Natur

  • Nationalpark Hunsrück-Hochwald feiert 10. Geburtstag

    Nationalpark Hunsrück-Hochwald feiert 10. Geburtstag

    Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald feiert seinen 10. Geburtstag. Er ist der einzige Nationalpark in Rheinland-Pfalz – und der jüngste der insgesamt 16 in ganz Deutschland. Ein Ort, wo Natur Natur sein kann – ohne wirtschaftlichen Nutzen. Bis 2045 soll er zu 75 Prozent aus Wildnis bestehen. Und die Natur macht einen guten Job. Circa 10.000 Hektar Fläche, davon 98 Prozent Wald. Vielseitige Mischwälder, Moore, eine hohe Artenvielfalt an Wildtieren und Insekten. Der Nationalpark schützt die Biodiversität und natürlichen Lebensräume. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Umweltministerin Rheinland-Pfalz „Weite Teile dieses Nationalparks, dieser Waldfläche ist der menschlichen Nutzung entzogen. Es wurden Wege reduziert, wir erleben dort einen ganz anderen Umgang mit der Natur, das heißt die Natur kann Natur sein und kann die Prozesse selbst managen und wir gucken im Prinzip nur zu, wir erforschen diese Prozesse, um sie dann auch auf andere Regionen übertragen zu können.“ Ein Beispiel: Diese Fichten sind wie so viele andere dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Doch was passiert, wenn man die toten Bäume einfach liegen lässt, statt die Fläche kahl zu räumen? Martin Mörsdorf, Abteilungsleiter Forschung „Wieso kommt hier vielleicht wieder Wald hoch oder neue Baumarten, wo kommen die her, und wieso ist es in anderen Flächen nicht so, da wächst vorwiegend Gras. Also diese Unterschiede gibt’s, aber wir verstehen die noch nicht so ganz genau. Wir wollen auch gucken, welchen Einfluss haben Wildtiere, welchen Einfluss haben die Pilze im Boden auf die Wiederbewaldung dieser Flächen.“ Besonders im Fokus sind auch Moore. Sie sind natürliche Wasserspeicher im Wald und lagern außerdem sehr viel CO2 ein. Doch um die Flächen besser bewirtschaften zu können, hat man sie Jahrhunderte lang mithilfe von Gräben trockengelegt. Diese wurden zur Wiederbelebung der Moore im Nationalpark verschlossen. So kann das Wasser bleiben und das Moor sich wieder aufbauen. Wichtig für einen […]

  • Grube Messel seit 30 Jahren Weltnaturerbe

    Grube Messel seit 30 Jahren Weltnaturerbe

    In diesem Jahr feiert ein ganz besonderes Weltnaturerbe sein 30-jähriges Jubiläum. Die Grube Messel bei Darmstadt. Heute ist sie eine der bedeutendsten Fossilienfundstätten der Welt. Daraus wäre beinahe nichts geworden, denn in den 1970er Jahren sollte sie eine Mülldeponie werden. Nur wegen eines Formfehlers im Antrag konnte die Schatzkammer für Fossilien gerettet werden. Eigentlich nur ein großes Loch. Bis Anfang der 1970er Jahre ist hier Ölschiefer abgebaut worden. Vor allem  ist die Grube Messel aber ein Paradies für Paläontologen, also für die Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung von Lebewesen der Vergangenheit beschäftigen. Philipe Havlik, Geschäftsführer Welterbe Grube Messel „Es gibt keinen Ort weltweit, an dem man einen besseren Einblick kriegen kann in die Zeit des Eozäns, also vor zirka 47 Millionen Jahren, und das ist eine unfassbar spannende Zeit, und zwar die Zeit, als die Säugetiere den Siegeszug über die ganze Welt antraten.“ Säugetiere wie die kleinen Urpferde. Die ungefähr so aussahen. Das haben hessische Wissenschaftler herausgefunden. Grundlage der 3D-Animation sind Funde aus der Grube Messel. Denn nirgendwo sonst auf der Welt sind die Fossilien so gut erhalten, wie in dem durch vulkanische Aktivitäten entstandenen Kratersee. Vor 47 Millionen Jahren ein tropischer Regenwald, in dem auch Krokodile leben. Philipe Havlik, Geschäftsführer Welterbe Grube Messel „Solange es kuschelig warm ist, sind die da und die hatten hier ein wahres Eldorado gefunden. Bei jeder Grabungskampagne in der Grube Messel werden neue einzigartige neue Fossilien entdeckt. Das ist eine absolute Sensation.“ Käfer, die nach so langer Zeit noch leuchten. In der Grube Messel wird weltweit einzigartiges gefunden, weil die Bedingungen ganz besonders sind. Ein sauerstoffarmer Vulkansee der Vorzeit, der die Verwesung von Tieren und Pflanzen verlangsamt und Ölschiefer, der die Fossilien besonders gut konserviert. Christiane „Ich bin jetzt zum ersten Mal hier, wir kommen aus dem Allgäu und mir gefällt es sehr […]

  • Wildschwein wird im Wohnzimmer aufgepäppelt

    Wildschwein wird im Wohnzimmer aufgepäppelt

    Ich glaub‘ mein Schwein pfeift. So heißt es wohl gerade zuhause bei Angelika und Werner Schmäing im mittelhessischen Dillenburg. Denn das Paar päppelt im Wohnzimmer ein kleines Wildschwein auf. Platz da – hier kommt Hermine. Das kleine Wildschwein schlägt sich im Garten der Schmäings erst mal schön den Bauch voll! Anschließend gibt’s das wohlverdiente Nickerchen im Wohnzimmer. Dass das Ferkel so putzmunter ist, verdankt es den beiden Tierrettern Angelika und Werner. „Ja, Hermine ist bei uns im Dorf gefunden worden. Und da rief dann ne Bekannte von uns ganz aufgeregt an. Bei ihr auf der Terrasse würde ein Schwein stehen. Völlig apathisch. Und dann ist mein Mann hingefahren und hat das Schwein erst mal gesichert. Und ja, die ist von der Rotte getrennt worden. Den Grund genau kann man nicht sagen. Und war auch sehr schwach am Anfang.“ Das Paar päppelt Hermine wieder auf. Und so grunzt sie fröhlich durch den Garten oder lässt sich auf dem Sessel so richtig durchkraulen. Schwein gehabt! So wie den Frischling haben Angelika und Werner Schmäing schon viele Tiere beherbergt. Seit 25 Jahren betreiben sie eine Wildtierauffangstation. Papageien, Enten, Rehe und viele kleine Fuchswelpen, sie alle leben auf dem Grundstück und wollen versorgt werden. Bei den Schmäings ist immer was los. Doch Hermine ist das letzte Tier, das Angelika und Werner aufnehmen. Die Kosten für Futter und Tierarztbesuche sind für das Ehepaar nicht mehr alleine zu stemmen. „Die Zahlen, die wir fest haben sind 5.500 Euro gewesen im letzten Jahr. Und von dieser hessischen Tierschutzstiftung bekommen wir zwanzig Prozent zurückerstattet.“ Dazu kommt die psychische Belastung, wenn Tiere sterben und die Arbeit, die die beiden Ehrenamtler in ihrer Freizeit leisten. Deshalb schließen Werner und Angelika die Wildtierstation. Ein Abschied, der nicht leicht fällt, gab es doch auch so viele schöne Momente. Werner Schmäing, Tierretter aus […]

  • Berberaffen-Zwillinge im Opel-Zoo

    Berberaffen-Zwillinge im Opel-Zoo

    Im Opel-Zoo im hessischen Kronberg gibt es gerade eine kleine Sensation. Nach der spektakulären Giraffen-Geburt vor einigen Wochen folgt jetzt weiterer Nachwuchs. Gleich zwei Babys haben bei den Berberaffen das Licht der Welt erblickt. Zwillinge! Und das ist höchst selten. Gerade mal zehn Tage sind sie alt, die zwei kleinen Berberäffchen und trotzdem ziemlich munter. Für Tierpfleger und Zoopersonal eine Riesen-Überraschung, dass sich nach der Geburt nicht nur ein, sondern gleich zwei Jungtiere eng an ihre Mama schmiegen. Martin Becker, Zoopädagoge Opel-Zoo „Also, dass wir Jungtiere haben, ja … jetzt ist Frühjahr, da haben wir ganz viele. Aber dass bei den Berberaffen Zwillinge gibt; das ist ne absolute Ausnahme. Die sind sehr fit sind auch agil. Das heißt, die schlafen natürlich viel, aber wenn sie wach sind, dann bewegen sie sich. Das Entscheidende ist natürlich: Wieviel Milch kann die Mutter geben? Ob die beiden auch genügend bekommen. Jetzt sind die 10 Tage alt, es sieht gut aus!“ Für die Mutter heißen zwei Kids aber auch doppelt so viel schleppen. Wie gut, dass es bei den Berberaffen keine klassische Rollenverteilung gibt. Sie agieren eher wie eine große Patchworkfamilie. Martin Becker, Zoopädagoge Opel-Zoo „Man kümmert sich auch umeinander. Und das sieht man auch bei den beiden Jungtieren. Dass nur die Mutter die Milch geben kann, das ist eindeutig. Aber diese Rumtragerei kann man regeln. Oder Wärme spenden und die Kleinen betreuen. Das heißt, die Mutter gibt ein Jungtier regelmäßig ab an ein anderes Mitglied der Gruppe. Und das sind sogar sehr viele Männer auch, die das nehmen. Und die müssen das nur wieder natürlich zum Milchtrinken zurückbringen. Und das funktioniert hervorragend und das gibt die Mutter sogar sehr gerne ab.“ Und die anderen Affen – Weibchen und Männchen – nehmen es gerne mit auf eine Spritztour. Denn die Kinderbetreuung bietet den Berberaffen […]

  • Kampf dem Eichenprozessionsspinner

    Kampf dem Eichenprozessionsspinner

    Der Mai hat viel Schönes zu bieten. Die Erdbeersaison beginnt, Freibäder öffnen, das Leben findet wieder draußen statt. Doch genau dort lauern Gefahren, denn im Mai beginnt auch die Zeit der Eichenprozessionsspinner. Diese harmlos aussehenden Raupen können für Mensch und Tier sehr gefährlich werden. Grünflächenämter gehen deshalb schon prophylaktisch gegen die Insektenlarven vor, bevor sie ihre giftigen Haare entwickeln. Um Schlimmeres zu verhindern. Der Waldspielpark Schwanheim bleibt heute für Besucher geschlossen. Denn hier läuft zurzeit eine wichtige Mission. Über eine Turbine wird ein Wirkstoff gegen die Larven des Eichenprozessionsspinners in die Baumkronen gesprüht – bis zu 25 Meter hoch. Christian Dienst, Leiter Grünflächenunterhaltung Stadt Frankfurt „Der heißt ‚Bacillus thuringiensis kurstaki‘ und das ist ein Fraßgift und auch Kontaktgift. Erst mal geht er halt auf die Blätter, das ist eine Emulsion, die sich halt auf die Blätter legt und danach halt von den Raupen bei ihren Fraßgängen aufgenommen wird.“ Das für Menschen ungefährliche Mittel ist ein sogenannter Häutungshemmer und bewirkt, dass sich die Raupen nicht vom zweiten ins dritte Larvenstadium entwickeln können. Denn ab dann bekommen sie ihre giftigen Nesselhaare, um Fressfeinde fernzuhalten. Doch wenn die Haare abfallen und der Wind sie verteilt, können sie bei Kontakt auch für den Menschen zum Problem werden. Deshalb werden in den nächsten Wochen insgesamt rund 6.500 Bäume in Frankfurt behandelt. Christian Dienst, Leiter Grünflächenunterhaltung Stadt Frankfurt „Natürlich gibt es halt immer Kritiker, das ist wie auch in der Landwirtschaft, wenn dort Herbizide oder Pestizide ausgebracht werden. Wir müssen halt schauen, zwischen dem Auftrag, den wir vom Gesundheitsamt erhalten, wirklich die menschliche Gesundheit zu schützen, und dann natürlich halt hier unser Auftrag halt auch der Biodiversität oder auch der Ökologie gerecht zu werden.“ Wie gefährlich die Haare für Menschen werden können, weiß Dermatologe Dr. Schmidseder aus Nieder-Olm. Dr. Marc Schmidseder, Dermatologe „Das kann unter anderem […]

  • Tiger-Nachwuchs im Frankfurter Zoo

    Tiger-Nachwuchs im Frankfurter Zoo

    Zwei neue Tigerbabys sind vor knapp drei Monaten auf die Welt gekommen und wurden bis jetzt in Ruhe gelassen. Mittlerweile haben sie sich prächtig entwickelt und sind bereit, um den Besuchern vorgestellt zu werden. Die Aufregung ist riesengroß: Viele Journalisten wollen die Tigerbabys zum ersten Mal sehen – und da sind sie: das Mädchen Rasmi und der Junge Mandala. Die beiden Tigerbabies sind keine drei Monate alt. Dr. Christina Geiger, Zoo Frankfurt „Sie sind sehr schnell, auch in ihrer körperlichen Entwicklung. Sie konnten super schnell klettern und rennen aber viel von ihrem Tagesgeschäft ist schlafen, schlafen, schlafen.“ In der freien Wildbahn gibt es nur rund 400 Sumatra-Tiger. Knapp 300 weitere leben in Zoos weltweit. Dr. Christina Geiger, Zoo Frankfurt „Die Sumatra-Tiger, zu denen die beiden gehören, sind eine hochbedrohte Art. Die sind nach der roten Liste der vereinten Naturschutzorganisation auf der letzten Stufe vor der Bezeichnung als Ausgestorben also das heißt, der Druck auf diese Tierart ist enorm und deswegen zählt jedes Individuum.“ Eigentlich wären es sogar drei gewesen. Das dritte Baby wurde aber im Februar tot geboren und dann von ihrer Mutter aufgefressen. Klingt makaber, ist aber völlig normal: Dr. Christina Geiger, Zoo Frankfurt „Sie hat noch ziemlich lange probiert, ob‘s wirklich keine Reaktion zeigt und versucht zu reanimieren. Und als Sie gemerkt hat nach einigen Stunden, dass es eben leblos ist, hat sie es aufgefressen. Denn der einsetzende Verwesungsgeruch, würde natürlich im Wald potenzielle Fressfeinde anlocken und dann eine Gefahr für die gesunden Jungtiere darstellen. Insofern ist das ein total normales Verhalten und zeigt, das sie ihrer Natur treu geblieben ist und weiß, wie man sich als schützende Mutter verhalten muss.“ Die beiden Namen der Raubkatzen haben auch eine Bedeutung: Mandala bedeutet Kreis und Rasmi Harmonie. Zusammen also der Kreis der Harmonie. Wenn sich die Tigerbabys wohl fühlen […]

  • Stadtblumen zu verschenken

    Stadtblumen zu verschenken

    „Blumen für alle“ heißt es heute und das ganze Wochenende in Mainz. Und das ganz umsonst. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt bestückt bald die öffentlichen Beete neu mit Sommerblumen. Was jetzt noch in den Beeten ist, muss raus! Und deshalb darf sich jeder ein paar Stiefmütterchen und Co. mitnehmen. Sie sind eigentlich wirklich noch wunderschön! Die Stiefmütterchen, Goldlacke und all die anderen Blumen, die in den Frühjahrsbeeten in der Mainzer Innenstadt eingepflanzt sind, oder besser waren. Denn ab heute darf hier jeder ganz legal die städtischen Beete plündern. Patrick „Die kommen bei mir auf die Terrasse. Ich wurde von meiner Freundin beauftragt. Ich habe es zum ersten Mal auf Instagram gesehen und dachte mir, da bin ich dabei. Coole Aktion.“ Angela „Ich setze sie in meine Blumenkästen auf dem Balkon und letztes Jahr haben sie sich noch gut bis Juni etwa gehalten und dann habe ich sie mit anderen Pflanzen bepflanzt.“ Ute „Ich finde es total klasse, dass man die Blumen noch mal retten kann, die sind noch nicht ganz verblüht. Und auf dem Balkon, da halten sie sich noch mindestens vier bis sechs Wochen.“ Ute kommt gleich mit mehreren noch leeren Tüten zum Gratisblumenausverkauf. Die Aktion der Stadt Mainz findet dreimal im Jahr statt, immer dann, wenn die öffentlichen Beete neu bepflanzt werden. Sabine Orth, Gärtnerin der Stadt Mainz „Wir müssen jetzt den Sommerflor aus dem Gewächshaus herausbekommen. Der Goldlack und viele verschiedene Sachen kommen jetzt auch noch mal und im nächsten Jahr immer wieder und damit die Bürger auch was Schönes zu Hause haben, können sie sich das gerne noch mal holen.“ Denn Pflanzen, die keiner mitnimmt, entsorgen die Mainzer Stadtgärtner bald. Ab dem 19. Mai werden die Beete geräumt, gefräst und dann kommen die Sommerpflanzen rein. Inge hat noch einen besonderen Tipp. Inge „Die Annahme ist ja immer, dass […]

  • Start der Erdbeerernte

    Start der Erdbeerernte

    Freuen Sie sich auch schon auf diese leckeren, roten Früchtchen? In Hessen wurde heute ganz offiziell die Erdbeersaison eröffnet. Inklusive Ministerbesuch und einem Hauch von royalem Glanz. Krönung der neuen hessischen Erdbeerkönigin Paulina I. Seit einem Jahr jobbt ihre Hoheit, die mit bürgerlichem Namen Paulina Vogler heißt, hier in Münzenberg bei einem Erdbeeranbauer. Nun soll die 17-jährige Schülerin, die in Ferienprogrammen auch Kindern die Erdbeere näher bringt, als Botschafterin die roten Früchtchen noch mehr ins Rampenlicht rücken. Paulina I., hessische Erdbeerkönigin „Ich hoffe einfach, dass viele Verbraucher den Wert der regionalen Früchte erkennen und viel mehr in der regionalen Ebene einkauft.“ Auch Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung hofft, dass Paulina die Erdbeeren noch populärer machen kann. Schon jetzt werden davon in Hessen auf über 900 Hektar jährlich bis zu 7.000 Tonnen geerntet, was einem Wert von 40 Millionen Euro entspricht. Damit ist die Erdbeere einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der hessischen Landwirtschaft und obendrauf sicher der süßeste. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen „Sie sind eben nicht gezüchtet auf Transport, sondern auf Verzehr. Wir können die reif ernten hier, mit vollem Aroma. Wir haben’s ja gerade ausprobiert, klappt auch ganz gut. Ist aber gar nicht so einfach. Aber dadurch hat man eben das, was am besten schmeckt. Direkt von hier, zum direkten Verzehr. Es schmeckt besser und hat natürlich einen Faktor für die hessische Landwirtschaft, 40 Millionen Euro Wertschöpfung ist etwas, was wir nicht missen wollen.“ Laut Landesverband für Erwerbsobstbau sind die Erdbeerbestände gut durch den Winter gekommen. Um dennoch unabhängiger vom Wetter anbauen zu können, setzt Gastgeber Maximilian Reuhl zunehmend auf Stellagen. Auf diesen Gerüsten lassen sich die Erdbeeren nicht nur schonender für den Rücken pflücken und besser bewässern. Maximilian Reuhl, Erdbeeranbauer aus Münzenberg „Wichtig ist eben, dass die Erdbeere geschützt ist, nicht am Boden liegt und nicht feucht wird. Damit […]

  • Leinegans-Nachwuchs im Frankfurter Zoo

    Leinegans-Nachwuchs im Frankfurter Zoo

    Jetzt gehts um die Leinegans. In Deutschland gibt es nur noch 70 Tiere. Es ist eine alte Nutztierrasse, die als sehr gefährdet gilt. Umso besser, dass es im Frankfurter Zoo Mitte April Nachwuchs gab. Vier kleine Leinegansbabys, sorgen dafür, dass die Population der sehr seltenen Tiere ganz allmählich wieder ansteigt. Wenn ein Gänslein kommt, dann zieht es auch seine Geschwister ganz allmählich zum Wasser. Nur ein Küken bleibt lieber bei der Mama. Insgesamt sind es vier Gänsekinder, die zum Erhalt ihrer Art beitragen. Simon Rohner, Fachtierarzt für Wildtiere und Artenschutz „Das heißt, irgendwann haben die Leute quasi aufgehört, diese Nutzungsrassen zu züchten und dann gab es am Ende nur noch sechs Leinegänse und es ist einer Einzelperson in dem Sinne zu verdanken, die sich dann in den 90ern die Mühe gemacht hat, diese verbliebenen Leinegänse alle zusammenzusuchen und daraus wieder eine neue Zucht aufzubauen. Im Prinzip sind auch unsere Gänse, die wir im Zoo haben, Nachkommen von diesen ursprünglichen sechs Leinegänsen.“ Der Nachwuchs hat sich Mitte April aus dem Ei gepickt. Ganz korrekt werden Gänseküken Gössel genannt. Tierpfleger Björn Hahn bringt das Mittagessen vorbei. Salat und Gänsepelletts. Die Leinegänse haben ihren Namen vom Fluss Leine. Vor dem Aussterben bedroht sind die Tiere, weil heutzutage Gänse gezüchtet werden, die entweder viele Eier legen oder viel Fleisch am Körper haben. Björn Hahn, Tierpfleger Zoo Frankfurt „Ja, tatsächlich ist das eine Nutztierrasse, und zwar eine vielseitige Nutztierrasse. Die sind nämlich für mehrerlei Zwecke gezüchtet. Zum einen für eine Legeleistung, das heißt die Eier, und zum anderen eben auch für den Fleischkonsum.“ Für Landwirte lohnt sich die Zucht der Leinegänse nicht. Der Frankfurter Zoo sieht sich aber in der Pflicht, dazu beizutragen, dass nicht nur Wildtiere, sondern auch vor dem Aussterben bedrohte heimische Haustierrassen erhalten bleiben. Simon Rohner, Fachtierarzt für Wildtiere und Artenschutz „Es […]

  • Kinder lernen, wie Frankfurter Grüne Soße entsteht

    Kinder lernen, wie Frankfurter Grüne Soße entsteht

    Ein Highlight des Frühlings ist für viele ja der Beginn der Spargelsaison. Doch auch viele Kräuter sprießen genau jetzt aus dem Boden – und damit ist es Zeit für die typische Frankfurter Grüne Soße. Die sieben Kräuter wachsen im Grüngürtel rund um die Stadt. Der Verein ‚Umwelt Lernen‘ in Frankfurt stellt mit einem Projekt sicher, dass die Grüne-Soße-Tradition auch in der jüngeren Generation weiterlebt. Schulunterricht mal anders. Erst wird gepflückt, dann fleißig klein gehackt. Doch was kommt überhaupt alles rein in die Grüne Soße?  „Pepper, äh, Pimpa, Pimpinelle, Petersilie, Schnittlauch“ „Petersilie, Sauerampfer, äh Borretsch“ „Kerbel, Kresse.“ Zusammen mit Schmand, Ei, Senf, Salz und Pfeffer ergeben sie das Frankfurter Nationalgericht. Viele Kinder aus der 4c der Ebelfeldschule kennen die Grie Soß noch gar nicht. Rosica, 10 Jahre alt „Wir machen eigentlich so deutsche Gerichte meistens nicht, weil wir kommen aus anderen Ländern und wir machen das halt von unserem Land.“ Dabei ist regionales und saisonales Essen nicht nur lecker, sondern auch besser für die Umwelt und das Klima. Auf unseren Feldern wächst viel mehr, als die meisten kennen. Wann isst man schon mal Pimpinelle? Und wie schmeckt eigentlich Sauerampfer? „Sauer, wie der Name sagt.“ Das Grüne-Soße Projekt wird organisiert vom Verein Umweltlernen in Frankfurt. Barbara Clemenz, Umweltlernen in Frankfurt e.V. „Das Lernen mit allen Sinnen ist natürlich am außerschulischen Lernort viel leichter umzusetzen als es im Klassenraum ist. Und insofern nutzen wir den Grüngürtel als grünes Klassenzimmer, um intensive Naturbegegnungen zu ermöglichen.“ „Ich hab heute sehr vieles gelernt und ich hab gelernt, dass es sehr lecker schmeckt auf jeden Fall und ich hab gelernt, wie viele Kräuter und alle Kräuter auswendig zu lernen.“ „Dass hier so das Beste, ökologischste, weil es nicht geliefert wird aus Spanien oder so, weil es direkt aus Deutschland ist.“ „CO2 ist nicht gut für die Umwelt […]

  • Camping-Boom an der Mosel

    Camping-Boom an der Mosel

    Pünktlich zum ersten Maifeiertag gestern kraxelte das Thermometer in die Höhe. Teilweise haben wir in Rheinland-Pfalz und Hessen schon sommerliche Temperaturen geknackt. Bestes Campingwetter also. Wie hier an der schönen Mosel. Den Tag hier in Zell an der Mosel starten die Campingplatzbesucher heute ganz gemütlich. Ein kräftiger Biss ins Marmeladenbrötchen. Eine Tasse frischer Kaffee darf auch nicht fehlen. Natur pur direkt am Moselufer. Markus Plate, aus Münster „Diese Ruhe. Man ist ja so eingebettet in diesen Bergen. Und ab und zu fährt mal so ein schönes Schiffchen vorbei. So diese Atmosphäre finde ich total gut.“ Sabine Heisel, aus Nürnberg „Die Gegend zum Laufen. Der Ausblick überhaupt, wenn man hier sitzt. Gestern gab es etwas Livemusik aus dem Weinberg, das war ganz nett. Und in Zell kann man sich ja auch ein bisschen aufhalten.“ Barry van Dongen, aus den Niederlanden „Du bist immer draußen. Es gibt quasi kein Drinnen, nur zum Schlafen. Alles andere findet draußen statt. Und das gefällt uns total gut. Manchmal hat man auch Kontakt mit den Nachbarn Drumherum. Es ist einfach anders als ein Hotelurlaub.“ Und dieses anders kommt gut an. Im vergangenen Jahr gab es deutschlandweit mit 42,9 Millionen Übernachtungen einen Rekord in der Campingbranche. Ob Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil – so viel wurde hierzulande noch nie gecampt. Marco Schawo betreibt den Campingpark Zell Mosel seit nun 15 Jahren. Er freut sich über den Boom. Marco Schawo, Campingpark Zell Mosel „Wir sind jetzt am Wochenende ausgebucht. Bietet sich ja an, durch den Brückentag haben wir ein verlängertes Wochenende. Ja, den Trend, den gibt es schon seit Jahren, dass Camping am boomen ist.“ Und das obwohl die Branche stark vom Wetter abhängig ist. Im vergangenen Sommer wurde der Campingplatz drei Mal von der Mosel geflutet. Heute freuen sich die Gäste über einen Ausflug auf dem Motorboot. Marco […]

  • Science Center SCAPE° eröffnet in Offenbach

    Science Center SCAPE° eröffnet in Offenbach

    Dieser April war weltweit der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Man muss sagen: schon wieder ein Temperaturrekord. Wetter, Klima, Mensch und wie alles zusammenhängt – darum geht es im neuen Science Center „SCAPE“, das heute in Offenbach Eröffnung feierte. Wetter macht Wirbel. Die Bewegungen der Luftströme sichtbar machen – ganz einfach per Finger. Klima kann kippen. Ein paar Treibhausgaskügelchen zu viel ins Körbchen, und die kleine Erdkugel aus Holz rollt hinab – unwiderruflich. Einfluss aufs Klima hat der Mensch mit seinen täglichen Entscheidungen, ob im Bereich Ernährung oder Mobilität, veranschaulicht auf der Klimawaage. Das neue interaktive Science Center Scape – Wetter, Klima, Mensch hat die Stadt Offenbach zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst konzipiert Felix Schwenke (SPD), Oberbürgermeister Offenbach „Viele kennen das Mathematikum in Gießen oder andere bedeutende Einrichtungen und diese Einrichtungen. Er hat schon diesen Anspruch, so einzigartig zu sein, und sie kann ihn so selbstbewusster heben, weil eben nur hier das Wissen des Deutschen Wetterdienstes steckt.“ Sarah Jones, Präsidentin Deutscher Wetterdienst „Als nationaler Wetterdienst haben wir die Aufgabe für die Gesellschaft, Informationen, Vorhersagenprodukte zu Wetter und Klima zu erzeugen. Aber wenn wir sie nicht kommunizieren können, wenn man nicht versteht, was dahinter steckt und was ist vor allem für Menschen bedeutet, dann haben wir nicht die Wirkung, die wir brauchen.“ Die Wissenschaftswerkstatt zum Mitmachen ist Teil der Neugestaltung der Offenbacher Innenstadt. Die will der Oberbürgermeister beleben und hofft auf neugierige Gäste, die nebenbei auch noch etwas einkaufen. In das neue Science Center investiert die Stadt jährlich gut 400.000 Euro. Felix Schwenke (SPD), Oberbürgermeister Offenbach „Wenn klar ist, wie einzigartig das Wissen ist, das man hier bekommen kann, dann kommen eben auch spürbar Leute und wir richten uns eben gezielt an alle Altersklassen. Vormittagsführungen, Workshops für Schulen und Kitas und dann ab dem Nachmittag eben die Öffnung für die gesamte […]

  • Kids an die Knolle geht wieder los

    Kids an die Knolle geht wieder los

    Wer in ein paar Monaten richtig gute regionale Kartoffeln ernten will, der sollte jetzt Pflanzkartoffeln in die Erde setzen. In der Pfalz heißen Kartoffeln ja „Grumbeere“ und die sind heute von Schülern der zweiten Klasse der Siedlungs-Grundschule in Speyer in Hochbeete gepflanzt worden. „Kids an die Knolle“ heißt das Projekt der Pfälzer Kartoffelerzeuger. „Eine Kartoffelknolle ist tatsächlich ein sehr gesundes und nährstoffreiches Lebensmittel.“ Was in so einer Kartoffel alles Gesundes drin ist, das erfahren heute die Schüler der 2e der Siedlungsrundschule in Speyer. Ganz neu bei „Kids an die Knolle“ sind kleine Erklärfilme, die Appetit auf die Pfälzer Grumbeere machen sollen. Angelo, 7 Jahre „Eine Grumbeere ist eine Kartoffel und nennt man auch Erdapfel.“ Und diese Erdäpfel, die setzen die Grundschüler aus Speyer gleich ins Hochbeet im Schulgarten. Aber zuerst müssen die Beete mit Erde und Stroh gefüllt werden. Elenia, 8 Jahre „Und dann auf drei die Kartoffeln reingemacht und dann die nächste Schicht reingemacht.“ Ella, 7 Jahre „Weil man sie später essen kann, schmeckt gut.“ Aber vorher müssen die Saatkartoffeln erst mal ins Hochbeet, damit dann in ein paar Monaten ganz viele neue Kartoffeln geerntet werden können. Das Projekt „Kids an die Knolle“ gibt es seit 2011. Es ist ein bundesweites landwirtschaftliches Schulprojekt. In der Pfalz stellt die Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ die Saatkartoffeln zur Verfügung. Hartmut Magin, Vorsitzender Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Also, ‚Kids an die Knolle‘ ist ein Schulgartenprojekt, was eigentlich Kinder Lebensmittel begreifen lernt, was man mit Pflanzen, mit Anbau vor allem bei uns natürlich von klein auf. ‚Was man mit den Händen mal erlebt hat, vergisst man nicht‘, sagen wir Bauern.“ Muriel Demessier, Lehrerin Siedlungsgrundschule Speyer „Hier gerade im Rhein-Pfalz-Kreis ist einfach Landwirtschaft ganz groß und die Kinder sollen lernen, wo die Kartoffeln herkommen und sollen das auch wertschätzen lernen.“ Eine kleine Pause muss auch mal sein, […]

  • Lämmer-Nachwuchs in Hanau

    Lämmer-Nachwuchs in Hanau

    Frühlingszeit ist Tierbaby-Zeit. Ganz besonders süß: die Moorschnucken Zwillinge, die vor gut einer Woche auf die Welt gekommen sind. Und bei unserem Besuch im Wildpark gab es dann noch eine schöne Überraschung – passend zu Ostern. Die Zwillingslämmer von Mama Moorle suchen neugierig nach Fressen. Sie trauen sich schon seit einigen Tagen  aus dem Unterstand hervor. Aber, Moment, was versteckt sich denn da hinten unter dem Dach bei Moorschnucke Schnucki? Da ist ja noch ein Lämmchen. Ganz frisch muss das in den Morgenstunden geboren worden sein, sagt Wildtierbiologin Marion Ebel, die den Nachwuchs gerade auch zum ersten Mal sieht. Marion Ebel, Alte Fasanerie „Normalerweise ist es so, dass die Kleinen eben bei ihren Müttern bleiben. Die kommunizieren natürlich auch miteinander, die riechen sich. Aber jetzt, wo das Kleine ganz frisch geboren ist, dann bleiben die halt auch erst mal die nächsten Stunden im Unterstand. Und da wird viel trockengeleckt und gesäugt. Das ist jetzt alles ein bisschen anders, da ich hier mit dem Futter eben herkam.“ Da traut sich sogar das ganz neue Lämmchen raus und nimmt sein Zuhause unter die Lupe. Anfang Februar sind die vier Moorschnucken Moorle, Schnucki, Wölkchen und Flöckchen hier im ehemaligen Wildschweingehege eingezogen. Und auch der Nachwuchs fühlt sich auf dem moorastigen Boden wohl. Marion Ebel, Alte Fasanerie „Die Moorschnucken sind eigentlich sehr gute Klima- und Naturschützer, denn die wurden gezüchtet um im Moor zurechtzukommen, im Hochmoor und auf Magerwiesen. Viele Schafrassen halten das gar nicht aus so ein Moor, weil das sehr sumpfig ist und feucht. Aber die Moorschnucken sind eine sehr zarte kleine Rasse, sind ne alte Landrasse, mit sehr starken, also harten Schalen.“ Schalen, das sind die Hufe der Moorschnucken. Die Lämmer sind bis jetzt noch namenlos. Marion Ebel und ihre Kollegen haben das Geschlecht der drei noch nicht herausgefunden. Denn so […]

  • Eichhörnchen werden aufgepäppelt

    Eichhörnchen werden aufgepäppelt

    Jetzt ist wieder die Zeit, in der Eichhörnchen Nachwuchs bekommen. Das Problem: Wenn die Jungtiere aus den Kobeln, also ihren Nestern fallen, sind sie oft verletzt und finden den Weg nicht mehr zurück nach oben. Das ist ein Fall für die Wildtierhilfe Rhein-Nahe, die kümmert sich dann um die kleinen Babys. Huch, nicht so gierig, kleines Eichhörnchen-Baby! Die Milch schmeckt aber auch ausgesprochen lecker. Ersatz-Mama Petra weiß eben, was gut ist. Petra Heinen-Trost, Wildtierhilfe Rhein-Nahe „Der Diddl kommt aus Dittelsheim-Heßloch. Die haben den gefunden in der Garage. War total ausgekühlt. Er muss halt viel aufholen. Man hat auch gemerkt, die ersten zwei Tage hat er unwahrscheinlich viel getrunken. Hat auch viel geschlafen.“ Etwa sechs Wochen ist Diddl alt und wiegt gerade mal 90 Gramm. Dieses Geschwister-Trio ist noch jünger – aber mindestens genauso verkuschelt und verfressen. Am Anfang müssen sie alle zwei Stunden gefüttert werden. Ein Fulltime-Job für die Ehrenamtlichen. Petra Heinen-Trost, Wildtierhilfe Rhein-Nahe „ Es sind Babys. Es sind einfach Babys. Und die müssen auch so behandelt werden. Und brauchen auch genau die ganze Aufmerksamkeit, die man dann auch hat.“ Petra Heinen-Trost nimmt auch Raubvögel auf. Bei den Eichhörnchen herrscht aktuell Hochkonjunktur. Derzeit versorgt sie zehn Hörnchen. Vollbelegung. Diese hier sind älter und dürfen raus. Das bedeutet aber auch weniger Kuscheleinheiten. Petra Heinen-Trost, Wildtierhilfe Rhein-Nahe „Man schränkt halt wirklich den Kontakt ein. Und sie werden auch relativ schnell scheu. Und sobald die jetzt hier draußen in der Voliere sind, so ein, zwei Tage, da kriegt man sie gar nicht mehr. Da muss man dann warten, nachts, wenn sie schlafen, dass man da dann komplett den Kobel nimmt, in eine Transportbox und man sie dann am nächsten Tag in die Auswilderungsstelle bringt.“ Hier dürfen sie erste Nüsse knacken, bekommen Obst und Gemüse. Wenn die Jungen dreizehn Wochen alt sind, werden […]