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  • Missbrauchsverdacht: Ehemaliger Jugendtrainer des SV Wehen Wiesbaden in Untersuchungshaft

    Missbrauchsverdacht: Ehemaliger Jugendtrainer des SV Wehen Wiesbaden in Untersuchungshaft

    Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen einen Jugendtrainer des Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Im Spind von Sven B. im Nachwuchsleistungszentrum fanden Ermittler ein Handy mit mutmaßlich selbstgedrehten, kinderpornografischen Videos. Der Verein hat dem 34-Jährigen aus dem Main-Taunus-Kreis fristlos gekündigt, äußert sich aber nicht zu weiteren Details. Der Beschuldigte sitzt bereits seit dem 9. Dezember in Untersuchungs-Haft. Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen, nachdem sich ein früheres Opfer des Jugendtrainers offenbart hatte. Ob es sich bei den gefilmten Opfern um Jugendspieler des SV Wehen Wiesbaden handelt, ist noch nicht bekannt. Derzeit wertet die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Videos aus. Nadja Niesen, Staatsanwaltschaft Frankfurt „Die zeigen, dass der Beschuldigte sich im Oktober 2021 an mehreren, minderjährigen Jungen sexuell vergeht. Es handelt sich um sieben Fälle. Die Besonderheit ist die, dass die Opfer jeweils reglos bzw. besinnungslos wirkten, sodass der Verdacht besteht, dass sie zuvor durch Rauschmittel gefügig gemacht wurden.“

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Thorsten Arnold zum letzten Spieltag 2021, der mit dem Duell Eintracht Frankfurt : Mainz 05 ein besonderes Spiel für unsere Region im Angebot hat. Markus Appelmann, Moderator: Letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga in diesem Jahr und da hat die Hinrunde noch so einen richtigen Knaller parat, das Rhein-Main-Duell Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05. Darüber freut sich nicht nur unser Fußballreporter Torsten Arnold, sondern ganz viele Zuschauer da draußen auch. Das ist noch mal so ein richtiges Highlight vor Weihnachten, oder? Thorsten Arnold, Sportreporter: Na klar, das Beste kommt quasi zum Schluss. Die stärkste Mannschaft aus Hessen gegen die Besten aus Rheinland-Pfalz. Was wollen wir mehr? Und beide Teams ja auch richtig gut drauf, haben unter der Woche jeweils gewonnen, jetzt stehen sie punktgleich in der Tabelle mit schöner Aussicht nach oben, also fernab sämtlicher Abstiegssorgen. Appelmann: Also das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben an diesem Wochenende. Wer ist denn deiner Meinung nach Favorit? Arnold: Na, das ist schon die Eintracht. Also 15.000 Zuschauer dürfen ja rein ins Stadion, das ist dann ein Heimspiel, was ich auch richtig nach einem Heimspiel anfühlt. Aber unten auf dem grünen Rasen, da gibt es, glaube ich, einen ganz engen Fight. Da schenken sich beide nichts. Und das sieht auch Eintracht Trainer Oliver Glasner so. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich erwarte hier ein sehr, sehr heißes Spiel. Ich finde, Mainz macht das sehr, sehr gut mit ganz klarer Handschrift des Trainers Bo Svensson. Sie machen die Räume sehr eng, spielen sehr aggressiv, wahnsinnig aggressives Gegenpressing, schnell nach vorne. Haben dann sehr, sehr schnelle Spieler außen und auch in der Spitze. Und wird noch mal ein richtig guter Gradmesser zum Abschluss der Hinrunde.“ Arnold: Und für die Eintracht ist es jetzt das vierte Spiel. in zehn Tagen, waren ja zwischenzeitlich Europa-League-mäßig in Istanbul und so, also […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anschlag Hanau: Tobias R. war Einzeltäter — Hessens Immobilienverbände: Wohnungsbau muss schneller gehen — AWO Frankfurt: positive Bilanz — Finanzspritze für den FCK Tobias R. war Einzeltäter Rund ein Jahr und zehn Monate nach dem Anschlag mit neun Toten in Hanau hat die Bundesanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt. Es hätten sich keine ausreichenden Anhaltspunkte ergeben, dass weitere Personen als Mittäter, Anstifter oder Mitwisser an der Tat beteiligt gewesen seien. Die Ermittler hätten rund 300 Spuren und Hinweise ausgewertet und mehr als 400 Zeugen vernommen. Das Ergebnis sei, dass der 43-jährige Tobias R. aus mutmaßlich rassistischen Motiven neun Menschen mit Migrationshintergrund im Februar 2020 erschossen habe. Danach habe er seine Mutter und sich selbst getötet. Wohnungsbau muss schneller gehen Hessische Immobilienverbände haben heute Tempo von der Landesregierung gefordert, um die wohnungspolitischen Ziele der neuen Bundesregierung zu erreichen. In Hessen sollten unter anderem jährlich rund 7.000 Sozialwohnungen fertigstellt werden. Derzeit seien es nur rund 1.000. Die Landesregierung müsse jetzt die Bedingungen schaffen, damit die Fördergelder in großem Umfang abgerufen würden. Sie müsse auch die Pläne unterstützen und schnell umsetzen, mit denen die Bundesregierung den Erwerb von Wohneigentum erleichtern wolle. Positive Bilanz nach zwei Jahren Nach dem Skandal um überhöhte Gehälter und Luxusdienstwagen unter der früheren Geschäftsführung sieht sich die Arbeiterwohlfahrt Frankfurt unter der neuen Führung wieder auf Kurs. Sie habe die Missstände beseitigt und eine Insolvenz verhindern können. Insgesamt seien 10 Millionen Euro veruntreut worden. Petra Rossbrey, Vorsitzende des ehrenamtlichen Präsidiums „Also, die Lage war katastrophal und desaströs. Und ich muss sagen, wir sind jetzt natürlich noch nicht voll übern Berg. Aber wir haben das Unternehmen und die Organisation soweit stabilisiert, dass wir wirtschaftlich nach vorne gucken können. Und dass wir auch mit der Aufarbeitung soweit klar sind, dass wir viele Dinge wissen und auch überlegen können, wie wir es verhindern, […]

  • Kann die Eintracht Gladbach schlagen?

    Kann die Eintracht Gladbach schlagen?

    War das ein Start in die englische Woche in der Fußball-Bundesliga gestern Abend! Mit einem furiosen 4:0-Sieg fegte Mainz 05 die Mannschaft von Hertha BSC regelrecht aus dem Stadion. Die Mainzer springen mit diesem Sieg hoch auf den sechsten Tabellenplatz. Und in gut einer Dreiviertelstunde geht‘s munter weiter. Dann ist für die Frankfurter Eintracht Anpfiff – zum Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach. Endspurt für die Eintracht vor der Winterpause! Zwei Spiele sind es noch in diesem Jahr. Heute mit Gladbach ein Gegner, der für das Team von Trainer Oliver Glasner irgendwie genau zur rechten Zeit vor die Flinte zu laufen scheint. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Natürlich kennen wir ihre Situation, dass sie drei Spiele am Stück verloren haben, auch relativ deutlich und hoch verloren haben. Auf der anderen Seite ist dieser grandiose 5:0-Pokalsieg gegen Bayern auch noch nicht ganz so lange her, wo sie gezeigt haben, welch Qualität in der Mannschaft steckt.“ Eine Qualität, auf die er wieder hofft: Trainer Adi Hütter. Im Sommer war er vom Main an den Niederrhein gewechselt. Für den Ex-Coach der Eintracht so oder so ein besonderes Spiel. Adi Hütter, Trainer Borussia Mönchengladbach „Ich freue mich natürlich auf viele, weil ich mich ja auch mit vielen sehr gut verstanden habe. Da ist die Freude, dass es für mich persönlich emotional nochmal ein ganz anderes Spiel ist. Natürlich werde ich viele Weggefährten treffen. Wenn’s passt, tausch‘ ich mich aus. Und wenn’s nicht passt, tausch‘ ich mich nicht aus. Ganz einfach.“ Und bei manch einem im Eintracht Lager dürfte es eher nicht passen. Zu tief steckt noch der Stachel durch Hütters eher uneleganten Abgang. Etliche aktuelle Spieler allerdings haben gemeinsam mit Hütter auch den ein oder anderen großen Erfolg gefeiert. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Auf der anderen Seite wird’s – hoffe ich zumindest – kein ‚Mitleid‘ […]

  • Englische Woche: Mainz 05 empfängt Hertha BSC

    Englische Woche: Mainz 05 empfängt Hertha BSC

    Am Ende war es für Mainz 05 ein Ausflug wie so oft. Von einem Auswärtsspiel bei Bayern München kommt man meistens mit leeren Händen zurück. Auch wenn es dieses Mal mit 1:2 ein knappes Ergebnis war. Ein Glück, dass die Mainzer heute Abend schon die nächste Chance bekommen, Punkte einzufahren: im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin. Bo Svensson sagte nach dem Bayern-Spiel: „Unsere Spielweise funktioniert auch gegen die Allerbesten.“ Die Niederlage lag an Kleinigkeiten. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „War sehr oft sehr wenig, was uns da gefehlt hat und das passiert, ist halt so.“ …auswärts bei den Bayern. Aber: Zuhause gegen die Hertha kommt ein Mainzer Lieblingsgegner. Seit sechs Jahren sind die 05er zuhause gegen die Hertha ungeschlagen. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Ich kannte dieses Statistik gar nicht. Das zeigt ein bisschen, was mir das bedeutet.“ Übrigens: Svenssons Jungs sind seit fünf Heimspielen ungeschlagen! Wieder eine dieser Statistiken. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Das bedeutet gar nix.“ Aber die Fitness seiner Spieler dürfte Svensson schon etwas bedeuten. Englische Woche. Noch zwei Spiele vor der Winterpause. Heute gegen Hertha und am Samstag in Frankfurt. Viel Regeneration war angesagt. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Es geht darum, dass wir Energie und Körner haben für unsere intensive Spielweise. Das ist auch bekannt, dass es viel Kraft kostet.“ Dazu kommt: Die personelle Lage hat sich verschärft. Adam Szalai fehlt weiterhin wegen eines Autounfalls, zusätzlich zu den Langzeitverletzten St. Juste, Lucoqui und Kohr. Dazu war auch Kapitän Moussa Niakhaté nach dem Bayern-Spiel angeschlagen. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Wir müssen jetzt alles rauspressen für die zwei Spiele. Es ist auch bekannt, dass wir nicht den allergrößten Kader haben, haben wir auch bewusst gewählt.“ Immerhin: Das Sturm-Duo ist in Top-Form. Jonny Burkardt zeigt endlich Torjäger-Qualitäten. Und sein Partner in […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    David Rischke mit einem Rückblick auf das Europa-League-Spiel der Eintracht gestern und einer Vorschau auf die Spiele dieses Fußballwochenendes. Eva Dieterle, Moderatorin: Das Fußball Wochenende steht vor der Tür und deshalb ist jetzt bei mir David Rischke aus der Sportredaktion. Ja, David gestern hat in der Europa League Eintracht Frankfurt 1:1 gegen Fenerbahce Istanbul gereicht, Qualifikation fürs Achtelfinale. David Rischke, Sportreporter: Ja, man kann auch sagen Gratulation, das war eine Top Leistung. Ungeschlagen sind die Eintracht-Adler sozusagen durch die Gruppenphase geflogen. Das gibt Selbstvertrauen. Auf der anderen Seite – klar, spielerisch, dda wurde das eine oder andere schon kritisiert. Zu Recht auch meiner Meinung nach. Aber Schwamm drüber, denn der Fokus geht schon wieder auf Sonntag, denn da spielt die Eintracht in der Bundesliga zu Hause gegen Bayer Leverkusen und da kommt auf die Mannschaft ein Team zu, die einige, ich sage mal, „Speedy Gonzales“ in ihren Reihen hat. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Sehr viel Speed über außen, mit Schick, Alario, natürlich Zentrumsspieler, die in der Box sehr gut sind, mit Wirtz wahrscheinlich, den aufstrebenden deutschen Jugendstar, eine ganz schwierige Aufgabe. Ich bin mir aber sicher, mit dem Elan, mit der Freude, mit der positiven Energie vom Aufstieg jetzt, werden wir den Leverkusenern hier wieder einen richtig heißen Fight in unserem Stadion liefern.“ Rischke: Also mit dem „Aufstieg“ meinte Trainer Glaser natürlich den Aufwärtstrend seiner Mannschaft und die zeigt im Moment eine große Kontinuität. Denn bis auf einen Wechsel gestern Abend in der Mannschaft, stand in den letzten fünf Pflichtspielen in Folge immer dieselbe Startelf auf dem Platz bei den Frankfurtern. Und das zeigt Konstanz. Und so spielt sich eine Mannschaft dann noch ein. Dieterle: Schon länger im Aufwind befindet sich Liga-Konkurrent Mainz 05 und beim großen FC Bayern wollen wir die ja ihren größten Trumpf ausspielen. Rischke: Genau, […]

  • Emotionaler Abschied: FCK-Legende Horst Eckel wird in Vogelbach beerdigt

    Emotionaler Abschied: FCK-Legende Horst Eckel wird in Vogelbach beerdigt

    Am vergangenen Freitag erreichte Fußball-Deutschland die traurige Nachricht: Horst Eckel ist tot. Der Fußball-Weltmeister von 1954 wurde 89 Jahre alt. Er war das jüngste Mitglied der DFB-Elf, die gegen Ungarn das Wunder von Bern vollbrachte – und damit Geschichte schrieb. Eckel wurde mit seinem 1. FC Kaiserslautern zweimal Deutscher Meister und wurde Ehren-Spielführer der Roten Teufel. Heute Nachmittag wurde Horst Eckel in seinem Heimatort Vogelbach in der Pfalz beerdigt. Horst Eckel, der Held von Bern, ist von uns gegangen. Die Trauerfeier findet in kleinem Kreis statt. Otto Rehhagel, FCK Meister-Trainer 1998 „Wir kennen uns aus meiner Zeit und aus seiner Zeit, ich war ja hier von 66-71 Spieler, und jetzt hat eben der Horst seinen Lebensweg beendet und ich bin sicher, die Engel werden ihn auf Händen tragen.“ Die FCK-Familie trauert. Mehrere Hundert Fans sind gekommen, um Horst Eckel zu verabschieden, eine der großen Vereinsikonen. In Vogelbach geboren, spielte Eckel zehn Jahre für seinen FCK, zusammen mit Fritz Walter und dessen Bruder Ottmar Walter. Die drei verband eine lebenslange Freundschaft. Mit dem Wunder von Bern haben sie sich ein Denkmal gesetzt. Eckel war Pfälzer durch und durch. Bis zuletzt besuchte er die Heimspiele auf dem Betzenberg und fieberte mit. Ehemalige Weggefährten erweisen ihm heute die letzte Ehre. Olaf Marschall, 1998 Meister mit dem FCK „Mit ihm konntest du dich immer über alles unterhalten, besonders über Fußball. Und du konntest auch gegenteilige Argumente haben, und dass du mit ihm diskutieren konntest und er immer nett und angenehm geblieben ist.“ Es gibt prominente Trauergäste. Darunter auch Andreas Brehme, langjähriger FCK-Spieler und Weltmeister von 1990. Andreas Brehme, Fußball-Weltmeister 1990 „Man war auch immer mal zusammen, wo man essen war, und das war schon immer ein tolles Ereignis, dass ich den Horst kennenlernen durfte.“ Hans-Peter Briegel, Spieler 1.FC Kaiserslautern 1975-84 „Er hat viel für […]

  • Europa-League: Kommt Eintracht Frankfurt direkt ins Achtelfinale?

    Europa-League: Kommt Eintracht Frankfurt direkt ins Achtelfinale?

    Letztes Gruppenspiel für die Frankfurter Eintracht in der Fußball Europa League! Noch ein einziges Pünktchen in der Tabelle fehlt dem Team von Trainer Oliver Glasner, um sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren. Doch der Gegner, er könnte unangenehmer kaum sein: Die Hessen müssen in der „Hölle am Bosporus“ bei der Mannschaft von Fenerbahçe Istanbul antreten. Doch bevor es gestern mit dem Flieger ab in Richtung Türkei ging, hieß es noch mal schwitzen – auf dem Trainingsplatz vor dem heimischen Stadion in Frankfurt. Volle Konzentration aufs letzte Gruppenspiel – und dann mit breiter Brust Richtung Bosporus. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Wir fahren – oder fliegen – jetzt dann nach Istanbul und wollen gegen Fenerbahçe gewinnen. Also das ist, wie wir das Spiel angehen – völlig unabhängig von der Ausgangssituation. Wir werden jetzt nicht abwartend agieren und sagen: Ja, ein Punkt reicht uns und dann schauen wir, was rauskommt. Sondern wir werden ganz klar auf Sieg spielen.“ Auch wenn das Stadion in Istanbul wohl nicht ausverkauft sein wird – die Fenerbahçe-Fans sind für ihre heißblütige Stimmung bekannt. Ruhe bewahren muss da vor allem Eintracht-Torhüter Kevin Trapp. Zumal die Unterstützung der Eintracht Fans diesmal ausfällt: Coronabedingt erlauben die türkischen Behörden keine Gästefans. Also: Alle gegen die Eintracht! Kevin Trapp, Torwart Eintracht Frankfurt „Da ist eine unfassbare Stimmung. Wir wissen alle, dass es sehr fanatische Fans sind. Von daher wird’s, glaube ich, eine sehr tolle Stimmung. Wir haben bei Olympiakos schon gespielt vor einem tollen Publikum – also jetzt nichts, was uns noch nervös machen wird -, aber wir freuen uns natürlich auch, dass wir in einem Stadion spielen können, in dem auch ein paar Zuschauer da sein werden.“ Und diese Zuschauer, sie setzen vor allem wieder auf einen: Mesut Özil. Der ehemalige deutsche Nationalspieler erzielte schon beim Hinspiel in Frankfurt den […]

  • Sporttalk zur Fußball-Bundesliga

    Sporttalk zur Fußball-Bundesliga

    Unser Sportreporter mit Erinnerungen an den Fußballweltmeister Horst Eckel und einem Ausblick auf das Fußballwochenende. Markus Appelmann, Moderator: Am Anfang der Sendung haben wir darüber berichtet. Mit Horst Eckel ist der letzte Fußballweltmeister der 1954er Helden-Mannschaft heute gestorben. Ganz Kaiserslautern, ganz Rheinland-Pfalz, ja, ganz Fußball-Deutschland trauert. Wir sprechen darüber jetzt mit Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, wie hast du hast Eckel erlebt? Was hat ihn ausgezeichnet? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, mit Horst Eckel., das waren wirklich immer sehr besondere Momente. Er war ein sehr bodenständiger, bescheidener, auch sehr höflicher Mensch. Wir durften ihn ja noch ganz oft treffen nach seiner aktiven Zeit. Ob das jetzt bei der Kartoffelernte in der Pfalz war, da sehen wir es., oder bei der Zugtaufe oder bei Benefizspielen, wo er selber noch gern gegen das runde Leder getreten hat und es dem einen oder anderen Jungen noch gezeigt hat. Oder hier bei den FCK Aufstiegsfeiern, da war er immer mittendrin. Also, wir verneigen uns wirklich vor einem der größten Sportidole, die die Region hervorgebracht hat. Und auf den Fußballspielen an diesem Wochenende wird ganz sicher der Sportlegende Horst Eckel gedacht. Appelmann: Und auf den Fußballspielen an diesem Wochenende wird ganz sicher der Sportlegende Horst Eckel gedacht. Lass uns natürlich auch über die Bundesliga sprechen. Mainz 05 spielt gegen den VfL Wolfsburg am Wochenende. Arnold: Ja, vor 10.000 Zuschauern. Das ist ja seit gestern klar. Die Corona-Verordnung gibt es ja so vor. Und die Wolfsburger, die bringen einen alten Bekannten mit, also quasi einen „Meenzer Bub“: Ridle Baku. Da sehen wir es. Der hat ja sämtliche Jugendmannschaften der Mainzer durchlaufen, ist auch in der Stadt geboren und jetzt? Da präsentiert er sich als stolzer Champions-League-Torschütze. Und jetzt kehrt er zurück nach Mainz für einen Tag. Und Trainer Bo Svensson, der kennt ihn ja noch aus […]

  • Aufschlag für Tennislegende Boris Becker in Hofheim

    Aufschlag für Tennislegende Boris Becker in Hofheim

    Um die Planung der nach Boris Becker benannten Akademie im hessischen Hofheim war es lange Zeit still. Vor zwei Jahren stellte die Tennislegende gemeinsam mit einem Investor die Pläne des 20-Millionen-Euro-Projekts vor, seitdem gab es wenig Neues vom selbsternannten „größten und wichtigsten Tennisprojekt Europas“ – bis heute. Becker hat sich ein Bild von der ersten fertigen Halle gemacht. Aufschlag in Hofheim! Einer der größten, die es im Tennis je gab, zu Besuch in der bald größten Tennishalle der Welt. Dieser Rekord soll an der „Boris Becker International Tennis Academy“ in der zweiten Bauphase erreicht werden. Doch nicht nur von außen, sondern auch am Netz soll die Handschrift des dreimaligen Wimbledon-Siegers erkennbar sein. Boris Becker, ehemaliger Tennis-Profi „Jetzt muss man auch mal ins Gespräch gehen: Wie ist denn der Lehrgang an sich? Also das Tennis-Lehrbuch von Boris Becker. Da muss ich mich mit den Trainern unterhalten. Das muss jetzt alles passieren in den nächsten Monaten.“ Acht Plätze sind auf dem ehemaligen Tetra-Pak-Gelände im Taunus bislang bespielbar. In rund zwei Jahren soll die nach eigenen Angaben „modernste Tennishalle der Welt“ fertig sein – mitsamt riesigem Areal, Außenplätzen, Restaurant, Hotel, Büros sowie eine Schule und Wohnungen für den Nachwuchs. Stolze 50.000 Euro kostet ein Jahr an der Akademie. Die Nachfrage ist enorm, sagt der Investor. Khaled Ezzedine, Gründer „Boris Becker International Tennis Academy“ „Wir haben eine Warteliste von 340 Familien und die sagen: ‚Sobald euer Internat steht, sind wir da mit unseren Kindern.‘ Und die Warteliste ist zwar keine, ich sage mal, 100% verbindliche, aber wir sind schon kleine Vorverträge mit diesen Familien eingegangen und das ist sensationell.“ Ursprünglich war die Eröffnung schon in diesem Jahr geplant. Doch unter anderem wegen Corona und einem Wechsel des Architekturbüros habe es Verzögerungen gegeben. Boris Becker wirbt für das Projekt übrigens nur mit seinem Namen. Tipps […]

  • Rallycross-Premiere auf dem Nürburgring

    Rallycross-Premiere auf dem Nürburgring

    Am Wochenende kam es auf dem Nürburgring zum Showdown. Gleich zwei Rennen der Rallycross-Weltmeisterschaft wurden in der Eifel ausgetragen und am Ende sollte dann der Weltmeister feststehen. Eigentlich hätten die Rennen schon letztes Jahr am Nürburgring Premiere feiern sollen – doch wegen der Pandemie ging die Rennserie jetzt erst an den Start. Spektakuläre Manöver, hohe Geschwindigkeiten, volles Risiko! Beim Rallycross geht es oft rau zu. Rempler und Dreher gehören hier einfach dazu. Arne Dirks, Geschäftsführer FIA World Rallycross „Das Besondere ist, dass es Rallysport auf einer Rundstrecke ist und sowohl hier auf Asphalt, aber auch auf Schotter fahren. Sehr kurze Rennen, sehr kurzweilig, drei – vier Minuten. Also sehr viel Action, viele Überholmanöver und normalerweise, auch in nicht-Covid-Zeiten, gute Unterhaltung hier vor Ort für die Zuschauer.“ Dem typischen Eifelwetter zum Trotz sind an den beiden Tagen jeweils knapp 4.000 Zuschauer an der Strecke. Die Fanszene von Rallycross in Deutschland ist groß. Mit der Premiere am Nürburgring erhofft man sich weitere Fans in der Eifelregion. Arne Dirks, Geschäftsführer FIA World Rallycross „Das ist natürlich toll für uns – es ist eine historische Strecke – hier am Nürburgring sein zu können. Es war nun lange in Planung. Es ist auch ausgefallen letztes Jahr. Dass es nun endlich hier startet und wir dabei sein können, ist super. Wir sind froh, dass es jetzt noch stattfindet und dass wir hier am Nürburgring dann auch den Weltmeister küren können.“ Nach neun Rennen in ganz Europa kommt die Saison in der grünen Hölle zum finalen Höhepunkt. Höllisch sind auch die Autos, die nach jedem Rennen auf der Strecke von den Mechanikern repariert werden müssen. Die Rennwagen beschleunigen von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 1,8 Sekunden. Zum Vergleich: Ein Formel-1-Wagen braucht dafür 2,6 Sekunden. Diese Power kommt bei den Fans gut an. Sascha Wolf aus […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Die angespannte Corona-Lage beeinflusst auch das Bundesliga-Wochenende. Darüber sprechen wir mit unserem Sportreporter David Rischke. Eva Dieterle, Moderatorin: David, die aktuelle Corona Situation beeinflusst auch das anstehende Fußball-Wochenende oder? David Rischke, Sportreporter: So ist es. Wie in den anderen Bereichen der Gesellschaft auch, ist der Fußball davon betroffen und die Sorgen wachsen tatsächlich unter Fans im ganzen Umfeld. Ich persönlich zum Beispiel habe mich entschieden privat nicht mehr ins Stadion zu gehen, weil man sich einfach nicht so wohl fühlt. Zum Beispiel steht man ja auf einer vollgepackten Tribüne und das hat nichts mehr mit einem unbeschwerten Fußball-Erlebnis zu tun. Und manche Fans entscheiden sich mittlerweile auch dafür, trotz Impfung, freiwillig sich vor einem Spiel zu testen oder vor und danach, einfach um sich sicherer zu fühlen. Aber für mich persönlich hat das zum Beispiel nichts mehr mit einem unbeschwerten Erlebnis zu tun. Eva Dieterle: Aber die Regeln für den Stadionbesuch, die sind ja noch mal verschärft worden. Heute kam zum Beispiel ganz aktuell die Meldung bei Mainz 05 gilt ab dem Heimspiel kommende Woche die 2G-Regel im ganzen Stadion und die Maskenpflicht. David Rischke: Genauso ist es. Die Regeln wurden verschärft und dazu hat man ja auch die Stadionkapazität um 25% reduziert und Fans, die ein Ticket gekauft haben und nicht geimpft oder genesen sind, die können ihr volles Geld zurückerstattet bekommen. Und damit handelt Mainz 05 auch übrigens nach der aktuellen Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz. Also die Regeln wurden verschärft, ja, aber meine Einschätzung ist selbst unter diesen verschärften Regeln werden die Vereine die volle Kapazität nicht voll kriegen. Und man sieht auch die Mannschaft und auch das Trainerteam, die beschäftigt das Ganze natürlich auch unter der Woche. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05: „Wir lesen natürlich auch die Nachrichten und es gibt immer wieder neue Personen […]

  • Eintracht Frankfurt empfängt Royal Antwerpen

    Eintracht Frankfurt empfängt Royal Antwerpen

    Letztes Gruppenheimspiel in der Europa League für die Frankfurter Eintracht heute zuhause. Gegner ist die Mannschaft von Royal Antwerpen aus Belgien. Das Hinspiel hatte die Eintracht auswärts durch ein Elfmeter-Tor in der Nachspielzeit denkbar knapp mit 1:0 gewonnen. Heute will man die Frankfurter Fans aber nicht so lange zittern lassen. Und dabei mithelfen soll auch der angeschlagene Kapitän der Hessen. Sebastian Rode – ein Einsatz über die volle Spielzeit kommt auch heute für ihn nicht in Frage. Es wird wegen seiner Knieprobleme wieder nur für ein paar Spielminuten reichen. Sebastian Rode, Mittelfeldspieler Eintracht Frankfurt „Mich nervt diese Situation am meisten. Ich würde gerne auch mehr auf dem Platz stehen, das ist aber halt leider nicht möglich. Da bin ich im engen Austausch mit dem Trainer, wie wir das alles steuern und wie wir das langfristig dann auch hinbekommen. Ich will wie immer versuchen, so schnell wie möglich wieder topfit zu sein, um der Mannschaft zu helfen und alles andere wird man sehen. Da braucht sich keiner Sorgen um mich machen.“ Sorgenfrei kann derzeit auch Eintracht-Trainer Oliver Glasner etwas durchatmen. Zwei Auswärtssiege in Folge scheinen in der Bundesliga die erfolgreiche Wende eingeleitet zu haben. In der Europa League präsentiert sich die Eintracht ohnehin stabiler. Auch heute Abend, wenn hier um 21 Uhr der Anpfiff ertönt, soll das wieder so sein. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich freue mich darauf, so wie wir alle, wieder eine richtig coole Europapokal-Nacht hier in Frankfurt zu feiern mit unseren Fans. Ich freue mich riesig darauf, weil wir einfach in einer guten Verfassung sind. Wir werden wie in jedem einzelnen Spiel alles dafür geben, als Sieger vom Platz zu gehen, und dann wäre es eine richtig coole Geschichte.“ Cool auch, dass Abwehrspieler Christopher Lenz nach seiner langwierigen Oberschenkelverletzung endlich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Vergebens suchten […]

  • Festung Böllenfalltor

    Festung Böllenfalltor

    Eine Mannschaft rockt die zweite Liga: der SV Darmstadt 98. 26 Punkte haben die Lilien bis jetzt eingesammelt und stehen auf Tabellenplatz 2 – das ist schon beachtlich. Besonders stark sind die Lilien in dieser Saison in ihrem eigenen Stadion am Böllenfalltor. Woran liegt’s? Das Stadion am Böllenfalltor. Es ist ein Ort der Tradition, der Geschichte, der ausgelassenen Stimmung. Hier feuern die Lilien gerade ein Feuerwerk nach dem anderen ab. Zuletzt ein 4:0 gegen den Tabellenführer aus Sankt Pauli. Zwei der Tore gehen auf das Konto von Luca Pfeiffer, Darmstadts neuem Stürmerstar. Luca Pfeiffer, Stürmer SV Darmstadt 98 „Das ist ein unglaublich schönes Gefühl. Vor allem, wenn man dann auch mit den Toren der Mannschaft hilft. Man sieht auch immer, wir jubeln immer alle zusammen. Das ging aber schon beim 1:0 los, das ist einfach ein geiles Gefühl, wenn man hier zu Hause in Führung geht oder zu Hause ein Tor schießt.“ Und Tore in Heimspielen gab es in dieser Saison schon viele. 20 Mal haben Pfeiffer und Co. zu Hause getroffen, bei gerade mal drei Gegentoren. Eine unglaubliche Bilanz, die das „Bölle“, wie die Darmstädter ihr Stadion nennen, zur Hölle für jeden Gegner macht. 13.000 Fans passen rein, die Haupttribüne wird gerade neugebaut. Verglichen mit anderen Spielstätten sind die Zuschauerkapazitäten eher gering, was der Stimmung aber ganz und gar nicht schadet. Luca Pfeiffer, Stürmer SV Darmstadt 98 „Ich freue mich extrem auf jedes Heimspiel, ich hab da auch keine Angst, egal welcher Gegner kommt. Man steht früh mit einem guten Gefühl auf, man weiß, die Mannschaft funktioniert aktuell. Man weiß, man ist in der Lage, jeden zu schlagen. Und ja, ich glaube, es ist besonders, hier am Böllenfalltor zu spielen. Man kommt hier immer mit einem guten Gefühl aufs Feld, dann geben die Fans auch nochmal alles. Ich glaube, […]

  • Eintracht-Museum erhält Auszeichnung

    Eintracht-Museum erhält Auszeichnung

    Das Eintracht Frankfurt Museum kümmert sich seit Jahren um die Pflege der Vereinsgeschichte. Besonders die Zeit des Nationalsozialismus nimmt eine zentrale Rolle ein. Für diese wichtige Aufklärungsarbeit wurde das Museum jetzt mit dem Julius-Hirsch-Preis vom Deutschen-Fußball-Bundausgezeichnet. Ein berühmter Eintracht-Fan hat seinen eigenen Beitrag dazu geleistet: Helmut Sonneberg. Der heute 90-Jährige wurde als Kind von den Nazis verfolgt und ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Helmut Sonneberg, Holocaust-Überlebender „Mit dem Stern da auf der Brust wurden wir sehr angefeindet. Getreten. Geschlagen. Bespuckt. Das kann man ja net begreifen, wenn man in einem Alter ist, wo man sich quasi erst mal entwickelt und die Sprache richtig lernst und dann wirst du damit konfrontiert, dass du das nicht bist und das nicht kannst und das nicht darfst.“ Sonneberg, von allen „Sonny“ genannt, wird 1931 in Frankfurt geboren. Seine Eltern sind Juden. Sie leben getrennt. Sonnebergs Stiefvater ist Katholik und lässt Helmut taufen. Trotzdem gilt der Junge für die Nazis als Jude – wegen der Nürnberger Rassegesetze. Im Februar 1945 wird der 13-jährige Helmut nach Theresienstadt deportiert. Helmut Sonneberg, Holocaust-Überlebender „Es gab morgens Suppe, mittags Suppe, abends Suppe. Graupensuppe. Mal dick, mal dünn, mal süß, mal sauer. Und alle fünf Tage gab es eine Ration: 500 Gramm Brot, 50 Gramm Butter, 50 Gramm Zucker. Da kann man sich vorstellen, wie lange da gehalten hat. Eine halbe Stunde und dann war alles alle.“ Sonny erzählt seine Geschichte. Damit unterstützt er das Eintracht Frankfurt Museum. Mitarbeiter Axel Hoffmann beschäftigt sich ebenfalls damit, die NS-Vergangenheit des Klubs aufzuarbeiten. Ein Name ist da sehr prominent: Rudolf Gramlich. Der war nach dem Krieg Präsident der Eintracht und nach seinem Tod wurde Gramlich Ehrenpräsident. Aber: Es war bekannt, dass er Mitglied der Waffen-SS war. Axel Hoffmann, Mitarbeiter Eintracht Frankfurt Museum „Und daraufhin haben wir ein unabhängiges Institut, das Fritz-Bauer-Institut, mit einer Analyse […]