Hessen

  • Kelkheim trauert um getötete Frau

    Kelkheim trauert um getötete Frau

    Die Stadt Kelkheim steht immer noch unter Schock. In der Nacht auf Mittwoch wurde eine Frau auf offener Straße mit einer Machete getötet – mutmaßlich von ihrem eigenen Ehemann. Nun beginnt die Aufarbeitung. Ein Blumenmeer an der Stelle, an der die 58-jährige Kroatin starb. Auch zwei Tage nach der Bluttat gedenken viele Kelkheimer der Getöteten. Parallel gibt der Kelkheimer Bürgermeister heute eine Pressekonferenz im Rathaus. Albrecht Kündiger hat extra seinen Urlaub abgebrochen, die schreckliche Tat hat auch ihn hörbar mitgenommen. Albrecht Kündiger (Wählerinitiative UKW), Bürgermeister Kelkheim „Das Opfer hat lange in Kelkheim gewohnt, eine Mitbürgerin von uns, die Familie gehört zur Kelkheimer Stadtgesellschaft. Auch der Täter, um es deutlich zu sagen.“ Vor diesem Wohnhaus soll der kroatische Ehemann seine Frau mit einer Machete angegriffen haben. Mindestens 30 Mal soll er sie laut Staatsanwaltschaft an Kopf, Hals und Oberkörper getroffen haben. Schwer verletzt schleppt sich die Frau bis um die Ecke an den Kelkheimer Marktplatz, dort erliegt sie ihren Verletzungen. Monika Krug kannte die frühere Bäckereiangestellte, die gebürtige Kelkheimerin ist nach der Tat fassungslos. Monika Krug, aus Kelkheim „Es war ja so eine gute Verkäuferin hier und sehr wertgeschätzt. Sehr lieb einfach, freundlich. Deshalb ist das eine Katastrophe für uns.“ Die Getötete wollte sich anscheinend von ihrem Ehemann scheiden lassen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt vermutet Eifersucht als Motiv und ermittelt wegen des Verdachts auf Mord aus niedrigen Beweggründen. Drei Männer sollen versucht haben, die Tat zu verhindern und konnten den Täter anschließend festhalten. Bürgermeister Albrecht Kündiger würdigt ihren Mut und betont zur Herkunft der drei auch: Albrecht Kündiger (Wählerinitiative UKW), Bürgermeister Kelkheim „Ein Mitbürger aus Frankfurt, ein Deutscher. Aber auch zwei Kelkheimer: 17-Jähriger pakistanischer Herkunft und ein 32-Jähriger, der aus Afghanistan seine Heimat hier in Kelkheim gefunden hat. Um ganz deutlich zu machen, dass alle Kommentare in die Richtung Ausländerfeindlichkeit usw. überhaupt keinen Grund […]

  • Flugzeugunglück bei Mengeringhausen

    Flugzeugunglück bei Mengeringhausen

    In Bad Arolsen ist es gestern zu einem tragischen Unglück gekommen. Bei einem Flugzeugabsturz kommt eine Person ums Leben. Die Unfallursache ist noch unklar. Von dem Flugzeug – fast nichts mehr übrig. Nach dem Absturz fängt das Flugzeug Feuer. Die Trümmerteile verbrennen beinahe vollkommen hier an der Absturzstelle. Es ist gestern um 16 Uhr bei Bad Arolsen-Mengeringhausen. Augenzeugen berichten, dass das motorisierte Kleinflugzeug im Landeanflug in geringer Höhe ins Trudeln kommt und hier auf einem Feld abstürzt. Die anrückenden Rettungskräfte können dem Verunglückten nicht mehr helfen. Nach Angaben der Polizei soll es sich um einen 31-jährigen Piloten aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg handeln. Er befand sich nach derzeitigem Ermittlungsstand alleine in der Maschine. Ein DNA-Test soll letzte Zweifel an der Identität ausräumen. Mit einem Ergebnis ist erst nach mehreren Tagen bis Wochen zu rechnen. Warum das Flugzeug abgestürzt ist, ist weiterhin unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen und die Kriminalpolizei Korbach ermitteln jetzt die Umstände zur Absturzursache.

  • Niedrigwasser erschwert Binnenschifffahrt

    Niedrigwasser erschwert Binnenschifffahrt

    Die Hitze hat Hessen und Rheinland-Pfalz weiter fest im Griff – 2026 hat es bisher viel zu wenig geregnet. Das zeigt sich besonders auf einer der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands: Der Rhein, führt immer weniger Wasser – die Pegelstände sinken immer weiter. Für die Schifffahrt in Hessen und Rheinland-Pfalz bedeutet das: Einschränkungen und wirtschaftliche Schäden. Eigentlich könnte die Orlando knapp zweieinhalb tausend Tonnen Getreide von Worms nach Krefeld fahren. Doch wegen des Niedrigwassers kann hier im Raiffeisen-Zentrum aktuell nur ein Drittel so viel geladen werden. Trotzdem kommen täglich Bauern vorbei, um ihre Ernte abzugeben. Dominic Flörsch, Raiffeisen Waren-Zentrale Worms „Die Mengen kommen momentan schneller rein, wie die Mengen weg gehen, weil in der Regel über unsere zwei Wasserstandorte Andernach und Worms haben wir in der Ernte schon 30 bis 50 Schiffe. Wir rechnen ja mit der vollen Schiffsfracht von 1000 bis 3000 Tonnen und wenn das Schiff eben nur 30 Prozent Fassungsvermögen mitnimmt, dann stellt uns das vor logistische Herausforderungen, die wir auch versuchen auf LKW umzuladen.“ Doch um zum Beispiel die Orlando zu ersetzen, wären 100 LKW notwendig. Das Niedrigwasser sorgt also für steigende Transportkosten. Das könnte der Verbraucher bald auch im Supermarkt – und auch an der Zapfsäule merken. Denn auch ein großer Teil Öl und Treibstoff wird über Wasserstraßen transportiert. Die Deutsche Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt fordert, dass die Anlegemöglichkeiten und stellenweise auch die Fahrrinne des Rheins vertieft werden müssten. Nur so könne es eine Zukunft für die Binnenschiffer geben. Roberto Spranzi, Deutsche Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt „Ich bin jetzt 45 Jahre in der Binnenschifffahrt. Ich habe diese niedrigen Wasserstände so früh im Jahr noch nicht erlebt. Wenn dieser Umstand jetzt noch lange anhält – lange ist für mich jetzt über den Juli hinaus – dann werden wir sicherlich Probleme bekommen mit der Versorgungssicherheit.“ Der Pegel bei Worms steht trotz einiger Regenschauer heute Mittag aktuell […]

  • Diskussion um Minijobs

    Diskussion um Minijobs

    Für viele Menschen sind sie ein wichtiger Zuverdienst – und für Unternehmen eine flexible Unterstützung – die Mini-Jobs. In Hessen sind mehr als eine halbe Millionen Menschen derzeit in diesem Arbeitsmodell beschäftigt. Doch das Modell könnte sich bald verändern. Die Renten-Kommission der Bundesregierung schlägt vor, die bisherigen Sonderregeln weitgehend abzuschaffen. Was das für Beschäftigte und Arbeitgeber bedeuten würde, zeigt das Beispiel von Marta aus Frankfurt. Marta arbeitet seit sechs Jahren neben ihrem Hauptberuf als Krankenpflegerin an zwei bis drei Tagen die Woche in einer Boutique in Frankfurt. Das zusätzliche Gehalt ist für sie unverzichtbar. Marta Chamielec, Minijobberin „Weil ich alleine wohne, ich habe hier eine Wohnung und hab hohe Kosten, die ich jeden Monat bezahlen muss. Deswegen schätze ich es sehr, dass ich hier zusätzlich mein Geld verdienen kann.“ So wie Marta arbeiten in Hessen circa 87.000 Menschen im Handel. Damit ist die Branche für Arbeitnehmer am beliebtesten. Darauf folgen 75.000 Beschäftigte in Sonstigen Dienstleistungen, wie beispielsweise in Sicherheits- oder Reinigungsunternehmen und auf Platz 3 Beherbergung und Gastronomie mit 63.000 Minijobbern. Doch: Minijobs könnten ihren Sonderstatus verlieren: Nach einem Vorschlag der Rentenkommission müssten Beschäftigte künftig Sozialversicherungsbeiträge zahlen – und hätten dadurch am Ende des Monats weniger Geld. Ausnahmen soll es nur für Schüler geben. Die Hoffnung: mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, eine bessere Absicherung der Beschäftigten und zusätzliche Einnahmen für die Sozialkassen. Auch Arbeitsmarktforscher begrüßen die Reformpläne. Bernd Fitzinger „Die Minijobs sind aus meiner Sicht kein Auslaufmodell, aber sie sind kein Modell, das weiterwachsen sollte. Sie sind gefördert, steuerlich privilegiert mit niedrigen Sozialabgaben belegt und deshalb haben sie Probleme, weil sie die Weiterentwicklung in umfangreichere Beschäftigungsverhältnisse verhindern.“ Stattdessen sollten sich Unternehmen anpassen und beispielsweise mehr Teilzeit und Vollzeitbeschäftigung möglich machen. Für Martas Chef sind Minijobber aber unverzichtbar. Sie springen dann ein, wenn der Arbeitsaufwand besonders hoch ist – an gut besuchten Wochenenden […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anklage wegen Hoteleinsturz in Kröv – Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen – Gewerkschaft ruft zu Streiks im Einzelhandel auf Anklage wegen Hoteleinsturz in Kröv Nachdem vor zwei Jahren im rheinland-pfälzischen Kröv ein Hotel eingestürzt ist, hat die Staatsanwaltschaft Trier jetzt Anklage gegen einen Ingenieur der Baustatik erhoben. Sie wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor, weil bei dem Unglück zwei Menschen getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Laut Staatanwaltschaft hatte der Hotelbetreiber den Ingenieur vorher wegen der Risse in einer Außenwand zu Rate gezogen. Doch dieser habe die falschen Maßnahmen angeordnet und nicht erkannt, dass das Hotel einsturzgefährdet war. Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen Vier Mitarbeiter haben sich am Frankfurter Flughafen mit Malaria infiziert. Eine im Flieger mitgereiste Mücke soll die Tropenkrankheit übertragen haben. Die betroffenen Mitarbeiter hatten in der Gepäckabfertigung gearbeitet. Vermutlich infizierten Sie sich Anfang der Woche. Trotz Sicherheitsmaßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Mücken etwa in der Fracht verstecken. Wenn Malaria nicht behandelt wird, kann die Krankheit lebensbedrohlich sein. Gewerkschaft ruft zu Streiks im Einzelhandel auf Im Tarifkonflikt im Einzel- und Versandhandel haben die Arbeitgeberverbände bundesweit alle bestehenden Verhandlungstermine bis Mitte August abgesagt. Die Gewerkschaft verdi wirft den Arbeitgebern deshalb eine Hinhaltetaktik vor, die weder angemessen noch wert-schätzend sei. Aus Protest hat sie Beschäftigte im Einzelhandel aufgefordert, am morgigen Samstag die Arbeit niederzulegen. Es seien Streikaktionen unter anderem in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel geplant.

  • Terminal 2: Inventar versteigert

    Terminal 2: Inventar versteigert

    Wenn ein Haushalt aufgelöst wird, kommen noch brauchbare Gegenstände – wie Möbelstücke oder Kunst – nicht selten unter den Hammer. Denn zum Wegwerfen sind sie eigentlich zu schade. Wer am meisten bietet, erhält den Zuschlag. – Eine Haushalts-Auflösung der besonderen Art, gab es jetzt am Frankfurter Flughafen: Weil der alte Terminal 2 nach der Eröffnung des neuen Terminal 3 komplett umgebaut und erneuert wird, muss alles raus. Die Chance also, ein Stückchen Flughafengeschichte für kleines Geld – direkt vom Gate – mit zu sich nach Hause zu nehmen. Zum ersten Mal seit seiner Schließung Anfang Juni ist hier im Terminal 2 mal wieder richtig was los. Im Minutentakt kommen glückliche Kunden, um ihre Schätze abzuholen. Die hatten sie zuvor bei einer Online-Auktion erworben – so wie Hartmut. Oder besser gesagt sein Sohn, der seit heute mehrere Sitzbänke aus dem ehemaligen Abflugbereich sein Eigen nennen darf. Hartmut „Er will sie außerhalb des Hauses nutzen. Im Garten. Zum Beispiel um den Grillplatz herum. Dafür hat er es ersteigert.“ Auch dieses Klettergerüst aus dem Aufenthaltsbereich am Gate landet nicht etwa auf dem Sperrmüll – es soll künftig Kinder in Südhessen glücklich machen. Sheibo „Da gibt es einen Arbeitgeber in Darmstadt. Der hat einen Dino-Park. Er möchte das gerne dort hinstellen für die Kinder. Und ja, wir freuen uns da drauf, was damit gemacht wird.“ Fragt sich bloß, wie Sheibo und sein Kollege das sperrige Stück Kinderglück in ihren kleinen Lieferwagen bekommen wollen. Sie werden wohl später noch einmal mit einem etwas größeren Gefährt anrücken müssen. Insgesamt 500 Gegenstände aus dem stillgelegten Terminal 2 haben bei der Online-Auktion einen neuen Besitzer gesucht – und gefunden. Wie etwa dieser Bürostuhl. Hauptsächlich wurden jedoch Sitzbänke aus den ehemaligen Wartebereichen am Gate versteigert – meistens für etwa 100 bis 200 Euro das Stück. Raphael Orlandi, Fraport AG „Das Terminal 2 […]

  • Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach

    Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach

    Das Rheingau Musik Festival ist in vollem Gange und bietet bereits zum 39. Mal ein umfangreiches Programm an ganz besonderen Spielorten wie dem Kloster Eberbach, wo gestern Abend die Basilika zum Klingen gebracht wurde. Tomo Keller, Violine & Konzertmeister Academy of St Martin in the Fields „Es ist ein magischer Ort, ein spiritueller Ort. Es ist schon alleine der Raum, der so riesig nach oben und auch nach hinten geht, gibt dem ein ganz besonderes, ja, erhabenes Gefühl. Das wird jeder spüren, der schon einfach reingeht. Wenn man sich dann hinsetzt und die Musik hört, versetzt das einen in eine andere Welt, in eine höhere Welt.“ Mozarts Requiem in d-Moll. Seine unvollendet gebliebene lateinische Totenmesse, aufgeführt vom Orchester „Academy of St Martin in the Fields“, zusammen mit den Sängern des „Tenebrae Choir“. Trotz ihrer gemeinsamen Londoner Heimat stehen sie das erste Mal zusammen auf der Bühne. Das Vereinigte Königreich steht im Fokus beim diesjährigen Rheingau Musik Festival, das an 26 Spielstätten stolze 158 Konzerte bietet. Michael Herrmann, Intendant & Geschäftsführer Rheingau Musik Festival „Das Besondere sind erstens mal die Künstler natürlich, hochkarätige Künstler, international. Dann die Orte. Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads. Die Kirchen im Rheingau. Wir machen fahrende Musiker in Weingütern, wir haben die sogenannte Steinberger Tafelrunde. Die Musiker ziehen an dieser Tafel vorbei und die Gäste sitzen dort bei Wein.“ Guter Wein und gute Musik, das gehört beim Rheingau Musik Festival einfach zusammen. Rund 1200 Besucher sind an diesem lauen Sommerabend gekommen. Erich Sohns, aus Geisenheim „Die Stimmung in Kloster Eberbach ist immer sensationell. Kann eigentlich nie besser sein. Hier bei einem guten Glas Riesling.“ Peter Christian, aus Büttelborn „Ein super Konzert. Wie gesagt, das macht immer wieder Spaß, wenn man klassische Musik hören möchte.“ Sabine Sohns, aus Geisenheim Sehr vielfältig, das Angebot. Und man wird immer […]

  • Streit über den Abschuss von Wölfen

    Streit über den Abschuss von Wölfen

    150 Jahre lang galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet. Erst vor gut 25 Jahren kehrten die ersten Rudel zurück. Für Naturschützer ein Erfolg, für viele Landwirte ein richtiges Problem: Denn Wolfsrudel reißen immer wieder Weidetiere. Jetzt hat Hessen reagiert. Im Lahn-Dill-Kreis sollten vier Jungwölfe geschossen werden. Umweltverbände liefen Sturm – und stoppten den Abschuss per Eilantrag. Landwirt Bernd Weyel kümmert sich leidenschaftlich um seine Tiere. Drei seiner Schafe hat er mit der Hand aufgezogen. Im März dann der Schock: Ein Wolfsrudel reißt vier Schafe und ein Kalb. Bernd Weyel, Landwirt aus Driedorf „Von den vier Schafen war eins völlig aufgefressen, das war eigentlich nur noch Skelett. Und die anderen waren entsprechend weniger von gefressen. Aber man konnte schon erkennen das war weit mehr als ein Tier in jedem Fall.“ Untersuchungen zeigen: Ein ganzes Rudel hat Weyels Tiere angegriffen – eines von drei Wolfsrudeln in Hessen. Immer wieder klagen Landwirte über die steigende Wolfspopulation. Ende Juni zog das Land Konsequenzen und stellte einen „Wolfsmanagementplan“ vor. Demnach dürfen künftig bis zu 40 Prozent der Jungwölfe geschossen werden. Tot aufgefundene Tiere – wie zuletzt zwei im Lahn-Dill-Kreis – werden auf die Abschussquote angerechnet. Dadurch könnten auch weniger Tiere erlegt werden. Sogenannte Problemwölfe, die Weidetiere reißen, können noch obendrauf kommen. Konkret heißt das für den Lahn-Dill-Kreis: Zu den zwei bereits tot aufgefundenen Jungwölfen sollen zwei weitere geschossen werden. Doch Naturschützer stoppten die Jagd nun durch einen Eilantrag am Verwaltungsgericht Kassel – aus Sorge, dass zu viele Abschüsse die Art gefährden. Thomas Norgall, BUND Hessen „Der hessische Umweltminister hat eigentlich einen Bekämpfungsplan vorgelegt und Nichts, um nur den Konflikt zwischen Wölfen und Weidetieren zu regeln. Er zielt darauf hab die Wölfe in Hessen stark zu dezimieren und wir haben schon ganz wenig Wölfe, da sind sie schnell ausgerottet.“ Laut Hessen-Forst leben aktuell 15 Wölfe in Hessen. Das Landwirtschaftsministerium hält trotz der […]

  • Merck stellt neues Prüfzentrum vor

    Merck stellt neues Prüfzentrum vor

    In Darmstadt hat der Chemie- und Pharmakonzern Merck heute feierlich sein neues Arzneimittel-Prüfzentrum eröffnet. Ab Anfang 2027 werden hier am Standort Darmstadt dann vor allem Medikamente aus der biopharmazeutischen Industrie auf ihre Reinheit und Haltbarkeit geprüft. Das sind zum Beispiel neuartige Krebsmedikamente oder proteinbasierte Arzneimittel, also Wirkstoffe, die im Bioreaktor erzeugt werden. Weil bei der Herstellung häufig unliebsame Nebenprodukte entstehen, ist die Kontrolle dieser Arzneimittel besonders wichtig und auch besonders aufwendig. Jörn Hoffmeyer, Leiter des neuen Prüfzentrums „Vielleicht kennen Sie das auch von so Wasserflaschen, da steht auch immer drauf unabhängig geprüft, das heißt, die Behörden schauen da drauf, dass auch nochmal ein unabhängiges Unternehmen testet. Und das tun wir dann hier unter strikten Zertifikationen.// Weil wir wollen natürlich am Ende auch alle, dass das, was wir in der Apotheke kriegen, sauber ist.“ Timon Gremmels (SPD), Wissenschaftsminister Hessen „Das ist ein ganz großes Signal, was heute Merck für den Wissenschaftsstandort, den Wirtschaftsstandort Hessen leistet, eine 25 Millionen Investition eines globalen Unternehmens, das auch überall auf der Welt sonst diese Investition hätte tätigen können, hat das in Hessen getan, hat das in Darmstadt getan, das zeigt wie stark der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Hessen ist.“ Solche Prüfungen sind für Medikamentenhersteller gesetzlich vorgeschrieben. Die Kunden kommen überwiegend aus Europa.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Krise in der Chemiebranche verschärft sich – AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen – Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Krise in der Chemiebranche verschärft sich Der Verband der Chemischen Industrie mit Sitz in Frankfurt hat heute seine Halbjahres-Bilanz veröffentlicht. Im ersten Halbjahr sank die Produktion um drei Prozent, der Umsatz fiel auf 106 Milliarden Euro. Besonders alarmierend sei, dass die Investitionen im dritten Jahr in Folge rückläufig seien. Auch beim weltweit größten Chemie-Konzern BASF in Ludwigshafen bleibt die Lage wegen hoher Kosten und schwacher Exporte angespannt. Der Verband fordert dringende Reformen für den Industriestandort. (34) AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen Die Krankenkasse AOK Hessen meldet mit über 1.200 Hinweisen auf Abrechnungs-Betrug in den Jahren 2024 und 25 einen historischen Höchststand. Besonders auffällig sind Fälle im Bereich der häuslichen Kranken- und Pflegeversicherung. Als Reaktion auf diesen massiven Betrug – von gefälschten Rezepten bis zu nicht erbrachten Leistungen – hat die AOK Hessen inzwischen rund 200 Strafanzeigen erstattet und Beträge in Höhe von 4,8 Millionen Euro zurückgefordert. (35) Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Im ersten Halbjahr waren rund 30 Prozent der neu zugelassenen Autos in Rheinland-Pfalz reine Elektrofahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Mit diesem Rekordwert führt Rheinland-Pfalz aktuell das bundesweite Ranking an. Hessen liegt mit nur 21 Prozent deutlich dahinter und bleibt unter dem Bundesdurchschnitt von knapp 25 Prozent..Im gesamten Vorjahr hatte der Anteil der reinen Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen noch unter 20 Prozent gelegen.

  • Anonymer Spender zahlt Freibad-Eintritt

    Anonymer Spender zahlt Freibad-Eintritt

    Es sind Sommerferien und draußen ist es heiß. Das heißt für viele Kinder: Ab ins Freibad, abkühlen und Freunde treffen. Blöd nur, wenn das Taschengeld dafür nicht reicht. Nicht so im hessischen Schwalmstadt – dort zahlt diesen Sommer jemand ganz anderes die Rechnung. Der Sprung ins kühle Wasser – hier ist er kostenlos. Was klingt wie ein Traum, ist in Schwalmstadt Realität. Die ganzen Sommerferien schwimmen alle unter 16 Jahren zum Nulltarif. Bei Ticketpreisen von drei Euro für Erwachsene und ein Euro für Kinder, eine echte Entlastung für Familien. Doch wer zahlt das Ganze? Das bleibt geheim! Denn hinter der Aktion steckt ein Spender, der anonym bleiben will. Am Telefon verrät der uns aber immerhin so viel: In seiner eigenen Kindheit war der Freibadbesuch nicht selbstverständlich. Anonymer Spender „Ich habe es gemacht, um Jugendlichen, insbesondere denen, die es finanziell nicht schaffen die Möglichkeit zu geben, da immer hinzugehen. Wenn altersmäßig das Ende des Lebens in Sicht ist und man hat genug, dann überlegt man, ob man nicht irgendwo nochmal was anlegen kann und macht anderen eine Freude.“ Mit dieser Aktion hat er die Herzen der Schwalmstädter auf jeden Fall erobert. Laura Schütz, 12 Jahre „Großzügig von dem Spender, weil man auch einfach nachmittags, spontan mit seinen Freunden ins Schwimmbad gehen kann.“ Sarah Eisenach, 18 Jahre „Auf jeden Fall eine coole Idee und ist ja auch nicht selbstverständlich, dass sich da so jemand denkt: Ja für die Kinder.“ Barbara Dittler „Schön auch für Familien, die nicht so viel Geld haben, dass es für die die Möglichkeit gibt, schwimmen zu gehen mit ihren Kindern.“ Und der Spender meint es ernst: Ohne Limit zahlt er die Eintritte aus eigener Tasche. 5.000 Euro hat er schon überwiesen. Nach den Sommerferien wird abgerechnet. Anonymer Spender „Wenn das Wetter gut ist, muss ich halt eventuell nochmal was zuzahlen. […]

  • Tödlicher Angriff auf Frau in Kelkheim

    Tödlicher Angriff auf Frau in Kelkheim

    In Trier ist heute Vormittag im Bereich des Petrisberges ein 22jähriger Mann mit einem Messer erstochen worden. Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst. Die Polizei konnte ihn aber kurze Zeit später in der Nähe festnehmen. Bereits in der vergangenen Nacht war im hessischen Kelkheim eine Frau auf offener Straße mit einer Machete getötet worden. Tatverdächtig ist hier der Ehemann des Opfers. Ein 60- jähriger Mann soll gestern gegen 21 Uhr seine 58-jährige Ehefrau in der Nähe des Marktplatzes in Kelkheim angegriffen haben. Dabei fügt er ihr laut Polizei eine Schnittverletzung zu. Die Frau stirbt noch am Tatort an ihren schweren Verletzungen. Peter, Augenzeuge „Plötzlich sehe ich da einen Mann mit einer Machete und eine Frau, die läuft so zu mir. Und dann sehe ich plötzlich so wie er mit er Machete so in den Hals schlägt. Alles voller Blut. Ich bin um mein Leben gerannt.“ Wie Peter sind auch andere Passanten zur Tatzeit in der Stadt und Zeugen der Tat. David Ausbüttel, Sprecher Polizeipräsidium Westhessen „War es so, dass diese Tat von umstehende beobachtet wurde, die schnellstmöglich eingriffen und den Tatverdächtigen noch vor Ort überwältigen konnten und vor Ort festhalten konnten, bis die Einsatzkräfte der Polizei eingetroffen waren.“ Der Tatverdächtige wird bei der Festnahme leicht verletzt. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Dem Verbrechen soll ein Streit vorausgegangen sein. Das Ehepaar ist seit 1991 verheiratet und kommt ursprünglich aus Kroatien. Die Polizei ermittelt jetzt wegen eines Tötungsdelikts. Ein Tag nach der Tat legen viele Blumen am Tatort nieder. Vladimir Milovac ist schockiert von der Tat, er kennt den mutmaßlichen Täter seit Jahren. Vladimir Milovac, Bekannter des Ehepaars „Er war damals noch ein normaler Mensch. Aber ich habe mitbekommen, dass er in letzter Zeit oft betrunken und aggressiv war. Das habe ich von anderen Menschen gehört. //Ich bin sehr traurig, weil, ich habe die Frau auch in […]

  • Neuer Verfassungspreis in Hessen

    Neuer Verfassungspreis in Hessen

    Zum 80. Jubiläum des Landes Hessen wird in diesem Jahr erstmals der Hessische Verfassungspreis verliehen. Die Auszeichnung soll künftig alle fünf Jahre an zwei Personen des öffentlichen Lebens gehen, die sich für Demokratie und gemeinschaftliche Werte einsetzen. Heute hat Landtagspräsidentin Astrid Wallmann in Wiesbaden die ersten Preisträger bekannt gegeben: Die hessische Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim und der Künstler und Begründer der Stolpersteine Gunter Demnig aus Alsfeld. Astrid Wallman (CDU), Landtagspräsidentin Hessen „Beide sind Vordenker und Wegbereiter. Sie stärken unsere demokratische Gemeinschaft mit ihrer Arbeit. Herr Demnig ist der Initiator der Stolpersteine, das weltweit größte dezentrale Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus und Frau Dr. Ngyuyen-Kim steht für Wissenschaft, für Aufklärung der Menschen. Und das ist in Zeiten in denen Populismus und Desinformation an der Tagesordnung ist etwas ganz Wichtiges und sie beide haben diesen Preis in besonderem Maße verdient.“ Die Preisverleihung findet Ende Oktober im Kurhaus Wiesbaden statt.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern – Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte – Hessischer Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Anmoderation: Zu den Nachrichten: In Rennerod im Westerwald hat es in der vergangenen Nacht eine heftige Explosion gegeben. Ein Wohnhaus wurde komplett zerstört. Die Rettungskräfte konnten den 39-jährigen Bewohner des Hauses schwerverletzt aus den Trümmern bergen. Auch zwei benachbarte Häuser wurden beschädigt. Die Ursache der Explosion ist noch nicht geklärt. Und damit zu weiteren Nachrichten von heute. Die Kurzzusammenfassung. Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern Die schwarz-rote Landesregierung in Hessen will das Klimagesetz ändern. Sie plant, das Ziel der Klima-Neutralität bis 2045 in eine unverbindliche „Soll“-Regelung umzuwandeln. Bei Sonderfällen sollen künftig Ausnahmen möglich sein. Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt unter anderem von den Grünen und vom hessischen Städtetag. Die Wirtschaftsverbände des Landes begrüßen die Pläne hingegen. Nach der Sommerpause wird der Landtag über die künftigen Klimaziele debattieren. Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte Ein neuer Ländervergleich des Ersatzkassen-Verbandes zeigt, dass die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige massiv angestiegen ist. Im ersten Heimjahr liegt der monatliche Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim in Rheinland-Pfalz inzwischen bei knapp 3.300 Euro. In Hessen ist es mit über 3.400 Euro noch teurer. Hauptgrund dafür sollen die gestiegenen Personalkosten sein. Der Kassenverband fordert eine Pflegereform und mehr staatliche Unterstützung. Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Das Volksbegehren „Verkehrswende in Hessen“ ist endgültig gescheitert. Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden hat die Beschwerde der Initiative heute abgewiesen. Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung, die im Jahr 2022 die damalige schwarz-grüne Landesregierung getroffen hatte. Sie habe zu Recht festgestellt, dass das von der Initiative geforderte Verkehrswende-Gesetz verfassungswidrig sei. Der Gesetzentwurf, der einen massiven Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege vorsah, sei zu unbestimmt formuliert gewesen und habe die Kompetenzen des Landes überschritten. Abmoderation: Und noch ein Meldung vom Rhein: Der niedrige Wasserstand macht der Schifffahrt […]

  • Polizei räumt besetztes Uni-Gebäude in Gießen

    Polizei räumt besetztes Uni-Gebäude in Gießen

    In Gießen hat die Polizei heute ein von Aktivisten rechtswidrig besetztes Uni-Gebäude geräumt. Die Universitätsleitung hatte der linken Gruppe zuvor wiederholt Räumungsfristen gesetzt. In den frühen Morgenstunden umstellen rund 150 Polizisten das Uni-Gebäude in der Hein-Heckroth-Straße in Gießen. Die linken Aktivisten hatten das seit Jahren leerstehende Haus am Samstag besetzt, um dort einen offenen Begegnungsort einzurichten. Petro, Verhandlungsteam Hausbesetzer „Es ist schon Ziel, möglichst viele Menschen hier zu integrieren, die, die einen Bedarf haben. Es gibt auch Bedarf an Lernraum. Es gibt schon Tische drinnen, hier ist ja auch WLAN von der Uni. Es gibt hier Menschen, die gerade in der Klausurenphase sind und sich reinsetzen und für ihre Klausuren lernen, weil es in der Bib keinen Platz mehr gibt.“ Die Universitätsleitung hatte in den vergangenen Tagen mit den Hausbesetzern Gespräche geführt und mehrfach Räumungsfristen gesetzt. Doch die ließen die linken Aktivisten verstreichen. Daraufhin stellte die Universität Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Die Polizisten müssen sich heute gewaltsam Zutritt verschaffen. Pierre Gath, Pressesprecher Polizeipräsidium Mittelhessen „Wir haben zehn Personen in dem Haus angetroffen. Das verlief soweit friedlich, es gab keine Verletzungen oder Ähnliches zu beklagen. Die Personen wurden abgearbeitet, die Identität wurde festgestellt. Und im Anschluss sind die Personen mit einem Platzverweis entlassen worden.“ Rückendeckung für die Räumung bekommen die Polizisten heute von ihrem obersten Dienstherren. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Sie haben ihren Auftrag, das Recht durchzusetzen, erfolgreich erfüllt. Ich verurteile das Vorgehen der sogenannten Aktivisten. Sie leben in einer gefährlichen Parallelwelt und treten die Grundlagen unseres Rechtsstaats mit Füßen. Für mich sind die Aktionen in Gießen ein weiteres Beispiel für die zunehmenden Gefährdungen durch den Linksextremismus.“ Eine besondere Herausforderung stellen zwei Aktivisten dar, die auf das Dach geflohen waren und später per Drehleiter sicher zu Boden gebracht werden. Rund viereinhalb Stunden dauert der Einsatz der Polizei. Nach der Räumung des Gebäudes soll […]