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  • Alternativer Kraftstoff aus Frittenfett

    Alternativer Kraftstoff aus Frittenfett

    Mit Frittenfett tanken, dem Klima etwas Gutes tun, ohne dabei dem Geldbeutel sehr wehzutun: Das geht jetzt mit dem Dieselkraftstoff HVO 100 an mehreren Tankstellen in Hessen. Der Öko-Diesel senkt den CO2-Ausstoß um bis zu 90%. Ist das die klimaschonende und kostengünstige Lösung für alle, die kein E-Auto besitzen? Wir haben uns die neuen Tankstellen mal angeschaut.  Freie Fahrt mit Frittenfett: Das ist jetzt ROTH-Energie-Tankstelle in Gießen möglich. Seit letzter Woche verkauft sie den synthetischen Diesel HVO100, der aus Abfallstoffen hergestellt wird – ein Tankfüllung aus der Friteuse? Kim Dennis Backhaus, Marketing-Leiter ROTH Energie: „Es ist tatsächlich so, dass einer der Hauptrohstoffe aus denen HVO hergestellt werden kann, gebrauchte Speiseöle und Speisefette sind (…) Und momentan ist es, dass man bis zu 90% CO2 im Vergleich zum herkömmlichen Diesel mit dem synthetischen Diesel einsparen kann.“ (15 Sekunden) HVO kommt von hydrotreated vegetable oils, auf Deutsch: hydrierte Pflanzenöle. Und so sieht der gesamte Entstehungsprozess aus – vom Rohstoff bis zum Kraftstoff.  (Grafik) Pflanzen benötigen zum Wachsen CO2 und speichern es per Photosynthese aus der Luft. Aus Pflanzen, wie beispielsweise Raps, werden Öle hergestellt – etwa das Frittierfett. In herkömmlichen Öl-Raffinerien oder speziellen Bioraffinerien werden die Speiseöle oder andere Reste chemisch bearbeitet. Der Prozess heißt Hydrierung: Dabei wird unter anderem Wasserstoff zu den Fetten hinzugefügt. Aber: Nur wenn der Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien stammt, ist der Kraftstoff zu 90% klimaneutral. Bei der Verbrennung von HVO100 im Diesel-Motor entsteht aber nicht mehr CO2, als die Pflanzen gebunden haben. (38 Sekunden) Laut Kim Backhaus hat der Fritten-Diesel dieselbe Reichweite wie ein Diesel aus Erdöl und sei dabei sogar Motor-schonender.   Tanken könnten den Kraftstoff Besitzer von Diesel-Autos, deren Motoren nicht als zehn Jahre ist. Doch längst nicht jeder traut sich. Zeydan, Fahrlehrer: „Naja, ich hab noch nie davon gehört, ich bin nicht vertraut damit […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz: Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Ministerpräsidenten der Länder zugesagt, bis Dezember zu prüfen, ob Asylverfahren in Drittstaaten außerhalb der EU verlagert werden können. Bei der geplanten Bezahlkarte für Asylbewerber sprach sich die Mehrheit der Regierungschefs dafür aus, die Auszahlung von Bargeld auf 50 Euro pro Monat zu begrenzen. Keine Einigung gab es beim Thema Pflichtversicherung gegen Überschwemmungen. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, der hessische Regierungschef Boris Rhein, hält eine solche Versicherung aber weiterhin für erforderlich. Sonst müssten immer wieder alle Steuerzahler für Flut- und Hochwasserschäden aufkommen. Sanierungsstau befürchtet: Die Hessische Bauindustrie sieht noch großen Nachholbedarf bei der energetischen Sanierung älterer Gebäude, damit die Klimaziele erreicht werden können. Zurzeit herrsche große Unsicherheit, weil die Förderprogramme unübersichtlich und mit zu wenige Geld ausgestattet seien. Hier müsse die Politik verlässliche Rahmenbedingungen schafften. Erschwert werde die Lage zudem durch den Fachkräftemangel. Laut einer Studie könne unter den derzeitigen Bedingungen das Ziel der Bundesregierung nicht erreicht werden, im Gebäudesektor bis 2045 klimaneutral zu sein. Pilzbefall bei Kartoffeln: Die Kartoffelbauern in Hessen sorgen sich um ihre Ernte. Seit Mai breitet sich die sogenannte Kraut- und Knollenfäule auf den Äckern rasant aus. Nach Angaben des Bauernverbandes zerstört der Pilz die Krautblätter und befällt die Knollen. Kartoffelbauern müssten mit geringeren Erträgen bis hin zum Ernteausfall rechnen. Besonders hart trifft es die Biobauern, weil sie die herkömmlichen Pflanzenschutzmittel gegen den Pilzbefall nicht einsetzen dürfen.

  • Brücke ins Nichts

    Brücke ins Nichts

    Es ist eine Geschichte aus Absurdistan – genauer gesagt: aus Südhessen, zwischen Heppenheim und Lorsch. Dort steht eine alte, denkmalgeschützte Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Die wurde gerade erst denkmalgerecht saniert: Dafür haben die beiden Städte gemeinsam mehrere Hunderttausend Euro hingeblättert. Das Problem: Weil das Gebiet auf der Lorscher Seite der Brücke zeitgleich zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, das niemand betreten darf, endet die ehemalige Verbindung zwischen Lorsch und Heppenheim jetzt an einem Zaun… Zugegeben – schön ist sie ja, die alte Postbrücke aus dem 18. Jahrhundert. Vor allem, weil sie vor gerade einmal zwei Jahren für viel Geld aufwändig auf Vordermann gebracht wurde. Doch halt – was ist das? Wer die Brücke überquert, endet neuerdings an diesem Zaun. Menschen müssen leider draußen bleiben. Durchgang nach Lorsch verboten! Christian Schönung, CDU, Bürgermeister Lorsch: „Ja, das ist richtig, es ist ja keine Verkehrswegebeziehung hier auf dieser Brücke mehr. Sie ist ein Denkmal, sie steht unter Denkmalschutz (…) Und dann haben wir Eigentümer, also beide Kommunen, die Pflicht, dieses Denkmal zu erhalten.“ (15 Sekunden) Kosten: Rund 390000 Euro. Doch der Bürgermeister von Lorsch findet: Christian Schönung, CDU, Bürgermeister Lorsch: „Das isses wert.“ (3 Sekunden) Schließlich sei die Brücke nun mal ein wichtiger Teil der gemeinsamen Kulturgeschichte von Lorsch und Heppenheim – und deshalb unbedingt erhaltenswert, auch wenn sie ihren ursprünglichen Zweck nun nicht mehr erfülle. Kann man so machen – muss man aber nicht. Findet der Bund der Steuerzahler. Eva Kugler, Bund der Steuerzahler Hessen: „Da kann man natürlich die Frage stellen: Inwiefern ist es zumutbar für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, dass man circa 300.000 Euro für eine Brücke ausgibt, die eigentlich überquert werden kann. Steuergeldverschwendung ist natürlich immer Ansichtssache.“ (19 Sekunden) Ansichtssache – auch für die Steuerzahler: In diesem Fall die Menschen vor Ort, die mit der Nutzlos-Brücke leben müssen. Obwohl – […]

  • Mangold-Ernte in Dudenhofen

    Mangold-Ernte in Dudenhofen

    Die Pfalz wird als Gemüsegarten Deutschlands bezeichnet.  Und es gibt einige Landwirte, die bauen auch mal etwas an, was in Deutschland eigentlich nicht so verbreitet ist, zum Beispiel Mangold. Die Heimat des Spinat-ähnlichen Gemüses ist das Mittelmeergebiet und Vorderasien und seit sechs Jahren auch Dudenhofen in der Pfalz. Mangold ist bunt! Ob knallrot, strahlend gelb, Rhabarber-Farben oder ganz klassisch grün. Die grüne Sorte ist die bekannteste. Thomas Reeb aus Dudenhofen baut 5 verschiedene Sorten an. Es ist ein richtiges Mangold-Jahr! Der regnerische Mai hat dem Gemüse gutgetan. Thomas Reeb, Gemüsebauer aus Dudenhofen (noch nicht taufen) Alles Handarbeit, komplette Handarbeit ist das. Maschinen gibt es keine dafür, es ist alles Handarbeit. Handarbeit auf  insgesamt 2 Hektar Anbaufläche. Seit Anfang Juni wird auf den Feldern von Thomas Reeb geerntet. Er ist einer der wenigen Landwirte in Deutschland, die Mangold anbauen. Eigentlich ein ganz altes Gemüse, dass lange in Vergessenheit geraten ist. Die Römer haben es aus Italien zu uns gebracht. Bis ins 17. Jahrhundert ein Trend-Gemüse, doch dann kommt der Spinat und verdrängt die auch als Krautspiel bekannte Pflanze. Thomas Reeb, Gemüsebauer aus Dudenhofen Mangold ist ein Gemüse. Das ist praktisch eine Verwandtschaft zwischen Rote Beete, Spinat, Zuckerrübe, Futterrübe, da ist es so eine raus gezüchtete Art. Ein Superfood mit viel Vitamin E, A und C. Geschmacklich eine Mischung aus Spargel und Spinat. Ob Stängel oder Blätter, alles kann gegessen werden. Roh, gekocht oder auch gebraten. Thomas Reeb, Gemüsebauer aus Dudenhofen Die Mangoldsaison fängt in etwas so Anfang Juni, je nach Frühjahr, an und geht dann so bis in den Oktober, November, circa so geht die Saison, bis zum ersten kräftigen Frost. Im vergangenen Jahr hat Thomas Reeb seinen Mangold sogar noch im Dezember geerntet. Ob Regen oder Trockenheit, die Pflanzen sind nicht besonders anspruchsvoll. Seit sechs Jahren wächst hier in der […]

  • Generalprobe für die Bad Hersfelder Festspiele

    Generalprobe für die Bad Hersfelder Festspiele

    In wenigen Stunden ist es soweit: Dann eröffnen die 73. Bad Hersfelder Festspiele. Heute Abend feiert das Stück „Die Dreigroschenoper“ Premiere. Morgen starten die Festspielmacher mit dem Musical „A Chorus Line“. steht frei: Casting Musical  Jeder Sprung, jeder Schritt muss sitzen – beim Vortanzen für eine der begehrten Rollen im neuesten Broadway-Stück. Star-Choreograph Zach, gespielt von Arne Stephan, ist erbarmungslos. Wer einen Fehler macht, ist raus. steht frei: Casting Musical ( Samantha Turton, spielt Bebe Benzenheimer: „Ich glaube, das ist ein ganz spannender Einblick in die Musical-Welt. Ich glaube, man erfährt schon ein bisschen mehr über das Ensemble in normalen Musicals. Man sieht, was die, wir, die können und was es bedeutet, wirklich diesen Beruf zu spielen.“  A Chorus Line: Ein Musical über Castings in Musicals. Das Original wurde 1975 in New York uraufgeführt und ist seitdem eines der erfolgreichsten Broadway-Stücke aller Zeiten. Die Handlung beruht auf den tatsächlichen Erfahrungen der Darsteller. In Bad Hersfeld wird es in deutscher Sprache gespielt. Joern Hinkel, Intendant Bad Hersfelder Festspiele: „Das ist natürlich eine Auszeichnung, dass der Verlag uns dieses neue Musical, neue alte Musical, anbietet. Und wir haben sofort zugeschlagen. Ich hab die Choreographin und Regisseurin Melissa King angerufen. Wir mussten uns in einer Nacht entscheiden. Sie hat sofort zugesagt und jetzt ist es hier auf der Bühne.“  Für King eine große Ehre das Stück neu zu inszenieren. Ihr ist es wichtig, die einzelnen Bewerber nahbarer und vielschichtiger zu charakterisieren. Und das ist ihr auch gelungen. Melissa King, Regisseurin und Choreografin „A Chorus Line“: „Meine ganze Freude liegt in diesem kreativen Prozess. Das heißt, ich habe meinen Lieblingsteil schon hinter mir und die Premiere ist ein Bonbon oben drüber. Ich liebe immer, mit Darsteller:innen kreativ zu kollaborieren. Und den Stoff zu suchen und Fragen zu stellen.“  Bleibt für Festivalbesucher die Frage offen: […]

  • Johannisnacht in Mainz

    Johannisnacht in Mainz

    Zuckerwatte, Riesenrad und Kunsthandwerk – in Mainz startet heute die Johannisnacht, zu Ehren von Johannes Gutenberg. Beim größten Volksfest von Mainz verwandelt sich die Innenstadt zur Partymeile. Nicht nur Essensbuden und Fahrgeschäfte sind vom Rhein bis zum Dom aufgebaut, sondern auch ein Künstlermarkt. Am Montagabend endet das Fest dann mit einem Feuerwerk. Eigentlich ist hier alles bereit für das größte Mainzer Volksfest. Nur das Wetter weiß noch nicht so recht, was es will. Am Vormittag müssen hier die Buden noch vom Regen befreit werden. Stefan Balzer, Budenbetreiber: Wir fangen jetzt mit ein bisschen Regen an, aber wir sind gerüstet und wir warten auf die Kundschaft und bestimmt wird das Wetter besser und dann kommen auch die Kunden. Die wollen ja auf das Fest gehen und wollen was erleben. Also ich bin zuversichtlich. (12) Auch die Schausteller haben keine Angst davor, dass ihnen ihr Geschäft mit Karussell, Riesenrad und Co ins Wasser fallen könnte. Sascha Barth, Schaustellerverband Mainz: Ich sag es immer so, gegen Regen kann man was machen, kann man eine Regenjacke mitnehmen oder einen Schirm. Und bei Hitze kannst du halt nichts machen. Also ich finds wirklich perfektes Wetter. Perfektes Johannisfestwetter. (10) Dass viele Menschen die Mainzer Innenstadt besuchen, ist für die Schausteller vor allem an diesem Wochenende wichtig. Marco Sottile, Schausteller aus Mainz: Das Johannisfest ist schon für uns Schausteller eine wichtige Veranstaltung. Das sind so Highlights im Jahr, die man auch braucht. Durch die gestiegenen Kosten und und und, dann braucht man halt schon so umsatzstarke Veranstaltungen, wie das Johannisfest. Das gehört dazu, dass man die Betriebe aufrechterhalten kann. (15) Das Johannisfest findet traditionell zum Sommeranfang statt, eigentlich prädestiniert für Sonnenschein und Hitze. Doch in diesem Jahr ist von sommerlichen Temperaturen bisher wenig zu spüren. Wir fragen nach bei Wetterexperte Dominik Jung. Dominik Jung, Meteorologe: Die letzten […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen.

  • Sabine Bätzing-Lichtenthäler soll SPD-Landesvorsitzende werden

    Sabine Bätzing-Lichtenthäler soll SPD-Landesvorsitzende werden

    Es war ein Paukenschlag als die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer gestern Nachmittag angekündigt hat, sich von ihrem Amt als Regierungschefin zurückzuziehen. Ihr Nachfolger soll, so hat sie im selben Atemzug verkündet, Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer werden. Und noch eine bedeutungsvolle Position wird neu besetzt. Was gestern schon angedeutet wurde, hat die Partei heute offiziell verkündet: Sabine Bätzing-Lichtenthäler soll Roger Lewentz als Landesvorsitzende beerben. Sie wird die erste Frau an der Spitze der rheinland-pfälzischen Sozialdemokraten. Sabine Bätzing-Lichtenthäler stammt aus dem Westerwald, ist 49 Jahre alt, zweifache Mutter und aktuell Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag. Künftig kommt noch eine große Aufgabe hinzu: Die Führung der Landes-SPD. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), designierte Landesvorsitzende RLP: „Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr kommunikativ bin, das heißt, mir liegt wirklich sehr viel da dran, auch Menschen einzubinden, zu beteiligen. Ich bin eine Teamplayerin, das ist einfach mein Stil meiner Arbeit, und von daher wird das sicherlich auch ganz stark meine Arbeit prägen.“ (15s) Damit wählt sie einen ähnlichen Ansatz wie auch der noch amtierende Landesparteichef Roger Lewentz. Der hatte im vergangenen Jahr angekündigt ein letztes Mal diesen Posten zu übernehmen, mit der Mission, die Übergabe an eine neue Parteispitze zu organisieren. Diese Mission habe er nun erfolgreich erfüllt. Roger Lewentz (SPD), Landesvorsitzender RLP: „Ich bin sehr davon überzeugt, dass es uns glänzend gelungen ist, die Nachfolge in beiden Funktionen zu regeln. Wir werden mit Alexander Schweitzer einen hervorragenden Ministerpräsidenten bekommen und ich bekomme mit Sabine Bätzing-Lichtenthäler eine ganz tolle Nachfolgerin – die erste Frau, die die rheinland-pfälzische Sozialdemokratie leiten wird, eine sehr erfahrene Frau, ein sehr erfahrener neuer Ministerpräsident. Beide können auf Menschen zugehen, es sind Menschenfänger im besten Sinne des Wortes.“  Elf Jahre lang hat er gemeinsam mit Malu Dreyer die Geschicke der rheinland-pfälzischen SPD gelenkt – eine Doppelspitze, die zwei Landtagswahlen für sich entscheiden […]

  • Hessischer Landtag debattiert über Islamismus

    Hessischer Landtag debattiert über Islamismus

    Nach der mutmaßlich islamistischen Messerattacke von Mannheim, bei der ein junger Polizist ums Leben kam und mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, werden die Rufe nach mehr Schutz vor islamistisch motivierten Angriffen immer lauter. Auf Antrag der AfD ging es heute auch im hessischen Landtag um Mannheim und die Gefahr durch den Islamismus – in einer hitzigen Debatte. Für die AfD ist die Sache sonnenklar: Die tödliche Messerattacke von Mannheim habe einmal mehr gezeigt, dass die größte Gefahr in Deutschland von gewaltbereiten Islamisten ausgehe. Passend dazu auch der Titel der aktuellen Stunde heute im Plenum: „Ständige Gefahr – wer schützt die hessischen Bürger vor Islamisten wie Sulaiman A.?“ Auf diese Frage habe weder die Landes- noch die Bundesregierung eine Antwort. Sandra Weegels, AfD, Abgeordnete: „Seitdem unser Land von islamistisch motivierten Anschlägen erschüttert wird, hören wir immer die gleiche Platte: Bestürzung. Nie wieder. Es müssen die Grenzen verstärkt kontrolliert werden. Doch wann bitte – wann ändert sich was. Diese Antwort bleiben Sie den Bürgern schuldig.“ Das sehen die Regierungsparteien CDU und SPD anders: Gerade erst habe sich die Landesregierung eindeutig dafür ausgesprochen, islamistische Gefährder und Straftäter konsequent abzuschieben, wann immer das rechtlich möglich sei – im Zweifel auch in Länder wie Syrien oder Afghanistan. Holger Bellino, CDU, stellv. Fraktionsvorsitzender: „Wer sich nicht an unsere Gesetze hält. Wer die Menschenrechte mit Füßen tritt. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung verhöhnt. Menschen angreift. Der hat sein Aufenthaltsrecht verwirkt und muss gehen. Gefährder und Straftäter gehören abgeschoben.“ Toleranz und Rechtstaatlichkeit seien keine Einbahnstraße: Wer in unser Land komme, müsse sich auch an unsere Regeln halten. Holger Bellino, CDU, stellv. Fraktionsvorsitzender: „Aber ich sage auch in Ihre Richtung: Nicht jeder, der anders betet, ist ein Terrorist. Das müssen wir bitte auch bedenken.“ Moritz Promny von der FDP hat eine klare Antwort auf die Frage der AfD, wer […]

  • Erklärung der energieintensiven Unternehmen

    Erklärung der energieintensiven Unternehmen

    Das Papier liest sich wie ein Hilferuf der Wirtschaft! Rheinland-Pfalz hat besonders viele energieintensive Unternehmen. Und die haben es mit den derzeitigen Rahmenbedingungen in Deutschland besonders schwer. Bevor noch mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, haben sich die Unternehmen zusammengetan und heute gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein 10 Punkte Programm unterschrieben – Auch ein Mittelständler aus dem Donnersbergkreis hat seine Unterschrift gegeben – hier bereiten die Energiekosten Sorgen. Hier bei Adient Components werden Stahlteile für Autositze gefertigt. Für Opel und andere namhafte Autobauer weltweit. Hochautomatisierte Maschinen formen und härten die Teile unter enormem Druck und bei Temperaturen um die 1000 Grad. Die Produktion ist mit einem Jahresverbrauch von 42 Mio. Kilowattstunden ein wahrer Energiefresser. Sorgen bereiten dem Unternehmen daher vor allem die aktuell hohen Energiepreise. Franz-Josef Kasper, Manager Kontinuierliche Verbesserung (Continuous Improvement) und Nachhaltigkeit Adient Components Rockenhausen (18s.) Die letzten Jahre haben halt gezeigt, dass diese Energiepreise extrem stark schwanken. Von vielen Faktoren abhängig, die uns natürlich massiv beeinträchtigen. Und hier ist es halt so, dass wir einfach eine mittel- bis langfristige Planung brauchen, damit wir auch uns entsprechend aufstellen können. Durch Energiesparmaßnahmen konnte Adient Components den Gas- und Stromverbrauch in den letzten fünf Jahren halbieren. Doch der Druck durch Konkurrenten aus den USA und China sei enorm. Dennoch wolle das Unternehmen die Energieversorgung von Gas auf grünen Strom umstellen. Franz-Josef Kasper, Manager Kontinuierliche Verbesserung (Continuous Improvement) und Nachhaltigkeit Adient Components Rockenhausen (11s.) Hierbei ist es allerdings notwendig, dass wir einen Strom in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt bekommen und das über stabile und ausfallsichere Netze. Bessere Verfügbarkeit von Erneuerbaren Energien, ein schnellerer Netzausbau, weniger Bürokratie und mehr finanzielle Mittel für den Umbau von Industrieanlagen – Forderungen, die sich in dem 10-Punkte-Programm widerfinden, das heute die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt vorstellte. Unterschrieben wurde die „Rheinland-pfälzische Erklärung der energieintensiven Unternehmen“ […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tarifeinigung im Gastgewerbe: Die rund  90.000 Beschäftigten in Hotels und Gaststätten in Hessen bekommen mehr Geld.  Wie der Arbeitgeberverband Dehoga heute mitteilte, habe er nach zweimonatigen Verhandlungen  mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten eine Vereinbarung erzielt. Demnach steigen die Löhne ab Juli um 5,7 Prozent, ab März 2025 gibt es weitere 6,4 Prozent mehr für alle Tarifgruppen. Der Dehoga erklärte, der Abschluss sei ein Signal der Wertschätzung für die Mitarbeiter. Zugleich stelle er aber auch eine Herausforderung für die Betriebe dar. Kaufpreise für Immobilien gesunken: In Rheinland-Pfalz sind die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in den Städten und auf dem Land im vergangenen Jahr um bis zu 10 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Preisspiegel des Immobilienverbands Deutschland West hervor. Es sei der erste Rückgang seit mehr als 10 Jahren. Die hohen Bauzinsen und die Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz schreckten viele potenzielle Käufer ab. Weil sich weniger Mieter Wohneigentum zulegten, seien die Wohnungsmieten vor allem in den Städten leicht gestiegen. Darmstädter Woog gesperrt: Der Naturbadesee Woog in Darmstadt bleibt wegen möglicher Gesundheitsgefahren bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Das hat die Wasserschutzbehörde des Landkreises entschieden. Nach Angaben der Stadt Darmstadt ist bei Mäharbeiten der Unterwasserpflanzen Hydrauliköl ins Wasser geraten. Menschen, die gestern oder vorgestern im Woog geschwommen sind und jetzt über Haut- oder Augenreizungen klagen, sollten einen Arzt aufsuchen.

  • MINTmachtag für kleine Forscher

    MINTmachtag für kleine Forscher

    Über den Fachkräftemangel haben wir in unserer Sendung schon oft berichtet. Er ist mittlerweile in fast allen Berufsbereichen zu beobachten. Auch in der Informatik- und der naturwissenschaftlichen Branche. Um Kinder möglichst früh für die sogenannten MINT-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu begeistern finden jedes Jahr bundesweit die MINTmachtage in Kindertagesstätten statt. Farben mischen, Aggregatszustände verändern, Magnetismus erforschen – die Kinder in der Kita Weinbergwichtel im rheinhessischen Nieder-Olm können all das und noch mehr in der hauseigenen Forscherwerkstatt machen. Die Kita wird dabei von der „Stiftung Kinder forschen“ unterstützt, die in Rheinland-Pfalz etwa 165 Einrichtungen zu MINT-Kitas fördert. Alex Gamble, Leiter Kita Weinbergwichtel: „Man weiß einfach, dass gerade im frühen Alter die Kinder offen und ohne gesellschaftliche Gedanken an die Sachen herangehen. Das heißt sie experimentieren von sich aus, entdecken und man weiß einfach, dass Kinder am besten und am schnellsten lernen wenn sie mit Spaß an der Sache sind und das ist das was wir verkörpern wollen, um den Kindern möglichst viele Impulse mit in die Schule oder auf den weiteren Lebensweg zu geben.“ Zum MINTmachtag besucht auch die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz Stefanie Hubig die Forscherwerkstatt. Gemeinsam mit den Kindern führt sie Experimente durch und macht sich dafür auch gerne die Hände schmutzig. Stefanie Hubig, SPD, Bildungsministerin Rheinland-Pfalz: „Das Projekt ist total wichtig weil es einfach zeigt, dass Kinder Spaß haben können und trotzdem etwas lernen. Also das eine schließt das andere nicht aus und wir wollen, dass Rheinland-Pfalz ein starkes MINT-Land wird und wir haben ganz viel Vernetzung mit unserer MINT-Strategie erreicht und wir wollen früh anfangen. Kinder sollen schon in dem Alter die Neugierde, die sie natürlich haben dazu nutzen naturwissenschaftliche Phänomene zu beobachten, Kenntnisse zu erlangen aber eben auch umzusetzen.“ Hier wird Wasser mit Backpulver gemischt. Es entsteht eine Maße die eigentlich flüssig […]

  • Zerstörte Weinreben in Otterstadt

    Zerstörte Weinreben in Otterstadt

    In den Weinbergen von Rheinland-Pfalz und Hessen sind die Winzer gerade ordentlich beschäftigt. Denn sie müssen die Weinreben aufbinden, damit sind nicht von starkem Wind oder Pilz beschädigt werden. Auch in Otterstadt bei Speyer wollten die „Wingertfreunde“ am Wochenende ihre Reben pflegen, bis sie eine böse Überraschung entdeckt haben. Was aussieht wie normale Weinbergsarbeit, ist die Aufräumaktion nach einer Katastrophe. Am Wochenende hat mindestens ein Unbekannter alle 1000 Reben des Vereins Wingertsfreunde abgeschnitten. Den Ehrenamtlichen bleibt nichts anders übrig als Blätter, Äste und Trauben wegzuwerfen. Der Vorsitzende Alois Hangg ist fassungslos. Alois Hangg, Vorsitzender „Wingertfreunde“ Otterstadt: Beschissen, richtig beschissen. Das ganze Herzblut steckt drin und wenn man das sieht ist es brutal sage ich mal. Das ist schon Wahnsinn. Es ist halt so. Müssen wir mit leben. 2016 wurden die Reben anlässlich des 1000 jährigen Bestehens von Otterstadt gepflanzt. Seitdem stellen die Wingertfreunde Traubensaft für die ortsansässigen Schulen und Kindertagestätten her. Kostenlos. Wie die meisten Leute im Dorf ist auch Maja Daum aus der Kita Arche Noah geschockt. Maja Daum, Erzieherin Arche Noah: Weil das wurde ja extra für die Kindergärten für die Kinder in Otterstadt gemacht. Ich weiß nicht, was in dem Kopf von so Leuten vorgeht. Es macht einfach überhaupt keinen Sinn. Sie bereichern sich auch nicht selbst, sondern nehmen anderen etwas weg. Wer der oder die Täter sein könnten ist unbekannt. Der Ortsbürgermeister hat für Hinweise eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Seit dem vergangenen Wochenende ermittelt die Polizei. Theo Herrmann, Vorsitzender Obst- und Gartenbauverein Otterstadt: Ich kann mir keinen Reim drauf machen. Ich denke nur, wie das ganze hier stattgefunden hat, war das eine geplante Aktion. Wenn jemand so ein bisschen die Leute ärgern möchte, dann macht er zwei, drei Stöcke kaputt oder knipst die Drähte ab, was wir auch schon hatten. Aber das hier ist […]

  • Neues Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden

    Neues Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden

    Ein ganz besonderes Geschenk hat der Unternehmer Reinhard Ernst seiner Stadt und vor allen den Menschen gemacht. Er möchte abstrakte Kunst allen zugänglich und verständlich machen.  Deshalb hat der Wiesbadener für rund 80 Millionen Euro ein Museum für seine Kunstsammlung bauen lassen. Am Sonntag ist die feierliche Eröffnung. Heute durften wir von der Presse einen Blick in den weißen Würfel-Bau werfen. Ein Mann und sein Museum. Zuckerwürfel wird es von den Wiesbadenern genannt; es ist die Herberge einer riesigen Sammlung abstrakter Kunst; es ist vollkommen privat finanziert. Nur das Grundstück hat Reinhard Ernst in Erbpacht von der Stadt bekommen. Für den Bau hat er Teile seines Unternehmens verkauft, mit seiner Frau eine Stiftung gegründet und so den 80 Millionen Euro teuren Kunsttempel finanziert. Reinhard Ernst, Unternehmer und Museumsgründer: Weil mir es Spaß macht, wir haben den gebaut für die Kunst, wir haben hier gebaut für Kinder, damit wir Kinder an abstrakte Kunst heranführen, dass wir die Kreativität von Kindern wecken und damit dem deutschen Land, wir haben zu wenig Kreative und wir hoffen, dazu etwas beigetragen zu haben, dass Kinder ihre Kreativität entdecken. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Vormittags ist der Bau des japanischen Stararchitekten Fumihiko Maki nur für Schulklassen geöffnet. Maki ist vor 2 Wochen im Alter von 95 Jahren gestorben. Ihm ist die erste Sonderausstellung gewidmet. Baustart ist 2019.  Manch ein Kunstwerk, wie diese riesige Skulptur von Tony Cragg, ist schon im Rohbau eingezogen. Das Museum Reinhard Ernst wird praktisch um die große Kunst herumgebaut. Oliver Kornhoff, Direktor Museum Reinhard Ernst: Was man hier sieht, sind farbgewaltige, wirklich farbgewaltige, zum Teil monumental große Gemälde, die uns zum Staunen verführen, das heißt, wir werden eingeladen, in die Kunst aus den USA, aus Zentraleuropa, Deutschland und Frankreich, vor allem und aus Japan buchstäblich einzutauchen. Dieses geografische Profil gibt es […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen.