Gesellschaft

  • Forschung im Ahrtal: Mit Drohnen gegen Katastrophen

    Forschung im Ahrtal: Mit Drohnen gegen Katastrophen

    In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 stürzte bei der schrecklichen Flutkatastrophe nicht nur Wasser durch das Ahrtal. Geröll, Bäume und Autos erhöhten die Wucht der Flutwelle noch deutlich. Insgesamt starben dabei damals 134 Menschen. Jetzt soll ein digitales Geländemodell dabei helfen, sogenannte Massenbewegungen vorherzusagen und letztlich zu verhindern. Die Rekonstruktion der Flutnacht und ihre geologischen Ursachen, aber auch die Vorhersage neuer Ereignisse: Diese Ziele verfolgt das Forschungsprojekt des Instituts für Geowissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dabei besonders im Fokus: Sogenannte Massenbewegungen. Prof. Frieder Enzmann, Institut für Geowissenschaften Universität Mainz „Also nicht nur das Wasser ist für das Schadenspotential entscheidend, sondern was ist auch in dem Wasser drin oder was wird in dem Wasser bewegt. Das können Baumstämme, Autos – man hat es gesehen in den Aufnahmen, was da passiert ist – und auch der Boden, der von den Hängen mit rein reingespült wird in die Ahr, all das erhöht die Energie des Wassers und führt dann auch zu größeren Schäden. Vor allem an besonderen Stellen im Uferbereich, den sogenannten Prallhängen, kann es eben zu massiven Erosionen, Unterspülungen führen, die dann die Schäden deutlich erhöhen.“ Diese Vorgänge früher erkennen: Dabei hilft das vor drei Jahren gegründete Start-up-Unternehmen aeroDCS, das mit hochentwickelten Drohnen und Kamerasystemen arbeitet. Unter der Leitung von Hans-Peter Thamm, Geograph und Professor für Fernerkundung, hat das Unternehmen aus Koblenz mit 6.500 Einzelaufnahmen ein digitales Geländemodell von der besonders stark betroffenen Gemeinde Schuld erstellt. Hans-Peter Thamm, Technischer Leiter aeroDCS GmbH „Auf der einen Seite können wir die Topographie, also das Gelände, sehr genau 3D aufnehmen. Dann können wir die Hangneigung ableiten. Die Exposition, also ob es nach Süden / Norden, das ist auch für die Erosion nicht unwichtig. Und wir sehen halt auch die Kluftstrukturen. Also gerade das Ahrtal ist geologisch überprägt, also da gibt es sehr […]

  • Vor dem Europa League-Rückspiel gegen West Ham: Eintracht Frankfurt trifft auf Leverkusen

    Vor dem Europa League-Rückspiel gegen West Ham: Eintracht Frankfurt trifft auf Leverkusen

    Am Donnerstag steht für die Eintracht eines der wichtigsten Spiele in der Vereinsgeschichte an: das Rückspiel im Europa League Halbfinale gegen West Ham United. Vorher ruft die Frankfurter allerdings noch die Pflicht – und die heißt: Bundesliga. Obwohl es dort für die Eintracht um kaum noch etwas geht, wollen sich die Hessen heute Abend bei Bayer Leverkusen gut aus der Affäre ziehen. Als Eintracht-Trainer Oliver Glasner gestern – am 1. Mai – vor die versammelte Presse tritt, stellt er die Hiobsbotschaft gleich voran. Es geht um Abwehr-Recke Martin Hinteregger. Am Donnerstag in London noch in Bestform und beim anschließenden Jubel-Bad in der Fan-Menge glückselig – hat es ihn nun erwischt. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Es ist so, dass Martin Hinteregger krank ist, fühlt sich nicht ganz so wohl und er wird auch zu Hause bleiben.“ Eine exakte Diagnose teilte der Verein noch nicht mit. Tests auf Corona waren bis gestern negativ. Der Einsatz des Österreichers am Donnerstag – zumindest fraglich. Hinteregger ist längst nicht der Einzige, der heute Abend bei der Eintracht fehlen wird. Auch Mittelfeld-Renner Sebastian Rode tritt die Reise nach Leverkusen nicht an. Aus dem Grund macht Oliver Glasner keinen Hehl: Schonung für das viel wichtigere Spiel am Donnerstag. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich denke, da brauche ich jetzt nicht um den heißen Brei reden, dass das Donnerstagsspiel, das Rückspiel gegen West Ham die oberste Priorität hat bei uns jetzt in der Belastungssteuerung. Aber es ist natürlich ein Bundesligaspiel – gegen Bayer Leverkusen. Und wir nehmen das sehr ernst, sehr seriös. Wir haben uns auch wieder mit Leverkusen sehr intensiv beschäftigt.“ Intensiv beschäftigt ist das eine, die beste Mannschaft aufs Feld zu schicken das andere. Und das wird die Eintracht definitiv nicht tun. Dennoch glaubt Leverkusens Trainer Gerardo Seoane nicht, dass die Frankfurter das Spiel einfach […]

  • Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Seit gestern Nacht läuft der Busfahrer-Streik im privaten Bus-Gewerbe – mit einer enormen Beteiligung. Heute haben sich die Busfahrer gemeinsam mit den ebenfalls streikenden Erziehern zu einer Kundgebung in Mainz getroffen. Sie fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.   Die Busfahrer blasen zum Streik. Lautstark und mit ordentlich Wut im Bauch machen sich heute Morgen etwa 1000 Busfahrer auf den Weg durch Mainz. Unterstützt werden sie von etwa 500 Erzieherinnen und Erziehern. Obwohl man sich auf einen Manteltarifvertrag geeinigt hat, fehlt die Unterschrift des Arbeitgeberverbandes. Marko Bärschneider, Verhandlungsführer Ver.di: „Die Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer, dass dieser Tarifvertrag immernoch nicht in Kraft gesetzt wurde durch die Unterschrift und sie werden solange immer wieder Streikmaßnahmen aufrufen, bis entsprechend der Tarifvertrag auch unterschrieben ist und gilt.“ Der Arbeitgeberverband weigert sich aktuell den ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben. Der Grund: Man könne sich mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Mobilität noch nicht einigen zu welchen Teilen der Lohnanstieg vom Land bezahlt wird. Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V.: „Den Manteltarifvertrag werden und können wir erst unterschreiben, wenn wir verbindlich wissen, welche Änderungen hieraus in welcher Höhe auf welcher Grundlage refinanziert werden.“ Der Arbeitgeberverband sieht den Ball nun bei der Politik liegen. Beim Ministerium für Mobilität zeigt man sich verständnisvoll. Man könne den Unmut der Busfahrer verstehen und arbeite an einer Lösung. Michael Hauer (Bündnis 90 / Die Grünen), Staatssekretär Ministerium für Mobilität: „An dieser Stelle ist es uns auch noch einmal wichtig zu zeigen, das ist nicht alleine Aufgabe der Kommunen und des Landes. Da muss der Bund auch seinen Beitrag zu leisten. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass Regionalisierungsmittel entsprechend schon dieses Jahr fließen sollen, dass die angehoben werden sollen um auch Leistungsausweitungen zu ermöglichen. Das ist nach aktuellem Stand noch nicht passiert.“ Während die Politik den Ball von den Kommunen […]

  • Gewinneinbruch bei der BASF

    Gewinneinbruch bei der BASF

    Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind die Energie-Preise nahezu explodiert. Das trifft nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Firmen im Land, die viel Energie brauchen. Wie zum Beispiel den größten Chemiekonzern der Welt – die BASF mit Sitz in Ludwigshafen. Bei der heutigen virtuellen Hauptversammlung ging es deshalb weniger um die zuletzt auch in der Krise guten Geschäftszahlen, sondern eher um die Frage: Wie sehr beeinträchtigt der Krieg das Geschäft des Chemiekonzerns? Noch läuft bei der BASF alles relativ normal, doch wie lange noch? Vorstands-Chef Martin Brudermüller warnt heute vor den Folgen eines russischen Erdgas-Embargos. Zwar wolle sein Konzern die Abhängigkeit von russischem Gas verringern, allerdings: Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender BASF: „Das alles geht nicht auf Knopfdruck. Wenn über Nacht die Erdgaslieferungen aus Russland wegfallen, würde das zu einer irreversiblen Schädigung der Volkswirtschaft führen. Im Extremfall müssten wir die Produktion in Ludwigshafen einstellen.“ Der Konzern beziehe sein Gas zwar nicht direkt aus Russland, dafür aber einige Lieferanten. Bis spätestens Anfang Juli plant die BASF, ihre Geschäfte in Russland und Belarus einzustellen – außer der Nahrungsmittelproduktion. Wegen des Kriegs rechnet man in Ludwigshafen 2022 mit einem Umsatzrückgang. Im ersten Quartal war der Gewinn rund 30 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.. Ein Grund: das vorläufige Ende von Nordstream 2. Die BASF-Tochter Wintershall DEA hatte die Gaspipeline mitfinanziert. In der gesamten Chemiebranche herrsche derzeit eine große Unsicherheit, so Brudermüller. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender BASF: „Es ist nicht auszuschließen, dass die sehr hohen Energie- und Rohstoffpreise vor allem in Europa das Wachstum der Weltwirtschaft, der Industrie und der Produktion belasten. Es ist auch offen, wie sich die Pandemie und die Wirtschaft in China weiterentwickeln werden.“ Immerhin: Trotz eines stark gesunkenen Aktienkurses bleibt die Dividende bei BASF hoch, Aktionäre erhalten 3 Euro 40 je Aktie, 10 Cent mehr als im Vorjahr. […]

  • Kabinettssitzung bei Eumetsat

    Kabinettssitzung bei Eumetsat

    Wer auf dem Smartphone nach dem Wetterbericht schaut oder – zum Beispiel in unserer Sendung – die Wettervorhersage sieht, der sieht letztlich Daten, die aus Darmstadt kommen. Dort sitzt Eumetsat, die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten. Dass Hessen ein Zentrum der Weltraum-Forschung ist, will die Landesregierung sichtbarer machen – mit der hessischen Raumfahrt-Strategie, die heute in Darmstadt vorgestellt wurde. Zehn Satelliten werden zur Zeit aus der Eumetsat-Zentrale in Darmstadt kontrolliert und gesteuert. Sie liefern ganz Europa die Daten für ihre Wettervorhersagen und zur Erforschung des Klimas. Dass Hessen ein Raumfahrt-Land ist, auch wenn nie Raketen von hier aus ins Orbit starten, müsse bekannter werden, sagt die Landesregierung. Sie will Hessen als Raumfahrtstandort international positionieren. Volker Bouffier (CDU), hessischer Ministerpräsident: „Wir haben viele Industrien, die dort bereits tätig sind. Jede Investition dort bringt das Sechsfache wieder zurück. Das schafft Arbeitsplätze und vor allen Dingen stärkt es den Standort. Und deshalb ist das eine Maßnahme, die Zukunft garantiert für uns und zwar eine gute.“ Die Wettersatelliten liefern viel mehr als die Prognose, ob es morgen regnet. Die Folgen des Klimawandels lassen sich nur mit Daten aus dem Weltraum richtig erforschen und vorhersagen. Raumfahrt lohnt sich also und deshalb steht das Land in Konkurrenz zu anderen Standorten. Daher will Hessen Innovation und Kompetenzen fördern. Eine Aufgabe für den Raumfahrtkoordinator des Landes. Johann-Dietrich Wörner, hessischer Raumfahrtkoordinator: „Ganz wichtig ist in Hessen ist erstmal eine Sichtbarkeit der vielen initiativen in Hessen in Firmen, Forschungseinrichtungen, in Hochschulen, was überhaupt schon läuft in der Raumfahrt. Und die zusammenzubringen, damit die sich gegenseitig befruchten können und zusammenarbeiten können. Und dann ist für mich noch ganz wichtig auch den Nicht-Raumfahrt-Bereich aktivieren, denn wir wissen, dass Technologien aus der Raumfahrt im Nicht-Raumfahrt-Bereich ihren Wert haben können.“ Dem hessischen Kabinett ist die Raumfahrtstrategie heute sogar eine Ssitzung in der […]

  • Neue Herausforderung: Integration ukrainischer Schüler in rheinland-pfälzischen Schulen

    Neue Herausforderung: Integration ukrainischer Schüler in rheinland-pfälzischen Schulen

    Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind schon hunderttausende Kriegsflüchtlinge nach Deutschland gekommen. Vor allem Frauen und Kinder. Mittlerweile dürfen letztere auch zur Schule gehen. In Rheinland-Pfalz sind bereits 5.500 Schüler aus der Ukraine aufgenommen worden. Doch der Neustart ist schwierig. Um ihre Integration zu erleichtern, hat sich eine Schule aus Mainz ein ganz besonderes Konzept überlegt. Gerade mal zwei Monate ist es her, dass Hermann und Oleg nach Deutschland gekommen sind. Hermann kommt eigentlich aus Kiew. Als der Krieg begonnen hat, ist er zusammen mit seinem Bruder und seiner Mutter im Auto geflohen. Er hatte nur ein paar Minuten um seine Sachen zu packen. Jetzt besucht er das Mainzer Schlossgymnasium. Hier hat die Schule das sogenannte Schlosspatenprojekt organisiert. Hermann, Schüler aus Kiew: „Wir haben tolle Lehrer und ein super Programm. Wir haben Partner bekommen, also Paten, die uns helfen können Kontakte zu knüpfen. Und wir können mit denen alles unternehmen was wir wollen, weil sie wie Freunde sind. Wir können in den Park gehen, Basketball spielen, was auch immer. Es ist echt toll.“ Schon bei der letzten Flüchtlingswelle 2015 gab es an der Schule ein Paten Programm. Jetzt hat die Schülersprecherin das Projekt wiederbelebt. Schnell haben sich Schüler bereit erklärt den 22 Geflüchteten zu helfen und sie kennenzulernen. Für Siri Prüßner eine interessante Erfahrung. Einerseits selbst die Fluchtgeschichten zu hören: Siri Prüßner, Organisatorin Projekt Schlosspaten: „Andererseits finde ich es ihnen auch super denen zu helfen sich hier zu integrieren und viele haben auch super viele Interessen und sind super motiviert neue Sachen zu lernen. Das macht dann einfach total viel Spaß mit denen zusammen Projekte zu machen.“ Neben den Freizeitaktivitäten lernen Hermann und Oleg noch vier Stunden pro Tag Deutsch. Jedoch sind die Bedürfnisse der Kinder unterschiedlich. Manche machen nur den Sprachkurs, andere können an Laptops noch online […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Ball des Sports kommt nach Frankfurt +++ Grünen-Politiker Braun bleibt im Flut-Ausschuss +++ AWO fordert Millionensumme von Ex-Chef     Ball des Sports kommt nach Frankfurt: Die Stadt Frankfurt wird ab 2023 neuer Gastgeber des „Ball des Sports“. Die Veranstaltung der Stiftung Deutsche Sporthilfe soll demnach bis 2027 in der Mainmetropole gastieren. Das Event war von 2002 bis 2006 schon einmal in Frankfurt beheimatet gewesen, zuletzt hatte es 14-mal nacheinander in Wiesbaden stattgefunden. Da die hessische Landeshauptstadt aber eine weitere Bezuschussung der Sportgala abgelehnt hatte, hatten sich mehrere Städte als neuer Gastgeber beworben. Wann genau der Ball des Sports im kommenden Jahr in Frankfurt steigt steht noch nicht fest. Am 16. Juli findet er zum letzten Mal im Wiesbadener RheinMain CongressCenter statt. Grünen-Politiker Braun bleibt im Flut-Ausschuss: Der Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ im rheinland-pfälzischen Landtag hat heute beschlossen, dass der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bernhard Braun, weiterhin als Mitglied an den Sitzungen teilnehmen darf. Die Oppositionsparteien hatten zuvor Brauns Ausschluss aus dem U-Ausschuss beantragt. CDU, AfD und Freie Wähler hatten Braun vorgeworfen, er habe am Abend der Flutkatastrophe mit der damaligen Umweltministerin Anne Spiegel in engem Kontakt gestanden. Er sei daher nicht neutral und müsse den Ausschuss verlassen. Die Regierungsfraktionen aus SPD, Grünen und FDP stellten heute klar, Braun sei an den Vorgängen in der Flutnacht nicht beteiligt gewesen und werde deshalb nicht ausgeschlossen. Der U-Ausschuss hat heute außerdem beschlossen den ehemaligen Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, als Zeuge zu befragen. Ihm werden schwere Versäumnisse in der Flutnacht zur Last gelegt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. AWO fordert Millionensumme von Ex-Chef: Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt AWO hat ihren ehemaligen Geschäftsführer Jürgen Richter auf Schadenersatz in Höhe von 1,2 Millionen Euro verklagt. Das Frankfurter Arbeitsgericht hat den Eingang der Klage heute bestätigt. Auch gegen Richters Ehefrau Hannelore sei Klage eingereicht worden. Sie hatte den AWO-Kreisverband […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Unser Sportreporter David Rischke gibt einen Ausblick auf das Fußball-Wochenende.   Eva Dieterle, Moderatorin: „Wir kommen zum Sport und da gibt es in Fußball-Deutschland nur ein Thema der 2:1- Erfolg von Eintracht Frankfurt in der Europa League gestern Abend Und bei mir ist jetzt David Rischke aus unserer Sportredaktion. David, das war wieder eine magische Nacht, oder?“ David Rischke, Sportreporter: „Ja, richtig. Ganz großes Kino. Wieder einmal von Eintracht Frankfurt. Der Sieg bei West Ham United im Hinspiel des Halbfinals. Und das hat so etwas von immer, wenn das Flutlicht Donnerstag abends angeht und Europa League steht auf dem Plan. Dann sind die Adler-Träger da und liefern ab. Allen voran er hier: Ansgar Knauff. Gestern nach 49 Sekunden direkt das frühe Führungstor für die Eintracht erzielt und damit die Weichen auf Sieg gestellt. Und das Besondere an dem Tor: Knauff traf mit dem Kopf. Dabei ist Kopfball gar nicht seine Stärke.“ Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Wir machen ja immer zum Abschluss-Training noch so ein Flankenspiel und der ist dann immer der Joker, der dann Extrapunkte zählt, weil er eigentlich normal nie ein Kopfballtor macht.“ David Rischke: Ja und dazu gibt es ja auch das Vereins-Lied „Im Herzen von Europa“. Und das wird jetzt so ein bisschen zum neuen Vereins-Motto. Denn immer wenn die Europa League kommt, dann performt die Mannschaft, dann ist sie da und außerdem das ganze Umfeld im Moment von Eintracht Frankfurt ist ja auch völlig euphorisiert. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Ich glaube, das geht uns allen so, die in Frankfurt leben. Es gibt kein anderes Thema mehr als Europa League. Egal wo du hinkommst, egal, wann du hinkommst. Ich war beim Eishockey-Finalspiel und es gab nur Europa League also von dem her ist das so präsent und es wird gelebt und das ist toll.“ David […]

  • Auf Deutschlandtour: Kyiv Symphonie Orchestra in Wiesbaden

    Auf Deutschlandtour: Kyiv Symphonie Orchestra in Wiesbaden

    Das „Kyiv Symphonie Orchestra“ ist auf Tournee in Deutschland. Eine Tournee, die auf einen Hilferuf des Orchesters entstanden ist. Verschiedene deutsche Konzertveranstalter haben daraufhin die Musiker eingeladen, die männlichen Musiker hätten sonst in der Ukraine an der Front kämpfen müssen. Das Kiew Symphonie Orchester hätte nach 40 Jahren aufgelöst werden müssen. Gestern fand ein Konzert im Wiesbadener Kurhaus statt.   Das Kiew Symphonie Orchester ist auf Tournee in Deutschland. Eine Tournee, die auf einen Hilferuf des Orchesters entstanden ist. Verschiedene deutsche Konzertveranstalter haben daraufhin die Musiker eingeladen, die männlichen Musiker hätten sonst in der Ukraine an der Front  kämpfen müssen. Das Kiew Symphonie Orchester hätte nach 40 Jahren aufgelöst werden müssen. Gestern fand ein Konzert im Wiesbadener Kurhaus statt. Luigi Gaggero, Dirigent Kyiv Symphony Orchestra: „Ich denke, dieser Alptraum macht irgendwie unser Spielen mehr wahr, also mehr wahrhaftig irgendwie. Und ich hoffe, man kann das in unseren Klängen spüren. Also diese Wahrheit, diese menschliche Präsenz. Wir durften in Warschau proben, da sind wir 10 Tage geblieben. Aber schon bei dem allerersten Ton gab es so eine Intensität, die ich kaum in meinem Leben gehört habe.“ Viele Wochen konnten die Musiker nicht zusammen spielen. Erst als klar war, die Deutschland-Tournee klappt, durften alle nach Polen ausreisen und endlich wieder proben.  Das Konzert im Wiesbaden ist das vierte in Deutschland. Der Erlös geht an junge ukrainische Nachwuchsmusiker. Den Auftritt im Kurhaus haben die Macher des Rheingau Musik Festivals arrangiert. Marsilius Graf von Ingelheim, Geschäftsführer Rheingau Musik Festival: „Das Orchester hat eine vierzig Jährige Tradition. Und ich denke, gerade in dieser ganz schwierigen Zeit, ist es wichtig, dass die ukrainische Kultur weiter erhalten bleibt und so ein Klangkörper, der ja schon sehr bemerkenswert auf dem Maidan Platz in Kiew gespielt hat vor kurzem, ist glaube ich ein Aushängeschild für diese Kultur Tradition in […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Ukraine-Krieg führt zu Milliardenverlust +++ Landesweite Bus- und Kitastreiks +++ Aufnahme von Flüchtlingen wird schwieriger   Ukraine-Krieg führt zu Milliardenverlust: Der Kasseler Öl- und Gaskonzern Wintershall DEA hat für das erste Quartal einen Nettoverlust von 1 Milliarde Euro gemeldet. Hauptgrund ist, dass der Konzern seine Beteiligung an Nordstream 2 abschreiben musste. Die Gas-Pipeline hatte wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine keine Genehmigung erhalten. Vorstandschef Mario Mehren stellte heute klar, dass Wintershall DEA keine neuen Energieprojekte mit Russland beginnen werde. Mario Mehren, Hauptgeschäftsführer Wintershall Dea: „Wintershall Dea ist jetzt seit über 30 Jahren in Russland aktiv. Aber auch für langjährige wirtschaftliche Partnerschaften gibt es rote Linien. Russland hat die rote Linie mit diesem Angriffskrieg überschritten.“ Der Konzern, der zu 70 Prozent der BASF in Ludwigshafen gehört, werde sich aber nicht vollständig vom russischen Markt zurückziehen. Sonst bestehe die Gefahr, dass Vermögenswerte in Milliardenhöhe an den russischen Staat fallen. Landesweite Bus- und Kitastreiks: Wegen eines Streiks im privaten Busgewerbe haben heute viele Berufspendler und Schüler in Rheinland-Pfalz vergeblich auf einen Bus gewartet. Mit der Arbeitsniederlegung will die Gewerkschaft verdi in den festgefahrenen Tarifverhandlungen höhere Löhne durchsetzen. Der Streik soll morgen fortgesetzt werden. Dann soll es auch eine Demonstration vor dem Ministerium für Umwelt und Mobilität in Mainz geben. Darüber hinaus bleiben heute und morgen auch viele kommunale Kitas dicht. Auch hier fordert die Gewerkschaft verdi höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Aufnahme von Flüchtlingen wird schwieriger: Nach Ansicht des Gemeinden-und Städtebundes Rheinland-Pfalz wird es zunehmend schwieriger, Flüchtlinge unterzubringen. Zwar komme ein Großteil der Geflüchteten aus der Ukraine zurzeit vor allem bei Privatpersonen unter, das sei aber keine langfristige Lösung. Neben Ukrainern suchten weiterhin auch Flüchtlinge aus anderen Ländern wie Syrien nach Wohnungen. Der Kommunalverband sieht bei der Aufnahme von Flüchtlingen aktuell vor allem die Städte stark belastet und fordert deshalb finanzielle Unterstützungen […]

  • Beratung im Ahrtal

    Beratung im Ahrtal

    Schon über neun Monate ist die Flut-Katastrophe im Ahrtal her. Dabei haben 134 Menschen ihr Leben verloren, mehr als 9.000 Gebäude wurden zerstört. Seit Monaten geht der Wiederaufbau voran, doch die Hilfen von Bund und Land werden nur schleppend angenommen. Es wurden erst 2.200 Anträge für die Wiederaufbau-Hilfe gestellt. Im Rahmen des Pilot-Projekts „Aufsuchende Beratung“ laufen nun Helfer durch das Ahrtal, um auf die Angebote Aufmerksam zu machen. Wir haben sie dabei in Altenahr begleitet. Rolf Kelzenberg: „Hallo, guten Morgen. Hast du mal ein paar Minuten für uns?“ Zuhören, fragen und helfen. Rolf Kelzenberg und Daniel Jeske beginnen ihre Tour heute bei Stefanie Nelles im Haus Caspari. Bei der Flutkatastrophe letzten Sommer stand das Haus komplett unter Wasser. Sie erzählt, dass sie gerade an einem neuen Konzept für ihr Gasthaus arbeitet. Erst dann kann sie die Hilfsgelder beantragen. Obwohl sie gerade keine Unterstützung von den Helfern braucht, freut sie sich trotzdem über den Besuch. Stefanie Nelles, Inhaberin Haus Caspari: „Man fühlt sich ja schon manchmal so ein bisschen allein gelassen. Jetzt nicht, dass man unbedingt allein gelassen wird aber man steht halt hier vor so einer Mammutaufgabe und das ist so, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, weil man nicht mehr weiß. Und wenn dann einer kommt und einen dann so ein bisschen in die richtige Richtung schubst ist dann auch ganz nett.“ Seit einer Woche sind die Berater in Altenahr unterwegs und haben schon hunderte Gespräche geführt. Dabei wollen sie auch erfahren wo es beim Wiederaufbau noch hakt. Missy Motown, Geschäftsführerin Helfer-Stab: „Und so ist die Idee relativ schnell entstanden eigentlich, da mal ganzheitlich auf die Menschen zuzugehen. Was sind eigentlich deren Sorgen, Ängste und Nöte. Und an welchen Bereichen können wir hilfreich sein.“ So drehen sich die Gespräche nicht nur um Anträge und Formulare. Rudi […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Busfahrer und Kita-Kräfte streiken wieder — Zehntausende Impfdosen verfallen — Deutsche Bank macht mehr Gewinn — Mehr US-Soldaten für Baumholder — Bouffier pflanzt Baum des Jahres Busfahrer und Kita-Kräfte streiken wieder Die Gewerkschaft ver.di hat die rund 3.000 Fahrer im privaten Busgewerbe in Rheinland-Pfalz ab heute Nacht um 3.00 Uhr zu einem Streik aufgerufen. Er soll vorläufig bis zum Schichtende am Freitag dauern. Nach Angaben der Gewerkschaft seien weite Teile des Landes betroffen, darunter auch der Schulbusverkehr. Grund für den Streik sei, dass die Arbeitgeberseite den neuen Manteltarifvertrag bislang nicht unterschrieben habe. Außerdem hat ver.di die Beschäftigen im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst des Landes für morgen und übermorgen zu Warnstreiks aufgerufen. Morgen liegt der Schwerpunkt der Ausstände in der Pfalz, am Freitag im Raum Mainz. Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Zehntausende Impfdosen verfallen Seit Beginn der Corona-Impfungen im Dezember 2020 konnten in den Impfzentren in Rheinland-Pfalz rund 50.000 Dosen nicht rechtzeitig vor dem Verfallsdatum verimpft werden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Wie viele Impfdosen bei Ärzten, Krankenhäusern und mobilen Impfteams verfallen sind, sei unbekannt. Insgesamt habe es bis jetzt mehr als 8,5 Millionen Impfungen im Land gegeben. Die Impfbereitschaft sei zuletzt deutlich zurückgegangen. Für Hessen liegen die Zahlen noch nicht vor. Deutsche Bank macht mehr Gewinn Die Deutsche Bank in Frankfurt hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von fast 1,1 Milliarden Euro erzielt. Das waren rund 20 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und der höchste Quartalsgewinn seit neun Jahren. Wie Deutschlands größtes Geldhaus heute mitteilte, hätten alle Geschäftsbereiche zu dem guten Ergebnis beigetragen. Mehr Soldaten für Baumholder Ab dem Sommer wollen die USA an ihrem Stützpunkt im rheinland-pfälzischen Baumholder etwa 500 weitere Soldaten stationieren. Das hat das US-Kommando Sondereinsatzkräfte Europa mitgeteilt. Danach solle noch mehr Personal folgen. Zudem […]

  • Veranstaltungsbranche will wieder durchstarten

    Veranstaltungsbranche will wieder durchstarten

    Keine Konzerte, Messen oder Feste – zwei Jahre lang hat die Corona-Pandemie die gesamte Veranstaltungsbranche nahezu lahmgelegt. Durch die Lockerungen will nun ein ganzer Wirtschaftszweig endlich wieder durchstarten. Beim ersten großen Branchentreff, der „Prolight + Sound“-Messe in Frankfurt, werden aber auch Probleme deutlich. Endlich wieder Action auf der Bühne. Mit noch spektakuläreren Lichteffekten, aufwendigeren Bühnen und vor allem Publikum will die Event-Familie wieder durchstarten. Nach zwei Jahren fast durchgängigem Veranstaltungs-Lockdown gibt es beim Neustart allerdings gemischte Gefühle. Nicole Behr, Vorstand Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft „Wir wissen, was diese Saison bringen kann. Man weiß es noch nicht so hundertprozentig, aber man hat ein gutes Gefühl. Aber man muss das alles jetzt auch erst wieder ausgleichen und auch wieder an den Markt bringen.“ Vor der Pandemie setzte die Veranstaltungsbranche in Deutschland 130 Milliarden Euro im Jahr um, dann brachen die Umsätze um 80 Prozent ein. Das ging auch an den rund 14.000 Firmen in Hessen und Rheinland-Pfalz nicht spurlos vorbei. Noch lässt sich gar nicht genau abschätzen, wie viel Personal die Branche verlassen und sich andere Jobs gesucht hat. Nicole Behr, Vorstand Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft „Wir haben unfassbaren Fachkräftemangel. Aber wir haben auch einen ganz großen Mangel an Helfern, die bei großen Festivals und Open Airs aufbauen oder Catering machen. Die Leute sind einfach nicht mehr da und das wird der große Gamechanger werden dieses Jahr.“ Wir treffen Christian Sommer auf der Messe. Seine Kasseler Firma für Veranstaltungstechnik hatte vor Corona 350 Angestellte, inzwischen sind es 100 weniger. Die Auftragsbücher sind voll, Mitarbeiter aber rar. Nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre hat Christian Sommer eine klare Forderung: Auch über diesen Sommer hinaus keinen weiteren Lockdown. Christian Sommer, Geschäftsführer Ambion GmbH „Wenn man jetzt in den Herbst guckt – wir haben eine unklare Pandemiesituation –, dann ist die Aufgabe der Politik, eine Perspektive zu schaffen, […]

  • LPR-Forum Medienzukunft

    LPR-Forum Medienzukunft

    Eine starke Demokratie braucht unabhängigen Journalismus. Ohne freie Presse bleibt nur Propaganda – wie man zurzeit am Beispiel Russland deutlich sehen kann. Doch auch bei uns haben es Journalisten schwer: etwa, wenn sie von Corona-Leugnern und anderen als „Lügenpresse“ beschimpft werden. Umso wichtiger, Lügen, Desinformation und Hetze etwas entgegenzusetzen – durch klaren, aufrichtigen Journalismus. Aber wie kann das in Zeiten der Krise am besten gelingen? Was muss guter Journalismus leisten, um nicht nur wahr-, sondern auch ernst genommen zu werden? Diese und andere Fragen standen beim „Forum Medienzukunft“ der hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien in Frankfurt im Mittelpunkt. Für die Journalistin Alexandra Borchardt steht fest: Um sich im Sturm gegen Lügen, Fake-News und Anfeindungen zu behaupten, brauche guter Journalismus vor allem eines – und zwar Haltung. Prof. Alexandra Borchardt, TUM School of Management München „Wir müssen ja mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Demokratie stehen. Und das alleine ist schon die Haltung, die Erdung, die wir brauchen. Denn wenn wir nicht die Demokratie vertreten, dann sägen wir ja auch den Ast ab, auf dem wir sitzen, auf dem unsere ganze Mission beruht, unser ganzes Geschäftsmodell. Wir brauchen eine Haltung gegenüber Menschenrechten. Das ist einfach unsere Aufgabe, auch die Stimmen von denen hörbar zu machen, die sonst nicht so oft gehört werden.“ Viele Menschen suchen sich ihre Wahrheiten in oft dubiosen Internetforen und nicht mehr in den klassischen Medien. Deshalb müsse sich guter Journalismus umso mehr auf seine Kernkompetenzen konzentrieren: gründliche Recherche, die saubere Trennung von Fakten und Meinung – und vor allem die Verpflichtung zur Wahrheit ohne Wenn und Aber. Joachim Becker, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien „Wenn das eingehalten wird, dann ist eigentlich im Wesentlichen der Kern der journalistischen Arbeit schon erfüllt. Es gibt allerdings auch viele Dinge, auf […]

  • Rheinland-Pfalz verkürzt Corona-Isolation auf 5 Tage

    Rheinland-Pfalz verkürzt Corona-Isolation auf 5 Tage

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt aktuell wieder an. Heute liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 909,1. Gleichzeitig hat die rheinland-pfälzische Landesregierung beschlossen, die Dauer der Isolation für Corona-Infizierte ab Mai zu verkürzen. Für Kontaktpersonen von Infizierten entfällt die Quarantäne sogar ganz. Hessen und andere Bundesländer dürften bald nachziehen. Wer sich mit Corona infiziert, muss sich zuhause isolieren. Daran ändert auch die neue Absonderungsverordnung des Landes nichts. Ab Mai kann die Isolation aber bereits nach fünf statt wie bislang sieben Tagen beendet werden. Die Isolation endet nach fünf Tagen automatisch, vorausgesetzt man ist bereits 48 Stunden symptomfrei. Ein negativer Schnelltest wie bisher ist dann nicht mehr nötig. Halten die Symptome aber an, muss die Isolation fortgesetzt werden. Solange bis 48 Stunden lang keine Symptome mehr auftreten. Spätestens nach zehn Tagen ist die Isolation dann aber in jedem Fall beendet. Kontaktpersonen von Infizierten müssen zudem ab Mai überhaupt nicht mehr in Quarantäne. Das soll vor allem den Gesundheitsämtern eine Menge Arbeit ersparen. Aber: Bettina Dickes, CDU, Landrätin Bad Kreuznach „Das tut es nicht, weil die Regeln sich schon seit Monaten verändert haben, das wir Kontaktpersonen nicht mehr informieren. Insofern ist das, was öffentliche Verwaltung macht, schon lange an der Stelle runtergefahren. Insoweit ist das ein Punkt, der uns nicht entlastet, aber in der Gesamtsumme viel macht.“ Denn vor allem die Wirtschaft profitiere davon, wenn Mitarbeiter schnell wieder in ihre Betriebe zurückkehren können. Nach Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist das Risiko, andere Menschen mit Coronaviren anzustecken, kurz vor und unmittelbar nach Symptombeginn am höchsten und lässt mit der Zeit stark nach. Studien legen außerdem nahe, dass Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, – und das sind immerhin rund 75 Prozent der Rheinland-Pfälzer – von vornherein kürzer und insgesamt weniger stark ansteckend sind. Diese Datenlage macht die Verkürzung der Isolationsdauer für den rheinland-pfälzischen […]