Allgemein

  • Ermittlungserfolg nach Serie von Überfällen

    Ermittlungserfolg nach Serie von Überfällen

    Eine Serie von Raubüberfällen hat die Menschen in und um Hanau wochenlang in Atem gehalten. Seit Anfang des Jahres waren Männer mit Schusswaffen in mehrere Spielhallen, Bars und Imbisse eingedrungen, hatten Mitarbeiter bedroht und Bargeld erbeutet. Jetzt gab es in diesen Fällen einen Ermittlungserfolg. Es ist der 20. Januar in der Spielhalle Manhattan im hessischen Erlensee. Gegen 3:30 Uhr in der Nacht sitzt hier nur noch ein Gast. Marcel Domin ist vertieft im Automatenspiel. Marcel Domin, Kunde der Spielothek Manhattan „Dann habe ich nur gemerkt, wie die Tür hinter mir aufging und Leute reinkamen. Ich habe aber nicht drauf geachtet. Dann plötzlich hatte ich eine Pistole an meinen Hals gerichtet bekommen.“ Die Räuber bedrohen Marcel und fordern ihn auf, sein Portemonnaie und Handy rauszugeben. Die Überwachungskameras im Laden zeichnen dabei alles auf. Marcel Domin, Kunde der Spielothek Manhattan „Zum Gang der Toilette stand eine Porzellanfigur, circa einen Meter bis 1,50 Meter groß, halt in diesem Moment dreh ich mich um, sehe ich noch eine dritte Person am Tresen bei der Bedienung. Dann hab ich nur zur Bedienung gemeint, sie soll zwei Schritte nach hinten gehen. Und da bin ich schon auf die Person drauf. Dann hatte ich nur gesehen, dass mein Portemonnaie, was auf dem Spielgerät oben gelegen hatte, weg war.“ Die Täter flüchten mit einer Beute von insgesamt 660 Euro. Nur einen Tag später überfallen zwei Männer mit Pistolen und Macheten eine Bar in Hanau. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten schnell einen Zusammenhang. Jetzt konnten sie einen Ermittlungserfolg erzielen und vier Tatverdächtige dingfest machen. Markus Jung, Staatsanwaltschaft Hanau „Bei den Beschuldigten handelt es sich um Täter, die hier aus Hanau stammen, die zwischen 16 und 24 Jahre alt sind. Nebenbei wurden nicht nur Haftbefehle vollstreckt sondern auch zahlreiche Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt, mit dem Ziel Beweismittel für die jeweiligen Verfahren hier sicherzustellen.“ […]

  • Arp-Museum zeigt Malerinnen vom Mittelalter bis in die Moderne

    Arp-Museum zeigt Malerinnen vom Mittelalter bis in die Moderne

    Das Arp Museum in Remagen – der rheinland-pfälzische Kunsttempel – hat viele hochkarätige Werke aus Privatsammlungen und anderen europäischen Museen zu einer einzigartigen Ausstellung verschmolzen. Maestras heißt die durchweg weibliche Ausstellung. Ja, das Arp Museum ist fest in Frauenhand. Kreativ, stilsicher, berühmt und vergessen, erfolgreich oder auch erst spät entdeckt. Kunst von 51 Malerinnen. Leihgaben aus den Uffizien, aus Madrid und Paris. Oft hängt die große Kunst der Maestras nicht an den Wänden, sie wartet in den Museumsdepots darauf, endlich entdeckt oder wiederentdeckt zu werden. Dr. Julia Wallner, Direktorin Arp Museum „Eine Erklärung ist natürlich, dass die Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert vorwiegend von Männern und für Männer geschrieben wurde und dass die Frauen erst im Laufe des 20. Jahrhunderts immer vehementer mit der Frauenbewegung, mit den Ausprägungen der Frauenbewegung immer klarer auch nach der Rolle der Frauen fragen. Und dass es aber doch, wenn man dann tief in die Kunstgeschichte hineingeht, merkt man dann, es gab immer Frauen.“ Bereits um 1200 arbeiten hoch spezialisierte Buchmalerinnen in Nonnenklöstern. 500 Jahre später sind Frauen anerkannte Künstlerinnen, besonders in Italien. Sie können studieren, sind erfolgreich, echte Popstars ihrer Zeit, wie Artemisia Gentileschi. Dr. Susanne Blöcker, Kuratorin der Ausstellung „An der Spitze der europäischen Staaten standen Frauen – Maria Theresia, Katharina, die Zweite von Russland, Marie Antoinette – und auch den Salons, den großen Debattierzirkeln, die in der Aufklärungszeit sehr aktiv waren, standen Frauen vor. Die Salonnière, sehr einflussreiche Mäzenatinnen, vor allem aus dem Adel.“ Danach ändert sich die Rolle der Frau. Im 19. Jahrhundert können Malerinnen nicht studieren. Kindererziehung, der heimische Herd sind weibliche Domänen. Künstlerinnen müssen private Malschulen besuchen, oder sich durch Museumsbesuche fortbilden. Malerinnen gibt es zu jeder Zeit, aber auch den rein weiblichen Pinselstrich? Dr. Julia Wallner, Direktorin Arp Museum „Dass Frauen grundsätzlich anders malen, das würde ich doch stark […]

  • Krötenwanderung im Kreis Ahrweiler

    Krötenwanderung im Kreis Ahrweiler

    Dieses Schild ist Ihnen sicher auch schon mal begegnet. Die Frösche und Kröten erwachen gerade aus ihrer Winterruhe und machen sich auf den Weg in Richtung Gewässer, um dort ihre Eier abzulegen. Oft müssen sie dabei Straßen überqueren – für die langsamen Tiere bedeutet das den Tod. Deshalb unterstützen jedes Jahr freiwillige Helfer Kröte und Co. bei ihrer Wanderung. Unsere Kollegin Franziska Oeler war im Kreis Ahrweiler mit dabei. Franziska Oeler, Reporterin „Es ist 8 Uhr morgens und ich bin wirklich niemand, der gerne früh aufsteht, aber heute hat es einen guten Zweck. Und zwar werde ich ein bisschen bei der Krötenwanderung helfen. Und dafür habe ich mir Verstärkung geholt und zwar die Pia. – Pia, du machst das schon seit einiger Zeit, bist da ein bisschen erfahren, warum müssen wir denn uns so früh am Morgen treffen und vor allem was machen wir jetzt genau?“ Pia Wasem, Krötensammlerin „Wir treffen uns so früh, weil heute Nacht die Kröten versuchen zu ihrem Teich auf die andere Straßenseite zu kommen. Die Straße ist sehr befahren und deswegen versuchen wir hier am Zaun in den Eimern die Kröten aufzusammeln und sie händisch rüber zu bringen.“ Also: Zaun ablaufen und Eimer kontrollieren. „Ah, da ist ja schon eine drin.“ – „Oh ja!“ – „So, was mache ich jetzt?“ – „Sie behutsam heraus holen und in meinen Eimer setzen.“ – „Komm mal her.“ Bei den eher trägen Tieren kein Problem. „Ab mit dir ins Taxi!“ Dass sie nicht gerade flink sind, wird den Kröten bei ihrer Wanderung oft zum Verhängnis. Bis sie eine Straße überquert haben, kann es bis zu 15 Minuten dauern. Manchmal werden die Tiere auch von den Scheinwerfern nachts geblendet und verharren. Also: besonders langsam und vorsichtig fahren! Heute ist unsere Suche noch nicht so erfolgreich. „Manchmal ist unter den Blättern […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Die Sonne zeigt sich öfter und die Temperaturen steigen weiter. Den Kröten gefällt das etwas feuchtere Wetter zum Wochenstart. Sonne und Wolken wie hier über dem Kloster Ravengiersburg im Hunsrück. Weil es das älteste Kloster der Region ist und wegen seiner imposanten romanischen Fassade ist das Kloster auch als „Hunsrückdom“ bekannt. Viele malerische Wanderwege durch den Hunsrück führen hier vorbei. Ob es in den nächsten Tagen das passende Wanderwetter dazu gibt, verrät uns jetzt ein Blick auf die Wetterkarten. In der kommenden Nacht ist es wechselnd bewölkt. Bis auf ein paar Tropfen im Nordosten bleibt es niederschlagsfrei. Stellenweise bildet sich bei schwachem Nordostwind Nebel. Die tiefsten Temperaturen liegen zwischen plus 3 Grad im Süden und minus 1 Grad in den höheren Lagen. Morgen ist es zunächst wechselnd bewölkt oder neblig, später heitert es aber meist auf und die Sonne zeigt sich häufiger mal. Dazu weht schwacher, in den höheren Lagen mäßiger Ostwind. Die Luft erwärmt sich je nach Sonnenscheindauer auf 9 bis 11, in den Hochlagen um 7 Grad. Am Freitag wird es nach Nebelauflösung meist richtig schön sonnig und mit 13 Grad recht mild. Am Samstag ziehen dann ein paar harmlose Wolken durch. Am Sonntag fällt von Südwesten her dann auch etwas Regen. Es bleibt dazu recht mild bei Temperaturen bis zu 14 Grad.

  • Kultusminister zu Antisemitismus-Projekten in Schulen

    Kultusminister zu Antisemitismus-Projekten in Schulen

    Seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel ist auch bei uns wachsender Antisemitismus spürbar. Das zeigt beispielsweise ein Vorfall in Wiesbaden: Bei einem Kinobesuch beklatschen Schüler einen Film über den Plan der Nazis, Millionen Juden in Europa zu ermorden. Der zunehmende Antisemitismus – ein sehr beunruhigender Trend, so der neue hessische Kultusminister. Er hat sich heute in Wiesbaden mit Schülern ausgetauscht, um ein klares Zeichen gegen Judenhass zu setzen. „Das Aufgabenziel war,auf legale Weise den deutschen Lebensraum von Juden zu säubern.“ „Ansonsten redet der auch darüber: Estland Judenfrei, Litauen und Lettland ebenfalls judenfrei.“ „Sie fühlen sich legitimiert durch den Staat, aber wo ist da die Moral geblieben?“ Wiesbadener Schüler reden über die Wannseekonferenz – 1942 planten die Nazis dort die Ermordung von 11 Millionen europäischen Juden bis ins kleinste Detail. Auch 2024 sei Antisemitismus in Deutschland spürbar – vor allem seit dem Angriff der Terrororganisation-Hamas auf Israel. Wieland Haas, 13. Klasse „Ich hab auch von Leuten gehört, dass wenn Israel-Flaggen wo hängen, dann gehen sie da nicht hin, weil das gegen ihren Glauben oder Norm ist.“ Maja Reimann, 13. Klasse Geschichtsleistungskurs „Den Konflikt hat man auf jeden Fall mitgekriegt vor allem über Social Media. Er wurde im Unterricht angesprochen und auch generell in Gesprächen, die man mit Schülern geführt hat.“ Die Schüler des Geschichtsleistungskurses beschäftigen sich viel mit Antisemitismus. Sie haben auch Juden Auch in den Unterricht eingeladen, um mehr über das Leben jüdischer Deutscher zu erfahren. Doch eine solche Aufklärung findet nicht flächendeckend statt: Ende Januar beklatscht eine Schülergruppe der Friedrich-Ebert-Schule im Kino einen Film über die Wannseekonferenz. Kultusminister Armin Schwarz begrüßt die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Armin Schwarz, Kultusminister Hessen „Parallel sind wir mit dem staatlichen Schulamt und Schul-Psychologen natürlich mit den Schülern in Austausch und die sind für 14 Tage von der Schule befreit und werden intensiv […]

  • Angriffe auf Kommunalpolitiker nehmen zu

    Angriffe auf Kommunalpolitiker nehmen zu

    Gibt es genügend Kita-Plätze? Welche Straße muss erneuert werden? Solche Fragen haben Kommunalpolitiker zu klären. Dabei müssen sie sich immer öfter Anfeindungen gefallen lassen: Hass, Bedrohungen und Gewalt gegenüber Amtsträgern hat zugenommen. Wir haben mit Betroffenen gesprochen. Mit einem Drohbrief fängt alles an. Noch vor Amtsantritt vor gut einem Jahr erhält die Erste Stadträtin von Hattersheim, Heike Seibert, ein anonymes Schreiben. Die Botschaft ist eindeutig. „Raus aus Hattersheim. Oder Sie kommen auf tragische Weise ums Leben. Die Abrechnung kommt. Sie haben die Wahl“. Es folgen Sachbeschädigungen an ihrem PKW, tote Tiere auf der Motorhaube, aufgeschlitzte Reifen. Heike Seibert (CDU), Erste Stadträtin Hattersheim „Das war dann schon so eine weitere Eskalationsstufe, denn das eine ist was zu verschriftlichen und das andere ist natürlich eine bewusste Sachbeschädigung, da ist man natürlich schon mal gleich ein Stück weiter gegangen. Das war durchaus dann so ein Moment, wo man angefangen hat sich umzudrehen, wenn man abends in der Dunkelheit gelaufen ist, ja.“ Matthias Schimpf hat in seiner langjährigen politischen Laufbahn ähnliche Erfahrungen gemacht. Das ging sogar so weit, dass er Veranstaltungen zeitweise nur mit Polizeischutz besuchen konnte. Konflikte gehörten zum Amt dazu, aber der generelle Ton sei rauer geworden. Matthias Schimpf (Bündnis 90 / Grüne), Kreisbeigeordneter Bergstraße „Es schmerzt einen schon, dass Leute nicht den Dialog suchen. Also, Demokratie lebt davon, dass es unterschiedliche Meinungen gibt und, dass man sich darüber austauscht. Da kann man auch streiten, auch gerne heftig streiten. Und was mich dann auch immer betrifft, ist, wenn Leute, die einen eigentlich gar nicht kennen, beleidigen und einem irgendwas zurufen, nur weil man eine andere Meinung hat.“ Heike Seibert und Matthias Schimpf sind keine Einzelfälle. Im Rahmen einer bundesweiten Studie wurden zwischen November 2022 und April 2023 über 1.700 Amtspersonen befragt. Davon haben 38 Prozent bereits Anfeindungen erlebt, die Dunkelziffer dürfte deutlich […]

  • Frankurt bereitet sich auf Fußball-Europameisterschaft vor

    Frankurt bereitet sich auf Fußball-Europameisterschaft vor

    Nur noch genau 101 Tage, dann rollt auch in Frankfurt der Ball bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Die Mainmetropole will sich dann als großer Gastgeber präsentieren: Mit Fanmeile, Public Viewing und sogar einem schwimmenden Fußballfeld soll ein zweites Sommermärchen perfekt werden. So soll es im Sommer in Frankfurt wieder aussehen, wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Im großen Rahmen im Kaisersaal im Frankfurter Römer präsentiert die Stadt heute ihr geplantes Rahmenprogramm. Die dabei tatsächlich drängendste Frage und in Mainmetropole zuletzt heiß diskutiert: Wird es in Zeiten von Getränkesponsoring bei der Fußball-EM eigentlich Hessens Nationalgetränk, den „Ebbelwei“ geben? Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister Frankfurt „Also es freut mich wirklich außerordentlich, dass ich heute mitteilen kann, dass es sowohl auf der Fanmeile als auch im Stadion Apfelwein geben wird. Ich finde, das ist eine gute Botschaft. Weil wir auch die Tradition pflegen können und der Apfelwein gehört zur DNA der Stadt Frankfurt.“ Wenn es in genau 101 Tagen um diesen Pokal geht, will die Stadt das Spektakel der Heim-WM 2006 noch toppen: Die Fanmeile soll knapp anderthalb Kilometer lang sein und 30.000 Fans Platz bieten. Auf zehn Leinwänden werden alle Spiele übertragen, eines der vielen Fußballfelder zum Selberkicken soll sogar auf dem Main schwimmen. Da gerät der Oberbürgermeister selbst ins Schwärmen. Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister Frankfurt „Auf dem Main zu spielen mit dieser Kulisse im Hintergrund, mit der Skyline im Sommer, in dieser Atmosphäre während der Europameisterschaft. Ich glaube wirklich – da spreche ich ein Stückweit aus der eigenen Kindheit – sowas bleibt in Erinnerung, so etwas vergisst man nicht.“ Über 30 Millionen Euro steckt die Stadt in die Fanmeile und ins Stadion im Stadtwald. Fünf EM-Spiele finden dort statt, darunter auch eines der deutschen Nationalmannschaft. Angesichts eines möglichen Sommermärchens 2.0 ist der frühere Eintracht-Kapitän und heutige EM-Botschafter Alex Meier fast sprachlos. Alex Meier, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Fall Luise: Klage auf Schmerzensgeld — Kommunen fordern Unterstützung bei Bezahlkarte — Dürrephase beendet Anmoderation: Die Gewerkschaft ver.di verstärkt ihren Warnstreik im Luftverkehr. Nach dem Bodenpersonal der Lufthansa hat die Gewerkschaft auch die Luftsicherheitskräfte in Frankfurt und Hamburg aufgerufen, am Donnerstag die Arbeit niederzulegen. Damit müssen die Passagiere aller Fluglinien befürchten, dass sie am Donnerstag in Frankfurt und Hamburg nicht durch die Sicherheitskontrollen kommen. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Klage auf Schmerzensgeld Im Fall der ermordeten 12jährigen Luise aus Freudenberg haben die Eltern jetzt eine Zivilklage gegen die mutmaßlichen Täterinnen eingereicht. Der Fall aus dem März vergangenen Jahres hatte große Aufmerksamkeit erregt, weil die Verdächtigen zum Tatzeitpunkt selbst erst 12 und 13 Jahre alt waren und damit vor dem Gesetz als strafunmündig gelten. Im Zivilrecht können Personen allerdings bereits ab dem siebten Lebensjahr belangt werden, wenn es um Haftung für Straftaten geht. Die Eltern der Ermordeten fordern deshalb jetzt Schmerzensgeld in Höhe von 160.000 Euro. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht. Kommunen fordern Unterstützung bei Bezahlkarte Noch in diesem Jahr soll auch in Rheinland-Pfalz die Bezahlkarte für Geflüchtete eingeführt werden. Die Regelung sieht vor, dass staatliche Leistungen für Flüchtlinge in Zukunft nicht mehr bar ausgezahlt, sondern auf eine zweckgebundene Geldkarte überwiesen werden. Karl-Heinz Frieden, Vorstandsvorsitzender des Städte- und Gemeindebunds Rheinland-Pfalz, hat jetzt gefordert, dass die Kommunen bei der Umsetzung finanzielle Unterstützung vom Land erhalten. Die Bezahlkarte solle flächendeckend eingeführt werden, um einen Flickenteppich im Land zu vermeiden. Außerdem sehe man die Gefahr, dass bei einer zeitversetzten Einführung die Menschen dahin abwandern könnten, wo die Bezahlkarte noch keine Pflicht ist. Dürrephase beendet Nach fünf Jahren, in denen es in Deutschland zu trocken war, haben Experten vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung die Dürreperiode jetzt für beendet erklärt. Durch den üppigen Regen in diesem Frühjahr sei der Boden […]

  • Streit um Fahrrad-Piktogramme

    Streit um Fahrrad-Piktogramme

    Solche große weiße Fahrräder, mitten auf die Straße gemalt. So sieht es auf einigen Straßen in Mainz, Koblenz oder Trier aus. Die sogenannten Fahrrad-Piktogramme sollen sagen; Hier teilen sich Radfahrer und Autofahrer die Spur. Seit mehreren Jahren haben sie sich etabliert, doch nun sollen die die Piktogramme plötzlich weg. Normalerweise sind diese weißen Fahrradsymbole nur auf Radwegen zu sehen. In Mainz zieren sie aber auch die Fahrbahn. Die Fahrrad-Piktogramme zeigen Radfahrern an, dass sie auf der Straße willkommen sind, Autofahrer sollen sie auf den Radverkehr aufmerksam machen und so für mehr Sicherheit sorgen. Das stößt der Straßenbaubehörde in Rheinland-Pfalz jetzt bitter auf. Denn die Piktogramme seien nicht regelkonform, sagt Landesbetrieb Mobilität: Gerd Weisel, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz „Der LBM sagt das, weil diese Piktogramme nicht so in der StVO vorgesehen sind. In der StVO gibt es diese Piktogramme, aber sie bezeichnen da andere Radwegeführungen, wie zum Beispiel nicht benutzungspflichtige Radwege oder Radschutzstreifen. Und wenn wir sie hier auf der Fahrbahn vorfinden – beziehungsweise der Verkehrsteilnehmer – denkt der Fahrradfahrer eventuell, er wäre hier auf so einer für ihn bevorrechtigten Route für den Radverkehr. Und das ist aus unserer Sicht eine sehr gefährliche Situation.“ Und die Verwirrung könnte noch weiter gehen: Autofahrer könnten denken, dass überall dort, wo es keine Piktogramme gibt, auch keine Radfahrer unterwegs sind. Verwirrung oder nicht? Wir fragen Auto- und Radfahrer in Mainz: „Fühlen Sie sich denn davon verwirrt?“ Dieter Reitz, Radfahrer: „Nein, ich fühle mich nicht verwirrt, aber ich find’s auch nicht hilfreich.“ „Ich find es an und für sich besser, wenn es grundsätzlich ausgeschriebene Fahrradwege geben würde, als dass man die Radfahrer auch noch auf der Straße hat.“ Klaus, Autofahrer: „Also mich verwirrt’s nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Gina Heinz, Radfahrerin: „Im Endeffekt ist es für uns ja nur ein Zeichen, dass wir da […]

  • Kükenschlüpfen im Naturhistorischen Museum in Mainz

    Kükenschlüpfen im Naturhistorischen Museum in Mainz

    Ende des Monats ist Ostern und eine schöne Tradition ist das Kükenschlüpfen im Naturhistorischen Museum in Mainz. Dabei geht’s nicht nur um die kleinen gelben Fellknäule – sondern es gibt auch jede Menge zu lernen. Hallo Welt! Diese flauschigen Wesen sind gerade mal einen Tag alt, aber schon munter auf den Beinen. Nachdem sie aus dem nassen Ei geschlüpft sind, trocknen sie unter einer Wärmelampe und kommen zu Kräften. Zur Welt gekommen sind sie unter Laborbedingungen bei regulierter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit in den Brutapparaten des Naturhistorischen Museums in Mainz. Bettina Henrich, Präparatorin Naturhistorisches Museum Mainz „Die Brutdauer beträgt 21 Tage, aber drei Tage vor Schlupf muss das Ei stillgelegt werden. Dann dreht sich das Küken nämlich im Ei so, dass sein Schnäbelchen mit dem Eizahn nach oben weist und es dann die Eischale aufpicken kann.“ Bei diesem Küken ist es bald soweit. Erst kurz vor der Geburt kommt der Hühner-Nachwuchs in den Schaubrüter, sodass alle Besucher beim Schlüpfen zusehen können. Bernd Herkner, Direktor Naturhistorisches Museum Mainz „Das Kükenschlüpfen ist das Ereignis bei uns im Jahr und das hat aber nicht nur diesen Event-Charakter, sondern es ist auch so, dass es einen edukativen Sinn hat. Weil natürlich viele Menschen, vor allem Kinder, auch gar nicht wissen, wo die Eier herkommen, wo das Fleisch herkommt und auch, wie solche Tiere leben, wie man sie halten muss. Das können sie alles hier lernen.“ Den Moment des Schlüpfens zu erwischen, ist übrigens Glückssache. Nach dem ersten Anpicken des Eis kann es oft noch einen ganzen Tag dauern. Eine lange und anstrengende Zeit für die Küken, in der sie immer wieder einschlafen. Wenn sie dann das Ei verlassen, zehren sie erst mal zwei Tage vom Dotter an ihrem Bauch und entwickeln Abwehrkräfte. Anfassen darf man sie eigentlich nicht, heute aber ausnahmsweise. Marianne Grosse (SPD), […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Im den meisten Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz bleibt die Temperatur stabil zweistellig. Die Sonne bekommt man aber nur selten zu Gesicht. Entspannte 16 Grad, dazu strahlender Sonnenschein – am Wochenende hat sich der Frühling schon mal von seiner besten Seite gezeigt. Heute ist der Himmel vielerorts deutlich grauer. Davon lassen sich die Marburger aber nicht abschrecken. Sie genießen die frische Luft bei immer noch zweistelligen Temperaturen sichtlich. Ein Drink im Straßencafé, ein bisschen Straßenmusik oder einfach ein Spaziergang zwischen den vielen Fachwerkhäusern der Marburger Oberstadt. In Mittelhessen ist der Frühling endgültig angekommen. Und wie es mit dem Wetter weitergeht, das zeigen wir Ihnen jetzt: In der Nacht ist es in Hessen und Rheinland-Pfalz meist stark bewölkt und zeitweise fällt etwas Regen, der aber häufiger abklingt. Später sind vereinzelt Auflockerungen und Nebel möglich. Die Tiefsttemperaturen liegen bei plus 4 Grad im Norden Hessens und minus 2 Grad in einigen Eifeltälern, wenn es mal auflockert. Morgen ist es zunächst stark bewölkt bis bedeckt. Besonders im Süden fällt örtlich etwas Regen. Bei schwachem Wind lockert es in der Eifel später auch mal auf. Die Höchsttemperatur liegt meist zwischen 9 und 11, in höheren Lagen um 8 Grad. Ab Donnerstag werden die Wolken erst mal weniger und die Sonne setzt sich nach Nebel häufiger durch, dazu steigen die Temperaturen auf maximal 15 Grad am Freitag. Am Samstag kommen nach sonnigem, teils auch nebligem Start wieder dickere Wolken auf.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Streiks ab Donnerstag bei der Bahn und am Flughafen — Weinbauverband will Anbauflächen roden — Tierheime am Limit Anmoderation: Die Polizei sucht auch in Hessen mit Hochdruck nach zwei flüchtigen mutmaßlichen Terroristen der Roten Armee Fraktion, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub. In diesem Zusammenhang hat heute Nachmittag ein Spezialeinsatzkommando ein Wohnmobil auf einem Parkplatz an der A5 bei Alsbach-Hähnlein durchsucht. Bislang ist aber keine Festnahme oder Verhaftung gemeldet worden. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Streiks ab Donnerstag Das Bodenpersonal der Lufthansa lässt am Donnerstag und Freitag seine Arbeit ruhen. Die Gewerkschaft ver.di will mit dem Streik eine Lohnerhöhung von 12,5% und eine Inflationsausgleichsprämie bei einem Jahr Laufzeit durchsetzen. Die Fluggesellschaft bietet bislang 10% mehr Geld bei 28 Monaten Laufzeit an. Fluggäste müssen mit erheblichen Einschränkungen bis hin zu Flugausfällen rechnen. Und auch viele Züge werden Ende der Woche stillstehen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer hat heute Streiks von 02 Uhr morgens am Donnerstag bis 13 Uhr am Freitagmittag angekündigt. Der Güterverkehr wird bereits ab Mittwochabend bestreikt. Die GDL will die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich erzielen. Weinbauverband will Anbauflächen roden Weil deutlich mehr Fasswein produziert als verbraucht werde, fordert der Weinbauverband Rheinhessen, Anbauflächen teilweise zu roden. Winzer sollten die Weinberge dann für sechs Jahre brach liegen lassen und warten, ob sich die Marktsituation ändere. Zwischenzeitlich könnten die Flächen auch für Blühstreifen oder die Gewinnung von erneuerbaren Energien genutzt werden, so der Weinbauverband. So sollen die Erzeugerpreise gesteigert werden. Aktuell bekommen die Fassweinhersteller maximal einen Euro pro Liter Most. Fasswein wird nicht in Flaschen abgefüllt, sondern dient als Grundlage für die Herstellung von Sekt oder Weinbrand. Tierheime am Limit Die Lage der rheinland-pfälzischen Tierheime sei katastrophal, erklärt der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes. In vielen Häusern seien die Kapazitätsgrenzen überschritten und es gebe […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Es bleibt bewölkt und regnerisch. In der kommenden Nacht bewölkt sich der Himmel über Hessen und Rheinland-Pfalz immer mehr und es fällt auch örtlich Regen. Bei kaum spürbarem Wind bildet sich auch mal Nebel. Die Luft kühlt auf 7 Grad bei Ludwigshafen und auf 2 Grad in der Eifel ab. Morgen ist es auch meist stark bewölkt und gebietsweise fällt noch etwas Regen. Die Sonne zeigt sich bei schwachem auf Südwest drehendem Wind nur selten. Die Temperaturmaxima liegen zwischen 7 Grad im höheren Bergland und 11 Grad an den größeren Flüssen. Am Mittwoch fällt anfangs noch etwas Regen, später lockert es von Nordosten her auf. Am Donnerstag ziehen dann auch mal ein paar Wolken durch unser Gebiet, Schauer sind dabei aber selten und es wird langsam wieder etwas milder. Der Freitag ist dann nach Nebelauflösung ein Tag von der sonnigeren Sorte.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick.   E-Auto-Transporter in Flammen – wegen eines geplatzten Reifens hat heute Vormittag ein LKW auf der A49 bei Kassel Feuer gefangen. Zwischen den Anschlussstellen Kassel-Waldau und -Auestadion in Fahrtrichtung Gießen musste die Autobahn mehrere Stunden voll gesperrt werden. Es kam zu Staus und Behinderungen. Der Transporter hatte sechs neue Elektro-Autos geladen. Sie brannten vollständig aus, der 36 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Der Schaden liegt bei rund 300.000 Euro. Daimler Truck optimistisch – für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen trotz schwacher Wirtschaftslage und sinkender Auftragszahlen einen ähnlich hohen Gewinn wie im Vorjahr. Der Aktienkurs stieg deshalb heute an der Frankfurter Börse zeitweise um über 17 Prozent. Daimler Truck ist der weltweit größte Hersteller für Nutzfahrzeuge und produziert vor allem im rheinland-pfälzischen Wörth am Rhein. Steuerzahlerbund kritisiert Kurtaxen – Sie würden Hotel- und Gastronomie-Betrieben schaden, die nach der Corona-Krise finanziell noch immer angeschlagen seien, so der hessische Bund der Steuerzahler. Vergangenes Jahr hatten 35 Kommunen in Hessen einen Kulturförderbeitrag erhoben. Wiesbaden hatte kürzlich seinen Kurbeitrag von drei auf fünf Euro pro Tag erhöht und von Touristen auch auf Geschäftsreisende ausgeweitet. Grund sei die angespannte Haushaltslage, so die Stadt. Der Steuerzahlerbund spricht von einer Bagatellsteuer.  

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Bedrohungslage am Nürburgring beendet — Boris Rhein will über Reformvorschläge sprechen — Schwächelnde Konjunktur belastet Arbeitsmarkt Anmoderation: Das Landgericht Hanau hat heute drei ehemalige Mitarbeiter eines Pflegeheims freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen vorgeworfen, während der Corona-Pandemie zu wenig Schutzmaßnahmen ergriffen zu haben. Deshalb seien sie mitverantwortlich dafür, dass sich alle 64 Heimbewohner mit Corona infiziert hätten und 17 von ihnen gestorben sein. Die Richter stellten heute aber fest, dass den Angeklagten kein Vorwurf zu machen sei. Ein Gutachten habe nachgewiesen, dass vor allem die beengten Verhälntisse im Heim die Ausbreitung des Coronavirus begünstigt hätten. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten: Bedrohungslage beendet Ein bewaffneter Mann, der sich heute Morgen in einem Gebäude am Nürburgring verschanzt hatte, hat sich noch am Vormittag freiwillig der Polizei ergeben. Den Beamten war es gelungen, den Mann durch Verhandlungen zur Aufgabe zur überreden. Er wurde in Gewahrsam genommen. Zuvor hatte die Polizei das Gebäude im Bereich der Boxengasse umstellt und Kontakt zum Täter aufgenommen. Die Pistole des Mannes stellte sich später als Schreckschusswaffe heraus. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt. Rhein will über Reformvorschläge sprechen Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein zeigt sich offen für eine Diskussion über die Schuldenbremse. Diese funktioniere zwar grundsätzlich gut, sagte er in einem Zeitungsinterview, er sei aber bereit, insbesondere über die klugen Reformvorschläge des Sachverständigenrates zu sprechen. Dieser hatte kritisiert, die Schuldenbremse sei zu starr und erzeuge einen unnötig großen Sparzwang. Bundeskanzler Olaf Scholz sieht derzeit allerdings keine politische Mehrheit für eine Reform. Schwächelnde Konjunktur belastet Arbeitsmarkt In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar wieder leicht gestiegen. Waren im Januar noch 194.759 Hessen arbeitslos gemeldet, stieg die Zahl im Februar um knapp 1000 auf nun 195.795 Menschen ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,6 Prozent konstant. Auch […]