Hessen

  • Maßnahmen gegen Schweinepest

    Maßnahmen gegen Schweinepest

    Nach dem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hessen in einem Waldstück im Kreis Groß-Gerau, ist nun das siebte Wildschwein positiv auf die Krankheit getestet worden. Für uns Menschen nicht gefährlich – unter Schweinen aber hochansteckend und fast immer tödlich. In einem Radius von 15 Kilometern um den Fundort gelten eine Leinenpflicht für Hunde und Einschränlungen für Jagd und Landwirtschaft. Die wichtigste Aufgabe der Behörden jetzt: Herausfinden, wie weit die Seuche sich bereits ausgebreitet hat. Paco ist der afrikanischen Schweinepest auf der Spur. Hier im Gebüsch scheint er etwas Verdächtiges gewittert zu haben. Ein echter Tierkadaver ist es diesmal allerdings nicht, sonst dürften wir Journalisten nicht dabei sein – aus Sicherheitsgründen. Rund 70 Suchteams sind zurzeit unterwegs, um herauszufinden, wie weit die Seuche sich bereits ausgebreitet hat. Heike Wagner, Hundeführerin „Der erkennt den verwesenden Geruch von dem Wildschwein und läuft halt das Revier ab und guckt, wo er eine Geruchsfahne kriegt und folgt der dann zum Ursprungsort, also zum Kadaver. Eventuell, wenn die Tiere länger liegen, sind es auch teilweise nur Stücke vom Schwein, es ist nicht immer das ganze Schwein.“ Oft müssen Paco und Frauchen Heike Wagner durch schwieriges Gelände und Gestrüpp und kommen nur langsam voran. Wird ein Hund fündig, lässt sich der Standort mittels GPS-Halsband genau nachverfolgen. In der umzäunten Zone rund um den Fundort des ersten infizierten Tieres wurde die afrikanische Schweinepest mittlerweile an über 70 Stellen nachgewiesen. Eine Zahl, die aber wenig Aussagekraft hat, betont Forst- und Landwirtschaftsminister Ingmar Jung heute. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen „Wir könnten ganz viele in dem Gebiet um die Opelrennbahn wahrscheinlich jetzt finden, aber da suchen wir ja gar nicht, sondern wir suchen jetzt immer stichprobenartig in bestimmten Bereichen, die werden abgesucht, um festzustellen, ob es positive Funde noch wo anders gibt als dort im Moment, damit wir dann […]

  • Cannabis-Prävention an Schulen

    Cannabis-Prävention an Schulen

    Seit dem 01. April dürfen volljährige Menschen in Deutschland legal Cannabis besitzen und konsumieren. Doch Ärzte und Wissenschaftler weisen bereits seit Langem auf die Gefahren hin, die der Konsum von Cannabis gerade für junge Menschen hat. Deshalb startet an der Frankfurter Wöhler-Schule ein Pilotprojekt, das über die Risiken informiert. Armin Schwarz ist nicht glücklich, das merkt man dem Hessischen Bildungsminister bei der Vorstellung der neuen Suchtpräventionskampagne an. Vor Journalisten und Schülern der Frankfurter Wöhlerschule betont der Minister, wie sehr es ihn nervt, dass seine CDU in Hessen ein Gesetz umsetzen muss, hinter dem sie in keiner Weise steht: das Gesetz zu Teillegalisierung von Cannabis. Armin Schwarz (CDU), Bildungsminister Hessen: „Da stellen sich ganz viele juristische Fragen im Detail. Wir wollen das so restriktiv wie möglich umsetzen. Weswegen? Um unsere Schülerinnen und unsere Schüler zu schützen.“ Deshalb war Schwarz zur Vorstellung der Kampagne „Kiffen bis der Arzt kommt“ erschienen, die die Hessische Landesärztekammer auf die Beine gestellt hat. Dabei sollen Jugendliche in 90-minütigen Unterrichtseinheiten für die Gefahren von Cannabis sensibilisiert werden, denn – so betont es die Kinder- und Jugendpsychologin Jeanette Weber – die Droge kann fatale Auswirkungen auf Gehirne haben, die sich noch in der Entwicklung befinden und Psychosen auslösen. Jeanette Weber, Kinder- und Jugendpsychologin „Gerade vor ein paar Wochen habe ich eine junge Frau gehabt, die gesagt hat, wenn sie gewusst hätte, wie gravierend diese Nebenwirkungen sind und dass eine Psychose ausgelöst werden kann, dann hätte sie ihr Konsumverhalten sehr überdacht.“ Aufklärung ist also das große Ziel von „Kiffen bis der Arzt kommt“. Dabei setzt die Psychologin auch auf eine sogenannte „Suchtbrille“, die die Effekte des Cannabis-Konsums simulieren soll. Vor allem aber versucht sie mit den Schülerinnen und Schülern in den Dialog zu treten. Bei der 9c des Frankfurter Gymnasiums sorgt der Vortrag auf jeden Fall für Diskussionsstoff. Daniel, […]

  • Als Volunteer bei der Fußball-EM

    Als Volunteer bei der Fußball-EM

    Währnd der Fußball-EM bevölkern zigtausende feiernde Fans aus ganz Europa unsere Städte. Sind Ihnen zwischen all den bunten Trikots auch schon mal diese Damen und Herren in Grün aufgefallen? Das sind sogenannte „Volunteers“ – Ehrenamtliche, die die Fans auf ihrem Weg zum Stadion oder zur Fan-Meile betreuen. Wir haben einen von ihnen einen Tag lang begleitet. Beste EM-Stimmung in Frankfurt, die Fans singen sich warm. Mittendrin: Fouad Boutanach, hauptberuflich Koch, zurzeit als freiwilliger Helfer, als Volunteer unterwegs. Der 41-Jährige hat schon beim WM-Sommermärchen 2006 die Fußball-Fans betreut. Dieses Erlebnis will er sich auch bei der Heim-EM nicht nehmen lassen. Fouad Boutanach, Volunteer „Also was mir am besten gefällt ist wirklich das Zusammenkommen der verschiedenen Nationen. Und dieser gegenseitige Respekt. Dieses Zuhören, Weitergeben und Leute kennenlernen.“ Fouad ist einer von 1.600 Volunteers aus über 60 Nationen allein in Frankfurt. Er ist in der Innenstadt unterwegs, erster Einsatzort: Die Fanbotschaft an der Hauptwache. Den Fans den Weg zur Fanmeile erklären, sie schon mal das Ergebnis tippen lassen oder einfach zu einer Partie Tischfußball animieren. Englisch ist dabei absolute Grundvoraussetzung. „It’s open at one o’clock. And they‘ve got much shops.“ „And it’s open tomorrow as well?“ „Yes, of course.“ Weiter geht’s mit einem Kollegen zur großen Fanzone am Main. Dort trifft er unter den rumänischen Fans auch auf Graf Dracula höchstpersönlich. An rund einem Dutzend Mitmachstationen betreuen Ehrenamtler wie Fouad Boutanach die Fans. Ob bei der Geschwindigkeitsmessung, dem schwimmenden Soccer-Field mitten auf dem Main oder beim Elfmeter gegen einen automatischen Torwart. Spielerisch können die Fans auch Erste Hilfe lernen. Bei der Herzdruckmassage tritt Rumänien gegen die Slowakei an. Sieger abseits des Fußballplatzes: Rumänien. Um so auf die Fans zuzugehen, braucht es einen bestimmten Menschenschlag. Das weiß auch die frühere FFC-Frankfurt-Spielerin Nadine Anstatt, die die Volunteers in Frankfurt koordiniert. Nadine Anstatt, Koordinatorin Volunteers „Also […]

  • Flucht vor Polizeikontrolle – Tödlicher Unfall bei Maintal

    Flucht vor Polizeikontrolle – Tödlicher Unfall bei Maintal

    Tödliches Ende einer Verfolgungsjagd: Auf der Flucht vor der Polizei rast ein 39 Jahre alter Autofahrer in Maintal bei Frankfurt in eine Leitplanke. Der Fahrer kommt dabei ums Leben. Mehrere weitere Personen im Fahrzeug werden bei dem Unfall verletzt. Hier am Ortsrand von Maintal-Bischofsheim endet die Flucht eines BMW-Fahrers vor der Polizei gestern Abend tödlich: An der Abzweigung Richtung Niederdorfelden verliert der 39-Jährige offenbar die Kontrolle über sein Auto und schleudert unter die Leitplanke. Dabei wird der Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt und erliegt noch am Unfallort seinen Verletzungen. Ein 19 Jahre alter Beifahrer sowie zwei weitere Insassinnen werden mit zum Teil schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Wegen eines Verkehrsverstoßes war der verunglückte Wagen kurz zuvor in Niederdorfelden einer Polizeistreife aufgefallen. Bei dem Versuch, den BMW anzuhalten, habe der Fahrer jedoch plötzlich Gas gegeben und sei in Richtung Bischofsheim davongerast. Auf seiner Flucht habe der Fahrer mehrere andere Verkehrsteilnehmer gefährdet sowie eine rote Ampel überfahren. Warum der Mann vor der Streife flüchtete, ist noch unklar – die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Gutachter soll zudem den genauen Unfallhergang rekonstruieren.

  • Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt

    Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt

    Sexualisierte Gewalt – ein Thema, über das niemand gerne spricht. Und trotzdem ist es – leider – sehr präsent in unserer Gesellschaft. Studien besagen, dass jede dritte bis vierte weibliche Person in ihrem Leben mindestens einmal sexualisierte Gewalt erlebt. Bei männlichen Personen ist es immerhin jeder Zehnte. Während es für Frauen und Mädchen verschiedene Hilfsangebote gibt, gibt es für betroffene Männer und Jungen bisher vielerorts gar keine Anlaufstellen. Das ändert sich jetzt in Hessen. Dieser Weg, diese Tür, dieser Schritt ist für viele Betroffene eine große Überwindung. Er bedeutet: sich öffnen, sich jemandem anvertrauen, Hilfe annehmen. Wer hier Platz nimmt, der hat diesen Schritt geschafft. Seit März berät Clara Paulus Jungen und Männer, die im Kindes- oder Jugendalter sexualisierte Gewalt erlebt haben. Clara Paulus, Beraterin für männliche Betroffene sexualisierter Gewalt „Wir machen kein Therapieangebot, sondern ein Beratungsangebot. Und manchmal kann das sehr nah aneinander sein. Das heißt, man spricht über die eigenen Belastungen zum Beispiel. Und andere haben ganz konkrete Anliegen und sagen: Ich möchte gerne eine Anzeige machen, wie mache ich das eigentlich? Oder: Ich habe einen Gerichtstermin und muss da aussagen und ich bräuchte da vielleicht ein bisschen Unterstützung. Und andere sagen: Ich habe vielleicht Angst- oder Panikzustände und ich möchte wissen, wie ich damit umgehen kann.“ Und wieder andere brauchen Hilfe bei der Suche nach einem Therapieplatz. Täter sind, auch im Falle sexualisierter Gewalt gegen männliche Personen, größtenteils Männer. Clara Paulus, Beraterin für männliche Betroffene sexualisierter Gewalt „Man kann unterscheiden zwischen Hands-on-Taten – das bedeutet, alles was am Körper passiert, wenn ich berührt werde, wo ich das nicht möchte oder Vergewaltigungen. Und es gibt Taten, die sind Hands-off. Das bedeutet, da ist kein direkter Körperkontakt, sondern ich werde zum Beispiel gezwungen was anzuschauen, was ich nicht möchte. Oder von mir werden Aufnahmen gemacht, Bilder oder Videos, die […]

  • Poseck stellt Cannabis-Bußgelder vor

    Poseck stellt Cannabis-Bußgelder vor

    Seit dem ersten April sind die Herstellung, der Besitz und der Konsum von Cannabis in Deutschland in gewissem Rahmen legal. Allerdings gelten dabei strenge Regeln: Etwa bei der erlaubten Menge oder auch für die Orte, an denen konsumiert werden darf – oder eben nicht. Wer gegen die Regeln verstößt, muss zumindest in Hessen künftig mit saftigen Strafen rechnen. Kiffen direkt vor einer Schule oder einem Kindergarten? Keine gute Idee. Aus Jugendschutzgründen ist hier laut Gesetz ein Mindestabstand von 100 Metern einzuhalten. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, wird in Hessen künftig mit 500 Euro zur Kasse gebeten. Noch teurer wird’s für alle, die sich in direkter Anwesenheit von Kindern oder Jugendlichen einen Joint anzünden; dafür werden 1000 Euro fällig. Nur zwei von insgesamt 41 Bußgeldtatbeständen, mit denen kleinere und größere Cannabisvergehen in Hessen ab Stichtag erster Juli geahndet werden sollen. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Mit diesen Bußgeldern wollen wir auch ein deutliches Signal setzen, dass die Grenzen des Gesetzes beachtet werden müssen. Insbesondere im Hinblick auf den Jugend- und Gesundheitsschutz. Dabei geht es nicht um die ideologische Frage des Für und Wider zum Cannabiskonsum, sondern für uns war es jetzt entscheidend, dass wir dieses Gesetz rechtstreu, restriktiv und pragmatisch umsetzen.“ Strenge Vorschriften gelten künftig auch für die so genannten „Cannabis-Clubs“. Diese dürfen maximal 500 Mitglieder aufnehmen und müssen vor allem deren Alter strikt kontrollieren. Bei Verstößen gegen das Cannabiswerbeverbot oder bei unerlaubter Weitergabe von Samen und Setzlingen droht den Clubbetreibern sogar bis zu 30.000 Euro Strafe. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Ein Stück weit müssen das jetzt die Kommunen auch regeln. Das heißt, sie müssen natürlich auch ihre Ordnungsbehörden, ihre Stadtpolizei entsprechend unterstützen. Wir werden aber auch Unterstützung seitens des Landes leisten. Wir werden Checklisten erstellen, die die Abarbeitung für die Kommunen auch einfacher machen.“ Dabei ist […]

  • Fraport-Chef Stefan Schulte zu Gast im Studio

    Fraport-Chef Stefan Schulte zu Gast im Studio

    Der Frankfurter Flughafen gilt als Hessens Tor zur Welt. Im Sommer dieses Jahres feiert der Flughafenbetreiber seinen 100. Geburtstag. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres erinnern sich Verantwortliche und Weggefährten daran, wie der Flughafen seine heutige Dimension als wichtiges Drehkreuz in der Welt erreichen konnte – und wie auch zahlreiche Krisen und Rückschläge daran nichts ändern konnten. Deutschlands größter Flughafen – er steht in Frankfurt. Ein Rekord, mit dem vor 100 Jahren nicht unbedingt zu rechnen war. Hier fing alles an. Auf dem Frankfurter Rebstockgelände starten Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Propellermaschinen aus Frankfurt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs gründet sich 1924 der Vorgänger des heutigen Flughafenbetreibers. Der Frankfurter Magistrat beschließt 1930 einen Flughafen-Neubau im Westen der Stadt. Die Eröffnung fällt in die Zeit des Nationalsozialismus. Die Nazis nutzen den Flughafen für ihre Propaganda. Von Frankfurt aus fliegen Kampfbomber Richtung Frankreich. Nach dem Krieg baut die US-Armee den Flughafen wieder auf und erweitert ihn um eine zweite Start- und Landebahn. 1972 eröffnet das Terminal Mitte, ein Teil des heutigen Terminal 1. In den 80ern sorgt ein weiterer Ausbau für Proteste. Für den Bau der neuen Startbahn West sollen Teile des Stadtwalds weichen. Bei einer Demonstration 1987 eskaliert die Lage, zwei Polizisten werden erschossen. Trotzdem beschließen die Verantwortlichen in den Jahren danach weitere Ausbauten. Der ehemalige hessische Ministerpräsident und frühere Fraport-Aufsichtsratschef Roland Koch erinnert sich. Roland Koch (CDU), Ministerpräsident Hessen 1999 – 2010 „Man sah, dass international es notwendig ist, sich weiterzuentwickeln, sonst gehen die Flugzeuge nach Amsterdam, vielleicht auch nach München, aber jedenfalls nicht mehr nach Frankfurt, mit allen Folgen für die Wirtschaft. Aber das Risiko in Kauf zu nehmen, so eine politisch streitige Entscheidung zu treffen, war nicht selbstverständlich.“ Die stadtnahe Lage ist ungewöhnlich für einen Flughafen dieser Größe und für Fraport Fluch und Segen zugleich. Passagiere schätzen die […]

  • EM-Spiel Deutschland-Schweiz in Frankfurt

    EM-Spiel Deutschland-Schweiz in Frankfurt

    Und zu Beginn der Sendung schauen wir natürlich nochmal nach Frankfurt, wo gestern die DFB-Elf den EM-Gruppensieg mit einem 1:1 gegen die Schweiz klargemacht hat. In Frankfurt war die Stimmung schon vor dem Spiel prächtig, auch dank eines Stars dieser Heim-EM abseits des Platzes. Saxophonist André Schnura, der seit einigen Tagen in den sozialen Netzwerken einen enormen Hype erlebt, heizte den Fans am Opernplatz ein… Ja, so richtig losgelöste Stimmung herrschte im Stadion und auf den Fanmeilen dann aber erst kurz vor Abpfiff, als Niclas Füllkrug in der Nachspielzeit zum Ausgleich einköpfte. Die deutschen Fans waren nach einer Partie mit einigen Frustmomenten dann letzten Endes doch glückselig: „Super Spiel! Super spannend und zum Schluss noch das Tor. Astrein. Besser geht’s nicht.“ „Schönes Ergebnis am Ende. Schöner Abschluss.“ „Das war super. Also am Ende macht der Lücke ein Tor und das ist es ein Punkt. Top!“ „Ich bin zufrieden. 1:1. Wir sind Gruppenerster. Ja, ist okay, super!“ „Dann werden wir jetzt über Dortmund nach Berlin fahren und da holen wir den Pott“ Die deutsche Mannschaft spielt nun im Achtelfinale Samstag um 21 Uhr in Dortmund gegen den Zweiten der Gruppe B, der morgen ermittelt wird. In Frankfurt wird übermorgen wieder gespielt, dann trifft die Slowakei um 18 Uhr auf Rumänien.

  • Boris Rhein als hessischer CDU-Chef wiedergewählt

    Boris Rhein als hessischer CDU-Chef wiedergewählt

    Ein Landesparteitag der hessischen CDU hat am Samstag entschieden, dass Ministerpräsident Boris Rhein Landesvorsitzender bleibt. Bei seiner Wiederwahl gab es keinen Gegenkandidaten.   Boris Rhein bleibt der starke Mann der hessischen CDU. In Wetzlar wählen ihn 96,4 Prozent der Delegierten erneut zum Landesvorsitzenden. Zuvor rechtfertigt der hessische Minister-präsident den Wechsel des Koalitionspartners nach der Landtagswahl. Nur mit der SPD sei die notwendige Neuausrichtung der Sicherheits-, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik möglich gewesen. Danach greift Rhein die Bundesregierung scharf an. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen: „Diese Regierung setzt in allen Bereichen die komplett falschen Prioritäten. Wir brauchen in Deutschland jetzt einen Comeback-Plan für die Wirtschaft Steuern runter, Energiekosten senken, Bürokratie entschlacken und vor allem Prioritäten setzen. Liebe Freunde, Deutschland braucht ein Konjunkturpaket und kein Kiffergesetz.“ Unterstützung erhält Rhein von einem Gast aus Berlin. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stellt klar: Es kann keinen Wohlstand ohne Anstrengung geben. Deshalb müsse die Bundesregierung das Arbeiten wieder attraktiver machen. Carsten Linnemann, (CDU) Generalsekretär: „Warum können wir nicht einmal die Überstunden steuer- und beitragsfrei stellen. Einfach mal machen, einfach mal zwei Jahre ausprobieren. Oder für Rentner eine Aktivrente einführen, wenn sie in Rente gehen und das gesetzliche Rentenalter erreichen, dass sie 2000 Euro steuerfrei im Monat hinzuverdienen könnten.“ Auch beim Thema Flüchtlinge, kritisiert Boris Rhein, tue die Bundesregierung viel zu wenig. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen: „Es muss jetzt schnell geprüft werden, wie wir dazu kommen, dass wir Asylverfahren in Dritt- und Transitstaaten durchführen können und insbesondere muss die Bundes-regierung jetzt dafür sorgen, dass insbesondere auch hier Straftäter sofort aus Deutschland abgeschoben werden können, auch in Länder wie Afghanistan.“ Mehr Unterstützung vom Bund verlangt auch der hessische Innenminister Roman Poseck. Schon lange fordert er, dass Strafverfolger länger auf gespeicherte IP-Adressen zugreifen können. Dazu habe der Europäische Gerichtshof vor kurzem ein glasklares Urteil gefällt. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen: „Danach […]

  • Busfahrer für Riedbahn-Sperrung geschult

    Busfahrer für Riedbahn-Sperrung geschult

    Heute in drei Wochen startet die Deutsche Bahn das größte Sanierungsprojekt ihrer Geschichte. Bis zum Jahr 2030 soll das Schienennetz nach und nach auf Vordermann gebracht werden. Los geht’s mit der Riedbahn, eine der meistbefahrenen Strecken Deutschlands. Dafür wird der rund 80 Kilometer lange Abschnitt zwischen Frankfurt und Mannheim für etwa ein halbes Jahr gesperrt. Damit Pendler und Reisende trotzdem an ihr Ziel kommen, setzt die Bahn in dieser Zeit ersatzweise Busse ein. 150 Fahrzeuge stehen dafür bereit – und rund 400 Busfahrer. Die werden aktuell täglich geschult, damit im eng getakteten Fahrplan jeder genau weiß, was er zu tun hat. Auch wenn man es ihm nicht anmerkt, Maher Al Haj Hamoud ist ein Neuling am Steuer. Erst vor wenigen Monaten hat der 49-Jährige seinen Busführerschein gemacht. Jetzt ist er einer von 400 Fahrern, die den Schienenersatzverkehr zwischen Frankfurt und Mannheim bedienen. Maher Al Haj Hamoud, Busfahrer: „Ich habe jeden Tag mit vielen Menschen Kontakt, so kann ich die Sprache besser lernen. Und man kann Menschen helfen.“ (12s) … sie von A nach B bringen. Bevor er und seine Kollegen in drei Wochen dann richtig im Einsatz sind, müssen sie verschiedene Schulungen durchlaufen. Heute lernen sie, was es bei den neuen Bussen zu beachten gilt, bevor man losfährt. [freistehende Situation: 10s] Neben der technischen Einweisung gibt es auch einen praktischen Teil. Patrick Becker, Betriebsmanager DB Regio Bus Mitte: „Die Fahrer durchlaufen hauptsächlich auch Streckenschulungen. Das heißt, wir bringen ihnen die Fahrtverläufe bei, wichtige Umsteigepunkte, dass sie die Fahrgäste auch beraten können, wie sie dann fahren.“ (13s) Einige der Fahrer stammen aus Deutschland, die meisten aber kommen aus den Balkanländern, der Türkei oder, wie Maher Al Haj Hanoud, aus Syrien. Seit fünf Jahren lebt er in Deutschland, versteht die Sprache gut. Allerdings fallen bei den Schulungen auch viele Fachbegriffe, denen man […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Apotheker streiken erneut: Am Donnerstag und Freitag werden viele Apotheken in Hessen geschlossen bleiben. Der Hessische Apothekerverband hat zu dem zweitätigen Streik aufgerufen, um gegen die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu protestieren. Der Verband bezeichnete sie als – so wörtlich – Todesstoß für den Berufsstand. Unter anderem wolle Lauterbach Pseudo-Apotheken schaffen, in denen keine Apotheker mehr zur Beratung in Präsenz bereitstünden. Das schränke die Versorgung der Bürger ein und gehe zu Lasten der Arzneimittelsicherheit. Notdienstapotheken seien an den beiden Streiktagen geöffnet. Mehr Anträge auf Einbürgerung erwartet: Hessen und Rheinland-Pfalz rechnen damit, dass die Zahl der Anträge zur Einbürgerung durch das neue Gesetz zur Staatsangehörigkeit in die Höhe schnellen wird. Ab Donnerstag besteht bereits nach fünf Jahren ein Anspruch auf Einbürgerung, bisher waren es acht Jahre. Außerdem sind grundsätzlich zwei oder mehr Staatsangehörigkeiten zugelassen. In Hessen wurden im vergangenen Jahr rund 15.100 Menschen eingebürgert, in Rheinland-Pfalz waren es rund 10.800. Spargelsaison endet: Zum traditionellen Ende der Spargelsaison haben die Landwirte in Hessen und Rheinland-Pfalz heute eine durchwachsene Bilanz gezogen. Nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes  lagen der Ertrag und der Verkauf wegen des regnerischen Wetters etwas unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Witterung hat auch den Spargelbauern in Rheinland-Pfalz eine geringere Ernte beschert. Wie der Bauern- und Winzerverband des Landes mitteilte, seien die Verkaufszahlen aber stabil geblieben.

  • Robotik-Aktionstag mit Astronaut Alexander Gerst

    Robotik-Aktionstag mit Astronaut Alexander Gerst

    Was wollten Sie mal werden, als sie noch ein Kind waren? Polizist, Tierarzt oder Astronaut? Es bleibt einer der Klassiker unter den frühen Berufswünschen, der zum träumen anregt wie kaum ein anderer.        Seinen Träumen folgen, mit diesem Aufruf hat heute Astronaut Alexander Gerst Hunderten Schülern in Limburg Einblicke in sein Berufsbild gegeben. Robotik-Aktionstag heißt die Veranstaltung der IHK Limburg, die junge Menschen auf technische Berufe aufmerksam machen soll.    O Ton  Alexander Gerst, ESA-Astronaut  „Deutschland ist ein Hochtechnologieland, unser wichtigstes Kapital sind die Ingenieurinnen Ingenieure die Techniker Wissenschafterin Astronauten von morgen und denen muss man eine Perspektive geben sonst wandern vielleicht viele in andere Länder ab und denken, da gibt es bessere Chancen und ich bin hier, um ihn zu zeigen, nein, es lohnt sich an, seine Träume zu glauben, ich selbst hatte den Traum und war selbst erstaunt, als der in Erfüllung ging. Und ja, auch in diesem Land kann man eben solche Träume erfüllen“

  • Deutschlands ältester Student studiert in Marburg

    Deutschlands ältester Student studiert in Marburg

    Bei einigen Menschen ist der Wissensdurst auch im hohen Alter ungebrochen. Der wohl älteste Student Deutschlands ist stolze 91 Jahre alt und studiert im hessischen Marburg. Von seinem Ehrgeiz kann man sich einiges abschauen.   Auf den ersten Blick könnte Günter Blum glatt als Uniprofessor durchgehen. Nicht nur wegen seines fortgeschrittenen Alters, der wohl am elegantesten gekleidete Student Marburgs kommt ganz klassisch daher mit Ledertasche und Füllfederhalter statt Laptop. In den Vorlesungssälen erfüllt sich der 91-Jährige einen langehegten Traum, denn in der Nachkriegszeit konnten sich seine Eltern ein Studium für ihn schlichtweg nicht leisten. Günter Blum, studiert mit 91 Jahren „Ich hätte gerne eine weiterführende Schule besucht, hätte auch gerne studiert und zwar Medizin. Aber aus Geldmangel war das nicht möglich.“ Stattdessen begann Günter Blum eine Lehre als Textilkaufmann und leitete später mehrere Kaufhaus-Filialen. Nun studiert der Rentner bereits im 15. Semester Geschichte und schreibt in jeder Vorlesung eifrig mit. Für die jüngeren Studenten ist er durchaus ein Vorbild. Clara, studiert Geschichte „Es ist richtig schön, dass da auch noch so richtiges Interesse da ist. Ich denke, das ist auf jeden Fall etwas Positives, was man auch noch in jedem Alter machen kann. Deswegen finde ich das sehr unterstützenswert.“ Julia Hubel, studiert auf Lehramt „Ich denke, das kann immer bereichernd sein. Für den universitären Austausch, für die Seminare, aber auch für die Gesellschaft.“ Während andere Universitäten separate Vorlesungen für Senioren anbieten, verfolgt die Uni Marburg einen integrativen Ansatz. Rund 140 ältere Gasthörer mischen sich hier unter die jungen Studenten. 100 Euro Gebühren kostet jedes Semester, an Prüfungen dürfen die Senioren nicht teilnehmen. Dafür können sich Studenten wie Günter Blum besonders im Fach neueste Geschichte als Zeitzeugen einbringen. Prof. Dr. Eckart Conze, Universitätsprofessor Marburg „Die individuelle Erinnerung beispielsweise zu vergleichen mit dem, was die historische Forschung sagt und zutage gefördert hat. […]

  • Hoch hinaus: Segelkunstflieger Moritz Kirchberg

    Hoch hinaus: Segelkunstflieger Moritz Kirchberg

    Es ist einer der ältesten Träume des Menschen: das Fliegen. Über Jahrhunderte tüftelten Wissenschaftler und Ingenieure daran, bis es vor knapp 250 Jahren in einem Ballon endlich gelang. Doch was treibt Menschen an zu fliegen? Für unsere Sommerserie haben wir die besten Flugsportler aus Hessen und Rheinland-Pfalz getroffen. Heute mit dem Segelkunstflieger Moritz Kirchberg. Kommen Sie mit „Hoch hinaus“. _ Moritz Kirchberg, Segelkunstflieger: Fliegen ist für mich meine Leidenschaft. In der Natur zu sein, frei zu sein, die Aussicht zu genießen. Das ist einfach das Faszinierende daran, dass jeder Flug etwas Spezielles ist, man neue Eindrücke hat von denen man nachts Träumen kann. Intro Ein paar letzte Handgriffe, bevor es losgehen kann. Auf dem Flugplatz im mittelhessischen Ober-Mörlen baut Moritz Kirchberg gerade seinen Segelflieger zusammen. Jede Schraube muss sitzen, denn heute will er für die Weltmeisterschaft im Segelkunstflug trainieren. Schon seitdem er 14 ist darf er mit der nur 300 Kilo schweren Maschine abheben.  Moritz Kirchberg, Segelkunstflieger: Ich bin hier am schönen Flugplatz in Ober-Mörlen groß geworden mit meinen Eltern viel mitgeflogen. Meine Eltern haben auch Kunstflug gemacht. Von daher war der Weg für mich so ein bisschen vorgeschrieben. Dabei fliegt der 26-jährige Hesse sogenannte Figuren. Loopings, Drehungen und über Kopf. Um hoch hinaus zu kommen, muss ihn aber erstmal ein Motorflugzeug auf über 1000 Meter schleppen. Dann beginnt das Programm. Freistehend Moritz Kirchberg, Segelkunstflieger: Segelkunstflug ist so ein bisschen wie Rennsport. Die Kräfte, die auf den Körper wirken die G-Kräfte. Wir haben bis zu plus neun G also das Neunfache vom Körpergewicht und minus sieben G. Und das ist die Faszination, dabei auch noch mit der Physik zu spielen, die Aerodynamik an ihren Grenzen zu haben. Aber nicht über diese Grenzen drüber zu gehen. Das ist einfach das Faszinierende für mich daran. Neun G sind mehr als doppelt so […]

  • Künstliche Intelligenz in der Justiz

    Künstliche Intelligenz in der Justiz

    Der Flughafen Frankfurt verhilft nicht nur jedes Jahr Millionen von Reisenden zu ihrem Urlaub, er beschäftigt auch hunderte von Angestellten in der Frankfurter Justiz. Denn wegen Flugausfällen und Streiks klagten alleine im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Menschen gegen Airlines – Verfahren die alle beim Amtsgericht in Frankfurt landen. Um diese Menge an sehr ähnlichen Verfahren schneller zu bearbeiten, setzt das Gericht inzwischen auf eine künstliche Intelligenz. Und auch der neue Justizminister Christian Heinz will in Zukunft voll auf KI setzen. Ein Chatbot, der alle Daten einer Klage erfasst und dem Klagenden direkt eine Prognose zum Erfolg der Klage generiert. Eine Cloud-basierte Akte, die allen Verfahrensbeteiligten immer und überall zur Verfügung steht. Nur zwei Zukunftsvisionen der ersten Ausgabe vom „Forum KI“ im Hessischen Justizministerium,  wie künstliche Intelligenz den Justizsektor zukünftig effizienter machen soll. Christian Heinz, CDU, Justizminister Hessen: „Im Moment haben wir auch viele Prozesse, an denen auch gar nicht die Richterinnen und Richter beteiligt sind, sondern auch andere Akteure. Da werden Akten hin und her getragen, Verfügungen geschrieben und umgesetzt und da sind auch viele Schritte, wo ich sagen muss, was meine Versicherung schon lange kann, dass wenn ein Richter ein Häkchen setzt auf seinem Bildschirm, dass dann ein Brief, also eine Ladung an alle Beteiligten rausgeht, das muss in der Justiz auch möglich sein.“ Eine Steigerung der Effizienz ist dringend nötig, denn der Fachkräftemangel hat längst auch die Justiz erreicht. Es fehlen Richter, Staatsanwälte und fast alle juristischen Fachangestellten, während gleichzeitig immer weniger Nachwuchs von den Universitäten kommt. Christian Heinz, CDU, Justizminister Hessen: „Jeder Jahrgang der sich in die Rente verabschiedet wird nur noch durch zwei Drittel an jungen Menschen ersetzt. Das heißt, wir werden in der gar nicht so fernen Zukunft weniger Personal wahrscheinlich haben für alle staatlichen Aufgaben, einfach weil weniger nachwachsen. Das heißt wir müssen […]