Rheinland-Pfalz

  • Tankrabatt für Autofahrer

    Tankrabatt für Autofahrer

    Ab heute tritt die Senkung der Energiesteuer in Kraft, die Bürger beim Autofahren entlasten soll. Kritiker hatten im Vorfeld bezweifelt, dass die Spritpreise dadurch abrupt sinken. Doch das war heute tatsächlich der Fall. Spritpreise unter 2 Euro, das gab es schon seit Wochen nicht mehr. 35 Cent weniger Steuern für Benzin, knapp 17 weniger für Diesel – bei einigen Tankstellen kommt das mit Preisen unter 1,90 sogar fast schon 1:1 beim Verbraucher an. Manche Autofahrer würden sich zwar eine noch günstigere Tankfüllung wünschen, aber schon mal besser als nichts. Murat Asaki, Küchenmonteur „Gestern, vorgestern war’s bei 2,23 Euro. Heute sind es weniger als 2 Euro. Das ist besser für mein Portemonnaie, oder?“ Francesco Lunesu, Barkeeper „Ja gut, es könnte wieder eher so wie früher sein, würde ich sagen. So wie es vor zwei Jahren war. Aber es ist schon mal ein Anfang. Der Rabatt ist schon etwas besser auch für die Taschen.“ Uwe Jung, Flughafenmitarbeiter „Ich lasse das Auto auch ganz oft stehen und versuche, anderweitig umzusteigen. Denn ich finde knapp 2 Euro ehrlich gesagt immer noch ziemlich happig für einen Liter. Wenn man das Auto immer braucht und darauf angewiesen ist, um zum Dienst zu kommen – nicht gut!“ Der ganz große Ansturm bleibt heute vielerorts aus, die meisten Autofahrer haben ihren Tank vorsorglich nicht bis zum Stichtag leergefahren. Dass die Spritpreise derart fallen, hatten viele Kritiker im Vorfeld nicht erwartet. Denn das bis heute angelieferte und jetzt vorrätige Benzin war für die Tankstellen noch mit dem höheren Steuersatz belastet. Dass an den meisten Zapfsäulen dennoch bereits die Preise runtergehen, dürfte am starken öffentlichen Fokus und Wettbewerbsdruck liegen. Für den Automobil-Club ADAC gibt es aber noch deutlich Luft nach unten. Oliver Reidegeld, Sprecher ADAC „Also, die volle Senkung der Energiesteuer ist noch nicht beim Verbraucher angekommen. Da werden wir […]

  • Genesen, aber nicht gesund: Leben mit dem Post-Covid-Syndrom

    Genesen, aber nicht gesund: Leben mit dem Post-Covid-Syndrom

    26 Millionen: So viele Menschen haben sich in Deutschland nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Die meisten von ihnen sind genesen – doch eben nicht alle. Von Post-Covid ist die Rede, wenn Betroffene länger als 3 Monate nach der Infektion an verschiedenen Symptomen wie etwa starker Müdigkeit leiden und ihren Alltag kaum noch bewältigen können. Zu ihnen gehört auch Angela Lohoff aus Hundheim bei Kastellaun. Sie hat die erste Post-Covid-Selbsthilfe-Gruppe in Rheinland-Pfalz gegründet.

  • Kaderplanung – wie will Mainz 05 in die nächste Saison starten?

    Kaderplanung – wie will Mainz 05 in die nächste Saison starten?

    Vor zwei Wochen wurde die Bundesliga-Spielzeit beendet. Die Spieler sind im Urlaub. Doch auf den Geschäftsstellen laufen die Drähte heiß, denn die Vereinsverantwortlichen basteln schon fleißig am Kader für die kommende Saison. Wie bei Mainz 05. Da stehen für die neue Spielzeit einige Veränderungen an. Vor allem für die Abwehr der Mainzer könnte ein heißer Transfersommer bevorstehen. David Rischke, Sportreporter „Hier hinter mir ist Ruhe eingekehrt. Der grüne Rasen darf sich ausruhen. Aber: Wie wird das Mainz 05-Team für die neue Saison? Vor allem die Abwehr könnte ihr Gesicht verändern. Genauer gesagt: Die Innenverteidigung.“ Denn er ist schon weg: Jeremiah St. Juste, der schnellste Spieler der Bundesliga, hat Mainz 05 verlassen. St. Juste spielt künftig für Sporting Lissabon. Dazu könnte er auch bald weg sein: Moussa Niakhaté. David Rischke, Sportreporter „Niakhaté ist nicht nur Kapitän der 05er, er ist auch von den Fans zum Spieler der Saison gewählt worden. Der 26-Jährige ist seit vier Jahren in Mainz und unangefochtener Leistungsträger und Leader. Das weckt Interesse bei größeren Klubs. Es ist gut möglich, dass Niakhaté diesen Sommer wechselt.“ Mainz-Coach Bo Svensson hat immer betont, wie wichtig Moussa Niakhaté für das Team ist. Sein Verlust würde schwer wiegen. David Rischke, Sportreporter „Immerhin haben die Mainzer schon reagiert und einen neuen Innenverteidiger geholt: Maxim Leitsch. Für drei Millionen Euro Ablöse. Leitsch hat letzte Saison beim VfL Bochum seine Bundesliga-Tauglichkeit gezeigt. Aber: Diese Neuverpflichtung dürfte einem Spieler im aktuellen Kader gar nicht schmecken.“ David Nemeth. Eigentlich sollte der Österreicher nach und nach einen Platz in der Abwehr-Zentrale einnehmen. Aber: Nemeth konnte die Erwartungen wohl nicht erfüllen. Er gilt als Wechselkandidat. David Rischke, Sportreporter „Es gibt noch die Option, das Eigengewächs Niklas Tauer auch auf der Innenverteidiger-Position einzusetzen. Tauer hat in der abgelaufenen Spielzeit positiv auf sich aufmerksam gemacht. Die kommende Saison könnte für den […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Messerstecherei im Frankfurter Bahnhofsviertel — Arbeitsmarkt trotzt Krisen — Handyverbot am Steuer wird überwacht — Langes Verfahren in Trier belastet Betroffene Messerstecherei im Bahnhofsviertel Bei einer Auseinandersetzung unter 20 bis 30 Personen sind gestern Abend in Frankfurt drei Männer schwer verletzt worden. Die 22, 25 und 54 Jahre alten Opfer aus Afghanistan kamen mit Stichverletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei stellte mehrere Hieb- und Stichwerkzeuge sicher. In der Nähe des Tatorts nahm sie zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren fest, die an dem Streit beteiligt gewesen sein sollen. Einer von ihnen wurde heute wieder entlassen. Die beiden stammen ebenfalls aus Afghanistan. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch unklar. Arbeitsmarkt trotzt Krisen Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen und Rheinland-Pfalz weiter gesunken. Die Nachfrage vor allem nach Fachkräften war nach wie vor hoch. In Hessen waren am Ende des Monats rund 153.000 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 Prozent. In Rheinland-Pfalz suchten rund 95.000 Männer und Frauen eine Stelle. Hier sank die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent. Bundesweit ging die Quote auf 4,9 Prozent zurück. Handyverbot wird überwacht Im Raum Trier startet ab morgen für drei Monate ein Pilotprojekt zur Überwachung des Handyverbots am Steuer. Dabei wird eine spezielle Kamera eingesetzt. Sie erkennt, wenn ein Fahrer zum Smartphone oder Tablet greift und macht automatisch ein Foto. Speziell geschulte Polizisten werten die Bilder aus. Wer mit einem Handy am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Nutzung eines Handys während der Fahrt gilt als häufige Unfallursache. Langes Verfahren belastet Betroffene Die lange Dauer des Prozesses um die tödliche Amokfahrt in Trier ist für die Opfer und Angehörigen schwer erträglich. Das hat heute der rheinland-pfälzische Opferbeauftragte Detlef Placzek am Rande der Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Trier gesagt. Dass […]

  • Ab morgen gibt’s den Tankrabatt – was Autofahrer jetzt wissen müssen

    Ab morgen gibt’s den Tankrabatt – was Autofahrer jetzt wissen müssen

    In den vergangenen Monaten sind die Energiepreise drastisch gestiegen, unter anderem durch den russischen Anrgiff auf die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland. Um die Bundesbürger zu entlasten, sollen Benzin, Diesel und Erdgas an den Tankstellen ab Morgen für drei Monate billiger werden. Die Bundesregierung hat die Steuern auf den Treibstoff so stark herabgesetzt, dass der Preis rein rechnerisch für einen Liter Benzin um 35,2 Cent und für einen Liter Diesel um 16,7 Cent sinken müsste. Doch wie viel von der Steuerentlastung wird wirklich bei den Autofahrern ankommen? Eva Dieterle, Moderatorin: Das wollen wir von Herbert Rabl wissen, er ist Pressesprecher des Tankstellen-Interessen-Verbandes mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße. Herr Rabl, wird denn ein Liter Benzin ab Morgen sofort 35 Cent billiger? Herbert Rabl, Sprecher Tankstellen-Interessenverband: Das müssen Sie im Prinzip die Mineralölgesellschaften fragen, weil die haben letzten Endes den Finger auf dem Knopf und können das entscheiden. Der Druck ist groß. Die Politik will das, alle Leute erwarten das, wir erwarten das, ehrlich gesagt, auch aber man muss dazu sagen, die müssen das nicht tun. Sie haben nach wie vor in den Erdtanks unter den Tankstellen Sprit, der teurer versteuert ist, und sie können sich auf den Standpunkt stellen: Wir verkaufen den erst ab und dann geben wir den Rabatt weiter. Das müssen letzten Endes die Mineralölgesellschaften entscheiden. Dieterle: Was erwarten Sie denn morgen an den Tankstellen? Ist mit langen Schlangen und Engpässen zu rechnen? Rabl: Also, mit langen Schlangen rechnen wir auf jeden Fall. Wir sind in Deutschland, da wird sogar Klopapier gekauft, um sich einzudecken. Und wenn es um Sprit geht – Deutschlands liebstes Kind ist das Auto -, dann wird man sicherlich einen Ansturm zu verzeichnen haben. Die Schlangen werden an der Tankstelle sein und sie werden an der Kasse sein. Wir glauben nicht, dass […]

  • Nibelungen-Festspiele: Probenstart in Worms

    Nibelungen-Festspiele: Probenstart in Worms

    Die Nibelungensage – da denken viele an den Helden Siegfried oder an seinen Feind Hagen, der ihn heimtückisch ermordet. Die Heldensage bietet immer wieder Stoff für die Nibelungenfestspiele in Worms. Die feiern dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum – und zeigen: Auch ein mittelalterliches Epos kann modern interpretiert werden. Eine Leseprobe der Schauspieler hat heute ein Vorgeschmack darauf gegeben. Genija Rykova (Brünhild) „An einen Leibeigenen hat man dich – Kriemhild das Königskind – vermählt. Den Schönsten zwar, das gebe ich zu, doch nichtsdestoweniger ein Mann von niederem Stand. Mit einem solchen Bild eines Dienstmannes hat unsereiner Gefallen für eine Nacht, mehr nicht.“ Genija Rykova spricht als Brünhild zu Kriemhild – sie stehen heute bei der Leseprobe im Fokus, nicht Siegfried oder Hagen. Denn Autor Ferdinand Schmalz ist bei seinen Recherchen aufgefallen, wie stark die Frauen in der Nibelungensage die Handlung antreiben. Ferdinand Schmalz, Autor „hildensaga“ „Das habe ich dann vorgeschlagen, dass wir die Frauen ins Zentrum stellen und die Geschichte aus der Perspektive von Kriemhild und Brünhild erzählen.“ In der alten Nibelungensage sind Kriemhild und Brünhild Rivalinnen: Ferdinand Schmalz und Regisseur Roger Vontobel wollten ganz bewusst, in die alte Handlung eingreifen und herausfinden. Roger Vontobel, Regisseur „Was passiert, wenn man da in das Schicksal eingreift, wenn es plötzlich eine Verbrüderung – eine Verschwesterung – geben würde und man dann, wie würde sich das dann weiter entspinnen.“ Autor und Regisseur haben sich bei der Arbeit eine Frage gestellt, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine noch aktueller geworden ist: Wäre eine von Frauen gelenkte Welt besser? Gina Haller, spielt Kriemhild „Vielleicht schon, weil Frauen pazifistischer sind, ist meine Behauptung. Aber vielleicht auch nicht. Es ist durchaus sehr ambivalent, auch die Frauen werden ambivalent dargestellt. Zum Beispiel die Figur der Kriemhild ist auch korrupt.“ Kriemhild ist in der alten Sage alles andere als […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Corona-Schutzverordnung in Rheinland-Pfalz verlängert — Freie Wähler fordern Auffanggesellschaft für kommunale Krankhäuser — Kein emissionsfreier Nahverkehr in Wiesbaden — Teuerungsrate steigt weiter Corona-Schutzverordnung verlängert Rheinland-Pfalz hat die Regeln zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus mit einer Änderung zunächst bis zum 25. Juni verlängert. Neu ist, dass Bewohner von Alten- und Pflegeheimen keine Maske mehr tragen müssen. Bei Mitarbeitern und Besuchern entfällt die Maskenpflicht nur dann, wenn ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wird. Die Testpflicht für Besucher bleibt aber sowohl in Heimen wie in Krankenhäusern bestehen. Außerdem gilt die Maskenpflicht weiterhin in Arztpraxen, Krankenhäusern sowie Bussen und Bahnen. Auffanggesellschaft für Krankenhäuser gefordert Der Landeschef der Freien Wähler, Stephan Wefelscheid, hat sich gegen die weitere Veräußerung von kommunalen Kliniken in Rheinland-Pfalz ausgesprochen. Von Landesseite aus sollte alles unternommen werden, um die noch neun Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zu halten: Stephan Wefelscheid, Freie Wähler, Parlamentarischer Geschäftsführe „Da wäre es aus meiner Sicht sicherlich der bessere Weg, das Land würde eine Landeskrankenhausgesellschaft gründen, quasi so als ‚Bad Bank‘, wo dann notleidende Krankenhäuser auch aufgefangen werden. Und da wäre ich auch durchaus dazu bereit, auch die Landtagsfraktion, bei Haushaltsberatungen dann entsprechende Haushaltsmittel einzustellen.“ Der Jurist sieht sich von einem Rechtsgutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags bestätigt. Darin geht es im Auftrag der Freien Wähler um die Vorgaben für die Veräußerung kommunaler Krankenhäuser. Kein emissionsfreier Nahverkehr Die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE muss ihr Ziel aufgeben, ihre Busflotte bis Ende dieses Jahres klimaneutral zu machen. Derzeit sei kein Unternehmen in der Lage, die notwendige Zahl an emissionsfreien Bussen mit Wasserstoff- oder Elektroantriebe fristgerecht zu liefern. Wegen Planungsfehlern der früheren ESWE-Geschäftsführung fehle zudem der Platz, um weitere Ladestationen für die Elektrobusse einzurichten. Die Verkehrsgesellschaft müsse jetzt 24 neue Gelenkbusse mit Dieselmotor bestellen. Teuerungsrate steigt weiter Im Mai haben sich die Preise in Hessen und Rheinland-Pfalz erneut erhöht. […]

  • Krähen zerstören Ernte

    Krähen zerstören Ernte

    Wer öfter mal auf dem Land unterwegs ist, der konnte bestimmt schon mal Vogelscharen auf den Feldern beobachten. Immer öfter sind dort auch Saatkrähen zu sehen. Für viele Landwirte werden sie gerade zu einem großen Problem, denn die Vögel können ganze Ernten zerstören. Weil sie in Deutschland streng geschützt sind, dürfen sie aber nicht gejagt oder vertrieben werden. Die Landwirte fordern: das muss sich ändern – und zwar schnell. Auf diesem Maisfeld im rheinland-pfälzischen Zweibrücken wachsen zurzeit kräftige junge Pflanzen heran. Auf diesem Maisfeld wenige Meter entfernt, wächst hingegen so gut wie nichts mehr. Öko-Landwirt Christian Glan hatte hier vor zwei Wochen Mais ausgesät, doch die Saatkrähen haben davon nichts mehr übrig gelassen. Christian Glahn, Landwirt „Wenn man dann sieht, dass durch einen äußeren Einfluss, auf den man selbst gar nicht einwirken kann, ein derartiger Schaden produziert wird, das raubt den Schlaf, das schlägt aufs Gemüt und die letzten zwei Wochen waren für meine Familie und mich nicht schön.“ Nahezu 100% der Ernte ist hinüber. Laut dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd haben solche Schäden durch die Saatkrähe in den letzten Jahren deutlich zugenommen – auch im Obst- und Gemüseanbau. Die Sorge ist groß, dass sich das Problem weiter verschärft, denn die Zahl der Krähenvögel hat in den letzten Jahren enorm zugelegt. Gegen Fraßschäden vorzugehen ist bisher allerdings schwierig. Speziell die Saatkrähe steht unter strengem Naturschutz. Anders als die ihr ähnliche Rabenkrähe, darf sie nicht gejagt oder verscheucht werden. Das muss sich ändern, fordert der Verband. Der Schutzstatus der Saatkrähe sei überholt. Eberhard Hartelt, Präsident Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd „Je länger wir tatenlos zusehen, umso massiver wird die Population. Sie schädigt nicht nur die Landwirtschaft, sie schädigt ja auch andere Arten, die hier auf dem Feld zu Hause sind. Wir haben natürlich auch Freude an Wild, was auf unseren […]

  • Unterwegs mit dem Kuckucksbähnel

    Unterwegs mit dem Kuckucksbähnel

    Der Pfälzer Wald ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wer statt einer Wandertour mal was anderes erleben will, für den gibt es das Kuckucksbähnel. Eine alte Museumsbahn mit echter Dampflok, die ganz gemächlich durch den Wald fährt. Wo der Name Kuckucksbähnel her kommt, ist nicht belegt. Sie hieß einfach schon immer so und kann jetzt nach zwei Jahren Pause wieder ganz ohne Corona-Einschränkungen Gäste mit auf die Reise nehmen. Achtung, jetzt kommt eine alte Dampflok! Und auch die Waggons die hinten dranhängen sind richtig antik. Alle so um die einhundert Jahre alt. Markus Walle und Thomas Kayser haben beide einen ziemlich schweißtreibenden Arbeitsplatz. Sie halten die Lok in Fahrt. Damit der alten Dame nicht die Puste ausgeht, schippt Markus Walle fleißig Kohlen in den Kessel. Er ist heute der Heizer. Markus Walle, Heizer des Kuckucksbähnel „Für heute brauchen wir ca. zwei Tonnen Kohle. Kostenpunkt 1.100 Euro für heute.“ Das Kuckucksbähnel ist eine Museumsbahn und wird vom Eisenbahnmuseum Neustadt an der Weinstraße betrieben. Von Mai bis August fährt der Zug jeden Sonntag durch den Pfälzerwald. Hier ist alles wie früher. 14 Euro kostet ein Erwachsenenticket für die Rundfahrt. Alle Einnahmen fließen in den Erhalt des nostalgischen Reisegefährts. Die Dampflok aus dem Jahre 1927 ist erst zum zweiten Mal auf der Strecke. Ein Neuerwerb, der Preis wird nicht verraten. Viele solcher Antiquitäten findet man nicht mehr Thomas Kayser, Lokführer des Kuckucksbähnel „Ja, das ist eine schwierige Sache. Weil es auch so ist, dass wir für diese Strecke spezielle Lokomotiven nur verwenden können, also wir können keine schwere Güterzuglokomotive verwenden, das gibt die Strecke nicht her. Es gibt das relativ weniger Loks noch und die haben wir jetzt beschafft in Kandathal, das ist in der Nähe von der Schweiz.“ Die Strecke des Kuckucksbähnel war früher mal eine richtige Bahnlinie. 1909 wird sie eingeweiht, 1954 wird […]

  • Hotels und Gaststätten kämpfen mit Mindestlohn, Energiepreisen und Personalmangel

    Hotels und Gaststätten kämpfen mit Mindestlohn, Energiepreisen und Personalmangel

    Wenn Sie zuletzt Essen waren oder im Hotel übernachtet haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass es vielerorts teurer war als noch vor zwei Jahren. Kein Wunder, denn wegen Corona-Lockdowns und hohen Preisen für Energie und Lebensmittel mussten viele Restaurants und Hotels die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben. Wenn ab Herbst dann auch noch der Mindestlohn steigt, könnte es für Betreiber und Gäste nochmal teurer werden. Er bezahlt jetzt schon mehr: Alexander Wurster hat in seinem Hotel in Kirchheimbolanden die Gehälter zu Jahresbeginn erhöht. Seit 1. April verdienen alle Tarifangestellten in rheinland-pfälzischen Hotels und Restaurants mindestens fünf Prozent mehr als den Mindestlohn. Wurster sagt, er bezahle schon immer übertariflich, damit gehe aber auch eine hohe Belastung einher. Alexander Wurster, Inhaber Parkhotel Schillerhain „Die Tarifverträge sind jetzt um 30 Prozent gestiegen, also es ist ein enormer Kostenblock, wo da kommt. Und bei uns macht das eine sechsstellige Summe, eine mittlere sechsstellige Summe, was das fürs Parkhotel Schillerhain an Kosten bedeutet.“ Um die Mehrkosten aufzufangen, hat Wurster die Preise in seinem Hotel um 10 Prozent angehoben. Damit ist er nicht alleine: In Hessen haben laut Hotel- und Gaststättenverband seit Beginn des Jahres mehr als zwei Drittel aller Betriebe die Preise erhöht. So auch im Restaurant am Frankfurter Palmengarten. Die Angestellten von Geschäftsführer Robert Mangold verdienen alle mindestens 20 Prozent über dem Mindestlohn. Der Anhebung auf 12 Euro pro Stunde ab 1. Oktober sieht er deshalb gelassen entgegen. Robert Mangold, Geschäftsführer Gesellschaftshaus Palmengarten „Bei uns steigen die Personalkosten nicht weiter, wir hatten das eingepreist. Für uns ist schön, dass natürlich die ein oder anderen Kollegen, die jetzt anheben, dass sie ähnliche Preise im Personalkostenbereich haben wie wir.“ Viele Angestellte kehrten der Gastronomie in den vergangenen zwei Jahren den Rücken. Mit dem neuen Mindestlohn will sich die Branche auch von ihrem Niedriglohnsektor-Image verabschieden und […]

  • Wie gehts weiter mit dem Pfaff-Gelände in Kaiserslautern?

    Wie gehts weiter mit dem Pfaff-Gelände in Kaiserslautern?

    Das alte Gelände des Nähmaschinenherstellers Pfaff in Kaiserslautern wird zurzeit komplett umgewandelt. Dort, wo früher Nähmaschinen gebaut wurden, steht heute der Betonmischer. Auf dem zwanzig Hektar großen Gelände sollen Wohnhäuser und Gewerbeflächen entstehen. In die ehemalige Pfaff-Verwaltung zieht Ende des Jahres ein medizinisches Versorgungs-zentrum ein. Doch verschiedene Probleme erschweren das Projekt. Der Haupteingang zum Pfaff-Gelände – denkmalgeschützt. Nächste Woche zieht hier die städtische Pfaff-Entwicklungsgesellschaft ein. Ein erster kleiner Schritt. Aber die weitere Arbeit wurde erschwert. Durch Kriegsbomben, die hier vermutet wurden. Denn die Firma Pfaff war im Zweiten Weltkrieg auch Ziel von Luftangriffen. Stefan Kremer, Geschäftsführer Pfaff-Entwicklungsgesellschaft „Bei den Untersuchungen wurde festgestellt: Dieses Gelände ist nicht untersuchbar mit den herkömmlichen Methoden. Wir mussten eine Volumenräumung durchführen, das heißt, wir mussten sämtliche Massen ausheben, die wurden gesiebt und gesichtet von Kampfmittelexperten und die wurden dann freigegeben als kampfmittelfrei.“ Die stark belastete Erde musste auf Deponien entsorgt werden. Und auch das Grundwasser ist schwer belastet durch industrielle Schadstoffe. Nick Nissen, Ingenieur für Ordnungs- u. Erschließungsmaßnahmen „Und jetzt ist die Problematik, dass wir nicht einfach das Grundwasser rauspumpen, reinigen und lassen es wieder reinfließen, sondern wir haben das Problem, dass die Schadstoffe im Boden beim Abpumpen des Wassers in den Boden übergehen, und sobald neues Grundwasser nachfließt, dieses sich dann logischerweise wieder verunreinigt. Und so haben wir immer wieder einen Prozess, dieser Rebound-Effekt, dass das Wasser den Boden beeinflusst und der Boden das Wasser. Und so ist die Grundwasser-Sanierung relativ lange angedacht.“ Tatsächlich könnte es bis zum Jahr 2045 dauern, bis das Grundwasser saniert ist. Aber Entwarnung für künftige Mieter auf dem Pfaff-Gelände: Ihr Wasser wird von außerhalb in die Häuser geleitet. Die Kosten für alle Maßnahmen: Ungefähr 80 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt einerseits von Stadt und Land, andererseits durch den Verkauf der Grundstücke. Aber: Stefan Kremer, Geschäftsführer Pfaff-Entwicklungsgesellschaft „Es hat […]

  • Mythos 24 Stunden-Rennen: Motorsport-Fans pilgern an den Nürburgring

    Mythos 24 Stunden-Rennen: Motorsport-Fans pilgern an den Nürburgring

    Rennfahrer auf der ganzen Welt schwärmen von der Nürburgring-Nordschleife. Ob „Fuchsröhre“, „Schwedenkreuz“ oder „Hohe Acht“ – die markanten Streckenpunkte der „Grünen Hölle“ lassen nicht nur bei eingefleischten Motorsport-Fans die Herzen höher schlagen. Einmal im Jahr erwacht sie so richtig zum Leben: bis zu 200.000 Zuschauer belagern die legendäre Rennstrecke beim 24-Stunden-Rennen , das in diesem Jahr Jubiläum feiert! Zum 50. Mal geht es bergauf und –ab, quer durch den Eifel-Wald. Das Highlight des Jahres, vor allem für die Fans, die zum Teil schon seit Tagen an der Strecke campieren. Lars und seine Motorsport-Kumpels sind überglücklich! Nach wzei Jahren Corona-Einschränkungen endlich wieder Feiern, bei dröhnenden Motoren in der Grünen Hölle! Seit Tagen sind sie schon hier, haben sich die besten Plätze direkt an der Strecke gesichert. Die 24 Stunden vom Nürburgring, über die legendäre Nordschleife. Motorsport-Herz, was willst du mehr? Lars, Motorsport-Fan „Einfach das zusammen feiern, Spaß haben und natürlich auch das Rennen selbst, wenn die Autos hier vorbei knallen, das ist halt das Feeling, das macht es aus.“ Die familiäre Atmosphäre, das nimmermüde Werkeln in der Boxengasse – Markenzeichen des 24-Stunden-Rennens in der Eifel. Heute Vormittag drehen in einer Sonderwertung bereits die Youngtimer ein paar Rennrunden. Ältere Kisten, mittlerweile weit entfernt vom aktuellen Stand der Technik. Da gehört der ein oder andere Extra-Schnörkel fast schon zum Standard. Die Veranstalter sind froh, dass nach zwei Jahren Corona das Spektakel wieder wie früher über die Bühne gehen kann: Michael Kramp, 24-Stunden-Rennen Nürburgring „Es sind einfach Zuschauer da, das ist der Riesenunterschied. Wir haben ja zwei Jahre Veranstaltung gehabt, also es gab das 24-Stunden-Rennen, aber ohne Zuschauer. Das ist nicht mal die Hälfte wert und das merken wir als Organisation beim ADAC, aber das merkt jeder Fahrer, jedes Team. Die haben einfach alle wieder Lust und schön, dass die Fans wieder da sind.“ […]

  • Aufstiegsfeier in Kaiserslautern – vor Ort Sportreporter Thorsten Arnold

    Aufstiegsfeier in Kaiserslautern – vor Ort Sportreporter Thorsten Arnold

    Unser Reporter Thorsten Arnold ist bei der Aufstiegsfeier in Kaiserslautern mit dabei. Markus Appelmann, Moderator: Und wir schalten jetzt nach Kaiserslautern in die Aufstiegsstadt zu unserem Sportreporter Thorsten Arnold. Thorsten, die roten Teufel im Freudentaumel. Wie wird die Mannschaft denn heute empfangen? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, mit großem Getöse und Bühnenprogramm. Also hier auf dem Stiftslatz, mitten im Herzen von Kaiserslautern. Da wollen sich die Helden nachher zeigen hier hinten auf der Bühne, um Punkt 18:30 präsentieren sie sich den Fans und dann wird sie noch einmal so richtig abgehen. Dann gibt es hier kein Halten mehr. Nach diesem dramatischen Sieg gestern Abend in Dresden. Da haben ja viele die Chance jetzt genutzt, vielleicht noch ein bisschen Schlaf zu finden, ein paar Stunden. Aber heute Abend, da sind alle wieder hier. Spieler, Fans, Mannschaft, Betreuer. Und dann geht es richtig los. Bis in die Nacht hinein. Da sind wir mal gespannt. Markus Appelmann, Moderator: Der Betze ist back. Das Motto heute. Der FCK ist wieder in der zweiten Liga. Was bedeutet das denn für den Verein und die ganze Region? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, Region ist das Stichwort, denn diese Riesen-FCK-Fangemeinde, die geht ja weit über die Pfalz hinaus. Wo kommst Du her, zum Beispiel ? Fan: Vom Messeplatz. Thorsten Arnold, Sportreporter: Aus Kaiserslautern ? Fan: Natürlich. Lauterer Bub. Thorsten Arnold, Sportreporter: Aber es gibt ja viele, die auch einen großen Weg haben immer ins Stadion. Aber die kommen immer wieder, ob es gut läuft oder schlecht läuft. Und von daher hat das wirklich jeder herbeigesehnt, diese dritte Liga endlich zu verlassen, dass man sich wieder messen kann mit Vereinen in der zweiten Liga wie HSV, FC St. Pauli oder zum Beispiel auch der SV Darmstadt 98, der ist auch dabei. Da gibt es dann ein schönes Duell wieder in Liga […]

  • Unternehmertag der LVU

    Unternehmertag der LVU

    Der wichtigste Wirtschaftsverband von Rheinland-Pfalz hat seit gestern einen neuen Chef: Johannes Heger ist der neue Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände, der die Interessen von fast 100.000 Betrieben vertritt. Bevor wir ihn gleich bei uns im Interview haben, werfen wir einen Blick auf die schwierigen Zeiten, in denen der neue LVU-Chef übernimmt – und erfahren, was seiner Ansicht nach in der rheinland-pfälzischen Politik verkehrt läuft.   Es gab schon angenehmere Zeiten, um einen großen Unternehmerverband zu führen, dessen ist sich Johannes Heger bewusst. Als Geschäftsführer einer Gießerei mit Elektroschmelzbetrieb in Enkenbach-Alsenborn spürt der neue LVU-Präsident unmittelbar, wie die Energiekosten seit Beginn des Ukraine-Kriegs explodiert sind. Zusätzlich kämpfen Unternehmer wie er mit gestiegenen Rohstoffpreisen und der Frage, was passiert, wenn nicht mehr genug Gas für alle verfügbar ist, die es brauchen. Über Themen wie diese haben sich die rheinland-pfälzischen Unternehmer gestern Abend mit Spitzenpolitikern des Landes beim Unternehmertag der LVU ausgetauscht. Ehrengast Rainer Dulger, Präsident der Arbeitgeberverbände, stellt Politik und Wirtschaft auf herausfordernde Jahre ein. Rainer Dulger, Präsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: „Die Wirtschaft hat jetzt viele Belastungen wegzustecken und deswegen brauchen wir erst einmal nicht noch mehr Belastungen durch die Politik. Wir brauchen jetzt ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft. Keine Beitragserhöhungen, keine Steuererhöhungen, die jetzt sowohl unsere Beschäftigten als auch unsere Unternehmen noch zusätzlich belasten würden. Wir müssen den Blick jetzt erst einmal nach vorne richten und zusehen, dass wir bei Kräften bleiben und dann auch wieder zu Kräften kommen.“ Deutliche Kritik gibt’s vom neuen LVU-Chef am rheinland-pfälzischen Parlament. Der Landtag hangele sich, Zitat, „scheuklappenartig von Gedenktag zu Gedenktag“. Es gäbe dringendere Debattenthemen als die Privilegien von Altkanzler Gerhard Schröder, so Heger. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wollte diesen Vorwurf so jedoch nicht stehen lassen. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz: „Ich glaube, dass wir als Landesregierung sehr wohl im Bewusstsein haben, was für […]

  • Im Interview: Johannes Heger, der Präsident der LVU

    Im Interview: Johannes Heger, der Präsident der LVU

    Wir sprechen mit Johannes Heger, dem neuen Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände in Rheinland-Pfalz, über die Herausforderungen für die Wirtschaft. Markus Applemann, Moderator: Und wir drehen die Geschichte jetzt weiter und stellen den neuen Mann an der Spitze vor: Johannes Heger. Er ist der neue Präsident der Landesvereinigung. Unternehmerverbände in Rheinland Pfalz. Guten Tag! Johannes Heger, Präsident LVU: Guten Tag, Herr Appelmann! Markus Appelmann, Moderator: Herr Heger, Sie sind geschäftsführender Gesellschafter der Heger-Gruppe, die sehr viel Energie braucht. Sie sagen, bei der Gasversorgung darf es keinen Verteilungskampf zwischen Unternehmen und Privathaushalten geben. Aber ist der bei einem Gas-Engpass nicht unvermeidlich? Johannes Heger, Präsident LVU: Die Energie spielt bei der Herstellung von Gussteilen eine sehr, sehr große Rolle. Der Strom, um zu schmelzen, und auch Gas, um bestimmte Prozesswärme zum Vorheizen zu benutzen. Es darf nicht dazu kommen, dass wir einen Verteilungskampf kriegen. Wir müssen alle einsparen. Und ich denke, der Schlüssel liegt in der Steuerung des Energiebedarfs, so dass am Ende doch jeder planbar das tun kann und auch tun darf, was er macht, um zu wachsen, um seine Pläne umzusetzen, in der Wirtschaft genauso wie in den Haushalten. Markus Appelmann, Moderator: In diesem Zusammenhang fordern sie eine Energiebedarfs Analyse. Was bedeutet denn das konkret? Johannes Heger, Präsident LVU: Wir können doch gar nicht steuernd auf den Gasverbrauch einwirken, wenn wir nicht wissen, wer wann wo wieviel Gas oder Strom verbraucht. Also brauchen wir jetzt eine sorgfältige, plausible Analyse, wo diese Gasverbräuche sind, um dann zu entscheiden, wo wir steuernd eingreifen müssen, sollte es wirklich zu einem Engpass kommen. Markus Appelmann: Durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg sind viele Lieferketten gestört. Wo geht da die Reise hin? Holen wir wieder mehr Produktion nach Deutschland, obwohl die Produkte dadurch noch teurer werden? Johannes Heger, Präsident LVU: Wir haben Globalisierung in einer ganz […]