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  • Grenzkontrollen verlängert - Unmut bei Politikern und Unternehmen in Rheinland-Pfalz

    Grenzkontrollen verlängert – Unmut bei Politikern und Unternehmen in Rheinland-Pfalz

    In der Politik gehen die Meinungen in Sachen Grenzkontrollen durchaus auseinander. Wir haben deshalb Spitzenpolitiker aus Rheinland-Pfalz getroffen und sie gefragt: Grenzkontrollen – ja oder nein? Nein, sagt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. Sie sieht die Verlängerung der Kontrollen im Land kritisch. Denn sie seien eine Belastung für die Wirtschaft. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin RLP „Weil wir doch merken, gerade die Region Pfalz, aber auch in der Eifel – dort lebt man über die Grenze. Dort handelt man grenzüberschreitend. Dort findet das Leben grenzüberschreitend statt. Auch das Thema Fachkräfte, qualifizierte Fachkräfte, die über die Grenze rüberkommen, auch wichtig sind für die Unternehmen in der Grenzregion. Deswegen ist es durchaus ein kritischer Faktor.“ Ein kritischer Faktor, den auch der Bundeskanzler beschreibt, als er im Dezember zum Antrittsbesuch in Rheinland-Pfalz ist. Einen Tag nachdem sich die EU-Staaten auf eine Verschärfung der Asylpolitik geeinigt hatten, erklärt Friedrich Merz in der Mainzer Staatskanzlei, die Kontrollen müssten bald wieder an die europäischen Außengrenzen verlagert werden. Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler, am 9.12.2025 „Wenn wir dann auch das herstellen wollen, was ich immer befürwortet habe. Nämlich einen Raum ohne Binnengrenzen zu schaffen in der Europäischen Union. Mit Freizügigkeit für Arbeitnehmer, für Kapital- und Warenverkehr. Für Dienstleistungsverkehr.“ Doch so weit ist es anscheinend noch nicht. Aus dem CSU-geführten Bundesinnenministerium heißt es als Antwort auf unsere Anfrage: Die Verlängerung der Grenzkontrollen seien aus „den bisherigen migrations- und sicherheitspolitischen Gründen weiterhin notwendig“. Eine Entscheidung, die der rheinland-pfälzische Ministerpräsident nach eigenen Angaben erst aus den Medien erfahren hat. Alexander Schweitzer verweist auf eine Ankündigung des Bundesinnenministers aus dem vergangenen Sommer. Damals hatte Dobrindt von neuen, „smarten“ Grenzkontrollen gesprochen. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP „Es muss möglich sein, dass man Berufspendler von denen trennt, die den Grenzübergang nutzen, um illegale Dinge zu tun. Das muss doch möglich sein in diesen Zeiten. Die […]

  • Grenzkontrollen verlängert - Im Gespräch mit Bundespolizist Stefan Döhn

    Grenzkontrollen verlängert – Im Gespräch mit Bundespolizist Stefan Döhn

    Sieht die Bundespolizei in den Kontrollen auch ein wichtiges Instrument gegen illegale Migration? Und wie lange ist das personell noch leistbar? Eva Dieterle, Moderatorin: Und genau da schalten wir jetzt hin, zur A64 an die Grenze zu Luxemburg zu Stefan Döhn, dem Sprecher der Bundespolizei Trier. Guten Tag. Stefan Döhn, Sprecher Bundespolizei Trier: Guten Tag. Dieterle: Herr Döhn, laut Bundesinnenministerium sind die Grenzkontrollen ein wichtiges Instrument im Kampf gegen illegale Migration. Sehen Sie das auch so? Döhn: Ja, die Grenzkontrollen wurden eingeführt im September 24, wurden jetzt nochmals verlängert bis September 26. Das ist ein gutes Instrument zur Eindämmung der unerlaubten Migration. Die Zahlen geben uns recht. Wir sind hier an der luxemburgischen Grenze, wo die Bundespolizei unter anderem zuständig ist. Wir hatten in diesem Zeitraum knapp 1.900 unerlaubte Einreisen, wovon 1.300 Personen zurückgewiesen wurden nach Luxemburg. Und wir hatten über 230 Haftbefehle. Von daher kann man schon von einem Erfolg oder von dem Erreichen der polizeilichen Ziele sprechen. Dieterle: Sie und Ihre Kollegen sind Tag für Tag an den Grenzen im Einsatz, das bindet viele Kräfte. Schon jetzt haben sich bei der Bundespolizei die Überstunden auf fast 3 Millionen angehäuft. Sind die Grenzkontrollen auf lange Sicht leistbar? Döhn: Aber wir führen die jetzt schon so lange durch. Es ist natürlich sehr personal- und zeitintensiv, aber jeder gibt sein Bestes. Es wird auch wieder eine Zeit kommen, wo man vielleicht die eine oder andere Überstunde aber abbauen oder abarbeiten kann. Aber zurzeit wird man halt dort gebraucht, wo es brennt. Das ist an der Grenze und auch an der Bahn und dafür sind die Kolleginnen und Kollegen da. Dieterle: Wir haben gerade im Beitrag das Stichwort „smarte Grenzkontrollen“ gehört. Wäre das hier an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Luxemburg praktisch überhaupt umsetzbar, Berufspendler und andere Einreisende zu trennen? Döhn: Also […]

  • Nachrichten vom 25.02.2026

    Nachrichten vom 25.02.2026

    Tarifverhandlungen für Nahverkehr gehen weiter — Gutachter kritisieren Volkszählung — Fresenius steigert Umsatz und Gewinn Anmoderation: Zwei Männer sind am frühen Morgen bei Arbeiten für den Windpark Fischborn im Main-Kinzig-Kreis ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, sei ein Arbeitskorb, der sich im oberen Bereich des Turms befand, aus noch unbekannten Gründen abgestürzt. Die beiden 32 Jahre alten Männer waren offenbar sofort tot. Ein Gutachter soll nun den genauen Hergang ermitteln. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten an diesem Mittwoch. Tarifverhandlungen für Nahverkehr gehen weiter Einen Tag nach den Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer hessischer Städte haben heute die Gewerkschaft ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband Hessen ihre Tarifverhandlungen in Frankfurt fortgesetzt. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, wie etwa höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgebervertreter verweisen auf die schwierige finanzielle Situation der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Für Freitag und Samstag hat ver.di erneut zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. In Hessen sind vor allem Frankfurt, Kassel und Wiesbaden betroffen. Ein Abschluss der Verhandlungen für das Land wird für den 16. März angestrebt. Gutachter kritisieren Volkszählung Im Streit über die Einwohnerzahlen der hessischen Kommunen hat ein Gutachten im Auftrag von rund 280 Städten und Gemeinden erhebliche Mängel bei der Durchführung und Transparenz des Zensus 2022 festgestellt. Das hat die Stadt Hanau mitgeteilt. Sie sieht sich in ihrer Klage gegen die Ergebnisse des Zensus bestätigt. Das Statistische Landesamt hat im Rahmen der Volkszählung für Hanau eine deutlich geringere Einwohnerzahl festgestellt als das Melderegister ausweist. Die Stadt befürchtet deshalb einen jährlichen Verlust von knapp 10 Millionen Euro. Wieviel Geld die Kommunen von Land bekommen, hängt auch von der Einwohnerzahl ab. Auch viele weitere Kommunen haben aus den gleichen Gründen Klagen eingereicht. Fresenius steigert Umsatz und Gewinn Der Bad Homburger Krankenhaus- und Arzneimittelkonzern Fresenius hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Dank guter Geschäfte bei […]

  • Bundesweit erste Pflegestation für Häftlinge in Wittlich

    Bundesweit erste Pflegestation für Häftlinge in Wittlich

    Menschen, die pflegebedürftig sind, brauchen nicht selten einen Rollator oder einen Rollstuhl. Betrifft das aber Gefägnisinsassen, können sie ihre Haftstrafe meist nicht mehr absitzen, denn ein gewöhnlicher Haftraum ist nicht behindertengerecht. Bislang muss dann die Haftunterbringung unterbrochen werden, verurteilte Straftäter kommen so auf freien Fuß. Um solche Fälle zu vermeiden, gibt es in der Justizvollzugsanstalt Wittlich nun eine eigene Pflegeabteilung für Häftlinge – die bislang einzige in ganz Deutschland. Mit dem Rollstuhl vom Bad rüber ans Bett. In einer normalen Zelle ist das nicht möglich. Die ist nur 10 Quadratmeter groß, die Toilette ist nicht behindertengerecht, es gibt nur ein Waschbecken. Geduscht wird in der Gemeinschaftsdusche. Das Gefängnis ist rechtlich dazu verpflichtet, Häftlinge menschenwürdig unterzubringen. Bei Pflegebedürftigen ist das in einer normalen Zelle nicht gegeben. Bevor es die neuen, größeren Hafträume gab, mussten immer wieder Gefangene frühzeitig entlassen werden. Jörn Patzak, Leiter JVA Wittlich „Wir nehmen damit die Möglichkeit, die Gefängnisfreikarte zu ziehen oder ‚ich komm gar nicht ins Gefängnis rein‘-Karte, weil auch Gefangene oftmals sich zurückziehen, dann ärztliche Gutachten vorlegen, dass sie gar nicht ordentlich untergebracht werden können und da sind die Staatsanwaltschaften froh, dass es dann einen Platz gibt, diesen Menschen die Haftvollstreckung und die Vollstreckung der Freiheitsstrafe zu ermöglichen.“ Die Pflegeabteilung in der JVA Wittlich ist seit Anfang des Jahres in Betrieb. Eine behindertengerechte Toilette, eine Dusche, und ein Notrufknopf am Bett. Die Räume gab es bereits zufällig, ungenutzt. Schwieriger war es hingegen, Pflegepersonal zu finden. H. Schneider, Stationsleitung „Man sollte nie vergessen, wo man arbeitet. Aber natürlich wissen wir, was die Delikte sind. Das ist aber irgendwo auch ein Vorteil, wir wissen es. Und draußen weiß man nie, wer vor einem steht.// Aggressivität hat man hier natürlich schon ein bisschen öfter als im Allgemeinen draußen, aber da haben wir ja auch immer einen Beamten vom Vollzugsdienst […]

  • DFB-Frauen bereiten sich in Frankfurt auf WM-Qualifikation vor

    DFB-Frauen bereiten sich in Frankfurt auf WM-Qualifikation vor

    Auf dem DFB-Campus nach Frankfurt trainiert seit gestern die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, um sich auf die anstehenden Qualifikations-Spiele für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr vorzubereiten. Die gute Nachricht: Der Kader ist nahezu in Bestbesetzung – so gut wie alle Leistungsträgerinnen sind mit an Bord. Ann-Katrin Berger. Torhüterin und sicherer Rückhalt der Mannschaft. Giulia Gwinn. Kapitänin, die vorangeht und Verantwortung übernimmt. Und Klara Bühl. Die offensive Kreativspielerin im Team. Bundestrainer Christian Wück hat all seine Schlüsselspielerinnen zur Verfügung und schenkt dem Kader das Vertrauen, der jetzt schon längere Zeit mit Leistung überzeugt. Christian Wück, Bundestrainer Frauenfußball-Nationalmannschaft „Ich denke, es ist ein Punkt, den wir den Spielerinnen auch geben wollen. Dass wir dieses Vertrauen weitergeben wollen. Wir haben glaube ich eine ganz ganz gute Grundlage gefunden im letzten Jahr. Und anhand dieser Kadersituation wollen wir jetzt weitergehen.“ So, wie der DFB auch den Weg mit Christian Wück weitergehen will. Ende Januar: Seine Vertragsverlängerung bis 2029. Christian Wück, Bundestrainer Frauenfußball-Nationalmannschaft „Wir wollen das festigen, was wir angefangen haben. Wir wollen die nächsten Schritte gehen. Wir wollen diese Gap, die wir noch haben, zu Spanien oder anderen Top-Nationen weiterhin schließen.“ Um im Sommer 2027 für Großes bereit zu sein. Denn dann heißt es: Weltmeisterschaft in Brasilien. Die erfolgreiche Qualifikation, auch für die Ex-Nationalspielerin und aktuelle Co-Trainerin, Saskia Bartusiak, der klare Anspruch für das DFB-Team. Saskia Bartusiak, Co-Trainerin Frauenfußball-Nationalmannschaft „Unser Ziel ist es natürlich, uns über die Qualifikationsspiele, die wir bis zum Juni haben, uns für die WM in Brasilien zu qualifizieren. Das ist unser ganz ganz großes Ziel. Das haben wir vor Augen. Und da müssen wir natürlich Schritt für Schritt von Spiel zu Spiel denken. Aber natürlich wissen wir, wo wir hinwollen. Und das ist ganz klar, dann in Brasilien mit dabei zu sein.“ Der Austragungsort, für die DFB-Frauen ein gutes Omen. Denn in […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Nach einem nebligen Morgen wird es wieder sonnig. In der Nacht klart es zunächst auf, später bildet sich dann besonders an den Flüssen wieder neuer Nebel. In den höheren Lagen bleibt es auch mal klar oder leicht bewölkt. Die Tiefstwerte liegen zwischen 7 Grad in der Eifel sowie bei Koblenz und 2 Grad an der Fulda. Morgen starten wir häufig hochnebelartig bedeckt oder neblig-trüb, ab den Mittagsstunden wird es aber immer sonniger. Im Norden streifen uns allerdings auch mal dichtere Wolken. Die Temperatur steigt bei teils böigem Südwestwind auf 15 Grad in der Eifel sowie in Nordhessen und auf 19 Grad bei Ludwigshafen. Am Freitag löst sich der Frühnebel meist rasch auf und die Sonne setzt sich verbreitet durch, bevor im Nordwesten neue Regenwolken aufziehen. Dieser Regen breitet sich am Samstag ostwärts aus, dahinter wird es dann am Sonntag wieder kühler, aber auch freundlicher.

  • Urteil im Prozess um einbetonierte Frauenleiche in Bad Neuenahr-Ahrweiler

    Urteil im Prozess um einbetonierte Frauenleiche in Bad Neuenahr-Ahrweiler

    Im Sommer des vergangenen Jahres wird in Bad Neuenahr-Ahrweiler die einbetonierte Leiche einer jungen Mutter gefunden. Schnell gerät der getrennt lebende Ehemann der Toten in den Verdacht der Ermittler, der sich bei polizeilichen Befragungen in Widersprüche verstrickt. Schließlich gesteht er die Tat. Vor dem Koblenzer Landgericht ist heute das Urteil im Mordprozess gefallen. Der Saal im Koblenzer Landgericht ist bis auf den letzten Platz gefüllt, das Interesse an der Urteilsverkündung ist groß. Am Ende heißt es lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der heute 32-jährige Matthias K. den Mord an seiner Ex-Frau Anna akribisch geplant haben soll. Staatsanwalt Isak, Staatsanwaltschaft Koblenz „Hiernach hat der Angeklagte seine getrennt von ihm lebende Ehefrau zunächst in einen Hinterhalt in den Hausflur des von ihm bewohnten Einfamilienhauses gelockt und dann dort wie zuvor geplant mit Messerstichen getötet und die Leiche anschließend in einer bereits vorbereiteten Grube im Anbau seiner Garage zu verbergen, indem er sie einbetoniert.“ Die Kammer entscheidet auf Mord aus Heimtücke. Die anderen vorgeworfenen Mordmotive der Anklage, Habgier und niedrige Beweggründe, sind laut Gericht nicht gegeben. Dass sich im Scheidungsjahr befindliche Paar, habe sich weniger  um Geld, sondern mehr um das Sorgerecht des gemeinsamen Sohnes gestritten. Die von der Staatswanwaltschaft  geforderte besondere Schwere der Schuld, sieht das Gericht nicht.  Ein herber Schlag für die Angehörigen. Heiner Osterhues, Anwalt der Nebenklage „Hintergrund ist auch, dass ein starkes Opfer in diesem Fall auch das Kind ist. Und, das damit sichergestellt gewesen wäre, dass das Kind auf jeden Fall über einen längeren Zeitraum vor dem Täter geschützt wäre. Wer die Intention aufbringt die Mutter eines Kindes zu ermorden, der wird auch hinterher häufig in diesem Wahn eines Familienlebens versuchen wieder an das Kind heranzukommen.“ Matthias K. wirkt bei der Verkündung des Urteils ruhig und gefasst. Marion Faust, Verteidigerin […]

  • 4 Jahre Krieg in der Ukraine - Mainz schickt Hilfslieferungen

    4 Jahre Krieg in der Ukraine – Mainz schickt Hilfslieferungen

    Heute vor vier Jahren rollten sie an – die russischen Panzer in der Ukraine. Seit dem 24. Februar 2022 leben auch wir durch Putins Angriff in einem veränderten Europa, die russischen Aggressionen reichen durch hybride Kriegsführung auch bis nach Hessen und Rheinland-Pfalz. Doch von hier kommt im Gegenzug auch Unterstützung für die Kriegs-Opfer, durch engagierte Menschen, wie vom Ukrainischen Verein aus Mainz. Vergangenen Donnerstagabend in Mainz. Kisten packen fürs Kriegsgebiet. Der Inhalt: Wärmedecken, Stromgeräte und Medikamente. Maryana Boyko-Kempski, Ukrainischer Verein Mainz „Wir haben für diese Aktion viele Powerbanks eingekauft. Hier sind auch die Akkugeräte, also das ist die große Batterie, die speichert praktisch Strom, dann können die das weitergeben. Wir haben auch die Medikamente mitgepackt. Also die Kälte macht auch die Leute krank. Das heißt, viele Sachen sind Sachen dafür, dass es den Leuten warm wird und auch das Licht wird.“ „Wärme und Licht“ – das Motto dieser Lieferung. Mehrere Dutzend haben die Ehrenamtlichen vom Ukrainischen Verein Mainz schon in ihre Heimat geschickt. Finanziert durch Spenden. Maryana Boyko-Kempski, Ukrainischer Verein Mainz „Wir haben diesen Spendenaufruf gemacht, das war Ende Januar und bis heute sind schon fast 40.000 € angekommen.“ Zehntausend Euro allein der Wert dieses Stromgenerators, bestimmt für eine Klinik. Das Ziel des Fahrers: Lwiw, im Westen der Ukraine. Von da aus gehen die Hilfsmittel weiter in den Osten. Fast 30 Mal ist Piotr die Strecke schon gefahren, selbstverständlich sei es gefährlich sagt er. Die Menschen vor Ort würden sich nicht nur über die Sachspenden freuen. Piotr, ehrenamtlicher Fahrer „Sie freuen sich auch über kleine Sachen, allein schon wenn sie jemand besucht, mit ihnen spricht und sie spüren, dass jemand an sie denkt.“ Maryana, seit über zwanzig Jahren in Deutschland ist überzeugt, dass der Krieg eines Tages enden und die Ukraine ein unabhängiges Land sein wird. Die Frage sei nur […]

  • 4 Jahre Ukraine-Krieg - Im Gespräch mit Günter Jertz,  Honorarkonsul der Ukraine in Rheinland-Pfalz

    4 Jahre Ukraine-Krieg – Im Gespräch mit Günter Jertz, Honorarkonsul der Ukraine in Rheinland-Pfalz

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die augenblickliche Situation vor Ort und die Unterstützung aus Rheinland-Pfalz. Eva Dieterle, Moderatorin: Vier Jahre russischer Angriffskrieg in der Ukraine. Darüber sprechen wir jetzt mit dem Honorarkonsul der Ukraine in Rheinland-Pfalz. Guten Tag, Günter Jertz. Günter Jertz, Honorarkonsul der Ukraine in Rheinland-Pfalz: Guten Abend. Dieterle Sie stehen im ständigen Kontakt mit Menschen in der Ukraine. Wie schildern die ihre Situation vor Ort? Jertz: Die Situation ist natürlich momentan extrem zugespitzt aufgrund der Witterungslage des Winters. Wir haben alle die Bilder gesehen. Der Kältezelte sehen die Notwendigkeit, auch mit Notstromaggregaten den Menschen zu helfen, damit sie etwas Wärme. Ein paar Stunden am Tag und in der Nacht haben. Also sehr, sehr zugespitzt Ruhe, Leidensfähigkeit der Bevölkerung. Und wir sind alle natürlich entsetzt, dass in dieser Zeit auch immer noch tausende Drohnen fliegen. Also der Krieg an sich ja nicht in irgendeiner Form abgenommen hat. Dieterle: Unterstützung für die Ukraine kommt auch aus Rheinland-Pfalz. Wie sieht diese Hilfe konkret aus? Jertz: Ich habe gerade mit dem Ukraine-Verein gesprochen. Es ist natürlich so, dass diese Aggregate geliefert werden, damit Wärme gesichert werden kann. Ganz großes Thema für die Bevölkerung momentan. Wir müssen aber auch daran denken, dass wir den Krankenhäusern helfen müssen. Wir müssen auch den Kindergärten helfen, die auch skandalöser Weise angegriffen wurden. Dieterle: Sie waren lange Jahre Geschäftsführer der IHK für Rheinhessen, die bundesweit für Unternehmen Hauptansprechpartner bei Fragen zum Handel mit der Ukraine ist. Sprechen Sie jetzt schon mit rheinland-pfälzischen Unternehmen, wie sie bei einem Wiederaufbau in der Ukraine unterstützen können? Jertz: Es gab in dieser IG bereits eine Konferenz dazu. Es gibt sehr großes Interesse der rheinland-pfälzischen Firmen, der Ukraine zu helfen, zu helfen, in Sachen Infrastruktur zu helfen, in Sachen IT zu helfen, in Sachen Wohnungsaufbau. Das sind alles Projekte, die sich […]

  • 140 Millionen Euro für sechs Autobahn-Projekte in Rheinland-Pfalz

    140 Millionen Euro für sechs Autobahn-Projekte in Rheinland-Pfalz

    Das 500 Milliarden Euro Sondervermögen, das über Schulden finanziert wird, wurde vom Bund vor knapp einem Jahr verabschiedet. Jetzt kommt das Geld langsam aber sicher an den Stellen an, wofür es gedacht war. Zum Beispiel bei der Autobahn GmbH. Sie stellt jetzt ihre Bau-Projekte für dieses Jahr vor – und da wird eines klar: Das Geld fließt – statt in neue Straßen – erst mal überwiegend in alte Brücken. Ein neues Projekt der Autobahn GmbH in diesem Jahr: Die Instandsetzung der Mainbrücke hier bei Hochheim. Die mittlerweile teils zerfressene Stahlkonstruktion ist marode. Die Folge: Bauarbeiten und eine Vollsperrung. Ab dem 20. März fährt bis Ende April hier auf der A671 gar nichts mehr. Alexander Pilz, Autobahn GmbH Leiter Außenstelle Darmstadt „Der Grund, warum wir die ganze Brücke sperren müssen ist, dass die dort zu erneuernde sogenannte Übergangskonstruktion – das ist eine Stahlkonstruktion – der Stahl ist einfach so marode, dass diese Konstruktion die Funktion nicht mehr wahrnehmen kann. Die Brücke ist an einem Stück und deswegen können wir das nicht unterteilen und müssen deswegen die ganze Breite sperren.“ So wie dieser Brücke über den Main geht es vielen Brücken in Hessen und Rheinland-Pfalz. Viele wurden um die 1960er Jahre gebaut und wurden damals noch mit geringeren Verkehrslasten geplant. Jetzt sind sie sanierungsbedürftig. Alexander Pilz, Autobahn GmbH Leiter Außenstelle Darmstadt „Also wir reden von einer ganzen Menge von Brücken. Als bundesweit haben wir uns vorgenommen in einem Zeitraum von ungefähr zehn Jahren 4.000 Brücken zu erneuern. Das ist schon eine ganz große Menge, wenn man überlegt, dass manche Brückenbauwerke tatsächlich auch ein Volumen haben von mehreren Millionen. Also da ist schon sehr viel dahinter. Bestimmt Zweidrittel vielleicht sogar mehr der Gelder, die zur Verfügung stehen gehen in die Brücken.“ Die Autobahn GmbH investiert in diesem Jahr rund 240 Millionen Euro in […]

  • Nachrichten vom 24.02.2026

    Nachrichten vom 24.02.2026

    Weitere Warnstreiks im Nahverkehr — Bopparder Krankenhaus kann erhalten bleiben — Bischofskonferenz hat neuen Vorsitzenden Anmoderation: Fast 32 Jahre nach dem Mord an einer US-amerikanischen Touristin in Koblenz hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der mittlerweile 81 Jahre alte Deutsche ist gestern in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz festgenommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz heute mit. Der Mann steht unter dem dringenden Verdacht, die damals 24-Jährige missbraucht und getötet zu haben. Weitere Informationen zu diesem Cold Case, der jetzt aufgeklärt werden könnte, gibt es morgen auf einer Pressekonferenz. Wir werden berichten. Und damit jetzt zu weiteren Meldungen des Tages. Weitere Warnstreiks im Nahverkehr Im Tarifstreit der kommunalen Verkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft ver.di für Freitag und Samstag erneut zu Arbeitsniederlegungen in Hessen und Rheinland-Pfalz aufgerufen. Davon betroffen sind in Rheinland-Pfalz unter anderem Mainz, Trier und Kaiserslautern. In Hessen wird es vor allem wieder Frankfurt, Wiesbaden und Kassel treffen. In den drei Städten gibt es bereits wegen des heutigen Warnstreiks erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr. In Frankfurt stehen zum Beispiel die U- und Straßenbahnen still, in Wiesbaden fallen die meisten Buslinien aus. Die Gewerkschaft fordert in erster Linie bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Krankenhaus kann erhalten bleiben Die Stadt Boppard will das finanziell angeschlagene örtliche Krankenhaus in den kommenden beiden Jahren mit bis zu zwei Millionen Euro unterstützen. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Das Krankenhaus Heilig Geist gehört zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Dessen Gesellschafterversammlung hatte bereits entschieden, den Standort Boppard wegen seiner Verluste zu schließen, wenn bis Anfang März keine Lösung vorliegt. Der Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz müssen der Millionenhilfe noch zustimmen. Bischofskonferenz hat neuen Vorsitzenden Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat heute in Würzburg den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Georg Bätzing an. Der Limburger Bischof hatte Mitte Januar […]

  • Nach jahrelangem Hin und Her - Granitabbau in Heppenheim nun genehmigt

    Nach jahrelangem Hin und Her – Granitabbau in Heppenheim nun genehmigt

    Zahnpastatuben, Kochplatten und Straßenbelag – sie alle haben eines gemeinsam: In allen ist Granit enthalten. Der Bedarf an diesem Rohstoff wird immer größer. Gleichzeitig wird regional aber immer weniger davon abgebaut. Viele Betriebe klagen über bürokratische Hürden und strenge Umweltauflagen. Im hessischen Heppenheim musste ein Betrieb ganze elf Jahre auf die Genehmigung warten, seinen Steinbruch erweitern zu dürfen. 140 Meter hohe Steilwände ragen in Heppenheim in die Höhe. Riesige Kipplaster transportieren zuvor aus der Erde gesprengtes und anschließend zerkleinertes Gestein. Seit über 60 Jahren wird hier Granit abgebaut. Doch: so langsam ist der Steinbruch erschöpft. Bereits 2014 stößt Geschäftsführer Marco Röhrig deshalb ein Genehmigungsverfahren an, um seinen Steinbruch zu erweitern. Das Verfahren zieht sich über 11 Jahre. Währenddessen wächst der Druck auf das Unternehmen. Marco Röhrig, Geschäftsführer Röhrig Granitabbau „Nur noch ein paar Jahre hätten wir davon leben können und dann hätte man den Betrieb tatsächlich runterfahren müssen. Also das kann man tatsächlich keinem wünschen, was das mit einem macht. Das ist natürlich eine enorme psychische Belastung, wenn man mit dem Rücken an der Wand steht, nicht vernünftig planen kann und es um die Existenz deines Unternehmens geht.“ Ein Grund, warum die Genehmigung so lange dauert: Das Abbaugebiet ist umgeben von Wald. Ein Teil soll für die Erweiterung gerodet werden. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald klagt dagegen. Wolfram Grüneklee, Vorstandsmitglied Schutzgemeinschaft Deutscher Wald „Wir sehen es so, dass wenn noch weiter ausgebaut wird, der gesamte Wald hier oben gefährdet wird. Dieser Wald, den wir hier auf dem Hang haben, dem vorderen Odenwald, dem kommt eine immense Bedeutung für die Kaltluftzufuhr für die Ebene zu. Wenn wir diesen Wald hier verlieren, dann hat das natürlich erhebliche Auswirkungen.“ Außergerichtlich einigt man sich  schließlich auf einen Kompromiss: Von der ursprünglich geplanten Erweiterung um  6,2 Hektar wird nun  ein kleiner aber wichtiger Teil des Waldes […]

  • Uecker-Ausstellung "Verletzlichkeit der Welt" in Remagen

    Uecker-Ausstellung „Verletzlichkeit der Welt“ in Remagen

    Ein Nagel als Kunst – damit hat Günther Uecker Kunst-Geschichte geschrieben. Der international bedeutende Künstler der Nachkriegs-Zeit ist Mitte vergangenen Jahres gestorben. Im Arp Museum in Remagen läuft nun die letzte Ausstellung, an der Uecker selbst noch mitgewirkt hat. Ob lang oder kurz, dick oder dünn – Nägel bestimmen Günther Ueckers Kunst. Er schlägt sie nicht nur in Leinwände, sondern auch in Alltagsgegenstände. Was für andere Künstler der Pinsel ist, sind für Uecker die Nägel. Jacob Uecker, Sohn von Günther Uecker „In den frühen Arbeiten ging es darum diese zweidimensionale Bildoberfläche eher aufzubrechen, dass die Arbeit in den Raum übergeht, in dem der Betrachter ist. Das es einen Austausch gibt zwischen dem Betrachter und dem Werk. Später dann fungierte der Nagel, als etwas, was die Bildfläche ausbricht, auf eine verletzende Art dann auch. Und die Bildfläche als Körperfläche auch betrachtet.“ Jacob Uecker ist einer der Söhne von Günther Uecker, er hat die Ausstellung mit konzipiert. Neben den Nägeln spielt Bewegung eine zentrale Rolle in Ueckers Werken  –Maschinen lassen seine Kunstwerke per Knopfdruck lebendig werden. So wie die tanzende Nadel für Pina Bausch, eine berühmte  Tänzerin und Choreographin  .  Der Nähmaschinentisch stammt von der Schneiderin, die ihre Kostüme  damals angefertigt hat.  2019 entstanden, feiert das Werk jetzt Weltpremiere. Julia Wallner, Museumsdirektorin „Die Ausstellung ist tatsächlich die letzte an der Günther Uecker noch selber mitgewirkt hat und zugleich die erste nach seinem Tod. Für uns schließt sich damit in gewisser Weise auch ein Kreis, weil Günther Uecker wirklich von Beginn auch dem Künstlerbahnhof Rolandseck verbunden war. Also wirklich schon seit den 1960er Jahren auch mit Werken vertreten, die hier diese Zeit Rückspiegeln und damit ist es wirklich für uns auch ein ganz großes Herzensanliegen gewesen.“ 1964, lange bevor der Bahnhof ein Museum wurde, nagelte sich Günther Uecker über die Treppe bis in […]

  • Bonobo-Äffchen im Frankfurter Zoo geboren

    Bonobo-Äffchen im Frankfurter Zoo geboren

    Im Frankfurter Zoo ist im Dezember ein kleiner Bonobo auf die Welt gekommen. Eine große Freude, denn die kleinste Art der Menschenaffen ist stark gefährdet. Trinken, schlafen und ganz viel kuscheln. Während die anderen Jungtiere im Gehege herumtollen, bleibt der kleine Faro ganz eng bei Mama Mixi. Bis er ein Jahr alt ist, wird er den Bauch seiner Mama nicht verlassen. Lena Kämmerer, Tierpflegerin Zoo Frankfurt „Das heißt da ist 24 Stunden Körperkontakt und das braucht, also allein durch die Wärme, aber tatsächlich auch für das Geborgenheitsgefühl. Die Fellpflege ist auch ein ganz wichtiger Teil für die Bindung. Also die Mutter ist sehr viel damit beschäftigt das Fell zu pflegen, kleine Schuppen vielleicht zu entfernen oder Pickel auszudrücken. Das trägt ein ganz ganz großen Teil zur Bindung bei.“ Faro ist schon das vierte Baby von Mixi  und die erfahrene Mama kümmert sich bestens.  Bonobos sind sehr sozial. In der Natur kommen sie in Gruppen von bis zu 100 Tieren vor, die sich immer mal wieder in kleinere Einzelgruppen auftrennen, beispielsweise zur Nahrungssuche, und dann wieder zusammenkommen. Lena Kämmerer, Tierpflegerin Zoo Frankfurt „Das versuchen wir hier auch so gut es geht zu simulieren. Wir haben zwei getrennte Gruppen, insgesamt 17 Bonobos, nein 18 Bonobos jetzt mit Faro. Und wir versuchen immer mal wieder Individuen auszutauschen innerhalb der Gruppen, einfach um die Sozialstruktur zu stärken. Natürlich versteht sich nicht jeder mit jedem, das ist ganz normal, das ist ja bei uns Menschen genauso.“ Toben, schlafen, kuscheln, spielen. Es gibt viel zu sehen bei den Bonobos. Und das ein oder andere Verhalten ist manchmal gar nicht so fremd. Ella (7) „Wie meine Schwester. Die Affen sind so süß, aber auch irgendwie lustig.“ Johanna (9) „Irgendwie wie sie sich verhalten, sie sind ja sehr menschlich, aber dann irgendwie verhalten sie sich ganz anders. Ich […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Der Frühling schickt erste Grüße. Heute Nacht lockern die Wolken etwas auf. Aber dann bilden sich verbreitet Nebel und Hochnebel. Die Temperaturen sinken auf 7 bis 6, in Nordhessen auf bis 3 Grad. Morgen starten wir verbreitet trüb und neblig. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet kann er sich länger halten. Sonst setzt sich am Nachmittag fast überall die Sonne durch. Es wird frühlingshaft mild mit Temperaturen zwischen 14 und 16, an der Mosel sogar bis 17 Grad. Auch der Donnerstag wird noch einmal recht schön und bis 19 Grad warm. Am Freitag erreichen uns dann von Nordwesten wieder Regenwolken, der Samstag somit erst mal nass und etwas kühler.