Hessen

  • Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Die Fußball-Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein. Nur noch vier Spieltage, dann wissen wir, wer aus der ersten Liga absteigen muss. Markus Appelmann, Moderator: Bei mir im Studio ist Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, der Kellerkracher schlechthin steigt ja bei uns in Mainz. Thorsten Arnold, Sportreporter: Na klar. Also Mainz 05 gegen den 1. FC Köln. Die Mainzer ja seit vergangenem Wochenende runter von den Abstiegsplätzen, die Kölner noch hinten drin, tief im Schlamassel, Platz 17. Und da lege ich mich jetzt mal fest: Sollten die Mainzer am Sonntag gewinnen, dann haben sie den direkten Abstieg zumindest schon mal vermieden. Das wäre ein toller Erfolg für den Trainer Bo Henriksen und sein Team. Und da kann man sich ja mal ganz entspannt da zurücklehnen, anlehnen. Das sind Bilder vom Training unter der Woche. Da guckt er ganz zufrieden seinen Jungs zu, weil es einfach läuft. Und da gab es auch unschöne Szenen noch. Da hat sich nämlich Andreas Hanche Olsen verletzt, das Sprunggelenk verdreht. Erste Diagnose: Bänderverletzungen. Ja, und die wichtigste Frage natürlich: Kann er am Sonntag spielen? Bo Henriksen, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Wir versuchen alles dafür zu tun, dass er am Sonntag spielen kann. Aber ich weiß es noch nicht, wir müssen die nächsten Tage abwarten. Wir wünschen uns natürlich, dass er spielen kann, aber wir müssen erst sehen.“ Arnold: Ja, das hört sich nach einem Wettlauf mit der Zeit an, wahrscheinlich bis ganz kurz vor Anpfiff am Sonntag. Appelmann: Wir bleiben im Tabellenkeller und ganz hinten steht der SV Darmstadt 98. Die Lilien haben vergangenes Wochenende endlich mal wieder einen Sieg eingefahren und so den definitiven Abstieg abgewendet. Ist es denn an diesem Wochenende soweit? Arnold: Ja, das kommt ganz darauf an, wie die Konkurrenz spielt. Und da könnte tatsächlich die kuriose Situation eintreten, die Darmstädter […]

  • Festival in Wiesbaden widmet sich mittel- und osteuropäischen Filmen

    Festival in Wiesbaden widmet sich mittel- und osteuropäischen Filmen

    Der Krieg in der Ukraine – er spielt eine wichtige Rolle beim Filmfestival goEast. Wie der Name schon sagt, nehmen die Filmschaffenden, die sich gerade wieder in Wiesbaden treffen, Mittel- und Osteuropa in den Blick. Wie in dieser sehr persönliche Dokumentation über eine durch den Krieg getrennte Familie. Die Nacht in der Russland die Ukraine angreift. Olga Chernykh verbringt sie bei ihrer Mutter, die im Leichenschauhaus arbeitet, abgeschnitten von ihrer Großmutter, im Osten des Landes. Filmausschnitt Die Regisseurin zeichnet das Bild ihrer Familie, die versucht mit dem Krieg umzugehen. Gespickt mit Erinnerungen an die Heimat Donezk, festgehalten in selbstgedrehten Videoaufnahmen. „Ein Thema, an das jeder mit seiner eigenen Familiengeschichte anknüpfen kann“, sagt die Regisseurin bei der Deutschlandpremiere in Wiesbaden. Olga Chernykh, Regisseurin „Ein Foto zum Andenken“ „Was die Erinnerung betrifft, da denke ich, dass es etwas ist, was wir alle haben und das wir alle sammeln können, wenn wir etwas aus unserer Vergangenheit oder aus unserem Familienerbe verloren haben. Und diese Schätze können uns in manchen Momenten des Lebens wirklich helfen, wenn wir uns im Leben verlieren.“ Ein Schatz. der auch Olga Chernykh hilft damit umzugehen. Ihre Großmutter erzählt ihr per Telefon von früher aber auch von ihren Kriegserlebnissen. Filmausschnitt Das Publikum ist begeistert. Yulia Panas-Popyk „Ich selbst bin im März 2022 aus Kiew gekommen und dieser Film erinnert mich wirklich an das, was wir durchgemacht haben. Wir sind in der Nacht auch wegen der Explosionen aufgewacht.“ Anna Kayumowa „Es hat mir echt das Gefühl gegeben, dass ich diese Familie beobachtet habe.“ Thomas Wunsch „Ich bin seit vielen Jahren hier auf dem Filmfestival und man sieht hier eine ganz andere Art von Sichtweise von den Filmemachern, von den Geschichten, die erzählt werden.“ Einer von insgesamt 91 Kurz- und Langfilmen bei Deutschlands größtem Filmfestival für Mittel- und Osteuropa. Sie zeigen den […]

  • Opposition kritisiert 100-Tage-Bilanz der hessischen Landesregierung

    Opposition kritisiert 100-Tage-Bilanz der hessischen Landesregierung

    Diese Woche ist die schwarz-rote Landesregierung in Hessen 100 Tage im Amt. Morgen werden CDU und SPD vor die Presse treten und präsentieren, was sie in dieser Zeit alles umgesetzt haben. Heute schon haben die Oppositionsparteien ihre Bilanz gezogen. Naturgemäß fällt diese nicht so positiv aus … So gut wie nichts geschafft. So lautet – kurz zusammengefasst – das Fazit der Oppositionsparteien zu 100 Tage Schwarz-Rot in Hessen. Die FDP sagt, die neue Regierung aus CDU und SPD habe sich nicht profiliert sondern sei vor allem durch Populismus aufgefallen. Stefan Naas (FDP), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Das war ein ganz schwacher Start der neuen hessischen Landesregierung. Wir haben den Ministerpräsidenten und die Minister und Ministerinnen kaum gesehen die ersten 90 Tage. Es gab dann hektischen Aktionismus die letzten zehn Tage. Man wollte noch irgendetwas bieten. Wir haben es vor allem mit Populismus zu tun. Die eigentlichen Themen Wirtschaft, Bildung, die werden gar nicht angegangen, sondern man verliert sich da im Klein-Klein und das ist schade fürs Land.“ Naas spielt damit vor allem auf diverse Pressetermine der neuen Minister an. So hatte beispielsweise Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori kürzlich den kostenlosen Meisterbrief fürs Handwerk vorgestellt oder Innenminister Roman Poseck pressewirksam Razzien im Frankfurter Bahnhofsviertel durchgeführt. Und auch das Genderverbot im Abitur, das Bildungsminister Armin Schwarz kurz vor knapp durchgesetzt habe, sei eine Farce, meinen die Liberalen. Grünen-Fraktionschef Wagner ergänzt, Hessen bekomme mehr Show als Problemlösungen. Er vermisse in der Regierung vor allem eine soziale Handschrift. Mathias Wagner (Bündnis 90 / Grüne), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Ja, wir haben jetzt 100 Tage neue Landesregierung. Wir können sagen es sind 100 Tage CDU-Alleinregierung. Dass das eine Koalitionsregierung ist, an der auch die SPD beteiligt ist, fällt nicht weiter auf. Die CDU macht, was sie will. Das was sie macht ist aber nicht gut fürs Land.“ So kritisieren […]

  • Bundeskanzler Scholz besucht hessische Unternehmen

    Bundeskanzler Scholz besucht hessische Unternehmen

    Da gab es heute nicht nur Begeisterungsstürme beim Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in Hessen. Sind doch gerade viele Wirtschaftsvertreter so überhaupt nicht einverstanden mit der Leistung der Bundesregierung. Und das hat der Verband der Familienunternehmer heute auch klar zum Ausdruck gebracht – doch zuvor war Kanzler Scholz beim Pharma- und Chemiekonzern Merck in Darmstadt, wo er den Grundstein für ein neues Forschungszentrum gelegt hat. An dieser Stelle auf dem Werksgelände von Merck in Darmstadt soll es entstehen – das neue Forschungszentrum des Pharma-Riesen, in dem in Zukunft vor allem an der Herstellung von Antikörpern sowie an mRNA-Anwendungen geforscht werden soll. Kostenpunkt: rund 300 Millionen Euro. Schon in drei Jahren sollen hier die ersten Mitarbeiter einziehen. Belén Garijo, Vorsitzende Geschäftsleitung Merck „Das ist ein super wichtiger Tag für Merck und auch für Deutschland. Denn dieses neue Gebäude ist unsere größte Investition in Forschung und Entwicklung aller Zeiten in Deutschland.“ Der Neubau ist Teil eines Investitionsprogramms, das für dieses und nächstes Jahr rund 1,5 Milliarden Euro allein für den Standort Darmstadt umfasst. Klar, dass das auch den Kanzler freut. Und so packt Olaf Scholz heute gleich selbst mit an: Er hilft, die Zeitkapsel zu füllen – er verewigt sich mit einem Handabdruck – und schnappt sich schließlich noch einen Hammer, um den Grundstein für das neue Gebäude zu legen. Bereits heute, so der Kanzler, sei Deutschland das Land mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung weltweit. Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler „Ich möchte, dass das so bleibt. Dass Unternehmen wie Merck weiterhin in Deutschland und Europa investieren und Arbeitsplätze schaffen. Dass auch in Zukunft hier die Technologien entstehen, die auf der ganzen Welt gebraucht werden.“ Auch danach bleibt der Kanzler quasi in der Familie: Vom größten Familienunternehmen Hessens mit rund 11.000 Mitarbeitern alleine am Standort Darmstadt geht die Reise weiter zur […]

  • Die Zukunft des Frachtgeschäfts am Frankfurter Flughafen

    Die Zukunft des Frachtgeschäfts am Frankfurter Flughafen

    Der Frankfurter Flughafen, das ist nicht nur ein Drehkreuz für fast 60 Millionen Passagiere im Jahr, sondern auch Europas größter Standort für Luftfracht. Die wird angesichts globaler Lieferketten immer wichtiger und gleichzeitig aufgrund geopolitischer Krisen immer schwieriger zu planen. Heute hat der Fraport-Konzern vorgestellt, wie man sich für das zukünftige Cargo-Geschäft aufstellen will. Ist die deutsche Wirtschaft überhaupt noch wettbewerbsfähig? Diese Frage stellt Fraports Luftfahrt und Infrastrukturchef Pierre Dominique Prümm gleich zu Beginn und zielt damit vor allem darauf das eigene Unternehmen als Hoffnung in unruhigen Zeiten zu verkaufen. Der Flughafenbetreiber Fraport sei auf dem Luftfrachtmarkt die Nummer Eins in Europa. Pierre Dominique Prümm, Fraport AG Aviation und Infrastruktur „Und das wollen wir bleiben. Wir gehen davon aus, dass der Bedarf nach entsprechenden Dienstleistungen, geflogener Fracht weiter wachsen wird und darauf stellen wir uns ein. Wir haben heute vorgestellt unseren Masterplan und der sieht genau den Pfad vor bis zum Jahr 2040.“ Der Fraport-Masterplan besteht aus drei Säulen. Vorhandene Flächen sollen umgestaltet und so intelligenter genutzt werden. Außerdem sollen auf aktuell stillgelegten 250.000 Quadratmetern neue Speditionsanlagen entstehen. Für den Ausbau der Infrastruktur will Fraport in den nächsten Jahren 500 Millionen Euro investieren. Vor allem aber sollen die Prozesse umfassend digitalisiert werden. Das sei auch nötig, angesichts eines bis zum Jahr 2040 erwarteten Luftfrachtaufkommens von über drei Millionen geflogenen Tonnen und damit rund 50% mehr gegenüber dem bisherigen Höchstwert. Dietmar Focke, Lufthansa Cargo Operations und Arbeitsdirektor „Wir arbeiten heute mit Datenstrukturen die 20, 30 Jahre alt sind und die es uns nicht ermöglichen, diese gigantischen neuen Frachtmengen mit der enormen Anzahl von Shipments und Transferleistungen hier so darzustellen, dass wir hier einen guten Datenfern haben, der schnell, automatisch und zwischen allen Beteiligten perfekt funktioniert.“ Bis zum Ende des Jahrzehnts will die Lufthansa Cargo zudem sieben neue Frachtflugzeuge anschaffen – jedes davon […]

  • Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Die Medienanstalt Hessen hat gestern Abend in Kassel den Medienkompetenzpreis „MediaSurfer“ verliehen. Rund 100 Kita-Gruppen, Schulklassen und Vereine haben dafür selbst produzierte Filme, Fotoprojekte oder Podcasts eingereicht. Für die Gewinnergruppen gab es insgesamt 18.000 Euro Preisgeld. Ziel der Projekte ist es, sich mit digitalen Medien auszuprobieren, aber auch zu lernen, welche Chancen und Risiken sie bergen – das ist Medienkompetenz. Themen waren unter anderem Mobbing im Internet und künstliche Intelligenz. Murad Erdemir, Direktor der Medienanstalt Hessen: „Wenn Kinder und Jugendliche nicht medienkompetent heranwachsen, dann werden sie ähnlich wie auch viele Erwachsene, es geht ja Erwachsenen teilweise genauso, dann werden sie auf Falschmeldungen hereinfallen, dann können sie nicht sicher im Netz umgehen, sie können die Gefahren nicht erkennen, sie können aber, was ganz wichtig ist, sie können die Medien auch nicht in ihrem Sinne nutzen.“

  • Hessische AfD will Corona-Aufarbeitung

    Hessische AfD will Corona-Aufarbeitung

    Testen, impfen, Maskenpflicht und Schulschließungen. Viele Maßnahmen während der Corona-Pandemie waren drastisch und im Nachhinein betrachtet – so die Experten – nicht wirkungsvoll. Die AfD in Hessen will jetzt im Landtag einen Untersuchungsausschuss einsetzen, der eben diese Maßnahmen kritisch aufarbeitet. Die anderen Parteien wiederum befürchten, dass die AfD damit nur eine Show inszenieren will. Höchst umstritten ist bereits der Antrag für den Untersuchungsausschuss, den die AfD ins Plenum einbringen will. Denn eigentlich fehlt ihr genau eine Stimme, um das benötigte Fünftel aller Abgeordneten für den Antrag aufzubringen. Dass der Fraktionsvorsitzende Robert Lambrou heute trotzdem eine Liste mit den verlangten 27 Stimmen präsentieren kann, liegt an ihm: Sascha Herr, dessen Aufnahme die AfD-Fraktion im Oktober wegen dessen Kontakten in die Neonazi-Szene abgelehnt hatte. Auch eine Zusammenarbeit mit Herr in der Zukunft hatte die AfD eigentlich ausgeschlossen. Robert Lambrou (AfD),Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Wir haben alle 133 Abgeordneten angeschrieben und angeboten, diesen Antrag mit zu unterzeichnen. Am Ende des Tages hat außer den 26 AfD-Abgeordneten dann nur der Abgeordnete Sascha Herr diesen Antrag mit unterzeichnet. Er hat nicht mitgewirkt an der inhaltlichen Erstellung des Antrags. Aus unserer Sicht ist das keine Zusammenarbeit.“ Auch wenn die anderen Fraktionen das anders sehen und von offenem Wortbruch sprechen – der Corona-Untersuchungsausschuss wird kommen. Satte 43 Punkte soll das Gremium untersuchen. Robert Lambrou (AfD),Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Das Ziel des Corona-Untersuchungsausschusses ist es, aufzuarbeiten, was hier in Hessen während der Corona-Pandemie von der Landesregierung entschieden wurde und ob das angemessen und verhältnismäßig war. Und da wir die Antworten darauf nicht kennen, muss man dann auch die Ergebnisse des Ausschusses abwarten.“ Die FDP teilt heute schriftlich mit, der Ausschuss dürfe nicht zur Bühne für Verschwörungstheoretiker werden. Die CDU verweist auf Landtagsprotokolle aus der Pandemie-Zeit, die alle Fragen zu den damaligen Entscheidungen beantworten könnten. Wenn der Ausschuss zustande kommen sollte, […]

  • Meisterausbildung soll in Hessen kostenfrei werden

    Meisterausbildung soll in Hessen kostenfrei werden

    Fachkräftemangel – ein Wort, das wir sehr oft in der Sendung bewegen. Ob Bäcker, Elektriker oder Lackierer – überall fehlt es an Fachkräften. Daher soll jetzt in Hessen der Nachwuchs besonders gefördert werden: Handwerker sollen ihren Meister in Zukunft – unterm Strich – kostenlos machen. Björn Benner macht hier in Frankfurt seine Meisterausbildung zum Elektrotechniker. Ein großer Schritt für ihn – auch finanziell. Alleine die Kurse kosten rund 15.000 Euro. Björn Benner, Auszubildender zum Elektromeister „Man muss es erst mal finanzieren. Beim Meister steht ja wenigstens danach noch ein Gehaltsplus durch die Weiterbildung, was das dann irgendwann nach einer gewissen Zeit amortisiert, aber das Geld muss auch erst mal da sein.“ Momentan deckt das Aufstiegs-BAföG die Kosten für die Meisterausbildung größtenteils ab. Insgesamt 75% können damit finanziert werden. Der Rest mit der sogenannten Aufstiegsprämie. Die erhöht die hessische Landesregierung jetzt von 1.000 Euro auf 3.500 Euro. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister Hessen „Alle, die alle Prüfungsbestandteile für den Meister oder eine vergleichbare Prüfung nach dem ersten Juni abschließen, kriegen also diese nachgelagerte Prämie von 3.500 Euro. Damit wird der Meister für alle kostenfrei. Das ist ein wichtiger Beitrag, um künftige Fachkräfte an diese Region zu binden und damit auch deutlich zu machen: Leistung lohnt sich.“ Ganz kostenfrei wird der Meister für Auszubildende wie Björn Benner jedoch nicht. Denn neben den reinen Kursgebühren kommen auf ihn noch weitere Kosten hinzu. Björn Benner, Auszubildender zum Elektromeister „Wir haben Kursgebühren in Höhe von 15.000 Euro und dann kommen noch jede Menge Lehrgebühren – ein Laptop, Normen, Bücher, das kommt alles noch dazu. Also ansonsten wäre es an die 25.000 Euro. Also auf null kommen wir selbst mit den 3.500 Euro nicht.“ Dennoch: Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main findet es gut, dass die Prämie bei einer abgeschlossenen Meisterausbildung erhöht wird. Sie sieht im Meister einen Hebel gegen […]

  • Neue Anlaufstelle für Jobs am Frankfurter Flughafen

    Neue Anlaufstelle für Jobs am Frankfurter Flughafen

    Der Sommer rückt näher und damit die Haupturlaubszeit. Das treibt dem Flughafenbetreiber Fraport so einige Sorgenfalten auf die Stirn. Denn von Deutschlands größtem Airport fliegen wieder fast so viele Menschen ab wie vor der Corona-Pandemie. Deshalb sucht der Flughafenbetreiber händeringend neue Mitarbeiter und will dabei nun ganz neue Wege gehen: Mit einem Job-Terminal direkt in der Abflughalle. Ersan Demir hat sich vor kurzem bei der Fraport beworben. Lange Zeit hat der 32-Jährige aus dem hessischen Usingen in der Gastronomie gearbeitet, sah dort für sich aber keine Entwicklungschancen. Dann hat er von einem Bekannten erfahren, dass es am Frankfurter Flughafen viele offene Stellen gibt. Nun will er in der Flugzeugabfertigung direkt am Rollfeld arbeiten. Ersan Demir, Bewerber „Dann habe ich gesehen, dass man sich da auch weiterbilden kann, dass Fraport Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Da habe ich gesagt: ‚Ja, das ist genau der Ort, wo ich arbeiten will.‘ Wo ich auch die Flugzeuge und Reisen liebe. Die Atmosphäre wird passen, denke ich mal.“ Mit dem neuen Job-Terminal direkt vor Ort sollen Bewerbungen künftig noch einfacher gehen. Hier können potenzielle Interessenten gleich mal an einem Simulator testen, wie man über das Vorfeld zwischen den Flugzeugen rangiert. Auch damit will der Flughafenbetreiber für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Julia Kranenberg, Arbeitsdirektorin Fraport „Wir merken, dass viele Menschen diesen persönlichen Kontakt sehr schätzen, wenn es darum geht, sich nachher konkret für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Weil ich dann die Atmosphäre schon ein Stückweit mitbekomme und erste Kontakte.“ In der Corona-Krise hatte die Fraport zunächst viele Stellen abgebaut, dann zog der Reiseverkehr wieder an. Für dieses Jahr sucht der Flughafenbetreiber 13.000 neue Mitarbeiter in über 20 verschiedenen Bereichen. Das neue Rekrutierungsbüro soll nicht nur Reisende neugierig machen, sondern auch Besucher oder Angestellte von umliegenden Geschäften. Die Agentur für Arbeit will hier gemeinsame Infoveranstaltungen durchführen und hält das Job-Terminal für […]

  • Streit um Privatisierung des Offenbacher Hafens

    Streit um Privatisierung des Offenbacher Hafens

    Im Gegensatz zur Mainmetropole Frankfurt geht es in in der Nachbarstadt Offenbach deutlich beschaulicher zu. Das gilt auch für den kleinen Hafen, die sogenannten „Marina“. Nach großen Luxusyachten sucht man hier vergeblich. Am Kai liegen nur ein paar kleiner Schiffchen und ein Ausflugsdampfer. Doch jetzt fürchten Bootseigner und Anlieger, dass es mit dem Spaß bald vorbei sein könnte: Die Stadt Offenbach möchte seine Marina nämlich gerne an einen großen, kommerziellen Anbieter verpachten. Die Gaby mag zwar ein alter Kahn sein, doch gerade auf denen lernt man bekanntlich das Segeln: Stolze 104 Jahre hat das Schul- und Ausflugsschiff schon auf dem Buckel, doch der alte Schiffsdiesel tuckert noch so zuverlässig wie am ersten Tag. Und wer auf der Gaby gelernt habe, könne danach so ziemlich jedes Schiff fahren, sagt Annette Lahnstein. Umso trauriger findet es die Skipperin von der Seglervereinigung Rhein-Main, dass Gabys Tage im Offenbacher Hafen schon bald gezählt sein könnten. Seitdem der Plan der Stadt, den Hafen neu zu verpachten, zu den Marina-Anlieger durchgesickert ist, macht sie sich viele Gedanken. Annette Lahnstein, Seglervereinigung Rhein-Main „Das erste war: Das ist das Ende des Vereins. Wohin mit der Gaby? Wir kriegen hier sonst nirgendwo in Frankfurt oder in Offenbach einen Platz für so ein großes Schiff. Und durch die Monopolisierung an einen einzigen Betreiber, der hier Bootsführerscheine anbietet – der macht uns alle platt.“ Vor einigen Wochen hatte die Stadt Offenbach angekündigt, die Marina für 30 Jahre an den professionellen Mainzer Yachthafen-Betreiber „Onwater“ verpachten zu wollen. Wohl, um die ziemlich in die Jahre gekommene Marina optisch aufzuwerten – und natürlich auch, um ein hübsches Sümmchen Geld ins chronisch klamme Stadtsäckerl zu spülen. Für Bootsbesitzer Paul Markus Albert durchaus verständlich – aber der falsche Weg. Schließlich liege der Charme der Offenbacher Marina ja gerade darin, dass diese nach wie vor ein Hafen […]

  • Forschung zu Hasskommentaren

    Forschung zu Hasskommentaren

    BoTox – das ist nicht nur ein Nervengift, sondern auch ein Computerprogramm, das ein Forschungsteam der Hochschule Darmstadt gerade entwickelt. Das Ziel: Die Gefahr durch Hasskommentare im Netz schneller und leichter zu erkennen. Für die Meldestelle „Hessen gegen Hetze“ ist die neue Technologie eine tolle Unterstützung. So könnten Beleidigungen, Hetze und Falschmeldungen viel schneller strafrechtlich verfolgt werden. #Kameltreiber Wegen einer harmlosen #Kameltreiber Aussage soll ein Trainer zurücktreten, während 3 #Vergewaltiger draußen frei herumlaufen. Hat einer dieser schwachsinnigen #Rassismus Sucher dazu was getwittert? Fehlanzeige! #Flüchtlinge Stammt dieser Kommentar von einem Mensch oder von einem Bot, also von einem vollautomatischen Computerprogramm? Auf den ersten Blick ist das auch für das Forschungsteam von Professorin Melanie Siegel an der Hochschule Darmstadt schwer zu erkennen. Deshalb entwickeln die Wissenschaftler das Programm BoTox. Es analysiert unter anderem Schlagwörter, Satzstellung und Emojis. Dadurch findet es heraus, ob der Kommentar von einem Menschen oder einer Maschine stammt. BoTox soll nicht nur den Kampf gegen Hasskommentaren erleichtern. Für Melanie Siegel hat das Projekt eine große gesellschaftspolitische Relevanz. Prof. Melanie Siegel, Hochschule Darmstadt „Ursprünglich war ja mal die Idee, dass Social Media, dass die Leute teilen, dass es auch ein demokratischeres Gremium ist, dass alle Leute auch ihre Meinung äußern können. Und grade durch diese Hasskommentare werden ja Leute beschränkt in ihrer Meinungsäußerung. Die trauen sich ja gar nicht mehr, was zu sagen. Und ich finde, das ist extrem undemokratisch. Also wenn man jemanden bedroht, wenn er seine Meinung äußert. Da müssen wir als Gesellschaft dringend was dagegen tun.“ Das erste Ziel ist schon erreicht: BoTox kann mit großer Sicherheit zwischen Mensch und Bot unterscheiden. Gibt man einen Kommentar in das Programm ein, kann es verschiedene Wahrscheinlichkeiten bestimmen, unter anderem ob Mensch oder Bot den Kommentar verfasst hat. Liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Bot im unerheblichen Bereich, stammt der Kommentar […]

  • Schüler aus Hessen bei Busunfall verletzt

    Schüler aus Hessen bei Busunfall verletzt

    Eigentlich sollte es eine tolle Klassenfahrt werden. 67 Schülerinnen und Schüler des Internats Steinmühle aus Marburg sind mit einem Reisebus auf dem Weg nach London. Doch am frühen Sonntagmorgen verunglücken sie auf der Autobahn bei Olpe in Nordrhein-Westfalen. Es gibt zahlreiche Verletzte. Gerade mal eineinhalb Stunden ist die Gruppe aus Marburg unterwegs, da gerät der Doppeldecker gegen 6:30 Uhr auf der Autobahn ins Schlingern, schaukelt sich auf und kippt in den Graben. Der Bus bleibt auf der Seite liegen. Sofort rücken Rettungskräfte an. Niklas Zankowski, Sprecher Polizei Siegen „Ja, die Autobahn ist natürlich dann erst mal gesperrt worden, um auch die Kinder sicher aus dem Bus heraus zu bekommen. Das ist auch geglückt. Die Feuerwehr hat noch unterstützt und auch die Kinder mit einem Rettungsbus von der Unfallstelle wegzufahren.“ Laut Angaben der Lehrer sind alle Personen angeschnallt. Trotzdem werden 27 Schüler verletzt, vier von ihnen schwer. Die Kinder – alle zwischen 14 und 15 Jahren – werden in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht aber nicht. Auch der Fahrer des Reisebusses kommt mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei sichert die Spuren am Unfallort und auch die Bergung des Busses nimmt einige Zeit in Anspruch. Markus Greve, Abschleppdienst „Wir brauchen auf jeden Fall einen Autokran und müssen halt gucken, wie können wir den bergen, damit der Verkehr auch nicht gefährdet wird.“ Mithilfe des Krans wird der Bus angehoben und wieder auf die Räder gestellt. Aufblasbare Kissen sorgen dafür, dass der Bus dabei nicht auf die andere Seite kippt. Viele Schüler stehen nach dem Unfall unter Schock. Bis auf die vier schwerverletzten Kinder sind inzwischen aber alle wieder zurück zu Hause oder im Internat in Marburg, berichtet der Schulleiter. Dort werden sie psychologisch betreut. Wie es zu dem Unfall kommen konnte ist unklar. Ein Spezialteam der Polizei ermittelt.

  • Landesregierung stellt Hessengeld für Immobilienkäufe vor

    Landesregierung stellt Hessengeld für Immobilienkäufe vor

    Der Traum vom Eigenheim – für viele droht er gerade zu platzen. Denn die Zinsen sind hoch und die Baukosten kennen auch nur eine Richtung – nach oben. Die hessische Landesregierung will nun helfen und ein Förderprogramm auf die Beine stellen. Bevor wir Ihnen die Eckpunkte des Plans vorstellen, zunächst zu einem Mann, der das neue „Hessengeld“ – so soll die Unterstützung heißen – erhalten könnte. Federico Gaviraghi ist stolz. Vor drei Wochen hat er hier in Wiesbaden sein eigenes Haus gekauft. Doch mit einem neuen Haus geht auch viel Unsicherheit einher. Klappt alles mit dem Bau, welche Kosten kommen noch dazu und wie wird das Haus finanziert? Denn selbst ein Ingenieur zahlt 840.000 Euro nicht mal eben aus der Portokasse. Dass ihm die hessische Landesregierung finanziell unter die Arme greifen will, freut ihn. Federico Gaviraghi, Hausbesitzer „Vor allem als Italiener, für die italienische Familie, ein Haus zu besitzen ist wirklich ein Wert. Und für mich, wenn ich denke, okay, es kann alles passieren, aber diese vier Wände gehören uns. Für meine Kinder ist es ihr sicheres Nest, für mich ist das als Vater, als Italiener das Allerwichtigste.“ Passend dazu beschließt die hessische Landesregierung heute in einem Wiesbadener Neubaugebiet die Eckpunkte für das Hessengeld. Die Förderung soll 10.000 Euro je Käufer und 5.000 Euro für jedes Kind unter 18 Jahren betragen. Maximal können Antragssteller die Summer ihrer gezahlten Grunderwerbssteuer erhalten. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Es ist ein Versprechen für Familien, es ist ein Versprechen für alle, die eben auf Grund steigender Zinsen, die auf Grund steigender Baukosten Sorge haben, sich so einen Wunsch nicht erfüllen zu können.“ Die Förderung erhalten Käufer aber nur für die erste selbstgenutzte Immobilie, auf die auch Grunderwerbssteuer gezahlt worden ist. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori sieht in dem Förderprogramm aber nicht nur für Hausbauer ein […]

  • Innenminister Poseck besucht Landeskriminalamt

    Innenminister Poseck besucht Landeskriminalamt

    Über ein Vierteljahr ist Roman Poseck nun als hessischer „Minister für Inneres, Sicherheit und Heimatschutz“ im Amt. Längst überfällig also, dem Hessischen Landeskriminalamt mal den obligatorischen Antrittsbesuch abzustatten. Heute war es nun soweit. Und Minister und LKA-Führung sind sich einig: Es kommen auch in Zukunft schwierige Herausforderungen auf die Behörde zu. Nazi-Devotionalien und Weltkriegswaffen – sichergestellt bei Durchsuchungen in der rechtsextremen Szene. Allein im vergangenen Jahr haben die Ermittler im Bereich Rechtsextremismus 61 Haftbefehle und 134 Durchsuchungsbeschlüsse in Hessen vollstreckt. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir sehen leider, dass der Rechtsextremismus stark zunimmt. Wir hatten in Hessen einen deutlichen Anstieg der Straftaten von 1.100 im Jahre 2022 auf mehr als 1.500 im vergangenen Jahr. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Der Rechtsextremismus ist die größte Gefahr für unsere Demokratie.“ Neben einer konsequenten Strafverfolgung setzen die hessischen Behörden auch auf präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel Schulungen und Fortbildungen – nicht zuletzt in den eigenen Reihen. Der Innenminister ließ sich heute beim LKA auch den modernsten Stand der Ermittlungsmethoden präsentieren. Dieses Gerät etwa vermisst an Tatorten per Laser Räume und Umgebungen in 3D. Eine spezielle Software errechnet zum Beispiel aus den Spuren von Blutspritzern an der Wand, aus welcher Richtung genau das Blut gekommen ist und wo das Projektil das Opfer getroffen haben muss. Mittlerweile auch möglich: Die virtuelle Rekonstruktion von Schüssen, hier abgegeben aus fahrenden Autos. Nicht auf der Stelle treten im Kampf gegen Verbrechen und Terrorismus. Andreas Röhrig, Präsident Landeskriminalamt Hessen „Das bedeutet, dass wir unser Know-how ständig weiterentwickeln müssen. Dass wir uns mit neuen technischen Entwicklungen auseinandersetzen, dass wir neue Techniken selber entwickeln müssen und dass wir Schritt halten mit den Straftätern.“ Als große Herausforderung sieht das Landeskriminalamt Hessen die anstehende Fußball-Europameisterschaft auf sich zukommen. Fünf Spiele werden hier im Deutsche Bank Park in Frankfurt ausgetragen. Mittlerweile für alle möglichen […]

  • Mehr Deutschunterricht in Grundschulen

    Mehr Deutschunterricht in Grundschulen

    In der letzten PISA-Studie haben die deutschen Schüler so schlecht abgeschnitten wie noch nie. Vor allem beim Lesen mangele es den Schülern an Kompetenz. Das will die hessische Landesregierung ändern und hat eine große Deutschoffensive an den Schulen gestartet. Das neueste Projekt: mehr Deutschunterricht für Dritt- und Viertklässler. Gemeinsam lesen, auf Geschwindigkeit lesen, sich gegenseitig etwas vorlesen. Durch diese verschiedenen Methoden sollen die Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hünfelden-Dauborn lernen, Texte sprachlich zu erfassen und zu präsentieren. Ab sofort haben hier alle dritten und vierten Klassen sieben statt wie bisher sechs Wochenstunden Deutschunterricht. Diese nutzen die Lehrer, um vor allem die Lesekompetenz der Schüler zu stärken. Judith Lehnert, Leiterin Freiherr-vom-Stein-Schule Hünfelden-Dauborn „Wir können jetzt in dieser siebten Deutschstunde ganz intensiv und sehr differenziert auch nochmal auf die verschiedenen Lesefähigkeiten eingehen. Mit diesen Lesetandems, Lesesportler, Lesefitness die Kinder nochmal erneut motivieren und mit den neuen Materialien nochmal richtig zum Lesen verlocken.“ Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist eine von 16 Grundschulen in Hessen, die die Umstellung auf mehr Deutschunterricht testen. Dafür fällt eine der beiden Englischstunden weg. Das aber sei vertretbar, findet der hessische Bildungsminister, früher selbst Englischlehrer. Armin Schwarz (CDU), Bildungsminister Hessen „Deutsch ist die Grundlage für eine erfolgreiche Schulkarriere, Deutsch ist die Grundlage dafür, dass man sich in der Gesellschaft wohlfühlt. Insofern: Bei aller Internationalität, die wir mittlerweile an Schulen erleben, aber auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass innerhalb der letzten zwölf Monate über 50.000 Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund im hessischen Schulsystem aufgenommen worden sind, habe ich die Entscheidung getroffen, dass wir diese ganze Thematik Deutschförderung wirklich voranstellen und hohe Priorität hat.“ Vorerst läuft das Pilotprojekt bis Ende dieses Schuljahres. Judith Lehnert, Leiterin Freiherr-vom-Stein-Schule Hünfelden-Dauborn „Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir das in Klasse drei und vier weiter fortführen, wenn sich denn jetzt am Ende dieses Vierteljahres jetzt auch bestätigt, […]