26. Februar 2026
Wie geht es weiter mit der Krankenhausversorgung in Rheinland-Pfalz? Eva Dieterle, Moderatorin: Und ein Thema, das so wichtig ist, dass wir es jetzt noch vertiefen wollen. Das tun wir jetzt mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch. Guten Abend. Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister RLP: Guten Abend. Dieterle: Herr Hoch, dass jetzt Kommunen ihre Krankenhäuser retten, also sozusagen die Steuerzahler, das kann ja langfristig nicht die Lösung sein. Hoch: Erst mal ist das Geld, mit dem Krankenhäuser finanziert werden, das Geld der Steuerzahler und der Beitragszahler. Das Kommunen, also die Landkreise, Krankenhäuser betreiben, das ist der Grundsatz. Wir kennen alle ja noch von früher die sogenannten Kreiskrankenhäuser und das war ganz etabliert, dass jetzt wie in Bingen und in Boppard auch tatsächlich die Städte mit einspringen, das ist neu. Ich bin aber an den Standorten sehr dankbar, dass man sich nicht auf eine Zuständigkeitsdiskussion mit der Kreisebene begeben hat, sondern sagt: “Wir packen da selber mit an”, Hand in Hand übrigens mit uns, mit dem Land. Und wir schauen gemeinsam auf den Bund und sagen: “Auf Dauer geht das aber nicht vor Ort”. Dann muss der Bund für eine auskömmliche Finanzierung sorgen. Dieterle: Genau, Sie haben Boppard gerade genannt. Dort werden jetzt rund 2 Millionen € investiert. Fakt ist auch: Das können sich die Kommunen dauerhaft nicht leisten. Die Menschen vor Ort, die jetzt vielleicht aufatmen, die können sich aber mitnichten sicher sein, dass das dazu führt, dass ihr Krankenhaus weiterhin bleibt. Auch langfristig. Hoch: Wir haben immer gesagt, bei dem Fall Boppard, das ist ein Paradebeispiel für uns, so eine Regioklinik zu etablieren, also ein Krankenhaus für Alltagsnotfälle. Wir wollen ja die Krankenhausreform nutzen, auch eine gewisse Spezialisierung auszubringen, die Alltagsnotfälle nah vor Ort, wenn es wirklich der Herzinfarkt oder Schlaganfall ist in spezialisierten Kliniken und das, was planbar ist, also die […]