Fahrzeug wurde massiv an der Auspuffanlage manipuliert. Die speziellen Kontrollgruppen der Polizei, die die Augen und vor allem auch die Ohren nach getuneten Fahrzeugen offen halten, werden immer häufiger fündig. Ermittler „Weiter hier hinten auch noch ein Schalldämpfer, der hier in diesem Bereich gesessen hat. Und die Endschalldämpfer wurden auf der Oberseite auch geöffnet. Die Fehlzündungen sind noch zusätzlich durch Veränderungen des Motorsteuergeräts hinzuprogrammiert worden. Dass eben wenn man Gas weg nimmt, Benzin eingespritzt wird bei offenen Ventilen, damit es richtig hinten raus knallt.“ Nicht selten knallt es erst aus dem Auspuff – und dann auf der Straße. Alle dreieinhalb Minuten ereignet sich statistisch gesehen in Hessen ein Unfall im Straßenverkehr. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Der Straßenverkehr ist nicht der Ort, wo man das eigene Ego ausleben kann, sondern er ist ein Ort sozialer Gemeinschaft, in dem das eigene Schicksal auch vor allem vom Verhalten anderer abhängig ist. Und deshalb ist es so wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer auch eine gemeinsame Verantwortung zeigen.“ Besorgiserregend sei zudem der starke Anstieg von Unfällen mit E-Scootern. Mehr als 1500 waren es im vergangenen Jahr – 40 Prozent mehr als 2024. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Diese Unfälle haben deutlich zugenommen, weil E-Scooter heutzutage auch viel häufiger genutzt werden. Besonders betroffen sind junge Menschen, die oft ohne die notwendige Vorsicht mit E-Scootern unterwegs sind, die […]

  • Camper des Jahres wird gekürt

    Camper des Jahres wird gekürt

    Am Nürburgring haben sich heute echt Schwergewichte getroffen: Zehn Teilnehmer und ihre Camper sind in verschiedenen Kategorien gegeneinander angetreten, um den Camper des Jahres Rheinland-Pfalz zu finden. So laut und schnell wie sonst auf der Rennstrecke war es zwar nicht, dafür aber nicht weniger spannend. Mit Karacho einmal über die nasse Straße – der Test: Wer bekommt die Vollbremsung am besten hin? Ganz schön knifflig hier der Wettbewerb am Nürburgring. Frank Müllers, Teilnehmer „Jetzt haben wir uns dann gesagt, okay, wir orientieren uns an der Seite an diesem grünen Mülleimer, der da stand. Und versuchen mal, wie weit wir kommen. Beim ersten Mal hat die Bremsung nicht geglückt. Die ist nicht anerkannt worden. Und beim zweiten Mal hab ich die Geschwindigkeit erhöht und dann war’s halt einen halber Meter zu viel.“ Der Camper, der am besten vor der Stange hält, bekommt die meisten Punkte. Jeder Kandidat tritt in seinem eigenen Fahrzeug an – und das kennen hier alle in- und auswendig. Denn die Leidenschaft für ihren Camper verbindet die Teilnehmer. Fast alle zumindest. Frank Müllers, Teilnehmer „Meine Frau hat das Wohnmobil gekauft und ich muss drunter leiden. Ich bin eigentlich mehr der Bootstyp.“ Mitgehangen, mitgefangen. Und: mitgefahren. Denn trotzdem stellt sich Frank Müllers heute den Aufgaben wie rangieren oder Slalom fahren. Auch richtig lenken will gelernt sein. Günter Bernard, Trainer „Was macht mein Wohnmobil ab einer bestimmten Geschwindigkeit? Jetzt kommen die Schüsseln, die Messer, alles kommt in Wallung da drin. Und natürlich, wenn man es gnadenlos übertreiben würde, irgendwann kommt eine Kippgefahr rein.“ Vollprofi ist keiner der zehn Kandidaten, aber darum geht es auch nicht. Günter Bernard, Trainer „Die Dinger werden ein paar Wochen im Jahr bewegt und dann stehen die die meiste Zeit. Privat fährt man vielleicht einen Polo oder einen Twingo oder so etwas. Und jetzt muss man […]