Natur

  • Umweltministerin Eder informiert über Wolfsmanagement

    Umweltministerin Eder informiert über Wolfsmanagement

    160 Jahre galt der Wolf in Rheinland-Pfalz als ausgerottet, jetzt ist er wieder da und sorgt für hitzige Diskussionen. Naturschützer sind froh, dass das Tier hierzulande wieder heimisch ist. Halter von Schafen sind wenig begeistert, da die Wölfe immer mal wieder Nutztiere reißen. Die Schäden durch die Wölfe so gering wie möglich halten – das soll der Wolfsmanagementplan, der jetzt aktualisiert wurde. Der Wolf und das Schaf – Gegenstand vieler Märchen und heute wieder Realität. Der aktuelle Höchststand aus dem Jahr 2021 liegt bei 101 gerissenen Weidetieren, im darauf folgenden Jahr waren es 60 und dieses Jahr sind bisher nur 16 Schafe und Ziegen dem Wolf zum Opfer gefallen. Für Umweltministerin Katrin Eder ein Erfolg. Das Land fördert in sogenannten Präventionsgebieten Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren. Katrin Eder (Bündnis 90 / Grüne), Umweltministerin Rheinland-Pfalz „Wenn ich in einem Präventionsgebiet bin und ein residenter Wolf dort lebt, dann kann ich eine Förderung in Anspruch nehmen für Zäune, Zäune stellen, die Investition, den Unterhalt von Herdenschutzhunden. Wenn ich außerhalb eines Präventionsgebietes bin, kann ich erst solche Förderungen in Anspruch nehmen, wenn ein Riss stattgefunden hat.“ Zurzeit gibt es sechs Präventionsgebiete in Rheinland-Pfalz. Künftig soll es leichter sein, um als solches ausgewiesen zu werden. Zum Beispiel müssen in einem Gebiet nur noch drei Monate am Stück Spuren des Wolfes nachgewiesen werden, um ihn als ansässig auszuweisen – vorher mussten es sechs Monate sein. Für elektrische Zäune und den Unterhalt von Herdenschutzhunden stellt das Land 900.000 Euro zur Verfügung. Für gerissene Weidetiere werden Halter entschädigt. Dem Bauern- und Winzerverband reichen die Maßnahmen nicht. Matthias Müller, Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau „Wolfssichere Zäune gibt es eingeschränkt, für Schafe ja, aber für Rinder mit ihren Kälbern nicht. Also wenn ich hier an die Schäfer, die ich kenne, denke, das sind Wanderschäfer, die werden mit Sicherheit sich keine […]

  • „Grünes Band“ in Osthessen feierlich eröffnet

    „Grünes Band“ in Osthessen feierlich eröffnet

    Wo zu DDR-Zeiten die Grenze zwischen Hessen und Thüringen verlief, erstreckt sich nun das „Grüne Band“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Ein Korridor weitgehend unberührter Natur. Während der thüringische Teil schon länger unter besonderem Schutz steht, hat die Bundesumweltministerin heute den Teil auf hessischer Seite offiziell zum Nationalen Naturmonument erklärt. Mehr als 200 Vogelarten leben hier, dazu viele bedrohte Tierarten und seltene Pflanzen. Das Grüne Band in Hessens Osten ist ein wahres Naturidyll – ein Ort des Lebens. Ein genauerer Blick aber verrät: Das war nicht immer so. Bis vor wenigen Jahrzehnten galt dieses Gebiet als Todesstreifen – für diejenigen, die aus der DDR in den Westen flüchten wollten. Steffi Lemke (Bündnis ’90 / Die Grünen), Bundesumweltministerin „Ich glaube, dass wir das Grüne Band als die ehemalige innerdeutsche Grenze und als den ehemaligen Eisernen Vorhang, wenn wir auf ganz Europa schauen, als Ort des Erinnerns und als Ort des Gedenkens an die Verbrechen, die hier an diesem innerdeutschen Grenzstreifen begangen worden sind, wachhalten müssen.“ Während der deutschen Teilung lag das Land jahrzehntelang brach. Das führte dazu, dass sich hier eine einzigartige Naturlandschaft ungestört entwickeln konnte. Mit der Erklärung zum Nationalen Naturmonument wollen die Bundesumweltministerin und ihre hessische Amtskollegin das Gebiet auf besondere Weise schützen – als lebendes Mahnmal für Demokratie, Freiheit und Frieden. Das Schutzgebiet erstreckt sich allein auf hessischer Seite über mehr als 8.000 Hektar, auf einer Länge von rund 260 Kilometern. Ein riesiges Projekt, das den privaten Waldbesitzern so gar nicht schmeckt. Sie befürworten den Naturschutz und die Erinnerungskultur, beschweren sich aber über die Art der Umsetzung. Carl Anton Prinz zu Waldeck, Präsident Hessischer Waldbesitzerverband „Wir hätten uns da einfach einen modernen Ansatz vom Naturschutz gewünscht, dass auf die Eigentümer zugegangen wird, dass man das kooperativ zusammen macht, dass man schaut, was auf den Flächen ist, dass man […]

  • Kritik am geplanten Landesjagdgesetz

    Kritik am geplanten Landesjagdgesetz

    Über Warnstreiks haben wir schon oft in 17:30 berichtet – über einen Warnstreik der Jägerschaft aber zum ersten Mal. Das neue Jagdgesetz in Rheinland-Pfalz macht die Jäger wütend. Weil sie sich nur noch als Erfüllungsgehilfen sehen, streiken sie nun und kommen zum Beispiel bei Wildunfällen nicht mehr, um die toten Tiere einzusammeln. Die Tragweite ist aber viel größer. Wie konnte es soweit kommen? Der Wald bei Bad Kreuznach erstrahlt gerade in voller Blätterpracht. Der Regen der letzten Wochen hat den Bäumen und auch den Wildtieren gutgetan. Es ist das Revier von Christoph Hildebrand. Der Jäger hat das Gebiet gepachtet und versucht das Zusammenleben zwischen Tieren und Pflanzen im Gleichgewicht zu halten. Dafür zählt er die Tiere und schießt eins, wenn es notwendig ist – schon seit 39 Jahren. Christoph Hildebrandt, Jäger bei Bad Kreuznach „Am meisten Spaß macht mir, zuzugucken wie das Wild mit dem Wald und der Wald mit dem Wild und das Rebhuhn mit dem Feld wächst, gedeiht, erhalten bleibt und ich Wildtiere in der Natur beobachten kann.“ Doch der Spaß geht ihm langsam verloren. Grund ist die geplante Neuauflage des Jagdgesetzes in Rheinland-Pfalz. Es soll den Wald und auch die Jagd besser an den fortschreitenden Klimawandel anpassen. Doch Christoph Hildebrandt ist gegen das das Gesetz. Der vorgelegte Entwurf sei inakzeptabel. So wolle das Land zum Beispiel, dass Jäger mehr Tiere schießen, die sich an jungen Bäumen zu schaffen machen. Denn der kranke Wald brauche mehr Nachwuchs mit unterschiedlichen Arten. Doch Christoph Hildebrandt sieht bei dem Wild gar kein Problem. Christoph Hildebrandt, Jäger bei Bad Kreuznach „Also selbst wenn hier Wildtiere rumknabbern würden, wäre das völlig egal, weil es macht keine Geige, ob der Baum jetzt gerade wächst oder schief wächst. Das hat am Klimawandel keine Ursache. Und bei der Menge, die hier an Naturverjüngung steht, ist es […]

  • Sonnenuntergang in der Mehlinger Heide

    Sonnenuntergang in der Mehlinger Heide

    Ein traumhafter Sonnenuntergang in einem pinken Blütenmeer … was für eine Kulisse. Da bekommt man doch direkt Urlaubsgefühle. Aufgenommen wurden diese Bilder übrigens nicht etwa in der Lüneburger Heide, sondern hier bei uns in Rheinland-Pfalz, in Mehlingen in der Nähe von Kaiserslautern. Was viele nicht wissen, dort befindet sich eine der größten Heide-Landschaften in Süddeutschland – mitten in der Pfalz. Es ist ein ganz besonderer Anblick, wenn im August die Heide blüht. In diesem Jahr besonders schön, denn es gab die richtige Mischung aus Sonne und Regen. Gerade befinden sich die vielen Milliarden kleinen Blüten auf ihrem Höhepunkt. Und diese einzigartige Naturlandschaft lockt jedes Jahr etliche Touristen an. Wanderer, Familien, Naturfotografen und interessierte Gruppen, die mehr über diesen besonderen Ort erfahren möchten. Klaus Schaubel kennt die Heide wie kein Zweiter. Seit vielen vielen Jahren schon erforscht der pensionierte Biologielehrer die Mehlinger Heide – und gibt sein Wissen gerne weiter. Und er hat den Wunsch, dass die Heide so unberührt, wie möglich bleibt. Klaus Schaubel, Gästeführer Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn „Tourismus ist geduldet in einem ganz begrenzten Maße, das heißt, hier sollen nicht touristische Highlights stattfinden, weil die Gegen so schön ist, sondern das ist ein Platz für Naturschutz. Weil hier Arten leben, deren Lebensraum vom Mensch soweit zurückgedrängt worden ist, dass sie ums Überleben kämpfen.“ Unter anderem die seltene Gottesanbeterin hat sich diesen Lebensraum ausgesucht – inmitten der hier weit verbreiteten Zwergstrauchart Besenheide. Es ist ein Naturschutzgebiet von höchstem europäischem Rang. Mit einer besonderen Entstehungsgeschichte. Das Gelände wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges vom deutschen  Militär  als Truppenübungsplatz genutzt. Auf dem durch Panzer befahrenen blanken Bundsandsteinboden entstand dann diese Kulisse. Marita Rieder „Man kann’s gar nicht beschreiben, es ist wunderschön. Es ist nicht nur schön, wenn die Heide blüht, es ist auch so sehr schön.“ Gabriele Heinz „Sie ist jedes Mal […]

  • Heftiges Unwetter zieht über Rheinland-Pfalz und Hessen

    Heftiges Unwetter zieht über Rheinland-Pfalz und Hessen

    Für ordentlich Chaos hat gestern Abend das Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz gesorgt: Gesperrte Tunnel, vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Das Unwetter tobte in der Westpfalz, rund um Koblenz, in der Trierer Region – besonders heftig war es im Rhein-Main-Gebiet und am Frankfurter Flughafen. Insgesamt 70 Flugverbindungen wurden gestrichen, es gab zahlreiche Verspätungen und Umleitungen. Dieses Video eines Twitter-Users zeigt, wie hoch das Wasser am Frankfurter Flughafen gestanden hat. Zwei Stunden lang geht hier gar nichts mehr, der Flughafen muss die Bodenabfertigung komplett einstellen. Nicht weniger spektakuläre Bilder aus dem Frankfurter Südbahnhof. Das Wasser drückt sich von außen durch die Türen, die Rolltreppe – ein Wasserfall. Fahrgäste müssen aus einer überfluteten U-Bahn befreit werden. Mehrere Linien wurden komplett eingestellt. Über 400 Feuerwehreinsätze sind es vergangene Nacht, allein in Frankfurt. Florian Grün, Feuerwehr Frankfurt „Definitiv nicht alltäglich, schon alleine deswegen nicht, dass Tage, an denen wir Vollalarm auch im Bereich der freiwilligen Feuerwehren auslösen nicht so oft vorkommt. Wir haben alle 28 freiwilligen Feuerwehren gestern in Dienst genommen, wir haben unsere Leitstelle personell verstärkt mit Kräften, die im Dienst frei sind, das heißt, die regulär zuhause sind, um dieser kompletten Anforderung an uns auch gerecht zu werden.“ Auch das technische Hilfswerk und die DLRG waren im Einsatz. Im Frankfurter Stadtteil Sossenheim ist ein Bach über die Ufer getreten, die Einsatzkräfte müssen zahlreiche Keller leer pumpen. Improvisierte Dämme sollen schlimmeres verhindern. Ähnliche Bilder aus Bad Orb. Autofahren gleicht einer Bootsfahrt. Gegen 23 Uhr kracht es auf der naheliegenden A66. Ein Sprinter gerät wegen Aquaplaning in die rechte Leitplanke. Zwei Personen werden bei dem Unfall verletzt. Die Autobahn muss zwei Stunden voll gesperrt werden. Auch Rheinland-Pfalz ist nicht verschont geblieben. In Bodenheim stehen Straßen unter Wasser. Die Regenmassen lassen geparkte Autos volllaufen. Abschöpfen mit Eimern ist angesagt. Auch mehrere […]

  • Zwei neue Tigerbabys im Frankfurter Zoo

    Zwei neue Tigerbabys im Frankfurter Zoo

    Riesenfreude immer noch im Frankfurter Zoo: Erstens sind Sumatra-Tiger total selten und zweitens ist es der erste Tiger-Nachwuchs nach zehn Jahren. Vor knapp zwei Monaten hat Tigermama Cinta den doppelten Nachwuchs bekommen – heute sind die beiden der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Jetzt schon ist klar: Die Tiger-Jungs sind die neuen Publikumslieblinge im Frankfurter Zoo. Das Bruderpaar Raja und Rimba – kaum acht Wochen alt und schon der Hingucker im Zoo Frankfurt. Die Geburt der jeweils sieben Kilo schweren Jungtiere – für den Zoo ein wahrer Volltreffer. Dr. Nicole Schauerte, Tierärztin Zoo Frankfurt „Das ist wirklich was Besonderes, denn es sind Sumatra-Tiger. Das ist als eine Unterart, die nur auf Sumatra – wie der Name schon sagt – vorkommt. Sumatra ist also auch schon sehr weit abgeholzt. Also der Lebensraum der Tiere schwindet und schwindet.“ Schätzungen zufolge gibt es nur noch 300 freilebende Sumatratiger. Umso größer hier heute die Freude der Besucher. In den letzten Wochen mussten sie sich noch mit den Überwachungskamera-Bildern in der Wurfbox begnügen. Jetzt bekommen sie die Jungtiere aus nächster Nähe zu bestaunen. Ursula Gaßmann, aus Frankfurt: „Wunderschön, ein Traum! Wir waren heute morgen schon traurig, weil hier vorne noch abgesperrt war. Aber jetzt hadde mer ja Gott sei Dank noch Glück!“ Emely Chantalle, 11 Jahre alt, aus Darmstadt „Ich finde die Tiere super süß. Ich habe noch nie in meinem Leben Tigerbabys gesehen. Ich habe, glaub‘ ich, eins als Kuscheltier. Aber die jetzt noch mal in echt zu sehen finde ich süß“. Frankfurts Kultur- und Wissenschaftsderzenentin Ina Hartwig bezeichnet den Tierpark als größte Bildungseinrichtung der Stadt. Außerdem seien Zoos für das Überleben seltener Tierarten unverzichtbar. Dr. Ina Hartwig, SPD, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft „Wenn wir nicht in unseren europäischen Zoos oder in den Zoos weltweit dafür sorgen, mit den Zuchtprogrammen, dass die erhalten bleiben, dann […]

  • Förderprogramm für genug sauberes Trinkwasser

    Förderprogramm für genug sauberes Trinkwasser

    Rhein-Hunsrück, Hochtaunus, Altenkirchen, Cochem-Zell – all diese Landkreise haben eins gemeinsam: Überall dort wurde in der Vergangenheit das Wasser knapp und die Einwohner aufgerufen, Wasser zu sparen. Angesichts der Klimawandels ist jetzt schon klar: Wasser wird Mangelware. Was nun? Land und Kommunen wollen in Rheinland-Pfalz zukünftig gemeinsam eine krisenfeste Versorgung sicherstellen. Durch die Leitungen von Wasserversorger Ronald Roepke in Bodenheim sprudeln jährlich bis zu 15 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für 300.000 Menschen. Wenn alles gut läuft. Über Notsituationen wie beispielsweise Stromausfälle, die die Versorgung mit dem Lebensmittel Nummer 1 gefährden könnten, macht er sich schon länger Gedanken. Ronald Roepke, Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen / Rheinland-Pfalz „Neben dem Thema Klimawandel natürlich – wo kommt das Wasser her? – andere Themen wie Cyberkriminalität machen uns auch große Sorgen. Auch da bereiten wir uns vor, natürlich nicht so öffentlich und versuchen die Unternehmen und Infrastruktur deutlich resilienter aufzustellen.“ Die Wasserversorgung widerstandsfähig machen. Dafür besiegeln Wasserwirtschaft, Kommunen und Landesregierung heute mit ihrer Unterschrift einen gemeinsamen Pakt. Das Ziel: Im Notfall sollen mindestens drei Tage lang mindestens 50 Liter sauberes Trinkwasser pro Einwohner aus dem Hahn fließen. Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen), Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz „Es geht darum, dass wir uns vorbereiten auf Wasserversorgung im Klimawandel. Deshalb nehmen wir 30 Millionen zusätzlich in die Hand um allen Wasserversorgern in Rheinland-Pfalz eine wissenschaftliche Standortbestimmung zu geben, wo stehen sie in einer Krise und daraus dann auch die Maßnahmen finanziell zu unterstützen.“ Mit dem Geld sollen insbesondere Fernleitungen zwischen den einzelnen Wasserversorgern gebaut werden. Regionen mit viel Grundwasser wie beispielsweise der Pfälzerwald können im gemeinsamen Netzwerk dann trockeneren Gegenden wie Rheinhessen aushelfen. Denn in Rheinland-Pfalz hat sich in den vergangenen fünf Jahren rund ein Viertel weniger Grundwasser neu gebildet. Das Geld vom Land ist für den Wasserversorger ein Anfang. Ronald Roepke, Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen […]

  • Mehr Sicherheit für den Fischotter

    Mehr Sicherheit für den Fischotter

    In Hessen heißt es seit zehn Jahren: Der Otter ist zurück! Doch der Bestand ist noch überschaubar. Allzu oft werden die Tiere auch von Autos überfahren. In Ortenberg in der Wetterau hat man sich nun etwas einfallen lassen, damit sich der Otter in seinem natürlichen Zuhause wieder so richtig wohl – und vor allem auch sicher fühlt. Er ist ein eher scheuer Zeitgenosse – der Fischotter. Zwar fühlt er sich auch im Wasser pudelwohl, doch auf Wanderschaft nutzt er bevorzugt den Landweg in Ufernähe. Führt der ihn aber über eine Straße, kann ihm das zum Verhängnis werden. So wurden in Hessen zuletzt vier Otter tot aufgefunden. Die Lösung: Sogenannte Otterbermen, also gefahrenfreie Gehwege. Wie diese Steinschüttung unter einer Brücke am Bleichenbach in Ortenberg. Inga Hundertmark, Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. „Bermen werden vom Fischotter genutzt, um dort das Gewässer zu verlassen. Man weiß nicht ganz genau, warum er nicht so gerne unter Brücken durchschwimmt. Das macht er einfach nicht immer. Und dann verlässt er das Wasser, geht trockenen Fußes unter der Brücke her. Nutzt das aber gleichzeitig auch, um am Ufer zu stöbern und dort dann beispielsweise auch Markierungen in Form von Kot zu hinterlassen.“ Um so mit seinen Artgenossen zu kommunizieren. Zur Erfassung des Otterbestands sucht Biologin Inga Hundertmark regelmäßig nach Spuren. Ganz in der Nähe wurden zwei der dämmerungs- und nachtaktiven Tiere von Wildkameras erfasst. Hessenweit haben sich mittlerweile rund zwanzig der vom Aussterben bedrohten und streng geschützten Fischotter angesiedelt. Um Bäche als Lebensraum für Otter und Co. zu erhalten, unterstützt das Land mit dem Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ 138 Kommunen bei der Renaturierung. Oliver Conz, Staatssekretär Hessisches Umweltministerium „Wir haben über anderthalb Jahrhunderte den Gewässern viel angetan. Wir haben sie verrohrt, wir haben Chemikalien eingeleitet. Und wir versuchen jetzt, diese Fehler rückgängig zu […]

  • Kampf gegen den Ochsenfrosch

    Kampf gegen den Ochsenfrosch

    Sie kommen unter anderem durch den internationalen Handel und das Reisen zu uns. Tier- und Pflanzenarten, die hier nicht hingehören. Sie können unser Ökosystem stören – man spricht von invasiven Arten. In Rheinland-Pfalz gibt es laut Naturschützer etwa 25 invasive Tierarten. Darunter auch der Nordamerikanische Ochsenfrosch. Ein Baggersee im Landkreis Germersheim. Alles scheint friedlich – doch hier stimmt etwas nicht. Was ein bisschen nach heiserer Kuh klingt, ist der Laut von ihm hier: dem Ochsenfrosch. Er ist einer der größten Frösche weltweit. Bis zu 20 Zentimeter groß kann er werden. Und er ist hungrig: Insekten, Fische, sogar Singvögel, da ist der Ochsenfrosch nicht wählerisch. Matthias Klöppel, Obere Naturschutzbehörde SGD Süd „Das große Problem ist aber, dass die Kaulquappen des Ochsenfrosches Hemmstoffe abgeben, die es anderen Amphibienarten erschweren, bis hin zu unmöglich machen, sich zu entwickeln und das ist ein ganz großes Problem im Oberrheingraben. Wir haben hier die letzten Vorkommen in Rheinland-Pfalz des Laubfrosches, Springfrosch, Moorfrosch.“ Ein Ochsenfrosch-Weibchen kann bis zu 20.000 Eier legen. Tut sie das in einem Gewässer, wo auch unsere heimischen, bedrohten Froscharten ihren Nachwuchs aufziehen wollen, haben letztere das Nachsehen. Gleichzeitig haben die invasiven Amphibien hier bei uns keine Fressfeinde – anders als in Nordamerika, wo sie eigentlich her kommen. Matthias Klöppel, Experte für invasive Arten „Unsere Frösche, die wir hier haben, die stammen sehr wahrscheinlich aus Baden-Württemberg, die haben hier auf der anderen Rheinseite nördlich von Karlsruhe auch ein sehr großes Vorkommen und diese Tiere stammen vermutlich von einem Zoofachhandel, der die Tiere nach Aufgabe des Betriebs in einem Baggersee dort entsorgt hat.“ Bisher wurde der Ochsenfrosch nur im Kreis Germersheim nachgewiesen. Eine weitere Ausbreitung will die Naturschutzbehörde des Landes Rheinland-Pfalz unbedingt verhindern. Ein Zaun rund um betroffene Seen ist nur ein Beispiel. Auch Schleppnetze, Fangeimer, Kescher und Abschießen der Frösche haben sich als Maßnahmen […]

  • Ausgesetzte Hündin bringt mehrere Welpen zur Welt

    Ausgesetzte Hündin bringt mehrere Welpen zur Welt

    Ein Winzer findet eine stark blutende Hündin in seinem Weinberg. Sofort alarmiert er das Ordnungsamt und die daraufhin die Tiernotrettung. Die Tierretter fahren sofort in den Weinberg und versorgen die Hündin, die gerade dabei ist mehrere Welpen auf die Welt zu bringen. Mittlerweile sind die Mama und ihr Nachwuchs im Tierheim in Frankenthal. Für die Mitarbeiter dort eine ganz schöne zusätzliche Herausforderung. Liebevoll kümmert sich die frischgebackene Hundemama um ihre Welpen. Seit heute hat die Kangal-Mischlingshündin auch einen Namen: Mira. Sie hat Vertrauen gefasst zu Simone Jurijiw. Die Leiterin des Tierheims betreut Mira seit sie am Dienstag hier ins Tierheim gekommen ist. Weicht nicht von ihrer Seite, Tag und Nacht. Simone Jurijiw, Leiterin Tierheim Frankenthal „Wir mögen uns, ich habe auch so den Eindruck, sie vertraut mir oder uns hier und sie kann sich auch so ein bisschen fallen lassen, sie kommt zu Ruhe und das ist eigentlich auch schön, wenn man das von Tag zu Tag dann sieht, dass sie so ein bisschen Stress ablassen kann.“ Daran dass es der Hundemama und ihren Welpen heute so gut geht, hat auch er einen großen Anteil: Michael Sehr. Vorgestern Mittag wird er von der Tiernotinsel Bad Dürkheim alarmiert – im Weinberg angekommen finden der 42-Jährige und seine Kollegen die Hündin. Zehn Welpen liegen neben ihr, einer davon ist bereits tot. Michael Sehr, Berufstierrettung Rhein-Neckar „Vor Ort haben wir dann gesehen, dass die Hündin in Seitenlange lag, die Welpen bei ihr war. Ein Verstorbenes schon vorne in Kopfhöhe gelegen war und sie keine Anstalten machte wegzulaufen oder sich uns in den Weg zu stellen. Das heißt, die hat sich ergeben und auch gezeigt, dass sie Hilfe braucht und unterstützt werden möchte.“ Sicher verstaut im fahrbaren Container bringen die Helfer die kleine Hunde-Familie ins Tierheim nach Frankenthal. Auf dem Weg dorthin kommt noch […]

  • Erster klimagerechter Platz in Frankfurt

    Erster klimagerechter Platz in Frankfurt

    Der Sommer kommt allmählich zurück und damit auch die Hitze in den Innenstädten. Viele öffentliche Plätze sind Betonwüsten und werden dann im Hochsommer zu regelrechten Backöfen. Die Stadt Frankfurt hat jetzt damit begonnen, diese Plätze umzubauen. Den Anfang macht der Paul-Arnsberg-Platz im Osten der Stadt. Für 1,6 Millionen Euro. Jetzt ist er eröffnet worden. Es blüht, es fliegen Bienen und andere Insekten, es ist viel grüner und bequemer. Der neugestaltete Paul-Arnsberg-Platz ist jetzt zum Großteil entsiegelt. Das heißt: viele graue Steine raus, viel mehr Bäume und Pflanzen auf den Platz. Jahrelang hat sich eine Bürgerinitiative dafür eingesetzt, dass der 3.000 Quadratmeter große Platz keine Betonwüste mehr ist. Gudrun Schmidt, „Paul-Arnsberg-Platz-Initiative“ „Ich bin ganz happy und die Bürgerinitiative auch. Weil der Platz war sowas von trist, das war nicht zum Aushalten im Sommer. Man konnte den gar nicht nutzen. Also insofern freuen wir uns. 60 Prozent entsiegelt, ganz viele unterschiedliche Bäume.“ Die klimagerechte Umgestaltung startet 2022. Trotz offizieller Eröffnung, richtig fertig ist sie noch nicht, denn alles muss erst noch wachsen. Bis die Anwohner im Frankfurter Ostend auch mal im Schatten sitzen können, dauert es noch eine Weile. Rosemarie Heilig (B`90/Die Grünen), Klima- und Umweltdezernentin Stadt Frankfurt „Es ist der erste Platz den wir jetzt umgestaltet haben, wir haben 1,6 Millionen Euro noch mal hier reininvestiert. Wir sind mitten im Klimawandel und wir müssen konstatieren: Wir haben in der Vergangenheit sehr viele Fehler gemacht, wir haben die Plätze falsch geplant. Die meisten Plätze in der Stadt heizen sich wahnsinnig auf, dort können sich die Menschen gar nicht aufhalten und diesen Fehler müssen wir korrigieren. Wir müssen die gesamte Stadt reparieren.“ Obwohl die Europäische Zentralbank praktisch über den Platz wacht: hier ist schon ziemlich viel Geld in den Beton gesetzt worden. – Zweimal hat es der Paul-Arnsberg-Platz in das Schwarzbuch des Bundes […]

  • Bilanz des hessischen Bauernverbandes

    Bilanz des hessischen Bauernverbandes

    Das Wetter in diesem Sommer ist … na ja … sagen wir mal … abwechslungsreich. Einem viel zu trockenen Juni folgen Wochen, in denen es sehr viel regnet – deutlich mehr als für diese Jahreszeit üblich. Eine Wohltat für die Natur… sollte man zumindest meinen. Nicht so für den Weizen. Er liebt die Sonne. Durch die lange Trockenperiode im Frühsommer war er früher reif als sonst und vor drei Wochen bereit für die Ernte. Aber dazu ist Landwirt Lukas Kersten nicht gekommen, der Regen hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Seit Mitte Juli regnet es hier in Fulda-Maberzell jeden Tag, für die Ernte aber muss das Getreide trocken sein. Je länger der Weizen jetzt auf dem Feld steht, desto mehr verliert er an Qualität. Denn die Feuchtigkeit lässt das Getreide austreiben. Lukas Kersten, Landwirt aus Fulda-Maberzell „Wenn eben der Auswuchs schon da ist, dann geht’s maximal noch für die Tierernährung, also dass es dann einfach Futtergetreide, Futterweizen wird. Das ist dann natürlich auch eine finanzielle Einbuße, weil das Brotgetreide einfach auch am Weltmarkt mehr wert ist.“ Vor allem Nordhessen ist von den Einbußen stark betroffen, sagt Stefan Schneider vom Hessischen Bauernverband. Die kräftigen, teils tagelang anhaltenden Regenfälle haben dafür gesorgt, dass die Bauern dort bisher kaum ernten konnten. Anders als im Süden des Landes, wo die Getreideernte schon weitgehend abgeschlossen ist. Die regionalen Unterschiede und die für die Landwirtschaft komplizierten Witterungsbedingungen seien aber schon lange nichts Ungewöhnliches mehr. Stefan Schneider, Vizepräsident Hessischer Bauernverband „Wenn man die letzten Jahre jetzt mal betrachtet, haben wir eigentlich zwei Merkmale, die wir öfter feststellen. Zum einen ist es, dass es oft eine Frühjahrssommertrockenheit gibt, also es regnet zwar im Frühjahr, aber es wird dann zum Frühsommer hin trocken und auch sehr lang trocken.“ Wenn es dann aber doch mal regnet, dann regnet […]

  • Erdmännchen-Nachwuchs im Tierpark Herborn

    Erdmännchen-Nachwuchs im Tierpark Herborn

    Im Tierpark in Herborn gibt es momentan ganz besonders süßen und agilen Nachwuchs: fünf kleine Erdmännchen-Kinder. Hmm … Köstliche Mehlwürmer! Das lassen sich die Erdmännchen nicht zweimal sagen. Da wollen sie am besten alle gleichzeitig raus aus dem Haus. Auch die fünf Kleinen lassen sich den Snack schon schmecken, so als Abwechslung zu Mamas Muttermilch. Britta Löbig, Parkleiterin Tierpark Herborn „Wir wussten natürlich am Anfang nicht, wie viele sind es denn, und haben gedacht, na ja ein oder zwei wären ja auch ganz gut, weil sie Erstgebärende ist, dann ist das schön, wenn nicht gleich so viele auf einmal zur Welt kommen. Und dann war die Überraschung groß, als dann ein Kopf nach dem anderen auf einmal auftauchte.“ Vor ein paar Tagen hat der sechs Wochen alte Nachwuchs zum ersten Mal den Bau verlassen – neugierig und bereit, das Gehege zu erkunden. Die Herzen der Parkbesucher fest im Griff. Ulrike und Johannes Meissner sind extra aus Gelnhausen angereist. Sie ist leidenschaftlicher Erdmännchen-Fan, sammelt Skulpturen und Postkarten. Johannes Meissner, aus Gelnhausen „Und weil wir heute Hochzeitstag haben, habe ich ihr das geschenkt.“ Natürlich ganz uneigennützig. Johannes Meissner, aus Gelnhausen „Das sind, glaube ich, Raubtiere. Die sind eigentlich gar nicht so ohne. Also haben ein sehr starkes, gutes Sozialleben, aber ja, es gibt auch die andere Seite, die wollen halt auch leben und müssen natürlich sehen, wo sie bleiben, ganz klar. Aber trotzdem sind sie einfach süß.“ Ja, nichts geht über die Familie. Und so scheint es Männchen Nummer zwei auch nicht zu stören, dass die Kinder gar nicht seine sind. Aber hier hat sowieso die Dame des Hauses das Sagen. Britta Löbig, Parkleiterin Tierpark Herborn „Das ist das Schöne bei den Erdmännchen, das Sozialleben ist sehr ausgeprägt, jeder hilft mit, also auch die Männer übernehmen Aufgaben bei der Erziehung der Kinder, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Mehr Kinder bleiben sitzen — BioNTech rutscht in die roten Zahlen — Hohe Grundsteuer in Hessen Mehr Kinder bleiben sitzen In den rheinland-pfälzischen Grundschulen müssen immer mehr Kinder bereits die erste Klasse wiederholen. Laut Medienberichten ist in 31 von 36 kreisfreien Städten und Landkreisen die Zahl der nicht versetzten Schüler nach diesem Schuljahr im Vergleich zu 2018/19 gestiegen. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm seien sogar 51 Kinder sitzengeblieben, vor fünf Jahren seien es nur 12 gewesen. Als Gründe für die Entwicklung habe das rheinland-pfälzische Bildungsministerium die Folgen der Corona-Pandemie und den gestiegenen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund angegeben. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert jetzt eine wissenschaftliche Untersuchung über die Ursachen des Sitzenbleibens. BioNTech rutscht in die roten Zahlen Das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust von rund 190 Millionen Euro gemacht. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres stand unter dem Strich noch ein Gewinn von rund 1,7 Milliarden Euro. Mit dem Ende der Pandemie ist die Nachfrage nach dem Covid19- Impfstoff von BioNTech und Pfizer stark zurückgegangen. Im Gesamtjahr will BioNTech jetzt seine Ausgaben unter anderem für Forschung und Investitionen reduzieren. Für die kommende Erkältungssaison will das Unternehmen voraussichtlich im September einen Impfstoff herausbringen, der an die Varianten des Corona-Virus angepasst ist. Hohe Grundsteuer in Hessen Das Land hat den zweithöchsten Grundsteuer-Hebesatz unter den Flächenländern in Deutschland. Das hat eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst and Young ergeben. Im vergangenen Jahr lag der Hebesatz in Hessen im Schnitt bei 495 Prozent. Höher war er nur noch in Nordrhein-Westfalen. Rheinland-Pfalz lag mit einem durchschnittlichen Hebesatz von 394 Prozent im Mittelfeld. Die Grundsteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen. Sie trifft die Eigentümer der Grundstücke bzw. über die Nebenkosten die Mieter. Abmoderation: Darf die Frankfurter Eintracht in dieser Saison wieder im Fußball-Europapokal antreten und mit ihren Fans quer über […]

  • Musikfestivals bei Regen und Studiotalk mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung

    Musikfestivals bei Regen und Studiotalk mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung

    Der Sommer macht weiter eine verregnete Pause – ein Problem vor allem für Festivals im Freien. Diese Woche stoppte das weltweit größte Metal-Festival, das Wacken Open Air, die Anreise auf das verschlammte Campinggelände – und ließ damit zigtausende Besucher sprichwörtlich im Regen stehen. Die Festival-Branche ist alarmiert. Wir schauen jetzt, wie sich Veranstalter in unserer Region auf das anstehende Wochenende vorbereiten. Der Aufbau auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna im Hunsrück läuft auf Hochtouren, hier startet heute Abend zum 29. Mal das Elektro-Festival „Nature One“. 300 DJs sollen bis in den frühen Sonntagmorgen auf 22 Bühnen auflegen, eine Mammutaufgabe gerade bei diesen Wetterbedingungen. Doch die Organisatoren sind zuversichtlich. Karsten Teine, Gesamtproduktionsleiter I-Motion „Wir haben noch weitere Ersatzflächen angemietet, einfach wenn irgendetwas passiert. Wir haben das Team noch mal erweitert: Zwei, drei alteingesessene Hasen, die eigentlich nicht kommen wollten oder zum Feiern kommen wollten, die müssen bei der Hauptanreise noch mitarbeiten.“ Über 60.000 Besucher werden erwartet, 100 Hektar Campingfläche stehen bereit. Der Vorteil auf dem Veranstaltungsgelände: Der Großteil der früheren Raketenbasis ist asphaltiert, vor den Bühnen droht also keine Schlammparty. Die Laufwege vom Zeltplatz wurden verkürzt, nur die Anfahrt dorthin könnte zum Problem werden. Angesichts der matschigen Zufahrten zeigen sich manche Festivalgänger besonders kreativ. Ingo Gast, aus Bell „Ich habe einen Klappwohnanhänger hinten dran. Und das hier ist eigentlich das beste Gefährt, um überhaupt hier zu fahren. Schnelle Wege dann, gerade jetzt bei dem Wetter. Mit dem Teil fahre ich mich nicht so schnell fest, wie andere.“ Ortswechsel: Das „Sound of the Forest“-Festival im Odenwald. Idyllisch gelegen am Marbach-Stausee direkt am Waldrand. Und somit scheinbar geradezu geschaffen für wässrige Probleme. Zwar haben die Festivalmacher permanent den Regenradar im Blick, doch die Umgebung bringt auch Vorteile mit sich. Johannes Megow, „Sound of the Forest“-Festival „Das Besondere an dem Boden hier ist, dass das […]