Rheinland-Pfalz

  • Ehemaliger Trainer von Mainz 05: Biographie über Wolfgang Frank

    Ehemaliger Trainer von Mainz 05: Biographie über Wolfgang Frank

    Es gibt eine Person, die den Verein Mainz 05 und eine ganze Trainer-Generation wie kein Zweiter geprägt hat: Wolfgang Frank. Insgesamt vier Jahre coachte Frank das Team von Mainz 05. Dabei inspirierte er viele seiner Spieler. Einige wurden selbst Trainer: Jürgen Klopp. Torsten Lieberknecht. Sandro Schwarz. – Wolfgang Frank starb bereits 2013 im Alter von nur 62 Jahren. Jetzt gibt es eine Biografie über ihn. Wolfgang Frank. Der Schwabe trainierte Mainz 05 wie kein anderer vor ihm. Die Biografie heißt: „Der Fußball-Revolutionär.“ Die Autorin Mara Pfeiffer weiß, wie wichtig Wolfgang Frank für Mainz 05 war. Mara Pfeiffer, Autorin „Wolfgang Frank. Der Fußball-Revolutionär“: „Was ganz entscheidend ist, dass er den Verein als Mensch ganz stark geprägt hat. Durch die Art und Weise, wie er Menschen geführt hat, wie er mit ihnen umgegangen ist. Was er für Visionen für den Verein auch hatte. Es wird ihm ja diese legendäre Ungeduld nachgesagt. Was auch sicher nicht falsch ist, da steckt aber auch drin, dass er immer mehr will und groß träumt und, dass er sich wagt eben große Ideen für diesen Verein zu entwickeln.“ Und als Wolfgang Frank 1995 Mainz 05 übernahm, hießen die großen Ideen: Raumdeckung und Vierer-Kette. Das hatten vor ihm nur wenige Trainer in Deutschland ausprobiert. Eine Revolution! Sein damaliger Chef war Christian Heidel. Der heutige Sport-Vorstand erinnert sich. Christian Heidel, Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05: „Dann weiß ich noch, kam er irgendwann zu mir und sagte: Wir müssen was komplett ändern. Er will eine Rückrunde mit 4er Kette spielen. Jetzt war ich ja auch noch so ein bisschen Amateurfußballer. Ausgerechnet Libero. Also im Gespräch hat er mich dann auch noch abgeschafft. Da habe ich gedacht: Ja also Libero, ohne Absicherung, das wird wahrscheinlich eh nichts mehr aber was soll uns noch großartig passieren, wir sind eh Letzter. Also […]

  • Untersuchungsausschuss zur Flut-Katastrophe: Wer wurde wann gewarnt?

    Untersuchungsausschuss zur Flut-Katastrophe: Wer wurde wann gewarnt?

    Im Untersuchungs-Ausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags zur Flut-Katastrophe im vergangenen Juli hat heute die damalige Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, ausgesagt. Sie hatte vor und während der Flut mehrfach vergeblich versucht, mit dem damaligen Landrat Jürgen Pföhler in Kontakt zu treten. Die Vorwürfe gegen Pföhler, gegen den mittlerweile die Staatsanwaltschaft ermittelt, haben sich nach dem heutigen Tag verstärkt. Nicht zuletzt nach den Aussagen seiner Nachfolgerin: Cornelia Weigand, mittlerweile selbst Landrätin des Kreises Ahrweiler, berichtet dem U-Ausschuss heute, dass sie schon am Nachmittag des 14. Juli im Landratsamt gebeten hatte, den Katastrophenfall auszulösen. Weigand lag zu diesem Zeitpunkt eine Pegelprognose von 5 Meter 50 vor, das wäre fast zwei Meter über dem bisherigen Rekord-Hoch gewesen – ein nicht vorstellbares Ausmaß, so die damalige Bürgermeisterin von Altenahr. Cornelia Weigand (parteilos), Landrätin Kreis Ahrweiler: „Das, was dann da passiert, kannte keiner, hat auch dann keine Vorstellung mehr hervorgerufen. Weil dazu gibt es auch keinen optischen Vergleich und das kann man sich… 20 Zentimeter obendrauf könnte man sich ja vorstellen, aber nicht zwei Meter.“ Vom Landratsamt erhielt Weigand die Nachricht, dass es noch mehr Informationen brauche, ehe der Katastrophenfall ausgerufen werde. Erst um 23:15 Uhr, rund sieben Stunden nach Weigands erstem Anruf, hat der Krisenstab den Katastrophenfall ausgelöst. Den damaligen Landrat Jürgen Pföhler habe sie erst danach zum ersten Mal telefonisch erreicht, so Weigand. Cornelia Weigand (parteilos), Landrätin Kreis Ahrweiler: „Er hat erstmal geschildert, dass er selber ja auch sein Haus fluchtartig verlassen musste, dass die auch entsprechend betroffen waren und ich meine mich dann erinnern zu können, dass ich ihn dann irgendwann unterbrochen habe, um ihm zu schildern, wie die aktuelle Situation in Altenahr ist.“ 134 Menschen sterben in der Flutnacht an der Ahr, womöglich, weil viele von ihnen nicht rechtzeitig gewarnt wurden. Pföhler, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, soll Anfang Juli gegen […]

  • Neuer Omikron-Subtyp: Droht im Herbst die nächste Corona-Welle?

    Neuer Omikron-Subtyp: Droht im Herbst die nächste Corona-Welle?

    Wir haben jetzt Sommerreifen drauf und es geht darum, für den Herbst die richtigen Winterreifen bereitzuhaben. Mit diesen Worten fasst Bundeskanzler Olaf Scholz gestern Abend die Beratungen mit den Regierungschefs der Länder zusammen. Denn im Herbst droht eine neue Corona-Welle. Zumal sich ein neuer Subtyp der hochansteckenden Omikron-Variante auf dem Vormarsch befindet. BA.5 – ein besorgniserregender Subtyp der Omikron-Variante. Einer, den man nach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nicht haben möchte. Wir fragen den Virologen: Was wissen wir über BA.5? Prof. Bodo Plachter, Virologe Unimedizin Mainz: „Der unterscheidet sich so ein bisschen wieder von den ursprünglichen Omikron-Subtypen auch in diesem Spike-Protein, was dazu führt, dass unter Umständen die Immunantwort diesen Erreger nicht mehr so gut erkennt wie die Vorläufer. Aber es ist jetzt nicht ein Quantensprung, wenn man so möchte, also man hat im Prinzip schon noch mit Omikron zu tun.“ BA.5 macht also nicht wesentlich kränker als die ursprüngliche Omikron-Variante, sie ist aber ansteckender. Selbst wer Omikron schon hatte, ist nach ersten Erkenntnissen nicht davor geschützt, sich nun mit dem neuen Subtyp erneut zu infizieren. Die bisherigen Impfstoffe bieten lediglich Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf. In Portugal ist BA.5 bereits dominant. Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen liegt dort aktuell durchschnittlich bei rund 29.000 – und das im Sommer. In Deutschland liegt der Anteil von BA.5 am Infektionsgeschehen aktuell erst bei 5%. Der Rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch teilt auf Anfrage mit, er werde die Lage genau beobachten. Der beste Schutz sei Abstand halten, die Hygieneregeln einhalten und auch mal zur Maske greifen. Auf freiwilliger Basis allerdings, denn es sind kaum noch Corona-Schutzmaßnahmen vorgeschrieben, die eine schnelle Ausbreitung des hochansteckenden Typs abbremsen könnten. Prof. Bodo Plachter, Virologe Unimedizin Mainz: „Wir haben jetzt große Rockkonzerte und und und. All das wird natürlich auch so ein bisschen den Pandemieverlauf verändern, auf der anderen Seite eben: wir […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Mindestlohn wird erhöht +++ Mehr Geld für Bevölkerungsschutz +++ Kein Abschuss von Saatkrähen   Mindestlohn wird erhöht: Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Hessen und Rheinland-Pfalz begrüßt den heutigen Beschluss des Bundestages, den gesetzlichen Mindestlohn ab dem 1. Oktober auf 12 Euro zu erhöhen. Dadurch würden viele Beschäftigte deutlich mehr verdienen. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände kritisiert dagegen, dass die Politik die Erhöhung des Mindestlohns beschlossen habe und dies nicht wie normalerweise durch die Mindestlohn-Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften erfolgt sei. Sie halte das für verfassungswidrig. Mehr Geld für Bevölkerungsschutz: Die Länder fordern vom Bund mindestens 10 Milliarden Euro, um  den Zivil- und Katastrophenschutz in den nächsten 10 Jahren zu verbessern. Das hat heute der hessische Innenminister Peter Beuth zum Abschluss der Innenministerkonferenz der Länder mitgeteilt. Angesichts des Kriegs in der Ukraine, Cyberangriffen auf die Infrastruktur und zerstörerischer Naturkatastrophen seien Investitionen in den Schutz der Bevölkerung dringend nötig.  Bereits vereinbart sei, dass  Bund und Länder ein gemeinsames Kompetenzzentrum für den Zivil-und Katastrophenschutz aufbauen würden. Kein Abschuss von Saatkrähen: Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder hat ausgeschlossen, dass Saatkrähen im Land künftig zum Abschuss freigegeben werden. Der Bauern- und Winzerverband hatte Anfang der Woche gefordert, die Vögel ins Jagdrecht aufzunehmen. Sie würden enorme Schäden auf den Feldern verursachen und landesweit für Ernteausfälle sorgen. Eder sagte, in der EU seien die Saatkrähen streng schützt. Darüber könne sich Rheinland-Pfalz nicht hinwegsetzen. Sie werde aber prüfen, ob Ausgleichszahlungen für die betroffenen Landwirte möglich seien.

  • Tag der Organspende

    Tag der Organspende

    Einen Tag vor dem Tag der Organspende haben sich Bundes-Gesundheitsminister Karl Lauterbach und der hessische Gesundheitsminister Kai Klose erneut für die sogenannte Widerspruchslösung ausgesprochen. Danach ist jeder Bundesbürger Organspender, der nicht ausdrücklich widersprochen hat. Anfang 2020 hatte der Bundestag die Widerspruchslösung abgelehnt, doch auch viele Ärzte fordern einen neuen Anlauf. Denn jeden Tag sterben in Deutschland Menschen, weil sie vergeblich auf eine Organspende warten. Diagnose Morbus Wilson, auch Kupferspeicherkrankheit genannt. Silvia Peisl ist 19, als sie im Januar 1998 erfährt, dass sie vielleicht nur noch wenige Tage zu leben hat. Einziger Ausweg: Eine Lebertransplantation. Und sie hat Glück im Unglück. Ihr Gesundheitszustand wird als so kritisch eingestuft, dass ihr nur vier Wochen später eine neue Leber transplantiert wird. Für sie, ein zweite Chance. Silvia Peisl, bekam mit 19 Jahren eine neue Leber transplantiert: „Es hat mir neben 24 wundervollen Jahren die Möglichkeit gegeben dann das Abi abzuschließen, weil ich damals kurz vor dem Abitur stand. Eine Lehre zu machen, ein Studium zu absolvieren mit Auslandssemester und Auslandspraktikum. Auslandsemester in den USW, Auslandspraktikum in Russland. Ich durfte bei verschiedenen Banken arbeiten, in verschiedenen Städten Deutschlands. Ich habe eine Familie gründen dürfen und vielleicht das Highlight am Ende. Ich habe drei wundervolle Kinder.“ Viktoria, Carolina und Max – sie sind der ganze Stolz der 43-jährigen Frankfurterin. Ein Familienglück, das ohne die Organspende nicht möglich gewesen wäre. Doch dieses Glück scheint immer seltener: Die Anzahl der nach dem Tod gespendeten Organe ist in Deutschland im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 25% zurückgegangen. Eine Problematik, der sich auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch bewusst ist. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz: „Wir haben über 8500 Menschen in Deutschland, die dringend auf ein Spenderorgan warten und denen der Tod droht, wenn sie kein Spenderorgan bekommen. Und wir haben viel zu wenig Spenderinnen […]

  • „Media:TOR“ in Speyer öffnet seine Pforten

    „Media:TOR“ in Speyer öffnet seine Pforten

    Heute hat es offiziell seine Türen geöffnet: Das „Media:TOR“ in Speyer. Der rheinland-pfalzweit erste kreative MakerSpace der Landes-Medienanstalt. Ab sofort soll er allen Bürgern als Ort der medialen Teilhabe zur Verfügung stehen. Hier können eigene Projekte umgesetzt und die persönliche Medien-Kompetenz gestärkt werden. Ob die Herstellung von Modellen mit dem 3D-Drucker. Ob grafisches Arbeiten. App-Anwendungen und Programmieren. Oder plotten, löten oder lasern. Im neuen Media:TOR lässt sich in Werkstattatmosphäre von Schmuck- und Textildesign bis hin zu digitalen Video- und Audioproduktionen so einiges kreativ umsetzen. Davon profitiert auch der Offene Kanal Speyer. Statt wie bisher verborgen in einem Schulkeller, wird hier nun ab sofort öffentliches Bürgerfernsehen gemacht. Thomas Schuster, Offener Kanal Speyer: „Wir haben also hier unheimlich schöne Möglichkeiten. Da wir jetzt einen großen multifunktionalen Raum haben. Der sehr gut mit Technik bestückt ist. Gleichzeitig direkt die Hauptstraße vor Ort. Das heißt, wir können direkt rausgehen, können Leute interviewen.“ Nicht nur der Offene Kanal hofft auf großen Zulauf. Das vielfältige Angebot des 200 Quadratmeter großen „Lernspielplatzes“ lädt alle Interessierten zum Entdecken und Mitmachen ein. Ob Jung oder Alt, ob einzeln oder in der Gruppe. Gut erreichbar mitten in der Speyerer Fußgängerzone. Albrecht Bähr, Versammlungsvorsitzender Medienanstalt RLP: „Hier kann man einfach kommen. Kann in den Keller gehen. Kann ausprobieren, was zu machen ist. Kann für sich selbst auch noch mal abwägen, ist das überhaupt was für mich. Wenn ja, dann bleib ich weiter dabei. Belege ich vielleicht ein paar Kurse. Und hier muss sich auch keiner schämen, dass er was nicht kann.“ Medienkompetenz fördern und Demokratie stärken. Das ist auch das Ziel der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Für Digitalminister Alexander Schweitzer ist die Eröffnung der öffentlichen Medienwerkstatt ein wichtiger Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. Alexander Schweitzer (SPD), Digitalisierungsminister Rheinland-Pfalz: „Es gibt immer noch viele Menschen, die haben diese Angebote nicht. Und die haben […]

  • Nach 2 Jahren Corona-Pause: Rock am Ring ist zurück in der Eifel

    Nach 2 Jahren Corona-Pause: Rock am Ring ist zurück in der Eifel

    Nach 2 Jahren Pause ist es wieder so weit. Am Nürburgring startet ab heute wieder Rock am Ring. Zehntausende Fans sind bereits seit Mittwoch auf dem Festival-Gelände, insgesamt werden 90tausend Besucher erwartet.   Eva Dieterle, Moderatorin: „napp 70 Bands sollen den Besuchern bis zum Pfingstsonntag einheizen. Und einer davon ist mein Kollege Patrick Lorenz, er ist für uns am Nürburgring. Patrick, wichtigste Frage: Wie ist die Stimmung?“ Patrick Lorenz, Reporter: „Ja Eva, natürlich super. Alle sind froh, dass sie nach zwei Jahren Pause endlich wieder feiern können, am Nürburgring. Wo man hinschaut: Glückliche Menschen. Und da hören wir jetzt mal an:“ „Du siehst ja hier keinen, der nicht Bock hat. Normalerweise hast du immer diese Rohrkrepierer, die so ein bisschen rumfallen. Aber hier geht ja wirklich jeder steil.“ „Ich will mal sagen, nach zwei Jahren Pause: Einfach das Leben genießen.“ „Ey, ohne scheiß, es war sowas von nötig jetzt mittlerweile mal wieder.“ „Man musste die letzten zwei Jahre asozial im Garten campen und endlich können wir wieder nach hier.“ „Man kann es gar nicht beschreiben eigentlich. So viele Leute. Es ist schon geil.“ „Mittwochmorgen waren wir um vier Uhr hier und seitdem ist: Feuer, Vollgas.“ „Mama, mir geht’s gut.“ „Es macht so Spaß, alle Leute hier wieder zu sehen. Es ist genial. Alle haben richtig Bock.“ „Ja, mega. Wir haben Bock ne? Jaaaaaa!“ „Rock am Ring!!“ Patrick Lorenz, Reporter: „Ja, da verwundert es natürlich nicht, dass der Veranstalter mit über 90.000 verkauften Tickets einen neuem Rekord vermeldet hat. Man darf ja auch nicht vergessen: Rock am Ring, das ist eine Institution. Seit über 30 Jahren pilgern hier die Rockfans hin. Und wenn man sich hier so umhört, dann heißt es eben auch: Ein Sommer ohne Festivals, ohne Rock am Ring, das ist eigentlich auch gar kein richtiger Sommer. Die ersten […]

  • Die Themen der Ministerpräsidentenkonferenz: Ukraine und Corona

    Die Themen der Ministerpräsidentenkonferenz: Ukraine und Corona

    Zum ersten Mal seit langem treffen sich die Regierungschefs der Länder im Rahmen ihrer Ministerpräsidenten-Konferenz heute wieder persönlich in Berlin mit Bundeskanzler Olaf Scholz. In den aktuell laufenden Beratungen geht es natürlich um den Krieg in der Ukraine und eine gesicherte Energieversorgung in Deutschland. Doch gleichzeitig ist auch die Corona-Pandemie noch nicht vorbei. Und so ist ein wichtiger Schwerpunkt heute: Wie rüsten wir uns gegen eine weitere Corona-Welle im Herbst?   Noch blüht und grünt es, soweit das Auge reicht. Doch wenn der Herbst die Tage trister werden lässt, soll Deutschland vorbereitet sein. Die Ministerpräsidenten der Länder sitzen deshalb zur Stunde mit Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen. Es gilt zu debattieren, mit welcher Strategie man dem Corona-Virus im Herbst entgegentreten will. Das aktuelle Infektionsschutzgesetz – das eine Maskenpflicht lediglich in Bus und Bahn, sowie medizinischen Einrichtungen vorschreibt – läuft am 23.September aus.Viele Ministerpräsidenten fordern, nicht erst kurz vor knapp zu entscheiden, wie es danach weitergehen soll. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will jetzt Vorbereitungen treffen und die Voraussetzung für schärfere Corona-Schutzmaßnahmen im Herbst schaffen. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger aus Hessen fordert von der Ministerpräsidentenkonferenz einen verbindlichen Beschluss, künftig keine flächendeckenden Schulschließungen mehr anzuordnen. Generell will die FDP zunächst die Evaluierung der bisherigen Corona-Schutzmaßnahmen abwarten. Erste Ergebnisse dazu, welche Maßnahme konkret was bewirkt hat, sollen aber frühestens Ende Juni vorliegen. Und so gilt es auch im dritten Corona-Jahr als unwahrscheinlich, dass eine Strategie für den Herbst frühzeitig stehen wird.

  • Nach der Flut: Berufsbildende Schule im Ahrtal kann wieder öffnen

    Nach der Flut: Berufsbildende Schule im Ahrtal kann wieder öffnen

    Vor über zehn Monaten hat ein verheerendes Hochwasser im Ahrtal Tausende Gebäude zerstört und beschädigt. Darunter auch die Berufsbildende Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ihre Sanierung ist noch lange nicht abgeschlossen. Doch so langsam kehrt die Normalität zurück. Der Unterricht findet mittlerweile wieder komplett vor Ort statt. So auch für diese Berufsschüler. Sie alle sind angehende Elektriker. Noch können sie ihr altes Schulgebäude nicht wieder nutzen. Sondern der Unterricht findet in diesen riesigen Zelten davor statt. Doch in den letzten Monaten waren sie und ihre über 2000 Mitschüler auf sechs Schulen im Umkreis von 60 Kilometern verteilt. Jetzt freuen sie sich darüber, alle wieder in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu sein. Julian Schmidgen: „Man kannte ja auch hier ein paar Leute und so. Die mal wieder zu sehen. Weil jetzt waren ja wirklich alle verstreut. Also, egal welche Handwerksrichtung das jetzt war. Also, ist schon schön, wieder da zu sein.“ Sandra Lenz: „Die Freude ist schon da. Und auch in eine gewohnte Umgebung zu kommen, ist schon schön, selbst wenn man nicht natürlich den normalen Unterricht hat, in den vorherigen Klassenräumen.“ Yahia Hindeyah: „Es fehlt halt ein normaler Klassenraum, den man halt kennt. Wo man auch sagt: Diese Stunde gehen wir ins Labor und machen das und jenes.“ Die Schule liegt direkt am Ufer der Ahr. Während der Flut steht sie bis zu sechs Meter unter Wasser. Gebäudeteile werden weggeschwemmt oder so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen. Eine Spur der Verwüstung zieht sich durch das Erdgeschoss. Viele Werkstätten und Betriebsräume sind unbrauchbar. Die Schäden belaufen sich auf geschätzte 28 Millionen Euro. Und sind auch heute noch sichtbar. Unten Dauerbaustelle, oben Unterricht. Die Schule braucht jeden nutzbaren Quadratmeter. Und noch mehr. Gundi Kontakis, Schulleiterin Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir könnten gut noch personelle Unterstützung gebrauchen, das hab ich der Ministerin gesagt. Oder […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Drittes Urteil wegen Raser-Unfall +++ Gutachten sieht Versäumnisse +++ Steinmeier trifft Sozialmediziner Drittes Urteil wegen Raser-Unfall: Das Landgericht Frankfurt hat heute einen 27jährigen Mann wegen Totschlags und Straßenverkehrsgefährdung zu  fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er war im April 2015 auf der Uferstraße in Frankfurt-Schwanheim mit Tempo 140 über mehrere rote Ampeln gerast und hatte schließlich ein anderes Fahrzeug gerammt. Dessen Fahrer starb noch an der Unfallstelle. In den beiden vorangegangenen Prozessen wurde der 27jährige zu drei beziehungsweise fünf Jahren Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof hatte die beiden Urteile aufgehoben. Gutachten sieht Versäumnisse: Bei dem mutmaßlich rassistischen Anschlag von Hanau soll es weitere Pannen beim Polizeieinsatz gegeben haben. Das geht aus einem neuen Gutachten einer britischen Recherche-Agentur hervor. Die Polizei habe bei ihren Bemühungen, das Haus des Täters sicher zu umstellen und ihm die Möglichkeit zur Flucht zu nehmen, entscheidend versagt. Außerdem soll die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen Videoaufnahmen nicht berücksichtigt haben. Sie sollen zeigen, dass ein Notausgang an einem Tatort verschlossen war, durch den zwei der Opfer hätten fliehen können. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen dazu eingestellt. Am 19. Februar 2020 hatte ein 43jähriger Deutscher neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen. Danach tötet er seine Mutter und sich selbst. Steinmeier trifft Sozialmediziner: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich heute in Mainz über den Verein Gesundheit und Armut des Sozialmediziners Gerhard Trabert informiert. Er leistet medizinische Hilfe für Obdachlose und Menschen ohne Krankenversicherung. Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident: „Heute also geht es bei den Gesprächen, die wir im Verlaufe des Tages haben, nicht so sehr über die Unterkunft, sondern hier geht es darum, wie verbessern wir die Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Obdach. Wie verbessern wir die Gesundheitssituation und Versorgung derjenigen, die zu den Ärmsten, zu den Schwächsten, zu den Verwundbarsten gehören. Und ich bin tief beeindruckt von der Arbeit, die hier vom Verein geleistet […]

  • Doppel-Gold: Kickboxerin Theresa Pekrul siegt bei den German Open

    Doppel-Gold: Kickboxerin Theresa Pekrul siegt bei den German Open

    Wir stellen Ihnen jetzt eine echte Kämpferin vor: Theresa Pekrul aus dem rheinland-pfälzischen Münster-Sarmsheim. Sie ist Kickboxerin und auf dem besten Weg in die obere Riege des Sports aufzusteigen. Mit ihren 15 Jahren hat sie schon jede Menge Turniere gewonnen. Das letzte und auch wichtigste erst vor ein paar Wochen.   Schnelligkeit und Technik. Darauf kommt es beim Kickboxen an. Theresa verfügt über beides und hat deshalb auch keine Probleme, gegen Jungs zu kämpfen. Und das muss sie auch. Denn im Verein gibt es aktuell kein Mädchen, das mit ihrem Niveau mithalten kann. Geeignete Trainingspartner zu finden fällt schwer. Kickboxen ist keine gefährliche Sportart. Theresa Pekrul: „Man denkt immer: Kickboxen – der brutale Sport. Aber so ist es eigentlich gar nicht. Beim Fußball oder so verletzt man sich denke ich eher mehr als bei meiner Sportart, weil es halt immer nur ein Treffer und dann wieder auseinander ist. Und die wird immer für brutal gehalten, aber ist sie eigentlich nicht.“ In der Kampfschule ihres Vaters in Langenlonsheim, trainiert Theresa mehrmals in der Woche. Papa Dirk, der gleichzeitig auch ihr Trainer ist, muss dann ab und zu ein paar Schläge und Tritte von seiner Tochter einstecken. Theresa ist durch ihren Vater zum Kickboxen gekommen. Theresa Pekrul: „Also es wurde mir quasi in die Wiege gelegt, weil mein Vater halt schon den Sport macht und in meiner Familie generell der Sport sehr beliebt ist. Und dann bin ich da halt so reingekommen und es hat mir Riesenspaß gemacht.“ Dieser Spaß führt Theresa Mitte Mai zu zwei angesehenen Titeln. Sie gewinnt die German Open in den Gewichtsklassen bis 55 und bis 60 Kilogramm. Bei dem internationalen Wettbewerb, setzt sich die Kickboxerin teilweise sogar gegen Gegnerinnen durch, die 25 Kilo mehr auf die Waage bringen. Theresa Pekrul: „Ich kam da hin mit einer Angst. […]

  • Tankrabatt für Autofahrer

    Tankrabatt für Autofahrer

    Ab heute tritt die Senkung der Energiesteuer in Kraft, die Bürger beim Autofahren entlasten soll. Kritiker hatten im Vorfeld bezweifelt, dass die Spritpreise dadurch abrupt sinken. Doch das war heute tatsächlich der Fall. Spritpreise unter 2 Euro, das gab es schon seit Wochen nicht mehr. 35 Cent weniger Steuern für Benzin, knapp 17 weniger für Diesel – bei einigen Tankstellen kommt das mit Preisen unter 1,90 sogar fast schon 1:1 beim Verbraucher an. Manche Autofahrer würden sich zwar eine noch günstigere Tankfüllung wünschen, aber schon mal besser als nichts. Murat Asaki, Küchenmonteur „Gestern, vorgestern war’s bei 2,23 Euro. Heute sind es weniger als 2 Euro. Das ist besser für mein Portemonnaie, oder?“ Francesco Lunesu, Barkeeper „Ja gut, es könnte wieder eher so wie früher sein, würde ich sagen. So wie es vor zwei Jahren war. Aber es ist schon mal ein Anfang. Der Rabatt ist schon etwas besser auch für die Taschen.“ Uwe Jung, Flughafenmitarbeiter „Ich lasse das Auto auch ganz oft stehen und versuche, anderweitig umzusteigen. Denn ich finde knapp 2 Euro ehrlich gesagt immer noch ziemlich happig für einen Liter. Wenn man das Auto immer braucht und darauf angewiesen ist, um zum Dienst zu kommen – nicht gut!“ Der ganz große Ansturm bleibt heute vielerorts aus, die meisten Autofahrer haben ihren Tank vorsorglich nicht bis zum Stichtag leergefahren. Dass die Spritpreise derart fallen, hatten viele Kritiker im Vorfeld nicht erwartet. Denn das bis heute angelieferte und jetzt vorrätige Benzin war für die Tankstellen noch mit dem höheren Steuersatz belastet. Dass an den meisten Zapfsäulen dennoch bereits die Preise runtergehen, dürfte am starken öffentlichen Fokus und Wettbewerbsdruck liegen. Für den Automobil-Club ADAC gibt es aber noch deutlich Luft nach unten. Oliver Reidegeld, Sprecher ADAC „Also, die volle Senkung der Energiesteuer ist noch nicht beim Verbraucher angekommen. Da werden wir […]

  • Genesen, aber nicht gesund: Leben mit dem Post-Covid-Syndrom

    Genesen, aber nicht gesund: Leben mit dem Post-Covid-Syndrom

    26 Millionen: So viele Menschen haben sich in Deutschland nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Die meisten von ihnen sind genesen – doch eben nicht alle. Von Post-Covid ist die Rede, wenn Betroffene länger als 3 Monate nach der Infektion an verschiedenen Symptomen wie etwa starker Müdigkeit leiden und ihren Alltag kaum noch bewältigen können. Zu ihnen gehört auch Angela Lohoff aus Hundheim bei Kastellaun. Sie hat die erste Post-Covid-Selbsthilfe-Gruppe in Rheinland-Pfalz gegründet.

  • Kaderplanung – wie will Mainz 05 in die nächste Saison starten?

    Kaderplanung – wie will Mainz 05 in die nächste Saison starten?

    Vor zwei Wochen wurde die Bundesliga-Spielzeit beendet. Die Spieler sind im Urlaub. Doch auf den Geschäftsstellen laufen die Drähte heiß, denn die Vereinsverantwortlichen basteln schon fleißig am Kader für die kommende Saison. Wie bei Mainz 05. Da stehen für die neue Spielzeit einige Veränderungen an. Vor allem für die Abwehr der Mainzer könnte ein heißer Transfersommer bevorstehen. David Rischke, Sportreporter „Hier hinter mir ist Ruhe eingekehrt. Der grüne Rasen darf sich ausruhen. Aber: Wie wird das Mainz 05-Team für die neue Saison? Vor allem die Abwehr könnte ihr Gesicht verändern. Genauer gesagt: Die Innenverteidigung.“ Denn er ist schon weg: Jeremiah St. Juste, der schnellste Spieler der Bundesliga, hat Mainz 05 verlassen. St. Juste spielt künftig für Sporting Lissabon. Dazu könnte er auch bald weg sein: Moussa Niakhaté. David Rischke, Sportreporter „Niakhaté ist nicht nur Kapitän der 05er, er ist auch von den Fans zum Spieler der Saison gewählt worden. Der 26-Jährige ist seit vier Jahren in Mainz und unangefochtener Leistungsträger und Leader. Das weckt Interesse bei größeren Klubs. Es ist gut möglich, dass Niakhaté diesen Sommer wechselt.“ Mainz-Coach Bo Svensson hat immer betont, wie wichtig Moussa Niakhaté für das Team ist. Sein Verlust würde schwer wiegen. David Rischke, Sportreporter „Immerhin haben die Mainzer schon reagiert und einen neuen Innenverteidiger geholt: Maxim Leitsch. Für drei Millionen Euro Ablöse. Leitsch hat letzte Saison beim VfL Bochum seine Bundesliga-Tauglichkeit gezeigt. Aber: Diese Neuverpflichtung dürfte einem Spieler im aktuellen Kader gar nicht schmecken.“ David Nemeth. Eigentlich sollte der Österreicher nach und nach einen Platz in der Abwehr-Zentrale einnehmen. Aber: Nemeth konnte die Erwartungen wohl nicht erfüllen. Er gilt als Wechselkandidat. David Rischke, Sportreporter „Es gibt noch die Option, das Eigengewächs Niklas Tauer auch auf der Innenverteidiger-Position einzusetzen. Tauer hat in der abgelaufenen Spielzeit positiv auf sich aufmerksam gemacht. Die kommende Saison könnte für den […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Messerstecherei im Frankfurter Bahnhofsviertel — Arbeitsmarkt trotzt Krisen — Handyverbot am Steuer wird überwacht — Langes Verfahren in Trier belastet Betroffene Messerstecherei im Bahnhofsviertel Bei einer Auseinandersetzung unter 20 bis 30 Personen sind gestern Abend in Frankfurt drei Männer schwer verletzt worden. Die 22, 25 und 54 Jahre alten Opfer aus Afghanistan kamen mit Stichverletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei stellte mehrere Hieb- und Stichwerkzeuge sicher. In der Nähe des Tatorts nahm sie zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren fest, die an dem Streit beteiligt gewesen sein sollen. Einer von ihnen wurde heute wieder entlassen. Die beiden stammen ebenfalls aus Afghanistan. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch unklar. Arbeitsmarkt trotzt Krisen Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen und Rheinland-Pfalz weiter gesunken. Die Nachfrage vor allem nach Fachkräften war nach wie vor hoch. In Hessen waren am Ende des Monats rund 153.000 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 Prozent. In Rheinland-Pfalz suchten rund 95.000 Männer und Frauen eine Stelle. Hier sank die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent. Bundesweit ging die Quote auf 4,9 Prozent zurück. Handyverbot wird überwacht Im Raum Trier startet ab morgen für drei Monate ein Pilotprojekt zur Überwachung des Handyverbots am Steuer. Dabei wird eine spezielle Kamera eingesetzt. Sie erkennt, wenn ein Fahrer zum Smartphone oder Tablet greift und macht automatisch ein Foto. Speziell geschulte Polizisten werten die Bilder aus. Wer mit einem Handy am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Nutzung eines Handys während der Fahrt gilt als häufige Unfallursache. Langes Verfahren belastet Betroffene Die lange Dauer des Prozesses um die tödliche Amokfahrt in Trier ist für die Opfer und Angehörigen schwer erträglich. Das hat heute der rheinland-pfälzische Opferbeauftragte Detlef Placzek am Rande der Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Trier gesagt. Dass […]