Unglück

  • Klangwelle wird Dankwelle

    Klangwelle wird Dankwelle

    Bad Neuenahr-Ahrweiler – eine Stadt, in der seit der Hochwasserkatastrophe im letzten Sommer nichts mehr ist, wie es war. Und dennoch versucht man hier, positive Signal zu senden; wie jetzt mit der ersten Großveranstaltung nach der Flut.. Die „Klangwelle“ ist eine Show aus Wasser, Feuer, Lasern und Licht. Ein Event, das es seit acht Jahren gibt, und das nun für dieses Jahr mit einem neuen Namen zurückkommt. Die Klangwelle wird zur Dankwelle. Denn die Veranstaltung dreht sich in diesem Jahr vor allem um die Flutnacht und die vielen Menschen, die danach beim Wiederaufbau geholfen haben. Guido Orthen, CDU, Bürgermeister Bad Neuenahr-Ahrweiler „Wir wollen Danke sagen, erinnern an das, was geschehen ist, aber auch erinnern an die großartige Hilfe, die uns zuteilwurde, die Welle der Hilfsbereitschaft. Und wir wollen heute die Welle des Dankes machen.“ An insgesamt acht Abenden wird den Helfern Danke gesagt. Mit der Veranstaltung im Herzen der Stadt will man einen Schritt in Richtung Normalität gehen. Christian Senk, Veranstalter „Das wichtigste heute ist, glaube ich, Spaß zu haben, uns hier ein Stück weit so kennenzulernen wie wir das vor der Flut gewohnt waren und wie wir es hoffentlich auch irgendwann wieder erleben dürfen. Das wird ein harter Weg bis dahin, aber er braucht Veranstaltungen wie diese, damit der Weg leichter wird.“ Im Kurpark ist am Eröffnungsabend von der Flut kaum noch etwas zu sehen. Doch in der Stadt haben die Einwohner mit den Folgen immer noch zu kämpfen. Der Wiederaufbau ist im vollen Gange. Veranstalter Christian Senk ist sich sicher: Die Dankwelle ist für die Region von großer Bedeutung. Christian Senk, Veranstalter „Ich will nicht sagen: ‚ Wir sind wieder da‘. Das wird dauern. Aber wir sind da und ich glaube, wenn man sich heute Abend hier umguckt, dann ist das einfach zwar ein kleiner Punkt, in dem […]

  • Gespräch mit Bürgermeister Guido Orthen über Lage im Ahrtal

    Gespräch mit Bürgermeister Guido Orthen über Lage im Ahrtal

    Markus Appelmann spricht mit Bad Neuenahr-Ahrweilers Bürgermeister. Markus Appelmann, Moderator: Ein spektakulärer Showabend war das in Bad Neuenahr Ahrweiler. Und mit dem Bürgermeister der Stadt, wir haben Sie eben gesehen, mit Guido Orthen, bin ich jetzt verbunden. Guten Abend. Guido Orthen, CDU, Bürgermeister Bad Neuenahr-Ahrweiler : Guten Abend, Herr Appelmann. Appelmann: Unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Juli letzten Jahres gab es eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft von freiwilligen Helfern Und viele davon waren ja auch gestern Abend wieder im Ahrtal vor Ort. Wie sieht es denn jetzt aus, rund neun Monate nach der Flut? Orthen: Also die Hilfsbereitschaft ist immer noch groß. Wir haben immer noch sehr viele Helfer hier unten. Natürlich nicht so wie in den ersten Wochen und Monaten, aber die Helfer sind noch da. Und ich glaube, wenn man bestimmte Kanäle antriggert, dann sind auch wieder schnell welche zu mobilisieren. Allerdings sind die Aufgaben heute vornehmlich auch von Handwerkern zu erledigen. Und das scheint im Augenblick das größere Problem zu sein, an Handwerker und Material zu kommen. Appelmann: Das bremst also den Wiederaufbau. Nach der Katastrophe ist viel finanzielle Hilfe von Bund und Land in Aussicht gestellt worden. Ist dieses Geld denn nun schon überall angekommen oder hapert es bei der Auszahlung? Orthen: In der Strecke für den Hausrat, der ja pauschal finanziert wird, geht es gut. Allerdings bei den Gebäuden und bei den Hilfen für die Unternehmungen, da hakt es. Da haben immer noch viele Probleme mit der Antragstellung, sehr viele Probleme mit nachgeforderten Unterlagen. Das ist sehr bürokratisch und insoweit haben die Menschen genau an dieser Stelle wirklich teilweise große Not, weil sie ohne die finanziellen Mittel, die durch den Staat zur Verfügung gestellt werden, gar nicht wieder aufbauen können. Appelmann: Die lebensnotwendigen Dinge wie Strom, Wasserversorgung oder Mobilfunk sind fast überall wiederhergestellt, auch der […]

  • LKW-Brand auf der A4

    LKW-Brand auf der A4

    Autofahrern rund um Hersfeld-Rotenburg, wurde einiges an Geduld abverlangt. Die A4 in Richtung Kirchheim war stundenlang voll gesperrt. Grund dafür war ein brennender Lkw. Meterhoch schießen die Flammen in den Nachthimmel. Der Sattelauflieger brennt komplett aus. Wie genau es zu diesem Inferno kommen konnte, ist noch unklar. Der LKW-Fahrer erleidet einen Schock. Er vermutet, dass ein geplatzter Reifen zu dem Brand geführt hat. Gerade noch rechtzeitig kann er den brennenden Auflieger von der Zugmaschine abkoppeln und gegen 4.50 Uhr die Feuerwehr alarmieren. Über eine Stunde lang sind Einsatzkräfte aus Wildeck damit beschäftigt, das Feuer an dem schwer zugänglichen Unfallort zwischen Wildeck-Hönebach und Friedewald zu löschen. Patrick Kniest, Leiter Feuerwehr Wildeck „Da ja hier zwischen den Abfahrten viele Kilometer Autobahn sind, müssen wir das Wasser im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen an die Einsatzstelle bringen. Und das dauert nun mal seine Zeit Wir haben jetzt noch das Technische Hilfswerk aus Bad Hersfeld nachgefordert mit einem Radlader, da wir den LKW komplett entladen müssen.“ Beladen ist der LKW mit Holzpaletten, Reifen und weiteren Autoteilen. Davon lassen die Flammen allerdings nur das hier übrig. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand einen Schaden in sechsstelliger Höhe verursacht hat. Erst gegen zehn Uhr kann die Polizei die A4 in Fahrtrichtung Westen teilweise wieder freigeben. Zuvor hatte sich ein rund 14 Kilometer langer Stau gebildet.

  • Dreyer muss vor dem U-Ausschuss zur Flutkatastrophe aussagen

    Dreyer muss vor dem U-Ausschuss zur Flutkatastrophe aussagen

    Im Landtag von Rheinland-Pfalz hat der Untersuchungs-Ausschuss zur Flut-Katastrophe, bei der im Ahrtal 134 Menschen gestorben sind, heute weitere Zeugen geladen. Die CDU kritisiert aber, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz erst heute Abend in den Ausschuss kommen sollen, der seit dem Morgen tagt.  Nach so vielen Stunden mache die nachlassende Konzentration eine Befragung schwierig.   Die Opposition will vor allem wissen, warum die Ministerpräsidentin über die Ereignisse in der Flutnacht nur unzureichend informiert gewesen sei und warum weder der Innenminister noch die damalige Umweltministerin Anne Spiegel nicht mehr gegen die tödliche Gefahr unternommen hätten. Stephan Wefelscheid (Freie Wähler), Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz: „Zunächst mal, erstaunt mich doch sehr, dass in der Flutnacht kein Krisenzentrum, kein Krisenstab bei der Landesregierung eingerichtet wurde, denn Anne Spiegel wusste ja sehr früh über das Landesamt für Umwelt, das sich eine Katastrophe anbahnt.“ Dirk Herber (CDU), Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz: „Ich glaube, was wir heute herausarbeiten können ist, dass zwischen den Häusern keine Kommunikation stattgefunden hat und was noch dramatischer ist, dass die Ministerpräsidentin das erkannt hat und nicht eingeschritten ist.“ Irgendwie stellt sich schon die Frage, warum diese wichtige Befragung unbedingt in den Abendstunden eines Freitags stattfinden muss; dann, wenn sich normalerweise auch Politiker auf ihr Wochenende freuen sollten. Monate nach der Katastrophe sollte es doch eigentlich keinen Grund geben, warum die Befragung dieser wichtigen Zeugen nicht an einem Vormittag stattfinden kann – dann, wenn Zeugen und Ausschussmitglieder ausgeruht und konzentriert sind. Doch wie spät es auch heute werden wird – wir bleiben für Sie konzentriert dabei.

  • Opposition will Braun aus Ausschuss werfen

    Opposition will Braun aus Ausschuss werfen

    134 Menschen starben, Tausende verloren ihr Heim – bei der Flutkatastrophe im Sommer letzten Jahres im Ahrtal. Nun laufen nicht nur die Aufräumarbeiten vor Ort, sondern auch die politische Aufarbeitung ist in vollem Gange. Dabei ist die frühere rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel von den Grünen bereits kräftig unter Druck geraten. Denn es wurden E-Mails bekannt, bei denen sie sich offenbar eher um ihr Image sorgte als um das Schicksal der Flutopfer. Diesen Vorwurf hat Anne Spiegel vehement zurückgewiesen. Der Fraktionschef der Grünen, Bernhard Braun, ging sogar zum Gegenangriff über und kritisierte die Opposition scharf. Jetzt wollen CDU und Freie Wähler ihn aus dem Untersuchungsausschuss ausschließen. Er soll raus aus dem Untersuchungsausschuss, so wollen es zumindest die Fraktionen von CDU und Freien Wählern. Dem Fraktionschef der Grünen im Landtag Bernhard Braun, werfen die Oppositionsparteien in ihrer Begründung vor allem zwei Punkte vor. Dirk Herber, CDU, Mitglied Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe „Er hat sehr viel Zeit mit der Ministerin verbracht in der Flutnacht und hat sehr viel Kontakt zu ihr gehabt. Und aus dem Grund sehen wir, dass er vielleicht auch ihr Handeln beeinflusst haben kann, und im Nachgang hat er in der Haushaltsdebatte und auch in den sozialen Medien sich in einer Art und Weise emotional geäußert, dass er uns nicht mehr tragbar scheint.“ Durch seinen engen Kontakt zu Anne Spiegel habe Braun Einfluss auf das Handeln der Ministerin in jener Nacht gehabt – und deshalb müsse er selbst Gegenstand des Ausschusses sein, so die Argumentation der Antragsteller. Außerdem habe er in seinen Bemerkungen im Landtag mögliche Beweise bewertet, die dem Untersuchungsausschuss noch nicht präsentiert worden seien und sich damit befangen gezeigt. Beides sei nicht mit dem Untersuchungsausschussgesetz zu vereinbaren. Die Grünen im Landtag wollten sich am Nachmittag in einer ersten Stellungnahme noch nicht näher zu den Vorwürfen äußern. Carl Bernhard von Heusinger, […]

  • Jüdische Flüchtlinge in Frankfurt

    Jüdische Flüchtlinge in Frankfurt

    Russlands Präsident Putin rechtfertigt den Angriffskrieg unter anderem damit, dass er die Ukraine „entnazifizieren“ wolle. Eine Behauptung, die man nur als zynisch und verlogen bezeichnen kann. Der ukrainische Präsident selbst ist nämlich Jude. Und viele ukrainische Juden gehören zu den Opfern des Krieges. Tausende konnten immerhin fliehen – auch zu uns nach Frankfurt, wo sie von den jüdischen Gemeinden mit offenen Armen empfangen werden. Deutschkurs für Anfänger in der jüdisch-orthodoxen Chabad-Gemeinde in Frankfurt: Noch vor wenigen Wochen hätte es sich hier wohl niemand träumen lassen, eines Tages ausgerechnet nach Deutschland zu kommen – ins Land der Täter. Doch das spielt jetzt keine Rolle mehr. Marina Gruber aus der Stadt Sumy unweit der russischen Grenze ist froh, erst mal hier und in Sicherheit zu sein. Marina Gruber, Geflüchtete aus Sumy „Meine Stadt wurde bombardiert und dann von russischen Truppen eingenommen. Ich habe es gerade noch rechtzeitig geschafft, zu fliehen. Ich weiß nicht, ob ich jemals zurück kann, ob mein Haus überhaupt noch steht.“ So wie die anderen Teilnehmer des Deutschkurses fühlt sich Marina Gruber in Frankfurt wohl und vor allem auch willkommen. Sie müsse nun erst mal wieder zu sich kommen, sagt die Mathematiklehrerin – ein bisschen Alltagsroutine sei da genau das Richtige. Auch Irina Klimanova aus Odessa ist froh, mit ihren beiden Kindern heil in Frankfurt angekommen zu sein. Auch Sie freut sich, ein wenig Deutsch zu lernen – trotz ungewisser Zukunft. Irina Klimanova, Geflüchtete aus Odessa „Ich kann einfach noch nicht sagen, wie es weitergeht. Ob ich hier in Deutschland bleibe. Mein Mann darf die Ukraine nicht verlassen. Die Familie ist zerrissen. Eigentlich möchte ich so schnell wie möglich wieder nach Hause.“ Die Chabad-Gemeinde unterstützt die Ukraine-Flüchtlinge nicht nur mit kostenlosen Deutschkursen: Es gibt auch eine Kinderbetreuung. Außerdem versorgt die Gemeinde die Menschen mit koscheren Mahlzeiten, Medikamenten und Kleidung […]

  • Todesfahrer legt Geständnis im Mordprozess ab

    Todesfahrer legt Geständnis im Mordprozess ab

    Es war ein Horror-Unfall vor knapp anderthalb Jahren im Frankfurter Ostend: Ein SUV-Fahrer gibt mitten in dem belebten Viertel Vollgas, weil er offenbar mit seinem Auto protzen will. Doch dann verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und tötet zwei Menschen. Seit heute muss sich der 40-jährige Fahrer des SUV vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Wie ein Poser tritt der Angeklagte Nebojsa S. heute nicht vor die Richter. Er wirkt ruhig und zurückhaltend. Damals im Straßenverkehr soll er sich ganz anders verhalten haben. Laut Anklage fährt Nebosja S. am 21. November 2020 mit seinem Dienstwagen, einem 625 PS starken SUV, durch die Frankfurter Innenstadt. Nach einer Ampel beschleunigt er stark. In einer Kurve bricht das Fahrzeug mit rund 80 Stundenkilometern aus, Nebojsa S. verliert die Kontrolle und kommt von der Straße ab. Dabei tötet er einen 27-jährigen Fahrradkurier sowie einen 61-jährigen Mann. Dessen Tochter, mit der der Mann gerade einen Kleiderschrank ins Auto verladen will, wird schwerverletzt. Nebojsa S. habe vorher das sogenannte DSC-System ausgeschaltet, das verhindert hätte, dass das Fahrzeug in der Kurve ausbricht. Er soll absichtlich gedriftet sein, um anderen Verkehrsteilnehmern zu imponieren, so die Staatsanwaltschaft. Er habe billigend in Kauf genommen, dass Menschen tödlich verletzt werden. Hanna Faust, Staatsanwältin „In rechtlicher Hinsicht lautet die Anklage zum einen Mord zum Nachteil der beiden verstorbenen Geschädigten durch die Verwendung eines gemeingefährlichen Mittels, nämlich des Fahrzeugs sowie gefährliche Körperverletzung zum Nachteil der Geschädigten, sowie die Veranstaltung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens in Form der neuen Fassung des Rennens gegen sich selbst.“ Auch die Nebenklage geht von zweifachem Mord aus. Ulrich Warncke, Anwalt der Nebenklage „Wer also mit einem solchen Fahrzeug ohne Assistenzsysteme mit laut aufheulendem Motor in eine solche stark frequentierte Gegend fährt und einen Drift, also einen kontrollierten Schleudervorgang, einleitet, der weiß, was er tut und der nimmt billigend in Kauf, […]

  • HSG Wetzlar spielt gegen Handball-Nationalmannschaft der Ukraine

    HSG Wetzlar spielt gegen Handball-Nationalmannschaft der Ukraine

    Es sind schreckliche Bilder, die uns Tag für Tag aus der Ukraine erreichen. Zivilisten werden getötet, immer mehr Menschen, vor allem Frauen und Kinder, fliehen. Männer müssen bleiben und ihr Land verteidigen. Davon ausgenommen sind die Spieler der Handball-Nationalmannschaft, zumindest vorübergehend. Durch einen Sondererlass des ukrainischen Sportministers durften sie das Land verlassen, um in Deutschland ein Trainingslager zu absolvieren. Am Wochenende ging es in einem Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten HSG Wetzlar. Wut, Trauer, der Stolz aufs eigene Land. Als vor dem Spiel die ukrainische Nationalhymne ertönt, ist den Spielern die Anspannung anzumerken. Wetzlar gegen die Ukraine – auf dem Platz geht es um Tore, drum herum um so viel mehr. Björn Seipp, Geschäftsführer HSG Wetzlar „Nämlich um ein Zeichen einfach, ein solidarisches Zeichen von uns allen für die Ukraine, für die Menschen dort und dass diese Kriegsverbrechen aufhören müssen. Und auf der anderen Seite auch für den guten Zweck, denn heute, alles, was hier eingenommen wird, werden wir spenden.“ 21.500 Euro sind durch Eintrittsgelder und den Verkauf von Speisen und Getränken zusammen gekommen. Die Wetzlarer Spieler haben den Betrag auf 22.000 Euro aufgerundet. Der Erlös geht an Hilfsprojekte in der Ukraine und an die ukrainische Nationalmannschaft. Durch einen Kontakt zu seinem ehemaligen Verein in Großwallstadt findet Nationaltrainer Slava Lochmann Anfang März mit seiner Familie Zuflucht in Deutschland. Inzwischen hat er seine Spieler zusammen mit ihren Frauen und Kindern nachgeholt. Björn Seipp, Geschäftsführer HSG Wetzlar „Sie haben die Ausreisegenehmigung deshalb bekommen, weil sie sich für die WM fithalten müssen. Und das geht im eigenen Land nicht. Es gibt keine Hallen, es gibt keine Struktur. Und dementsprechend brauchte es halt Trainings- und Spielmöglichkeiten und die hat man hier in Wetzlar und in Hessen und in Großwallstadt garantiert und dementsprechend durfte das Team dann ausreisen.“ Slava Lochmann, Trainer ukrainische Nationalmannschaft „Wir können spielen […]

  • Schulbus prallt in Trier gegen Baum

    Schulbus prallt in Trier gegen Baum

    In Trier ereignet sich heute Morgen ein schwerer Unfall. Mitten im Berufsverkehr prallt ein Schulbus frontal gegen einen Baum – mit dramatischen Folgen. Es ist 7:25 Uhr heute Morgen als dieser Schulbus in einer Kurve am Trierer Martinsufer frontal gegen einen Baum kracht. Das Fahrzeug kommt abrupt zum Stehen, zahlreiche Scheiben splittern, Scherben fliegen durch den Bus. An Bord: 35 Kinder und Jugendliche, sowie der Busfahrer. Zwölf Personen werden verletzt und müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die anderen 23 werden in die Toni-Chorus-Halle gebracht, wo sie ärztlich untersucht und betreut werden. Die Kinder können gegen Mittag von ihren Eltern abgeholt werden. Wie es dem Busfahrer geht, ist derzeit nicht bekannt. Die Stadt teilt mit, dass niemand lebensbedrohlich verletzt worden sei. Feuerwehr und Rettungskräfte sichern bis zum Mittag den Unfallort. Das Martinsufer bleibt stundenlang gesperrt. Aufgrund des Unfalls kommt es zu zahlreichen Staus und Verkehrsbehinderungen rund um die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Die Polizei ermittelt jetzt die Unfallursache. Ein Gutachter soll dazu den Unfallhergang rekonstruieren.

  • Krieg in der Ukraine lässt Getreidepreis steigen

    Krieg in der Ukraine lässt Getreidepreis steigen

    Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf viele Lebensbereiche bei uns in Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Spritpreise sind auf Rekordniveau irgendwo jenseits der Zwei-Euro-Marke, einige Lebensmittel sind teuer wie nie. Auch bei Mehl und Brot ziehen die Preise langsam an. Der Grund: Russland und die Ukraine sind mit die größten Weizenexporteure weltweit. Während in der Ukraine die Felder entweder zerstört sind oder brach liegen, hat Russland seine Exporte erst einmal bis Ende Juni gestoppt. Welche Folgen dies für uns haben wird, beleuchten wir jetzt. Leere Regale in einem Supermarkt, das Mehl ist ausverkauft. Viele Menschen sind wegen der Weizenkrise, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, verunsichert. Geht Deutschland jetzt das Mehl aus? Die einfache Antwort ist: nein. Denn Deutschland erzeugt mehr Getreide als es verbraucht, exportiert in den meisten Jahren sogar ins Ausland. Und trotzdem trifft die Weizenkrise auch die Deutschen, zwar nicht im Magen, dafür aber im Portmonee. Peter Berizzi, Müllermeister aus Rheinland-Pfalz „Grundsätzlich hat sich natürlich dieser Weizenpreis sehr stark verteuert. Wir haben mittlerweile eine gute Verdoppelung da drin. Und das betrifft uns insoweit natürlich schon und der Weizen ist jetzt sicherlich verfügbar, er wird bei uns nicht ausgehen, also es wird sicher eine Versorgung da sein, da brauchen wir kein Ängste haben. Aber durch diese hohen Preise haben wir natürlich auch richtig starke Kosten.“ Grund dafür ist, dass sich die Getreidepreise am Weltmarkt orientieren. Fehlt also irgendwo auf der Welt Weizen, dann steigt der Weizenpreis global und sorgt dafür, dass auch Bäckermeister Claus Becker mehr Geld für Mehl ausgeben muss, obwohl hier selten mehr als ein paar Kilometer zwischen der Ähre und dem fertigen Brot liegen. Und so steigen auch in der Backstube die Preise. Claus Becker, Obermeister Bäcker-Innung Pfalz-Rheinhessen „Wir reden aktuell über Preisanpassungen in dem Bereich, wo wir durchführen müssen, weil es […]

  • Mädchen stirbt bei Unfall in der Mainzer Innenstadt

    Mädchen stirbt bei Unfall in der Mainzer Innenstadt

    Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Mainzer Innenstadt ist heute Mittag ein drei Jahre altes Mädchen aus Wiesbaden ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll ein Autofahrer das Kind beim Rechtsabbiegen übersehen haben. Matthias Bockius, Sprecher Polizei Mainz „Heute Mittag gegen 12.26 Uhr ist ein 63-jähriger Mann mit seinem PKW hier die Parcusstraße entlang gefahren und wollte hinter mir in die Bahnhofsstraße abbiegen nach rechts. Zeitgleich zu dem Abbiegevorgang befand sich allerdings ein dreijähriges Kind auf dem Fußgängerüberweg und überquerte gerade die Bahnhofsstraße. Das Kind wurde vom PKW erfasst und schwer verletzt – es wurde so schwer verletzt, dass es leider an der Unfallstelle verstorben ist.“ Die Mutter des Mädchens blieb unverletzt. Notfallseelsorger waren im Einsatz. Die Unfallstelle blieb bis zum Nachmittag gesperrt.

  • Unternehmen wollen Kriegsflüchtlinge integrieren

    Unternehmen wollen Kriegsflüchtlinge integrieren

    Spenden, Hilfstransporte, private Unterkünfte – die Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine ist groß. Was vielen jedoch fehlt, ist eine Perspektive. Hier will die rheinland-pfälzische Wirtschaft nun ganz gezielt ansetzen und vor allem Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. So wie ein mittelständisches Familienunternehmen aus dem Landkreis Bad Dürkheim. Hier ist noch echte Handarbeit gefragt. Auch nach über 80 Jahren Firmengeschichte. In der Wellpappenfabrik in Grünstadt-Sausenheim produzieren 190 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb Wellpappe und Verpackungen. Helfende Hände werden immer gebraucht. Und so könnten nach kurzer Einarbeitung ab sofort fünf Arbeitssuchende aus der Ukraine mit anpacken. Detlev Wessel, Geschäftsleitung Wellpappenfabrik Grünstadt-Sausenheim „Wir gehen mal davon aus, dass es sich nicht um Geflüchtete handelt, die hier Papierverarbeitungsmaschinen bedienen können. Aber sie können als Helfer eingesetzt werden, bei Handarbeiten, bei Einlagen oder hinten auch bei Abnahmen. Oder bei Verschlussarbeiten.“ Fehlende Deutschkenntnisse seien kein Problem. Die neuen Mitarbeiter wären nicht die ersten aus der Ukraine. Nach Ansicht von Detlev Wessel sollten in der gegenwärtigen Situation nicht unternehmerische Interessen im Vordergrund stehen. Tatsächlich könne die Fabrik, die in dritter Generation vom Inhaber geführt wird, jederzeit auch auf deutsche Leiharbeiter zurückgreifen. Detlev Wessel, Geschäftsleitung Wellpappenfabrik Grünstadt-Sausenheim „Bei all dem Schrecklichen, was da drüben passiert bei uns vor der Haustür, haben wir uns letzten Endes gesagt, dass es sehr sinnvoll und hilfreich sein kann, den Menschen, die hierherkommen, zumindest mal in einer Übergangszeit, bis sie möglicherweise in ihr Land zurückkönnen, eine Tätigkeit zu verschaffen. Damit sie hier eben auch, wo wir sagen, beschäftigt sind, Geld dazuverdienen können.“ So wie Detlev Wessel dürften derzeit viele Unternehmer in Rheinland-Pfalz denken. Die Industrie- und Handelskammern und das Wirtschaftsministerium haben daher bestehende Initiativen sowie Informations- und Hilfsangebote gebündelt. Auf dem neuen Online-Portal „Wirtschaft hilft“. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer IHK Trier „Es ist eben bislang so, dass wir eine hohe Welle der Hilfsbereitschaft spüren. Und dass […]

  • CDU fordert Spiegels Rücktritt

    CDU fordert Spiegels Rücktritt

    Seit vergangenen Oktober beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss im Landtag mit der politische Aufarbeitung der Flutkatastrophe im Ahrtal. Erst kürzlich musste dort die ehemalige rheinland-pfälzische Umweltministerin und heutige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel aussagen. Die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag zog heute ein Zwischenfazit zu den bisherigen Erkenntnissen im U-Ausschuss und das fiel – aus Sicht der Christdemokraten – für gleich drei Grünen-Politiker vernichtend aus. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel und Staatssekretär Erwin Manz – beide sollen laut CDU ihre Ämter abgeben. Und Bernhard Braun, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, soll sich aus dem Untersuchungsausschuss zur Flut zurückziehen. Alle drei seien ihren politischen Verantwortlichkeiten vor und während der Flutnacht nicht nachgekommen. Dirk Herber, CDU, Obmann im Flut-Untersuchungsausschuss „Sie haben ihre Ministerien und die darunter geordneten Behörden nicht so aufgestellt, dass sie in der Lage waren, diese Flutnacht zu bewältigen. Sie haben sich nicht proaktiv um den Austausch mit anderen Ministerien gekümmert, sodass man Infos unter den Ministerien hätte austauschen können um am Ende vielleicht Menschenleben zu retten.“ Besonders Anne Spiegel stand zuletzt stark unter Druck, nachdem belastende SMS-Protokolle aufgetaucht waren, zu denen die ehemalige rheinland-pfälzische Umweltministerin auch im Untersuchungsausschuss Fragen beantworten musste. Laut Spiegel ging es ihr immer nur um die Hilfe vor Ort und nicht um ihr Image. Die CDU sieht das anders und fordert heute Bundeskanzler Olaf Scholz auf, seine Familienministerin zu entlassen. Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Landtag Rheinland-Pfalz „Man hat in dieser schlimmen Nacht, in der 134 Menschen gestorben sind, sich nicht um das Ahrtal gekümmert sondern um alles Mögliche, und deshalb muss die politische Konsequenz heißen, sowohl der Staatssekretär als auch Frau Spiegel müssen ihre Ämter abgeben.“ Spiegels Grüne Parteikollegen halten dagegen. Die amtierenden rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder sieht keinen Grund für Rücktrittforderungen, da die Meldekette ordnungsgemäß funktioniert habe. Und auch Bernhard Braun, heute selbst im Fadenkreuz der CDU, nimmt Spiegel in Schutz […]

  • Ministerpräsidenten-Konferenz zu Corona, Energiepreisen und Kriegsflüchtlingen

    Ministerpräsidenten-Konferenz zu Corona, Energiepreisen und Kriegsflüchtlingen

    Seit 14 Uhr beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz in einer Videokonferenz über die Corona-Pandemie, hohe Energiepreise und die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Beim Thema Corona will der Bund ab Montag nur noch Basisschutzmaßnahmen beibehalten, wie eine Maskenpflicht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Länder wie Hessen und Rheinland-Pfalz wollen hingegen bis Anfang April auch an einer Maskenpflicht in Geschäften und weiterführenden Schulen festhalten. Auch an den Zugangsbeschränkungen zum Beispiel für Gaststätten wollen sie vorerst nichts ändern. Heute meldet das Robert-Koch-Institut einen Rekordwert von rund 295.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1651. Angesichts dieser Zahlen: Ist es richtig, die Schutzmaßnahmen erstmal beizubehalten? Wir haben bei Bürgern in Frankfurt nachgefragt: Irina Weisenburger, IT-lerin „Ich finde es in Ordnung, dass es verlängert wird. Gerade bei den Infektionszahlen wie jetzt. Und Höchststand. Und da redet man von Einkäufen ohne Masken und ohne Schutz in den Läden.“ Kai Waibel, Metzgermeister „Die Leute sind einfach nur noch genervt und wollen eigentlich jetzt dieses Thema Corona nicht mehr hören. Aber natürlich muss man auf die Gesundheit aufpassen. Und wenn da ein Virus im Wege steht, sollte man natürlich weiterhin diesen Vorsichtsmaßnahmen entgegen sehen.“ Matthias Westerwelle, Discjockey „Ich finde es sinnvoll angesichts der wieder sehr steigenden Zahlen, es nochmal zu verlängern und halt einfach zu schauen, was los ist. Ich bin selbst ziemlich betroffen in meinem Beruf. Insofern würde ich es begrüßen, wenn alle Maßnahmen fallen. Aber ich habe viele Freunde, auch gerade im Freundeskreis, die sich Corona noch eingefangen haben jetzt auf den letzten Metern.“

  • Vorbereitungen für noch mehr Kriegsflüchtlinge

    Vorbereitungen für noch mehr Kriegsflüchtlinge

    Der Krieg in der Ukraine, er führt gerade zur größten Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweitem Weltkrieg. Da immer mehr Ukrainer auch in Hessen und Rheinland-Pfalz ankommen, wird in den Kommunen fieberhaft nach Unterkünften gesucht und an einem Aufnahmeverfahren gearbeitet. Kommunen zwischen Helfen, Hoffen und Handeln. Diana Fink hat selbst vier Kinder, das fünfte ist unterwegs. Als sie gefragt wurde, ob sie eine geflüchtete Ukrainerin mit drei Kindern bei sich aufnehmen will, musste sie nicht lange überlegen. Diana Fink, hat eine Ukrainische Familie bei sich aufgenommen: „Jetzt wird schon mehr gelacht. Wir können schon… Man sieht einfach, die Familie ist angekommen, sie hat sich ausgeschlafen, ist zur Ruhe gekommen. Das Kleine ist zur Ruhe gekommen. Die ersten fünf Tage war es nicht gut. Er hat viel geweint, war sehr aufgebracht. Ja, aber jetzt so langsam kommen sie an und fühlen sich wohl und das freut uns als Familie sehr, weil wir ja so dazu beitragen können, dass die sich hier sicher fühlen und ein gutes Ambiente haben.“ Diana und ihr Mann helfen auch in der Erstaufnahmeeinrichtung der Stadt mit, die am Montag ihren Betrieb aufgenommen hat. Hier bekommen die Kriegsflüchtlinge Essen, bei Bedarf auch medizinische und psychologische Betreuung und ein Bett für die erste Nacht. Außerdem werden die Neuankömmlinge registriert. Jonas Jung, Leiter Erstaufnahmeeinrichtung Kaiserslautern „Wir haben insgesamt rund 200 Leute schon registriert. Wir haben ca. zehn Personen insgesamt, die hier schon übernachtet haben. Der Vorteil ist, dass viele Leute vorbeikommen, Privatleute, und diese Personen dann auch gleich bei sich aufnehmen, so dass sie nicht hier unbedingt über Nacht bleiben müssen.“ Stand heute haben sich 326 Flüchtlinge in Kaiserslautern gemeldet. Zahlen für ganz Rheinland-Pfalz gibt es nicht, denn ukrainische Staatsbürger können 90 Tage visafrei in die EU einreisen und ihren Aufenthaltsort frei wählen. Eine Registrierung ist allerdings Voraussetzung, um nach […]