Rheinland-Pfalz

  • Diskussion um Boostern und Impfpflicht – Studiogespräch mit Impfkoordinator Daniel Stich

    Diskussion um Boostern und Impfpflicht – Studiogespräch mit Impfkoordinator Daniel Stich

    Es ist ein riesiger Ansturm, der gerade auf die Ärzte zukommt. „Boostern“ ist das Wort der Stunde. Der Ansturm kommt nicht überraschend und trotzdem wirkt die Politik unvorbereitet. Wir sprechen mit dem rheinland-pfälzischen Impfkoordinator Daniel Stich darüber, wie das Land die Lage in den Griff bekommen will. Vorher verschaffen wir uns einen Überblick über die aktuelle Situation in Rheinland-Pfalz. Auf drei bis vier Stunden Wartezeit sollte man einstellen, wenn man sich heute hier in der Mainzer Innenstadt gegen Covid-19 impfen lassen will. Die meisten, die hier anstehen, warten auf ihre dritte Spritze. Christina Hartel „Mein Arzt hat mir gesagt, im Januar, Februar kann ich erst geimpft werden. Und das dauert mir doch zu lange.“ Thomas Moritz „Hausarzt impft leider erst ab 70, beziehungsweise macht die Booster-Impfung erst ab 70. Von daher war das keine Option für mich, so lang noch zu warten. Ich wollt‘s schnell über die Bühne kriegen.“ Ralf Lehrbach „Selbst im Impfzentrum dauert‘s ja dann auch mit Terminen. Und wir wollten beide geimpft werden, meine Frau und ich, und dann macht man‘s halt. Und dann ist es erledigt, fertig, aus.“ Voraussetzung um hier die Auffrischung zu erhalten: Mindestens sechs Monate müssen seit der Zweitimpfung vergangen sein. Das Alter ist egal. Anders als bei den meisten Hausärzten. Sie orientieren sich an der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission – Boostern erst ab siebzig – und sind damit schon voll ausgelastet. Dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestern dazu aufgerufen hat, diese Vorgabe nicht zu ernst zu nehmen und auch Jüngere zu impfen, macht das Chaos perfekt. In einem Schreiben, das uns vorliegt, teilt Spahn allen Vertragsärzten in Deutschland mit: Jens Spahn, CDU, geschäftsführender Bundesgesundheitsminister „Sie können […] jede Patientin und jeden Patienten ab 18 Jahren, auch wenn sie nicht zu den Risikogruppen gemäß der aktuellen STIKO-Empfehlung wie ältere Personen, Bewohnerinnen und Bewohner […]

  • Der 17:30-Corona-Ticker

    Der 17:30-Corona-Ticker

    Bouffier erwartet 2G in Hessen — Wieder Maskenpflicht für Schulen in mehreren hessischen Städten und Gemeinden — Finanz-Booster für Marburg — Corona-Ausbruch beim FCK Bouffier erwartet 2G Einen Tag vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz geht Hessens Landeschef Volker Bouffier von neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie aus. Er rechnet auch in Hessen mit einer flächendeckenden Umsetzung der 2G-Regelung. O-Ton Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen „Ich möchte in Hessen, soweit es geht, das zivile Leben aufrechterhalten. Wir machen die Schulen nicht zu, wir machen auch die Kitas nicht zu. Wir werden sehr wahrscheinlich 2G machen. Und mir wäre es sehr recht, wenn wir uns da gemeinsam drauf verständigen.“ Die Vertreter von Bund und Ländern wollen sich am morgigen Donnerstag ab 13 Uhr zusammenschalten. Wieder Maskenpflicht an Schulen An Schulen in mehreren Hessischen Städten und Gemeinden gilt bald wieder die Maskenpflicht am Sitzplatz. Grund für diese Änderung der Schutzmaßnahmen sei das „beunruhigende Infektionsgeschehen“, das teilte die Stadt Offenbach mit. Offenbach führt die neue Regelung ebenso wie Hanau und der Main-Kinzig-Kreis schon ab morgen ein. In Frankfurt gilt sie dann ab Freitag. Finanz-Booster für Marburg Die Stadt Marburg rechnet dank des BioNTech-Werks mit einem kräftigen Zuwachs bei der Gewerbesteuer. Laut Oberbürgermeister Thomas Spies steigen die Gewerbesteuererträge für dieses Jahr nach vorläufigen Zahlen um rund 370 Millionen Euro. Für das Jahr 2022 rechnet Spies mit 200 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer als bisher. Wie bereits vor einer Woche bekannt wurde, hat der Erfolg des Biotechnologieunternehmens auch in Mainz für einen Geldregen gesorgt. Der Standort des BioNTech-Hauptsitzes kann sich über ein Haushaltsplus von mehr als einer Milliarde Euro freuen. Corona-Ausbruch beim FCK Der Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat heute mehrere Corona-Fälle in der Mannschaft gemeldet. Bei einer regelmäßig durchgeführten Testung seien auffällige Ergebnisse festgestellt worden, die durch einen PCR-Test im Anschluss bestätigt worden waren. Die positiv […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Prozess in Frankfurt: Unterbringung in Psychiatrie gefordert — Fresenius Medical Care will Stellen abbauen — Brand in Breitenbach am Herzberg Unterbringung in Psychiatrie gefordert Nach einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Todesopfern in Frankfurt soll ein 39-jähriger Autofahrer dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden. Das hat heute die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Frankfurt gefordert. Laut einem Gutachten fehlt dem Angeklagten die Steuerungsfähigkeit. Er ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Der 39-Jährige war im Februar dieses Jahres durch Frankfurt gerast. In Sachsenhausen erfasste er zwei Passanten auf einem Fußgängerüberweg und verletzte sie tödlich. Bei seiner Festnahme sprach der Angeklagte von inneren Stimmen, die ihm das Rasen befohlen hätten. Massive Stellenstreichungen geplant Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care will bis zu 750 der insgesamt rund 7.400 Arbeitsplätze an seinen deutschen Standorten abbauen. Dabei sind auch alle Bereiche am Hauptsitz des Unternehmens in Bad Homburg betroffen. Weltweit sollen 5.000 Stellen wegfallen. Die Fresenius-Tochter muss ihre Kosten senken. Anfang November hatte sie ein Sparprogramm angekündigt, um die jährlichen Ausgaben bis 2025 um 500 Millionen Euro zu verringern. Fresenius Medical Care betreibt weltweit rund 4.100 Dialysezentren für Nierenkranke. Vereinsheim in Flammen Der Brand des einstöckigen Gebäude im osthessischen Breitenbach am Herzberg hat gestern am späten Abend einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte das Vereinsheim von Wanderfreunden bereits lichterloh. Zwei Männer, die sich beim Ausbruch des Feuers in dem Gebäude aufhielten, konnten sich retten. Einer von ihnen erlitt leichte Brandverletzungen. Der Sachschaden liegt bei mindestens 100.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar.

  • Impfzentren in Rheinland-Pfalz werden wieder aktiviert

    Impfzentren in Rheinland-Pfalz werden wieder aktiviert

    Es ist nicht mal zwei Wochen her, da hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer neue Corona-Regeln für Rheinland-Pfalz vorgestellt. Mehr Booster-Impfungen, eine tägliche Testpflicht für Mitarbeiter in der Pflege und die Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen bei Veranstaltungen im Freien – das waren die Eckpunkte der Verordnung. Seitdem ist die Sieben-Tages-Inzidenz auf das Doppelte angestiegen, die Kritik an dem eher lockeren Kurs der Landesregierung wird lauter und lauter. Heute hat das Kabinett erneut getagt. Das Ergebnis: Es wird wieder Verschärfungen geben. Und zwar vor allem für Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen. Die Landesregierung will die Corona-Warnstufen in Abstimmung mit Medizinern und Krankenhäusern anpassen. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Ab kommendem Montag gilt dann ein strengerer Warnplan. Das heißt, alle Landkreise und kreisfreien Städte über 100 – und das sind die meisten – werden in Warnstufe Zwei sein. Und dann werden auch weniger ungeimpfte, getestete Menschen Zutritt zu Veranstaltungen haben, nämlich nicht mehr, wie heute, 25, sondern maximal fünf.“ Auch in Restaurants und öffentlichen Einrichtungen wird dieser Grenzwert gelten. Vorausgesetzt, das betont der Gesundheitsminister heute immer wieder, die Ministerpräsidentenkonferenz übermorgen fasst keine anderen Beschlüsse. Die Tendenz geht also voraussichtlich in Richtung 2G. Birgit Schrempf „Es gibt mir so ein Gefühl von Sicherheit, dass es so gehandhabt werden würde.“ Sami Hankir „Also, diese verschärften Maßnahmen, dass man immer kontrolliert wird, finde ich ein bisschen lästig. Aber ich denke, wenn sich dann die Mehrheit geimpft hat, dann haben wir es auch hinter uns.“ Ulrike S. „Das ist nicht die richtige Motivation, sich impfen zu lassen. Man lässt sich impfen, weil man die Krankheit nicht bekommen will oder sie nicht weitergeben will und nicht, weil man seine Freiheit zurückhaben will. Das ist falsch.“ Steigen die Zahlen noch weiter an und einzelne Kreise oder Städte erreichen die dritte Warnstufe, soll es zu einer strengen 2G-Regelung kommen. […]

  • Der 17:30-Corona-Ticker

    Der 17:30-Corona-Ticker

    Weitere Meldungen des Tages zum Thema „Corona“ kurz und kompakt für Sie zusammengefasst. Mehr Geld für Impfärzte Ab heute erhalten niedergelassene Ärzte in Hessen und Rheinland-Pfalz, die in ihren Praxen impfen, mehr Geld vom Bund. Statt wie bisher 20 Euro bekommen sie jetzt werktags 28 Euro pro Impfung, am Wochenende sind es 36 Euro. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen ruft dazu auf, nicht in Panik zu verfallen, wenn man nicht sofort sechs Monate nach der zweiten Impfung einen Termin für eine Booster-Impfung erhalte. Impfpflicht für medizinisches Personal Die Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Hausärzteverbands, Dr. Barbara Römer, fordert eine Impfpflicht für medizinisches Personal. Die Medizinerin aus Saulheim plädiert zudem im gesamten öffentlichen Raum für ein 2G-Konzept plus Maske. Sie warnt: Mit Impfen und Boostern allein sei die vierte Welle der Pandemie nicht zu brechen. Es sei deshalb wieder nötig, Kontakte zu reduzieren. Coronatests in Kitas und an Hochschulen Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen fordert drei Tests pro Woche in Kindertagesstätten und an Hochschulen. Grund seien die steigenden Inzidenzen und die vermehrte Zahl von Impfdurchbrüchen. Es könne nicht sein, dass es – im Gegensatz zum Schulbereich – für Kitas und Hochschulen keine einheitliche Teststrategie gebe.

  • Prozess in Trier nach Amokfahrt

    Prozess in Trier nach Amokfahrt

    Vor fast einem Jahr wurde Trier von einer blutigen Amokfahrt erschüttert. Heute wurde der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter fortgesetzt. Bernd W. muss sich wegen mehrfachen Mordes und versuchten Mordes vor dem Landgericht Trier verantworten. Nach wie vor ist ungeklärt, warum der 52-jährige Deutsche die Tat begangen hat. Hinweise darauf sollte heute die Aussage eines Notars liefern. Es ist der 01. Dezember 2020, der Tag, der Trier einen Schock versetzt. Um 13:46 Uhr soll Bernd W. mit über 80 Stundenkilometern durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein. Wahllos und gezielt sei er auf Passanten zugesteuert, so die Anklage. Sechs Menschen sterben und über 20 werden verletzt. Kurz nach der Tat überwältigt die Polizei den 52 Jährigen. Auslöser für die Tat könnte ein Treffen des Angeklagten mit einem Trierer Notar einen Tag vor der Amokfahrt gewesen sein. Bernd W. behauptet, dass der Notar ihn dabei erniedrigt hätte. Laut Polizeiprotokoll forderte der Angeklagte bei dem Treffen mehrere Hunderttausend Euro Schadenersatz für medizinische Studien, an denen er als Kind unfreiwillig teilnehmen musste. Da der Notar ihm aber kein Geld gegeben hat, habe der Angeklagte angekündigt, „Abhilfe“ zu schaffen. Die Zeugenvernehmung des Notars heute zeichnet jedoch ein anderes Bild des Treffens. Der Angeklagte habe auf ihn nicht aggressiv gewirkt – so der Notar. Das Gespräch sei konstruktiv gewesen. Er habe dem Angeklagten Hinweise gegeben, wie er an das Geld kommen könnte. Eine Aussage, die aus Sicht der Opfer mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Andreas Ammer, Anwalt der Nebenklage „Es handelt sich offensichtlich um ein Hirngespinst des Angeklagten. Die Aussage zeigt einen völlig nüchternen, sachlichen, unspektakulären Besuch, der jedenfalls nicht dazu Anlass gegeben hat, die spätere Tat in dieser Form zu begehen. Er hat uns da in die Irre geleitet.“ Ein Polizist sagt heute noch aus, dass der Angeklagte sieben Tage vor der Tat einen Google-Maps-Screenshot […]

  • Ver.di droht mit vierwöchigem Busfahrerstreik noch vor Weihnachten

    Ver.di droht mit vierwöchigem Busfahrerstreik noch vor Weihnachten

    Nach wiederholten Arbeitsniederlegungen in den letzten Wochen und Monaten droht Rheinland-Pfalz nun ein vierwöchiger Mega-Streik im privaten Busgewerbe – und das mitten in der Weihnachtszeit. Im Tarifstreit hat die Gewerkschaft ver.di jetzt den Druck erhöht und der Arbeitgebervereinigung ein letztes Ultimatum gestellt. Noch rollt der gesamte Busverkehr in Rheinland-Pfalz. Doch ab nächster Woche Samstag droht dieses Szenario: verwaiste Bushaltestellen, volle Busdepots. Für die rund 3.000 Fahrer im privaten Busgewerbe fordert ver.di unter anderem eine Erhöhung des Tariflohns auf 17,20 Euro und bezahlte Standzeiten. Doch der längst überfällige Tarifvertrag sei noch immer nicht in Sicht. Trotz Subventionen des Landes. Marko Bärschneider, Verhandlungsführer ver.di „Das Verhalten der Arbeitgeber ist an der Stelle mehr als fragwürdig. Sich immer wieder hinter fehlenden Mehrheiten seiner Unternehmerschaft zu verstecken, die zwischenzeitlich im großen Maße ihre Kassen mit Subventionen des Landes prall gefüllt haben. Und deswegen sehen wir im Moment keinen anderen Ausweg, als dieses Ultimatum zu setzen. Und am 27.11. wird das ablaufen. Und dann werden die Busse stehen in Rheinland-Pfalz.“ So pocht ver.di weiter auf die bereits verabredete Erhöhung des Tariflohns. Den zu finanzieren, sieht sich die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz, kurz VAV, gegenwärtig jedoch nicht in der Lage. Es fehle immer noch die Hälfte der Subventionen – der Anteil der Kommunen. Außerdem gebe es noch keine langfristige Förderzusage des Landes. Heiko Nagel, Geschäftsführer VAV „Rechtssicherheit und Finanzierbarkeit muss gewährleistet sein. Das ist aktuell noch nicht der Fall. Wenn wir da neuere Signale haben, sowohl vom Land als auch von den Aufgabenträgern, dann gehen wir den nächsten Schritt. Das weiß ver.di. Wir haben die Hand gereicht letzte Woche mit den in Aussicht gestellten Einmalzahlungen November, Dezember. Diese Hand hat ver.di ausgeschlagen. Wir sehen das für völlig überzogen, hier jetzt diesen Konflikt abermals auf dem Rücken der Fahrgäste, der Schülerinnen und Schüler auszutragen.“ Sollte die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Polizei sucht Zeugen Nachdem ein 46-jähriger Mann am Samstagabend im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim durch einen Schuss verletzt wurde, sucht die Polizei weiter nach Zeugen der Tat. Ein Unbekannter hatte gegen 20.00 Uhr auf den Mann geschossen, als dieser in der Schlesierstraße aus einem geparkten Auto ausstieg. Danach flüchtete der Täter zu Fuß. Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen waren bislang erfolglos. Die Polizei sucht nach einem 1,80 Meter großen Mann. Er soll dunkel gekleidet gewesen sein und eine schwarze Basecap getragen haben. Das Opfer kam mit schweren aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Keine zweite Staatshilfe notwendig Lufthansa-Chef Carsten Spohr geht davon aus, dass die Fluggesellschaft nicht noch einmal mit Steuergeldern unterstützt werden müsse. Die Lufthansa habe jetzt deutlich höhere finanzielle Reserven. Sie verfüge nun über mehr als dreimal so viel Liquidität wie vor der Corona-Krise. Trotz der rasant steigenden Infektionszahlen erwartet Spohr nicht, dass der Flugverkehr erneut einbricht. Sollte sich die Lage dennoch wieder zuspitzen, sei die Lufthansa krisenfest. Am Freitag hatte die Lufthansa mitgeteilt, dass sie die Staatshilfen über insgesamt 3,5 Milliarden Euro früher als erwartet zurückgezahlt habe. Ehrung für Helfer-Shuttle Die beiden Initiatoren des Helfer-Shuttles im Ahrtal, Thomas Pütz und Marc Ulrich, wurden heute mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Die beiden Unternehmer aus Bad-Neuenahr-Ahrweiler hatten unmittelbar nach der Flutkatastrophe Busse organisiert, die die vielen privaten Helfer zu den betroffenen Orten ins Ahrtal brachten. Außerdem entwickelten sie eine digitale Plattform zur Vermittlung von Hilfsangeboten.

  • Ambulante Psychiatrie in Klingenmünster

    Ambulante Psychiatrie in Klingenmünster

    Psychische Erkrankungen sind leider viel zu häufig ein Tabuthema, die Psychiatrie oft mit Vorurteilen oder Unbehagen behaftet. Dabei muss niemand Angst haben, sich Unterstützung zu suchen. Fachkräfte gestalten Therapien so individuell wie möglich und stationäre Aufenthalte so kurz wie nötig. Im Pfalzklinikum in Klingenmünster geht man im Rahmen eines Modellprojektes sogar noch einen Schritt weiter. Menschen, die eigentlich stationär aufgenommen werden müssten, können in ihren eigenen vier Wänden behandelt werden. Bianca Heider, Fachkrankenschwester Gerontopsychiartrie Pfalzklinikum „Wie geht es Ihnen im Moment psychisch?“ Helga Lampert, 85 Jahre „Ach, was soll ich da sagen? Ja, ich muss halt weiterhin die Medikamente nehmen und bin froh, dass ihr kommt, weil ich noch viel abzubauen habe.“ Helga Lampert hatte in ihrem Leben schon den ein oder anderen Schicksalsschlag zu verkraften. Ihre beiden Ehemänner sterben früh, zwei Töchter erzieht sie viele Jahre allein. 2015 erleidet sie zwei schwere Schlaganfälle. Drei Monate lang verbringt die heute 85-Jährige in Krankenhaus und Reha, muss wieder laufen lernen. Ihr ganzes Leben hat Helga Lampert Gitarre gespielt. Nach den Schlaganfällen machen ihre Hände das nicht mehr mit. Jetzt ist die Traumharfe ihr Instrument. Helga Lampert, 85 Jahre „Ich kann das jetzt erst wieder spielen, seit ich mich wieder ins Leben gekämpft habe.“ Helga Lampert leidet an Depressionen und Angststörungen. Seit über eineinhalb Jahren ist sie am Pfalzklinikum in Therapie. Besser gesagt, das Pfalzklinikum kommt zu ihr, in Person von Bianca Heider. Bianca Heider, Fachkrankenschwester Gerontopsychiartrie Pfalzklinikum „Im ambulanten Bereich, da bin ich alleine bei den Menschen. Ich muss oder darf vor Ort entscheiden: Was machen wir, wie machen wir das. Und diese Verantwortung ist einfach eine ganz andere wie das im stationären Bereich ist.“ Die Zuhause-Behandlung ist aber keine einfache ambulante Psychotherapie, sondern: Stefan Frisch, Psychologe Pfalzklinikum „Für Erkrankungen, die eigentlich auch eine stationäre Aufnahme, also eine Aufnahme im Krankenhaus […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Das Wetter macht dem November alle Ehre. In Hochlagen kann es nachts Frost geben. Heute Nacht ist es im Osten und Süden örtlich aufgelockert, später aber bilden oder verdichten sich Nebel und Hochnebel schnell wieder. Die Luft kühlt sich dabei auf 5 bis 2 Grad ab, in Hochlagen – bis 1 Grad am Boden – kann es örtlich leichten Frost geben. Morgen geht es ziemlich trüb weiter. Das Novemberwetter macht seinem Namen alle Ehre. Lediglich die Spitzen vom Pfälzer Wald und der Rhön schauen aus dem Nebel mehr heraus. Die Temperaturen schaffen es auf 5 bis 6 Grad im Bergland und 8 Grad am Rhein. Am Mittwoch kommt von Norden her etwas Regen auf. Der Donnerstag wird auch recht trüb. Lediglich im Süden kann es einige Wolken Lücken geben. Am Freitag wandern diese Wolkenlücken dann Richtung Norden und die Temperaturen steigen mit der Sonne etwas an.

  • Zahl der Intensivbetten ist gesunken

    Zahl der Intensivbetten ist gesunken

    Es ist 5 nach 12. Mahnende Worte haben wir schon viele in dieser Pandemie gehört – nun ist es wieder so weit. Seit letztem November soll es bundesweit 5000 Intensivbetten weniger geben. Und das mitten in einer Pandemie. Was läuft da schief? Es ist 5 nach 12. Mahnende Worte haben wir schon viele in dieser Pandemie gehört – nun ist es wieder so weit.  Lothar Wieler, der Chef des Robert Koch Instituts, hat wegen der drastischen Ausbreitung des Coronavirus, die Menschen eindringlich aufgerufen ihre Kontakte zu beschränken. Es sei eben 5 nach 12. Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn hat heute angekündigt, dass ab morgen wieder kostenlose Corona-Tests für alle möglich seien. Es werde neue Schritte im Kampf gegen die vierte Welle geben müssen – so Spahn- angesichts der hohen Corona-Zahlen und der volllaufenden Intensivstationen. Und genau das schauen wir uns mal genauer an. Seit letztem November soll es bundesweit 5000 Intensivbetten weniger geben. Und das mitten in einer Pandemie. Was läuft da schief? Der letzte Corona-Winter mit seinen vielen Infizierten und Toten war ein Weckruf an die Politik: Die Krankenhäuser müssen besser ausgerüstet werden, vor allem im Hinblick auf die Intensivbetten und das Pflegepersonal. Doch ein Blick in die Statistik zeigt: Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der gemeldeten Intensivbetten stetig gesunken – und das bei ähnlicher Bettenbelegung. Das zeigt sich auch in Hessen und Rheinland Pfalz. Der Grund dafür ist schon lange bekannt: Es fehlt das Personal, um die Patienten in den Intensivbetten zu betreuen. Deshalb werden immer mehr Betten abmeldet. Dr. Gerald Gaß, Präsident Deutsche Krankenhausgesellschaft „Es gibt nach über 20 Monaten der Pandemie bei einer ganzen Reihe von Mitarbeitern spürbar die Situation, dass sie sich überlastet fühlen, dass sie in Teilen den Weg in die Normalstation gewählt haben, dass sie sich versetzten lassen oder eben auch Arbeitszeit reduziert […]

  • Zeit für die Grippeschutzimpfung

    Zeit für die Grippeschutzimpfung

    Wenn man in diesen Tagen über Impfung spricht, dann eigentlich nur über die Corona-Impfung. Dabei – so raten Experten – sollte man die Grippeschutzimpfung nicht vergessen. Im letzten Jahr ist die Grippesaison wegen der Corona-Schutzmaßnahmen quasi ausgefallen. Wir zeigen Ihnen, warum es gerade in diesem Jahr besonders wichtig ist, sich impfen zu lassen. Jedes Jahr aufs Neue lassen sich Millionen Menschen gegen die Grippe impfen. Und das ist auch in diesem Jahr wieder ganz wichtig, sagt Allgemeinmedizinerin Barbara Römer. Sie konnte in ihrer Praxis in Saulheim viele Patienten für den Impfschutz begeistern. Dr. Barbara Römer, Hausärztin in Saulheim „Ich war noch im Spätsommer skeptisch. Im August, September, da fangen wir meistens schon an, unsere Patienten drauf anzusprechen. Und da habe ich oft gehört, oh, jetzt nicht schon wieder eine Impfung. Aber das Blatt hat sich gewendet, also ich bin sehr begeistert.“ Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung für Menschen über 60 Jahre, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen und für diejenigen, die beruflich mit vielen Menschen in Kontakt sind. In der letzten Saison ist die Grippewelle wegen der Corona-Schutzmaßnahmen quasi ausgefallen. Für die bevorstehende Saison in Winter und Frühjahr sei die Impfung jetzt daher umso wichtiger. Prof. Fred Zepp, STIKO-Mitglied Universität Mainz „Die sollten die älteren oder die betroffenen Menschen überhaupt nicht versäumen, denn wir haben einen Winter gehabt mit einer Lockdown-Situation – das heißt, diese für uns Menschen übliche jährliche Auseinandersetzung mit den Influenzaviren, die hat auch nicht stattgefunden. Und das bedeutet: Umso wichtiger ist es, dass neben der SARS-CoV-2-Impfung auch eine Influenza-Impfung gemacht wird in den Zielgruppen.“ Wer möchte, kann sich sogar beide Impfungen an einem Tag geben lassen – die Grippeimpfung in den einen und die Corona-Impfung in den anderen Arm. Dr. Barbara Römer, Vorsitzende Hausärzteverband Rheinland-Pfalz „Wir wissen auch, dass die Kombination von mehreren Impfungen – also zum […]

  • Politikwissenschaftler Prof. Sarchinelli zur Kandidatur von Helge Braun für den CDU-Vorsitz

    Politikwissenschaftler Prof. Sarchinelli zur Kandidatur von Helge Braun für den CDU-Vorsitz

    Seit Tagen gab es entsprechende Spekulationen, gestern hat es Helge Braun dann offiziell gemacht. Der Kanzleramtschef aus Hessen will CDU-Chef werden. Heute Abend wird er dann offiziell durch den Vorstand des Kreisverbands Gießen nominiert, dem Braun vorsitzt. Unterdessen hat auch Norbert Röttgen heute seinen Hut in den Ring geworfen. Im Januar war der CDU-Außenpolitiker mit seiner ersten Kandidatur gescheitert: Auf dem Bundesparteitag unterlag er in der ersten Abstimmung Armin Laschet und Friedrich Merz. Merz hat übrigens noch nicht erklärt, ob er sich zur Wahl stellt. Am Mittwoch läuft die Bewerbungsfrist aus. Markus Appelmann, Moderator: Darüber sprechen wir jetzt mit Prof. Ulrich Sarcinelli – Politikwissenschaftler aus Landau. Herr Sarcinelli, lange schien es bei der Laschet-Nachfolge nur Bewerber aus Nordrhein-Westfalen zu geben. Nun hat Helge Braun sicherlich viele überrascht. Ist das die letzte Hoffnung des Merkel-Lagers? Prof. Ulrich Sarcinelli, Poliziwissenschaftler Universität Koblenz-Landau: Na ja, ich denke, da gibt es ganz unterschiedliche Motive, weshalb er sich da jetzt zur Kandidatur entschlossen hat. Zunächst einmal geht es darum, dass die Hessen-CDU auch im Bundesvorstand entsprechend stark vertreten ist. Und möglicherweise gibt es ein Nebenmotiv, was für Hessen nicht so ganz unwichtig ist, nämlich die Frage, ob er sich mit einer solchen Kandidatur nicht auch in eine Position bringt, die für die Nachfolge von Herrn Bouffier wichtig sein könnte. Appelmann: Lassen Sie uns genau darüber kurz sprechen. Wann Ministerpräsident Volker Bouffier abtreten wird, vermag heute niemand zu sagen. Es ist aber seit Monaten Thema. Für Sie wäre Helge Braun ein möglicher Nachfolger? Sarcinelli: Das ist schwer zu beurteilen. Dazu fehlen mir einfach die internen Kenntnisse. Bezogen auf die Hessen-CDU, aber jedenfalls wäre er bundespolitisch besonders sichtbar. Die bisher gehandelten Namen um die Bouffier-Nachfolge sind ja alles Landespolitiker, die über das Land hinaus, würde ich jetzt mal sagen, keinen besonderen Bekanntheitsgrad haben. Das trifft auf Helge […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Noch nicht auf Booster-Impfungen vorbereitet Die Ankündigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministers Clemens Hoch, dass ab kommender Woche 18 Krankenhäuser im Land Corona-Impfungen durchführen werden, stößt bei den betroffenen Kliniken auf Kritik. Für viele von ihnen kommt das zu schnell. Dietmar Bochert, Leiter Unternehmenskommunikation Marienhaus-Gruppe „Montag ist nicht leistbar, weil einfach zu viel Vorarbeiten gemacht werden müssen. Jedes Haus ist individuell anders. Wir müssen das organisatorisch einrichten, personell einrichten. Wir müssen auch Pläne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umarbeiten. Und der Impfstoff musste bestellt werden, der liegt ja bei uns nicht vorrätig, weil wir vorher nicht geimpft haben. Es ist alles angeschoben, alles in der Mache. Aber wir gehen davon aus, dass wir ab dem 23.11. starten können.“ Das Gesundheitsministerium hat inzwischen mitgeteilt, es sei klar gewesen, dass die Klinken erst nach und nach Impfungen anbieten könnten. Außerdem werde es jetzt ermöglichen, dass neun Impfzentren wieder eröffnet werden. Impfpflicht für Gesundheitsberufe Wegen der stark steigenden Zahl der Corona-Infektionen fordert die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag eine Impfpflicht für alle Beschäftigten im Medizin- und Pflegebereich. Bei Ungeimpften bestehe ein höheres Risiko, das Virus zu übertragen, als bei Geimpften. Um besonders gefährdete Menschen zu schützen, sei eine Impfpflicht in den Gesundheitsberufen dringend notwendig. Darüber müsse die Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage in der nächsten Woche beraten. Neue Regelung für LKA-Chef Die künftigen Präsidenten des Hessischen Landeskriminalamts werden politische Beamte sein. Das hat der Landtag in Wiesbaden gestern Abend beschlossen. Laut Innenminister Peter Beuth müsse der oberste Verantwortliche für die Kriminalitätsbekämpfung im Land mit den politischen Zielen der Landesregierung übereinstimmen. Heftige Kritik kam von der Opposition. Die SPD-Fraktion hält das Gesetz für verfassungsrechtlich bedenklich. Der LKA-Präsident wäre durch die neue Regelung in seiner Amtsführung nicht mehr unabhängig von der Politik. Weihnachtsmarkt in Frankfurt Oberbürgermeister Peter Feldmann hat heute das Konzept […]

  • Mühlsteinrevier soll UNESCO-Weltkulturerbe werden

    Mühlsteinrevier soll UNESCO-Weltkulturerbe werden

    Der Name „Vulkaneifel“ rührt daher, weil es dort vor über 50 Millionen Jahren Vulkane gab. Die haben eines zurückgelassen: riesige Grubenlandschaften und Steinbrüche. Schon vor über 7.000 Jahren ist das Lavagestein genutzt worden, um Mühlsteine herzustellen. Das „Mühlsteinrevier Rhein-Eifel“ soll jetzt UNESCO-Weltkulturerbe werden. Die Reise zum – nicht ganz – Mittelpunkt der Erde. Es geht hinab in die Lavakeller von Mendig. Riesige Felsenkeller. Etwa drei Quadratkilometer groß. Ehemals das größte Basaltlava-Bergwerk der Welt. Vor 200.000 Jahren ein Vulkan, wird aus dem erkalteten Lavastrom Basalt. Das Gestein wird ab dem Mittelalter, bis ins 19. Jahrhundert für Mühlsteine abgebaut. Es ist sehr hart und kompakt. Nico Junglas, Arbeitskreis Mühlsteinrevier Rhein-Eifel „Das heißt, wenn wir mit einem Basaltlava-Mühlstein das Korn zu Mehl malen: wenig Abrieb. Derjenige der das Brot dann gegessen hat, der hatte auch länger gute Zähne gehabt. Das können Archäologen auch heute noch feststellen, wenn sie sich das Gebiss eines solchen Skelets anschauen.“ Mitte des 19. Jahrhunderts ersetzt Stahl den Basalt. Das Bergwerk schließt. Die Mühlsteine aus Mendig werden Geschichte, ausgestellt auf mehreren Weltausstellungen. Im 10 Kilometer entfernten Mayen wird Basalt schon vor 7.000 Jahren abgebaut. Überirdisch. Das sind Handmühlsteine aus der Römerzeit. Jeder Haushalt hat in der Antike so einen Stein. Praktisch auch für die Reise. Wenn eine Legion in den Krieg zieht, hat sie immer Mühlsteine aus Mayen im Gepäck. Die Hochzeit des Abbaus ist vor rund 2100 Jahren. Hans Schüller, Vorsitzender Geschichts- und Altertumsverein Mayen „Das war mit den Eroberungszügen von Cäsar und Augustus. Als hier das Rheinland römische Provinz wurde, erfuhren hier die Brüche einen regelrechten Boom. Hier wurden in Massen Handmühlen für die römischen Provinzen hergestellt und auch zum Teil nach Britannien und auch in den Nordseeraum exportiert.“ Der Abbau und die Bearbeitung der Basaltlava ist zur Römerzeit kein Pappenstiel. Alina Wilbert-Rosenbaum ist die Direktorin der […]