Rheinland-Pfalz

  • Camper des Jahres wird gekürt

    Camper des Jahres wird gekürt

    Am Nürburgring haben sich heute echt Schwergewichte getroffen: Zehn Teilnehmer und ihre Camper sind in verschiedenen Kategorien gegeneinander angetreten, um den Camper des Jahres Rheinland-Pfalz zu finden. So laut und schnell wie sonst auf der Rennstrecke war es zwar nicht, dafür aber nicht weniger spannend. Mit Karacho einmal über die nasse Straße – der Test: Wer bekommt die Vollbremsung am besten hin? Ganz schön knifflig hier der Wettbewerb am Nürburgring. Frank Müllers, Teilnehmer „Jetzt haben wir uns dann gesagt, okay, wir orientieren uns an der Seite an diesem grünen Mülleimer, der da stand. Und versuchen mal, wie weit wir kommen. Beim ersten Mal hat die Bremsung nicht geglückt. Die ist nicht anerkannt worden. Und beim zweiten Mal hab ich die Geschwindigkeit erhöht und dann war’s halt einen halber Meter zu viel.“ Der Camper, der am besten vor der Stange hält, bekommt die meisten Punkte. Jeder Kandidat tritt in seinem eigenen Fahrzeug an – und das kennen hier alle in- und auswendig. Denn die Leidenschaft für ihren Camper verbindet die Teilnehmer. Fast alle zumindest. Frank Müllers, Teilnehmer „Meine Frau hat das Wohnmobil gekauft und ich muss drunter leiden. Ich bin eigentlich mehr der Bootstyp.“ Mitgehangen, mitgefangen. Und: mitgefahren. Denn trotzdem stellt sich Frank Müllers heute den Aufgaben wie rangieren oder Slalom fahren. Auch richtig lenken will gelernt sein. Günter Bernard, Trainer „Was macht mein Wohnmobil ab einer bestimmten Geschwindigkeit? Jetzt kommen die Schüsseln, die Messer, alles kommt in Wallung da drin. Und natürlich, wenn man es gnadenlos übertreiben würde, irgendwann kommt eine Kippgefahr rein.“ Vollprofi ist keiner der zehn Kandidaten, aber darum geht es auch nicht. Günter Bernard, Trainer „Die Dinger werden ein paar Wochen im Jahr bewegt und dann stehen die die meiste Zeit. Privat fährt man vielleicht einen Polo oder einen Twingo oder so etwas. Und jetzt muss man […]

  • Prozess um Mord an Arzt beginnt neu

    Prozess um Mord an Arzt beginnt neu

    Einen Tag vor Silvester 2022 geschieht im rheinland-pfälzischen Gerolstein ein grausames Verbrechen. Der Orthopäde Steffen B. wird vom 16-jährigen Sohn seiner Partnerin und dessen Halbbruder mit einem Baseballschläger brutal verprügelt und schließlich erwürgt. Die beiden Teenager werden 2024 wegen Mordes verurteilt. Heute hat in Trier ein weiterer Prozess zu diesem Verbrechen begonnen. Er soll die Rolle der Partnerin des Getöteten und Mutter eines der Täter an dem Verbrechen aufklären. Nach monatelanger Suche finden die Ermittler Mitte 2023 den Leichnam des (bis dahin) als vermisst gemeldeten Orthopäden Steffen B. in einem flachen Grab in einem Wald bei Gerolstein. Im Zuge der weiteren Ermittlungen werden dessen Partnerin, ihr Sohn und dessen Halbbruder verhaftet. Doch während die Jugendlichen wegen Mordes verurteilt werden, lautet das Urteil für  seine Partnerin Julia L. damals nur: unterlassene Hilfeleistung.  Aus Sicht des Bundesgerichtshofs war das allerdings ein Fehler. Das höchste deutsche Gericht sagt: die Schuld der ehemaligen Partnerin des Getöteten sei im ersten Urteil als zu gering eingeschätzt worden. Damit folgt  das Gericht einem Antrag auf Revision der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger von Julia L. haben ihr geraten, in diesem Prozess umfassend auszusagen. Michael Rehberger, Verteidiger von Julia L. „Um deutlich zu machen, was für eine Person meine Mandantin ist und auch deutlich zu machen, dass sie wirklich gute Erinnerungen an diesen Tattag hat und auch dieses Gefühl, dass sie hatte, dass sie in dieser Situation nicht wusste, was die richtige Entscheidung ist. Um das noch einmal deutlich zu machen, dass man auch gespürt hat, wie schwierig es in dieser Situation war, zu sagen: hier liegt mein toter Freund und hier steht mein Sohn und da muss ich jetzt entscheiden, wie es weiter geht. Und sie hat das ja auch heute deutlich gemacht, dass die Entscheidung, die sie damals getroffen hat, einfach falsch war.“ Die wichtigste Frage in diesem […]

  • Zu Gast im Studio: Benjamin Krause, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität

    Zu Gast im Studio: Benjamin Krause, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität

    Maike Dickhaus spricht mit ihm über die Möglichkeiten der Ermittler bei Deepfakes und die neue Abteilung „Digitale Gewalt“. Maike Dickhaus, Moderatorin: Ein schwieriger Themenkomplex. Und einer, der sich damit bestens auskennt, ist jetzt bei mir zu Gast im Studio: Benjamin Krause. Er ist der Leiter der ZIT, der Zentralen Stelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Frankfurt. Guten Abend. Benjamin Krause, Leiter Zentrale Stelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität Hallo. Guten Abend. Dickhaus: Herr Krause, wir haben es eben im Beitrag gehört: Nur noch ein Mausklick ist notwendig, um per KI sexualisierte Deepfakes zu erstellen. Das bedeutet doch auch für Sie und für Ihre Ermittler zunehmend mehr Arbeit, oder? Krause: Ehrlich gesagt, noch nicht. Weil wir müssen feststellen, dass es ganz einfache Möglichkeiten gibt, um so was zu machen, solche Deepfakes, aber es gibt sehr wenige Strafanzeigen. Offensichtlich, wie wir es im Film gehört haben, gibt es Betroffene, die davor zurückschrecken, Strafanzeige zu erstatten. Vielleicht weil sie denken, Polizeibeamte oder Staatsanwälte sind dafür nicht sensibilisiert, nicht geschult. Ich glaube, da haben wir ein bisschen was aufzuholen als Strafverfolgungsbehörden, um zu zeigen: Nein, wir können damit umgehen, wir sind dafür sensibilisiert. Dickhaus: Sie bauen bei der ZIT ja auch gerade eine neue Abteilung auf, “Digitale Gewalt”, mit der dann ganz gezielt nach solchen Deepfakres gefahndet werden soll. Doch selbst wenn Sie solche Täter ausmachen können, die dann beispielsweise gefälschte Pornografie herstellen, dann ist das in Deutschland noch schwierig, diese Täter zu bestrafen. Warum? Krause: Ja, das ist sehr schwierig, weil es kein eindeutiges, klares Gesetz, kein Strafgesetz dagegen gibt. Es gibt verschiedene Tatbestände, die irgendwie passen könnten, zum Beispiel eine Beleidigung oder ein Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild oder so etwas wie eine digitale Urkundenfälschung. Und alles passt nicht so genau. Und in vielen Fällen ist es so, dass wir diese […]

  • Aufwendige Pferderettung

    Aufwendige Pferderettung

    Ein Ausritt in Schwabenheim an der Selz endet gestern Abend mit einem Großeinsatz der Feuerwehr: Stute Nori rutscht auf einer Holzbrücke ab und stürzt in den Fluss. Erst nach mehreren Stunden gelingt Feuerwehr und Helfern die Rettung. Dramatische Szenen gestern Abend in Schwabenheim an der Selz. Stundenlang liegt Stute Nori im kalten Wasser, nachdem sie beim Ausritt gestürzt war. Um sich selbst zu befreien, ist das Tier zu schwach. Die Feuerwehr Gau-Algesheim muss anrücken, doch die ersten Befreiungsversuche scheitern. Sebastian Schenk, Feuerwehr Gau-Algesheim „Beim Eintreffen waren zwei Beine von dem Tier quasi schon von der Brücke abgerutscht. Das Tier hing quasi zwischen Brücke und Selz schon fest und hat sich dann im weiteren Verlauf Richtung Wasser bewegt.“ Dann die Rettung: Mit Hilfe eines Baggers werden Teile des Ufers weggegraben. Die Besitzerin des Baggers legt sich in die Schaufel und befestigt Gurte an Noris Hufen. Über die abgeflachte Böschung kann Nori schließlich ans Ufer gezogen werden und ist in Sicherheit. Sebastian Schenk, Feuerwehr Gau-Algesheim „In Verbindung mit hier ansässigen Pferdewirten, die sich da sehr gut auskennen, mit entsprechendem Hebematerial und einem durchaus großen Bagger, den wir hier vor Ort zur Verfügung gestellt bekommen haben, haben wir es dann über die vorher angelegte schräge Ebene nach oben bewegt.“ Kurz nach der Befreiung kann die Stute wieder auf eigenen Beinen stehen – hat sich beim Sturz aber an den Vorderhufen verletzt. Für Pferd und Besitzerin ein schockierendes Erlebnis, das am Ende dank vieler Helfer nochmal glimpflich ausgeht.

  • Internationale Tage Ingelheim

    Internationale Tage Ingelheim

    Jedes Jahr, wenn in Ingelheim die „Internationalen Tage“ stattfinden, dann verwandelt sich die rheinhessische Stadt in eine Kunstmetropole. In diesem Jahr gibts ein internationales Crossover. Im Kunstforum trifft englische Kunst aus dem 19. Jahrhundert auf zeitgenössische Kunst aus Japan. Die Schnitte im Papier zeigen, wo das 19. Jahrhundert auf die Gegenwart trifft. Die Radierung „Battersea in der Morgendämmerung“ steckt in der Fotografie von Hiroyuki Masuyama. Die Radierung ist 1863 entstanden. Vom damals weltberühmten britischen Künstler James NcNeill Whistler. Sein japanischer Kollege fotografiert über 150 Jahre später die gleichen Orte in London und schafft so neue Kunstwerke. Das ist das Markenzeichen von Hiroyuki Masuyama. Die Macher der „Internationalen Tage Ingelheim“ haben den 57-Jährigen extra für die Ausstellung auf Reisen geschickt. Dr. Katharina Henkel, Leiterin Internationale Tage Ingelheim „Weil der sich seit über 30 Jahren mit Künstlern des 19. Jahrhunderts insbesondere befasst. Normalerweise arbeitet er viel mit farbigen Werken, also seine Referenz sind dann Gemälde. Und ich habe ihn gefragt, ob er sich vorstellen könnte, auch mit Schwarz/Weiß-Grafik neue Werke zu schaffen, und nach einer kurzen Bedenkzeit hat er zugestimmt.“ Hiroyuki Masuyama reist auch nach Venedig. Dort hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht viel verändert. Der Künstler, der 1879 mit seinen Druckplatten und Radiernadeln in der Lagunenstadt unterwegs ist, feiert gerade ein großes Comeback. James McNeill Whistler wird in London mit einer Einzelausstellung gewürdigt und in Ingelheim mit diesen ganz besonderen neuen Arbeiten. Dr. Katharina Henkel, Leiterin Internationale Tage Ingelheim „Die Vergangenheit liegt unterhalb der Gegenwart, also wie eine Schichtung in der Zeitgeschichte, wie in der Archäologie. Nur auf die Topografie der Städte bezogen und nicht in der Horizontalen, sondern in der Vertikalen.“ Bei Hiroyuki Masuyama geht es immer um Raum, Zeit und Veränderung. In seine große Holzkugel kann der Ausstellungsbesucher hinein krabbeln. Wird die Luke geschlossen, dann leuchten ganz viele […]

  • Verfassungsänderung zu Untersuchungsausschüssen beschlossen

    Verfassungsänderung zu Untersuchungsausschüssen beschlossen

    Parlamentarische Untersuchungsausschüsse gelten als die stärkste Waffe der Opposition. Sie können von Landtagsabgeordneten beantragt werden, um die Arbeit von Regierung und Verwaltung zu kontrollieren. Im rheinland-pfälzischen Landtag wird es nun schwerer, einen solchen U-Ausschuss einzuberufen. Das wurde heute mit dem Stimmen von CDU, SPD und Grünen in einer Sondersitzung des Landtags beschlossen. Und das kurz bevor sich der neu gewählte Landtag konstituiert. Die AfD spricht deshalb von einem fragwürdigen Vorgehen. Symbolisch beerdigt die AfD heute vor dem rheinland-pfälzischen Landtag die Demokratie und spricht von einem Angriff auf die Verfassung. CDU, SPD und Grünen wirft sie undemokratisches Handeln vor. Denn die wollen die Hürden für Untersuchungsausschüsse anheben. Wie es im Bundestag und einigen anderen Landtagen auch die Regel ist, müssen statt bislang 20 Prozent der Abgeordneten künftig 25 Prozent zustimmen, um einen U-Ausschuss einzuberufen. Damit wird verhindert, dass die erstarkte AfD – die im neuen rheinland-pfälzischen Landtag knapp über 20 Prozent der Abgeordneten stellt – allein einen Untersuchungsausschuss einberufen kann. Die CDU, die die neue Landesregierung anführen wird, begründet den Schritt mit der Sorge vor Missbrauch und einer Blockade des Parlaments. Marcus Klein (CDU), Abgeordneter Landtag RLP „Untersuchungsausschüsse bleiben ein wichtiges Instrument im parlamentarischen Betrieb mit weitreichenden Befugnissen, daran wird nicht gerüttelt. Aber gerade, weil dieses Instrument so stark ist, muss sein Einsatz verantwortungsvoll erfolgen. Ein Untersuchungsausschuss ist kein politisches Alltags-Werkzeug, er ist kein Mittel für taktische Auseinandersetzungen und er darf nicht dazu dienen parlamentarische Arbeit gezielt zu überlasten.“ Die AfD widerspricht und sieht den Beschluss als gezielten Angriff auf ihre Partei. Damian Lohr (AfD), Abgeordneter Landtag RLP „Sie ändern ganz bewusst die Spielregeln, um die einzige Opposition im Landtag zu benachteiligen. Denn eine Erhöhung des Quorums bedeutet in der Praxis vor allem eines: Untersuchungsausschüsse durch die Opposition sind faktisch ausgeschlossen.“ Die AfD will vor dem rheinlandpfälzischen Verfassungsgericht gegen die Entscheidung […]

  • Kommentar von 17:30-Chefredakteur Philipp Stelzner

    Kommentar von 17:30-Chefredakteur Philipp Stelzner

    Das Anheben des Quorums für einen Untersuchungsausschuss stößt auch bei unserem Chefredakteur auf Kritik. Ein Kommentar von Philipp Stelzner. Jahrzehntelang gab es eine gute politische Tradition: Nach einer Wahl trafen die Parlamente in ihrer alten Besetzung keine grundlegenden Entscheidungen mehr – aus Respekt vor den Wählern. Doch vor einem Jahr haben Union, SPD und Grüne dieses Tabu im Bundestag gebrochen, um schnell noch ein gigantisches Schuldenpaket durchzudrücken. Jetzt haben sie den alten rheinland-pfälzischen Landtag auch noch einmal in letzter Minute zusammengeholt, um die Rechte der AfD im künftigen Landtag einzuschränken. Das mag juristisch zulässig sein. Aber ich halte die heutige Verfassungsänderung für voreilig und politisch unklug. CDU und SPD sagen zwar, sie wollten damit verhindern, dass die AfD den Landtag durch Untersuchungsausschüsse lahmlegt. Und ich verstehe, dass sie sich deswegen Sorgen machen. Aber es hätte mich mehr überzeugt, wenn sie abgewartet hätten, ob sich die AfD im neuen Landtag tatsächlich destruktiv verhält, um dann begründet dagegen vorzugehen. So entsteht der Eindruck, dass sie der größten Oppositionspartei ihre stärkste Waffe ohne konkreten Anlass aus der Hand geschlagen haben. Jetzt wird es in Rheinland-Pfalz in dieser Legislaturperiode wahrscheinlich überhaupt keinen Untersuchungsausschuss geben. Die künftigen Regierungsparteien glauben, dass sie dadurch die AfD schwächen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Sie geben der Partei nur eine weitere Gelegenheit, sich als Opfer zu inszenieren. CDU und SPD werden sich die Wähler der AfD nicht zurückholen, indem sie beim wichtigsten parlamentarischen Kontrollinstrument den Stecker ziehen. Sie werden den Aufstieg der Alternative für Deutschland nur beenden, wenn sie endlich die Probleme der Bürger lösen. Die heutige Entscheidung, die Hürde für Untersuchungsausschüsse zu erhöhen, ist kein Ausweis einer wehrhaften Demokratie. Sie ist ein Schnellschuss, den CDU und SPD später bedauern könnten.

  • Koalitionsvertrag unterzeichnet - Schweitzer wird SPD-Fraktionschef

    Koalitionsvertrag unterzeichnet – Schweitzer wird SPD-Fraktionschef

    Etwas mehr als sechs Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sind CDU und SPD außerdem heute zusammenkommen, um ihren Koalitionsvertrag zu unterzeichnen. Mit den Unterschriften wird der rund 100 Seiten lange Vertrag zur Grundlage für die kommende Regierungsarbeit. „Gemeinsame Verantwortung für ein starkes Rheinland-Pfalz“ – von der Überschrift zur Unterschrift des Kolitionsvertrages. Der künftige Ministerpräsident und CDU-Landeschef Gordon Schnieder zeigt sich heute sehr zufrieden. Beide Seiten hätten im gemeinsamen Koalitionsvertrag ihre eigene Handschrift hinterlassen. Und jetzt ginge es darum partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Gordon Schnieder (CDU), Landesvorsitzender RLP „Es ist wieder ein weiterer wichtiger Moment hin zum 18. Mai, dass die neue Landesregierung dann ins Amt kommt. Und dann endlich auch für dieses Land arbeiten kann. Dass unser Bundesland, unsere Heimat Rheinland-Pfalz dann auch stärker zu gestalten. Das war heute wieder ein Schritt, jetzt die Unterzeichnung des Koalitionsvertrages. Das erfüllt mich auch heute mit Demut, aber auch mit großer Freude, weil in anderthalb Wochen geht’s dann los.“ Klar ist bisher: Jede Partei bekommt fünf Ministerien. Noch offen hingegen: Die jeweils zuständigen Minister und Ministerinnen. Das Kabinett Schnieder soll noch in dieser Woche vorgestellt werden. Bereits Klarheit herrscht hingegen bei der SPD-Landtagsfraktion, die heute – schon vor der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages, den noch amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer zu ihrem Vorsitzenden gewählt hat. 21??? Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP „Die SPD-Landtagsfraktion wird sehr selbstbewusst auftreten. Im Parlament und darüber hinaus. Meine Aufgabe wird es sein eine starke Fraktion, die auch Impulse gibt, über die Tagesordnung von Parlament und Kabinett hinaus. Und da sehe ich mich vorbereitet. Und jetzt natürlich auch stark unterstützt durch ein einstimmiges Votum meiner SPD-Fraktionskolleginnen und Kollegen.“ Für die noch amtierende SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler ist Alexander Schweitzer genau die richtige Wahl. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Landesvorsitzende RLP „Ich bin der festen Überzeugung – er mit seiner Erfahrung, mit seinem klaren Kompass, wird […]

  • Dinosaurierfund in der Eifel

    Dinosaurierfund in der Eifel

    In der Eifel sind Forschende auf Knochen und Zähne der Sauriergattung Lophostropheus gestoßen. Die war bisher nur aus Funden in Nordfrankreich bekannt. Im Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen ist die Aufregung deshalb groß. Vier Meter lang und rund 100 Kilo schwer – so hat er wohl ausgesehen: der Raubsaurier, der vor mehr als 200 Millionen Jahren durch die Eifel streifte. Doch wie hat er damals gelebt? Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wir wissen, dass hier vor 203 Millionen Jahren ein Küstenwald gestanden hat. Er hat wahrscheinlich im Küstenwald gelebt und an der Küste gejagt, hat Fleisch gefressen und war recht schnell. Also an die 50 Kilometer pro Stunde.“ Lea Numberger-Thuy ist Paläontologin im Dinopark. Sie hat den Fund untersucht und die Nachbildung entwickelt. Der Farbe des Kopfes – ein auffälliges Lila –  ist typisch für die Trias Zeit, aus der der Fund stammt. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wissenschaftlich gesehen ist das wirklich eine große Sensation, weil die Trias, das ist der Übergang zum richtigen große Dinosaurier Zeitalter im Jura und in der Kreide nachher. Und da ist oft wenig zu finden weltweit und wir füllen da auch eine große Lücke wissenschaftlich gesehen.“ Entdeckt wurden die Fossilien bereits vor einem Jahr und zwar nur ein paar Kilometer vom Dinopark entfernt. Ein Hangrutsch an der Prüm legte rund  300 Kilogramm Fossilien frei.  Mit dabei:  Zähne, Fußkrallen und ein  Zehenknochen. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Dieses Gefühl als der erste Zahn in die Hände gefallen ist und dann kam der Zweite, den mein Chef gefunden hat und dann noch ein Dritter. Das war schon was ganz Besonderes.“ Vor allem dieser Zahn machte die genaue Bestimmung möglich: Das Verhältnis zwischen Länge und Breite, sowie die Zahl der Sägekanten lieferten eindeutige Hinweise darauf, um welche Art von Dinosaurier es sich handelt.  Bisher sind  erst 20 […]

  • BioNTech will Werke schließen

    BioNTech will Werke schließen

    Das Biotechnologieuntenehmen BioNTech aus Mainz hat heute überraschend angekündigt, seine Stadtort in Idar-Oberstein, Marburg, Tübingen und Singapur zu schließen. Dadurch könnten fast 1.900 Stellen wegfallen. Das Unternehmen begründet seine Entscheidung damit, dass das Geschäft  mit Corona-Impfstoffen drastisch zurückgegangen sei. Maike Dickhaus, Moderatorin: Aus diesem Grund bin ich jetzt mit meinen Kollegen Marcel Gassan  vor dem BioNTech-Werk in Idar-Oberstein verbunden. Wie haben die Mitarbeiter dort die Entscheidung aufgenommen? Marcel Gassan, Reporter in Idar-Oberstein: Für die Angestellten hier ist es ein großer Schock, dass diese Handbremse jetzt gezogen wird. Betriebsräte sprechen von “verantwortungslosen Plänen”, und sie kündigen auch entschiedenen Widerstand an. Der Oberbürgermeister hier in Idar-Oberstein, für ihn kommt das übrigens auch sehr überraschend, denn viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hierhergekommen eben im Glauben, dass sie einen sicheren Arbeitsplatz haben, bei einem Arbeitgeber, der Milliarden mit Impfstoffen verdient. Sie wissen aber auch, dass BioNTech zuletzt rote Zahlen schreibt. Erst für dieses erste Quartal steigt der Verlust auf über 500 Millionen  €. Tja, und das führt dann jetzt eben dazu, dass Standorte wie hier hinter mir in Idar-Oberstein geschlossen werden. Nur noch drei werden in Deutschland übrig bleiben. Das sind übrigens reine Bürostandorte, nämlich die in Mainz, in Berlin und in München. Dickhaus: Wie wird es denn jetzt mit  BioNTech weitergehen? Gassan: Das, was BioNTech so groß gemacht hat, also die Entwicklung und Produktion von Covid-Impfstoffen, das wird jetzt in Deutschland komplett auf Eis gelegt. Das wird komplett gestoppt. Stattdessen wird das der US-Partner Phizer jetzt übernehmen. Das heißt, man kann schon sagen, die klare Ausrichtung in Deutschland wird für BioNTech heißen: Weg von Corona, weg von Covid und hin zur Krebsmedizin. Darauf möchte sich das Unternehmen spezialisieren. Wie genau das aber aussehen wird, das steht noch ehrlicherweise in den Sternen. Bis 2030 sind noch einige Zulassungsanträge für Medikamente geplant, aber wie das […]

  • Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Ab Mitte Juli wird die Deutsche Bahn die Schienenstrecke sanieren, die entlang des rechten Rheinufers von Wiesbaden über Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen führt. Auf diesem Abschnitt fahren vor allem viele Güterzüge. Damit die Einschränkungen durch die Bauarbeiten möglichst gering sind, setzt die Bahn bei der vorbereitenden Vermessung auf moderne digitale Technologien. Und die haben wir uns mal aus nächster Nähe angeschaut. Einsatz für die Kamera-Drohne am Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein. Aus der Luft vermisst sie Oberleitungen, Masten, Bahnsteige. Die hochauflösende Optik sorgt für Daten, die in kurzer Zeit in ein 3D-Modell übertragen werden. Die herkömmlichen Vermessungsinstrumente wie Dreibein oder Messrad haben Pause. Frank Schmidt, Gesamtprojektleiter DB Korridorsanierung Rechter Rhein „Das Besondere an dieser neuen Technik ist eben, dass wir anhand dieser Aufnahmen mit der Drohne und mit den Kameras deutlich schneller sind in der Vermessung der Strecke. Und das eben unter laufendem Betrieb auch machen können, wofür wir sonst die Sperrungen im Gleis gebraucht und den Betrieb deutlich beeinflusst hätten.“ Von den oberirdischen Anlagen geht es im virtuellen Raum direkt unter die Erde. Hier wird geprüft: Sind die Fahrkartenautomaten an der richtigen Stelle geplant? Sind die Aufgänge zu den Bahnsteigen breit genug veranschlagt? Die Daten dazu liefert diese 360-Grad-Kamera, wie man sie von Online-Kartendienstleistern kennt. Der Vermesser trägt diesen Rucksack-Scanner, der seine Umgebung rundum erfasst. Und auch unter die Erde können die Spezialisten blicken: Dieses sogenannte Georadar spürt verborgene Strukturen im Boden auf – bis zu einer Tiefe von vier Metern. André Winkler, Regionalleiter DB Engineering & Consulting „Wir können damit Kabel und Leitungen erkunden, was ein ganz wichtiges Thema ist. Denn oft liegen Kabel nicht da, wo sie nach Plan liegen sollten. Und wenn dann just an der Stelle, wo wir zum Beispiel einen Verbau für eine große Baugrube rammen wollen, sich ein Kabel befindet, dann ist das ungünstig. Das kann […]

  • Vandalismus im Weinberg

    Vandalismus im Weinberg

    Die Winzer in Rheinland-Pfalz haben gerade jede Menge Sorgen – wenig Absatz, hohe Spritkosten für die Landmaschinen und immer mehr Hitze-Sommer. Ein Pfälzer Bio-Winzer hat nun auch noch mit mutmaßlicher Sabotage seiner Vitiforst-Weinberge zu kämpfen, in denen zwischen den Reben auch Bäume gepflanzt werden. Das außergewöhnliche Konzept scheint nicht jedem im Dorf zu gefallen. Eine junge Mispel, von einem Unbekanntem abgeschnitten. Mittlerweile ist es Baum Nummer 40. Seit mehreren Monaten geht das schon so, sagt Winzer Wolfgang Bender. Wolfgang Bender, Winzer aus Bissersheim „Es ist halt bitter, wenn man in einem trockenen Jahr wie letzes Jahr, 2025, die Pflanzen gewässert hat, um sie durchzukriegen und da auch die ein- oder andere es nicht durch den Sommer geschafft hat, wenn man dann so eine große Pflanzenanzahl entdeckt, die einfach mutwillig zerstört wurden.“ Auf allen elf Flächen von Wolfgang Bender treibt ein Saboteur sein Unwesen. Sie liegen teilweise weit auseinander, der Täter muss für seine gezielten Angriffe also ortskundig sein. Die Reben sind nicht betroffen, nur die dazwischen gepflanzten Bäume, zum Beispiel Mirabelle oder Mandel. Wolfgang Benders Betrieb ist der Einzige im Ort, der ein sogenanntes Vitiforst-Konzept verfolgt. Wolfgang Bender, Winzer „Vitiforst sorgt dafür, dass bei Starkregenereignissen mehr Wasser im Boden versickern kann, dass die Trauben ein bisschen beschattet werden und nicht verbrennen, es kann aber auch Winde brechen und Luftschichten austauschen, also die ganze Umgebung runter kühlen und das ist ein Anbaukonzept, was in ganz Europa in vielen Betrieben und Regionen durchgeführt wird.“ Es ist ein Genossenschaftlicher Betrieb mit 180 Mitgliedern aus ganz Deutschland. Sie haben bereits mehrere der zerstörten Bäume nachgepflanzt, doch die wurden teilweise wieder abgeschnitten. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie sich spät abends bei Minustemperaturen jemand zwischen den Reben bewegt. Genaueres ist nicht zu erkennen. Wolfgang Bender hat Anzeige erstattet. Wir fragen bei der Polizei nach. In einer gemeinsamen […]

  • CDU stimmt Koalitionsvertrag zu

    CDU stimmt Koalitionsvertrag zu

    Die Rheinland-Pfälzer bewegen sich in großen Schritten hin zu einer neuen Landesregierung. Nachdem CDU und SPD am vergangenen Donnerstag den neuen Koalitionsvertrag vorgestellt hatten, haben die Delegierten beider Parteien am Samstag über ihn abgestimmt. Wir starten bei der CDU in Mainz. Jetzt steht seiner Wahl zum Ministerpräsidenten nichts mehr im Weg. Einstimmig verabschieden die CDU-Delegierten am Samstag in Mainz den neuen Koalitionsvertrag. Und feiern ihren Gordon Schnieder mit minutenlangen Standing-Ovations. Gordon Schnieder (CDU), Landesvorsitzender RLP „Und ich schaue dann auch mit einem Stück Demut auf das, was vor uns liegt. Allein sich der Dimension bewusst zu sein. Altmeier, Kohl, Vogel, Wagner, Schnieder. Das dauert einen Tag bis man sich bewusst wird, auf welchen Stuhl man sich dann auch in der historischen Verantwortung setzt.“ Eine Verantwortung, der sich Schnieder nach 35 Jahren Opposition jetzt stellen will. Dementsprechend euphorisch ist die Stimmung am Samstag. Kritikpunkte am Koalitionsvertrag? Mangelware. Ursula Groden-Kranich „Ich freue mich, dass wir die Wahl gewonnen haben. Das ist mal der erste Punkt. Und auf diesem Koalitionsvertrag lässt sich gut arbeiten.“ Herbert Lengfeld „Ich bin sehr zufrieden. Also ich glaube, jetzt, nach 35 Jahren SPD-geführter Landesregierung, begibt man sich auf einen neuen Weg. Ich denke, da wird auch viel Spannendes auf uns warten. Aber ich glaube, wir sind hier sehr geeint alle und ich glaube auch, dass das mit der SPD ein guter Kompromiss ist.“ Der neue Koalitionsvertrag sieht unter anderem mehr Geld für die Kommunen und mehr Polizeikräfte vor. Die Straßenausbaubeiträge sollen abgeschafft und ein verpflichtendes, letztes Kitajahr eingeführt werden. Das Landesklimaschutzgesetz bleibt in veränderter Form. Die Verhandlungen von CDU und SPD haben in den vergangenen Wochen im Verborgenen stattgefunden. Gordon Schnieder (CDU), Landesvorsitzender RLP „Wenn man 35 Jahre politisch gegeneinanderstand, muss dann auch jeder die Rolle des anderen erst einmal auch rückblickend akzeptieren und annehmen. Aber dann muss […]

  • SPD stimmt Koalitionsvertrag zu

    SPD stimmt Koalitionsvertrag zu

    Nur wenige Kilometer entfernt von der CDU hat am Samstag auch die SPD dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Auf einem außerordentlichen Parteitag der Sozialdemokraten in Nieder-Olm gab es aber deutlich mehr Redebedarf als bei der CDU. Nicht alle rheinland-pfälzischen Genossen zeigten sich mit den ausgehandelten Kompromissen einverstanden. Und auch das schlechte Wahlergebnis bleibt ein Thema bei der SPD. 288 Ja-Stimmen bei vier Gegenstimmen und sechs Enthaltungen: Auch für die SPD kann die Koalition mit der CDU also kommen. Vor der Abstimmung ruft der scheidende Ministerpräsident Alexander Schweitzer die Delegierten zur Geschlossenheit auf. Und zeigt sich am Ende erleichtert, dass seine Parteigenossen den von ihm mit ausgehandelten Koalitionsvertrag schließlich durchwinken. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP „Der Koalitionsvertrag hat hier sehr viel Zustimmung bekommen. In den Wortbeiträgen haben ja auch viele gesagt, das war gar nicht zu erwarten, dass wir ein so starkes Verhandlungsergebnis erreichen. Fünf Ministerien bei der SPD, vier bei der CDU.“ Bei den Delegierten auf dem Sonderparteitag sorgt der Koalitionsvertrag tatsächlich eher für gemischte Gefühle. Tamara Müller (SPD), Abgeordnete Landtag RLP „Ich bin sehr zufrieden damit. Ja. Hat auch eine eindeutige sozialdemokratische Handschrift. Ich denke, beide Seiten konnten ihre Punkte unterbringen. Das ist sehr wichtig. Und ich schaue da sehr sehr positiv in die Zukunft. Beatrice Wiesner (SPD), Vorsitzende Jusos RLP „Wir haben gerade im Bereich von Arbeit und Sozialem ne starke sozialdemokratische Handschrift.  Aber – und das ist das dicke Aber – im Bereich Migration und Sicherheit ist die Handschrift nun mal doch etwas weniger Rot. Und da sind einige Dinge dabei, die zu den berühmt-berüchtigten Bauchschmerzen führen. Wo wir auch genau hinschauen werden.“ Genau hinschauen will auch die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler – allerdings bei einem anderen Thema: Nach dem schlechtesten Wahlergebnis der SPD seit 35 Jahren und dem Verlust der Staatskanzlei könne es trotz erneuter Regierungsbeteiligung kein „Weiter […]

  • 17:30-Chefredakteur Philipp Stelzner zum Koalitionsvertrag

    17:30-Chefredakteur Philipp Stelzner zum Koalitionsvertrag

    Der Koalitionsvertrag steht. CDU und SPD bilden die neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz. Maike Dickhaus, Moderatorin: Und für eine Analyse der vergangenen Tage ist jetzt bei mir zu Gast im Studio Philipp Stelzner, der Chefredakteur von 17.30 Sat.1 live. Hallo. Philipp Stelzner, Chefredakteur 17:30 Sat.1 live: Hallo! Dickhaus: Philipp, wer ist denn jetzt eigentlich der Gewinner dieser Koalitionsverhandlungen? Stelzner: Es hat bei diesen Koalitionsverhandlungen keinen klaren Gewinner gegeben. Das Ergebnis ist ein faires Unentschieden. CDU und SPD erhalten jeweils fünf Ministerien. Inhaltlich hat sich die CDU zum Beispiel mit einer strengeren Migrationspolitik und einem Sicherheitspaket durchgesetzt. Das sieht mehr Polizisten auf der Straße und eine KI-gestützte Videoüberwachung im öffentlichen Raum vor. Auf der anderen Seite hat die SPD zum Beispiel die Tariftreue bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in den Koalitionsvertrag geschrieben, ebenso wie einen stärkeren Mieterschutz und kostenlose Schulbücher. Dickhaus: Und wann werden wir jetzt merken, dass wir eine CDU-geführte Landesregierung haben? Stelzner: Wir werden nicht so schnell merken, dass jetzt die CDU die Regierungskoalition anführt. Denn wir haben zwar drängende Probleme und die Wähler erwarten auch schnelle Lösungen, doch bei fast allen geplanten Maßnahmen wird es viel Zeit brauchen, bis man sie umsetzen kann. Schauen wir zum Beispiel auf die Straßenausbaubeiträge. Die sollen abgeschafft werden, aber nicht sofort, sondern schrittweise bis zum Ende der Legislaturperiode. Denn die beiden künftigen Regierungsparteien, die wissen noch gar nicht, wie sie den Kommunen den Ausfall der Einnahmen ersetzen sollen. Und genauso sieht es zum Beispiel bei den geplanten Sprachtests und der Sprachförderung im Vorschulalter aus. Bis da die Landesregierung alle rechtlichen Fragen geklärt hat, bis da das Personal und die Infrastruktur vorhanden sind, das wird Jahre dauern. Dickhaus: Spannende Entwicklungen also, die da auf uns zukommen werden. Philipp Stelzer, vielen Dank für deine Einordnung. Stelzner: Gerne.