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  • Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Seit gestern Nacht läuft der Busfahrer-Streik im privaten Bus-Gewerbe – mit einer enormen Beteiligung. Heute haben sich die Busfahrer gemeinsam mit den ebenfalls streikenden Erziehern zu einer Kundgebung in Mainz getroffen. Sie fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.   Die Busfahrer blasen zum Streik. Lautstark und mit ordentlich Wut im Bauch machen sich heute Morgen etwa 1000 Busfahrer auf den Weg durch Mainz. Unterstützt werden sie von etwa 500 Erzieherinnen und Erziehern. Obwohl man sich auf einen Manteltarifvertrag geeinigt hat, fehlt die Unterschrift des Arbeitgeberverbandes. Marko Bärschneider, Verhandlungsführer Ver.di: „Die Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer, dass dieser Tarifvertrag immernoch nicht in Kraft gesetzt wurde durch die Unterschrift und sie werden solange immer wieder Streikmaßnahmen aufrufen, bis entsprechend der Tarifvertrag auch unterschrieben ist und gilt.“ Der Arbeitgeberverband weigert sich aktuell den ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben. Der Grund: Man könne sich mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Mobilität noch nicht einigen zu welchen Teilen der Lohnanstieg vom Land bezahlt wird. Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V.: „Den Manteltarifvertrag werden und können wir erst unterschreiben, wenn wir verbindlich wissen, welche Änderungen hieraus in welcher Höhe auf welcher Grundlage refinanziert werden.“ Der Arbeitgeberverband sieht den Ball nun bei der Politik liegen. Beim Ministerium für Mobilität zeigt man sich verständnisvoll. Man könne den Unmut der Busfahrer verstehen und arbeite an einer Lösung. Michael Hauer (Bündnis 90 / Die Grünen), Staatssekretär Ministerium für Mobilität: „An dieser Stelle ist es uns auch noch einmal wichtig zu zeigen, das ist nicht alleine Aufgabe der Kommunen und des Landes. Da muss der Bund auch seinen Beitrag zu leisten. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass Regionalisierungsmittel entsprechend schon dieses Jahr fließen sollen, dass die angehoben werden sollen um auch Leistungsausweitungen zu ermöglichen. Das ist nach aktuellem Stand noch nicht passiert.“ Während die Politik den Ball von den Kommunen […]

  • Gewinneinbruch bei der BASF

    Gewinneinbruch bei der BASF

    Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind die Energie-Preise nahezu explodiert. Das trifft nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Firmen im Land, die viel Energie brauchen. Wie zum Beispiel den größten Chemiekonzern der Welt – die BASF mit Sitz in Ludwigshafen. Bei der heutigen virtuellen Hauptversammlung ging es deshalb weniger um die zuletzt auch in der Krise guten Geschäftszahlen, sondern eher um die Frage: Wie sehr beeinträchtigt der Krieg das Geschäft des Chemiekonzerns? Noch läuft bei der BASF alles relativ normal, doch wie lange noch? Vorstands-Chef Martin Brudermüller warnt heute vor den Folgen eines russischen Erdgas-Embargos. Zwar wolle sein Konzern die Abhängigkeit von russischem Gas verringern, allerdings: Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender BASF: „Das alles geht nicht auf Knopfdruck. Wenn über Nacht die Erdgaslieferungen aus Russland wegfallen, würde das zu einer irreversiblen Schädigung der Volkswirtschaft führen. Im Extremfall müssten wir die Produktion in Ludwigshafen einstellen.“ Der Konzern beziehe sein Gas zwar nicht direkt aus Russland, dafür aber einige Lieferanten. Bis spätestens Anfang Juli plant die BASF, ihre Geschäfte in Russland und Belarus einzustellen – außer der Nahrungsmittelproduktion. Wegen des Kriegs rechnet man in Ludwigshafen 2022 mit einem Umsatzrückgang. Im ersten Quartal war der Gewinn rund 30 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.. Ein Grund: das vorläufige Ende von Nordstream 2. Die BASF-Tochter Wintershall DEA hatte die Gaspipeline mitfinanziert. In der gesamten Chemiebranche herrsche derzeit eine große Unsicherheit, so Brudermüller. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender BASF: „Es ist nicht auszuschließen, dass die sehr hohen Energie- und Rohstoffpreise vor allem in Europa das Wachstum der Weltwirtschaft, der Industrie und der Produktion belasten. Es ist auch offen, wie sich die Pandemie und die Wirtschaft in China weiterentwickeln werden.“ Immerhin: Trotz eines stark gesunkenen Aktienkurses bleibt die Dividende bei BASF hoch, Aktionäre erhalten 3 Euro 40 je Aktie, 10 Cent mehr als im Vorjahr. […]

  • Kabinettssitzung bei Eumetsat

    Kabinettssitzung bei Eumetsat

    Wer auf dem Smartphone nach dem Wetterbericht schaut oder – zum Beispiel in unserer Sendung – die Wettervorhersage sieht, der sieht letztlich Daten, die aus Darmstadt kommen. Dort sitzt Eumetsat, die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten. Dass Hessen ein Zentrum der Weltraum-Forschung ist, will die Landesregierung sichtbarer machen – mit der hessischen Raumfahrt-Strategie, die heute in Darmstadt vorgestellt wurde. Zehn Satelliten werden zur Zeit aus der Eumetsat-Zentrale in Darmstadt kontrolliert und gesteuert. Sie liefern ganz Europa die Daten für ihre Wettervorhersagen und zur Erforschung des Klimas. Dass Hessen ein Raumfahrt-Land ist, auch wenn nie Raketen von hier aus ins Orbit starten, müsse bekannter werden, sagt die Landesregierung. Sie will Hessen als Raumfahrtstandort international positionieren. Volker Bouffier (CDU), hessischer Ministerpräsident: „Wir haben viele Industrien, die dort bereits tätig sind. Jede Investition dort bringt das Sechsfache wieder zurück. Das schafft Arbeitsplätze und vor allen Dingen stärkt es den Standort. Und deshalb ist das eine Maßnahme, die Zukunft garantiert für uns und zwar eine gute.“ Die Wettersatelliten liefern viel mehr als die Prognose, ob es morgen regnet. Die Folgen des Klimawandels lassen sich nur mit Daten aus dem Weltraum richtig erforschen und vorhersagen. Raumfahrt lohnt sich also und deshalb steht das Land in Konkurrenz zu anderen Standorten. Daher will Hessen Innovation und Kompetenzen fördern. Eine Aufgabe für den Raumfahrtkoordinator des Landes. Johann-Dietrich Wörner, hessischer Raumfahrtkoordinator: „Ganz wichtig ist in Hessen ist erstmal eine Sichtbarkeit der vielen initiativen in Hessen in Firmen, Forschungseinrichtungen, in Hochschulen, was überhaupt schon läuft in der Raumfahrt. Und die zusammenzubringen, damit die sich gegenseitig befruchten können und zusammenarbeiten können. Und dann ist für mich noch ganz wichtig auch den Nicht-Raumfahrt-Bereich aktivieren, denn wir wissen, dass Technologien aus der Raumfahrt im Nicht-Raumfahrt-Bereich ihren Wert haben können.“ Dem hessischen Kabinett ist die Raumfahrtstrategie heute sogar eine Ssitzung in der […]

  • Neue Herausforderung: Integration ukrainischer Schüler in rheinland-pfälzischen Schulen

    Neue Herausforderung: Integration ukrainischer Schüler in rheinland-pfälzischen Schulen

    Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind schon hunderttausende Kriegsflüchtlinge nach Deutschland gekommen. Vor allem Frauen und Kinder. Mittlerweile dürfen letztere auch zur Schule gehen. In Rheinland-Pfalz sind bereits 5.500 Schüler aus der Ukraine aufgenommen worden. Doch der Neustart ist schwierig. Um ihre Integration zu erleichtern, hat sich eine Schule aus Mainz ein ganz besonderes Konzept überlegt. Gerade mal zwei Monate ist es her, dass Hermann und Oleg nach Deutschland gekommen sind. Hermann kommt eigentlich aus Kiew. Als der Krieg begonnen hat, ist er zusammen mit seinem Bruder und seiner Mutter im Auto geflohen. Er hatte nur ein paar Minuten um seine Sachen zu packen. Jetzt besucht er das Mainzer Schlossgymnasium. Hier hat die Schule das sogenannte Schlosspatenprojekt organisiert. Hermann, Schüler aus Kiew: „Wir haben tolle Lehrer und ein super Programm. Wir haben Partner bekommen, also Paten, die uns helfen können Kontakte zu knüpfen. Und wir können mit denen alles unternehmen was wir wollen, weil sie wie Freunde sind. Wir können in den Park gehen, Basketball spielen, was auch immer. Es ist echt toll.“ Schon bei der letzten Flüchtlingswelle 2015 gab es an der Schule ein Paten Programm. Jetzt hat die Schülersprecherin das Projekt wiederbelebt. Schnell haben sich Schüler bereit erklärt den 22 Geflüchteten zu helfen und sie kennenzulernen. Für Siri Prüßner eine interessante Erfahrung. Einerseits selbst die Fluchtgeschichten zu hören: Siri Prüßner, Organisatorin Projekt Schlosspaten: „Andererseits finde ich es ihnen auch super denen zu helfen sich hier zu integrieren und viele haben auch super viele Interessen und sind super motiviert neue Sachen zu lernen. Das macht dann einfach total viel Spaß mit denen zusammen Projekte zu machen.“ Neben den Freizeitaktivitäten lernen Hermann und Oleg noch vier Stunden pro Tag Deutsch. Jedoch sind die Bedürfnisse der Kinder unterschiedlich. Manche machen nur den Sprachkurs, andere können an Laptops noch online […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Ball des Sports kommt nach Frankfurt +++ Grünen-Politiker Braun bleibt im Flut-Ausschuss +++ AWO fordert Millionensumme von Ex-Chef     Ball des Sports kommt nach Frankfurt: Die Stadt Frankfurt wird ab 2023 neuer Gastgeber des „Ball des Sports“. Die Veranstaltung der Stiftung Deutsche Sporthilfe soll demnach bis 2027 in der Mainmetropole gastieren. Das Event war von 2002 bis 2006 schon einmal in Frankfurt beheimatet gewesen, zuletzt hatte es 14-mal nacheinander in Wiesbaden stattgefunden. Da die hessische Landeshauptstadt aber eine weitere Bezuschussung der Sportgala abgelehnt hatte, hatten sich mehrere Städte als neuer Gastgeber beworben. Wann genau der Ball des Sports im kommenden Jahr in Frankfurt steigt steht noch nicht fest. Am 16. Juli findet er zum letzten Mal im Wiesbadener RheinMain CongressCenter statt. Grünen-Politiker Braun bleibt im Flut-Ausschuss: Der Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ im rheinland-pfälzischen Landtag hat heute beschlossen, dass der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bernhard Braun, weiterhin als Mitglied an den Sitzungen teilnehmen darf. Die Oppositionsparteien hatten zuvor Brauns Ausschluss aus dem U-Ausschuss beantragt. CDU, AfD und Freie Wähler hatten Braun vorgeworfen, er habe am Abend der Flutkatastrophe mit der damaligen Umweltministerin Anne Spiegel in engem Kontakt gestanden. Er sei daher nicht neutral und müsse den Ausschuss verlassen. Die Regierungsfraktionen aus SPD, Grünen und FDP stellten heute klar, Braun sei an den Vorgängen in der Flutnacht nicht beteiligt gewesen und werde deshalb nicht ausgeschlossen. Der U-Ausschuss hat heute außerdem beschlossen den ehemaligen Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, als Zeuge zu befragen. Ihm werden schwere Versäumnisse in der Flutnacht zur Last gelegt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. AWO fordert Millionensumme von Ex-Chef: Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt AWO hat ihren ehemaligen Geschäftsführer Jürgen Richter auf Schadenersatz in Höhe von 1,2 Millionen Euro verklagt. Das Frankfurter Arbeitsgericht hat den Eingang der Klage heute bestätigt. Auch gegen Richters Ehefrau Hannelore sei Klage eingereicht worden. Sie hatte den AWO-Kreisverband […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Unser Sportreporter David Rischke gibt einen Ausblick auf das Fußball-Wochenende.   Eva Dieterle, Moderatorin: „Wir kommen zum Sport und da gibt es in Fußball-Deutschland nur ein Thema der 2:1- Erfolg von Eintracht Frankfurt in der Europa League gestern Abend Und bei mir ist jetzt David Rischke aus unserer Sportredaktion. David, das war wieder eine magische Nacht, oder?“ David Rischke, Sportreporter: „Ja, richtig. Ganz großes Kino. Wieder einmal von Eintracht Frankfurt. Der Sieg bei West Ham United im Hinspiel des Halbfinals. Und das hat so etwas von immer, wenn das Flutlicht Donnerstag abends angeht und Europa League steht auf dem Plan. Dann sind die Adler-Träger da und liefern ab. Allen voran er hier: Ansgar Knauff. Gestern nach 49 Sekunden direkt das frühe Führungstor für die Eintracht erzielt und damit die Weichen auf Sieg gestellt. Und das Besondere an dem Tor: Knauff traf mit dem Kopf. Dabei ist Kopfball gar nicht seine Stärke.“ Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Wir machen ja immer zum Abschluss-Training noch so ein Flankenspiel und der ist dann immer der Joker, der dann Extrapunkte zählt, weil er eigentlich normal nie ein Kopfballtor macht.“ David Rischke: Ja und dazu gibt es ja auch das Vereins-Lied „Im Herzen von Europa“. Und das wird jetzt so ein bisschen zum neuen Vereins-Motto. Denn immer wenn die Europa League kommt, dann performt die Mannschaft, dann ist sie da und außerdem das ganze Umfeld im Moment von Eintracht Frankfurt ist ja auch völlig euphorisiert. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Ich glaube, das geht uns allen so, die in Frankfurt leben. Es gibt kein anderes Thema mehr als Europa League. Egal wo du hinkommst, egal, wann du hinkommst. Ich war beim Eishockey-Finalspiel und es gab nur Europa League also von dem her ist das so präsent und es wird gelebt und das ist toll.“ David […]

  • Auf Deutschlandtour: Kyiv Symphonie Orchestra in Wiesbaden

    Auf Deutschlandtour: Kyiv Symphonie Orchestra in Wiesbaden

    Das „Kyiv Symphonie Orchestra“ ist auf Tournee in Deutschland. Eine Tournee, die auf einen Hilferuf des Orchesters entstanden ist. Verschiedene deutsche Konzertveranstalter haben daraufhin die Musiker eingeladen, die männlichen Musiker hätten sonst in der Ukraine an der Front kämpfen müssen. Das Kiew Symphonie Orchester hätte nach 40 Jahren aufgelöst werden müssen. Gestern fand ein Konzert im Wiesbadener Kurhaus statt.   Das Kiew Symphonie Orchester ist auf Tournee in Deutschland. Eine Tournee, die auf einen Hilferuf des Orchesters entstanden ist. Verschiedene deutsche Konzertveranstalter haben daraufhin die Musiker eingeladen, die männlichen Musiker hätten sonst in der Ukraine an der Front  kämpfen müssen. Das Kiew Symphonie Orchester hätte nach 40 Jahren aufgelöst werden müssen. Gestern fand ein Konzert im Wiesbadener Kurhaus statt. Luigi Gaggero, Dirigent Kyiv Symphony Orchestra: „Ich denke, dieser Alptraum macht irgendwie unser Spielen mehr wahr, also mehr wahrhaftig irgendwie. Und ich hoffe, man kann das in unseren Klängen spüren. Also diese Wahrheit, diese menschliche Präsenz. Wir durften in Warschau proben, da sind wir 10 Tage geblieben. Aber schon bei dem allerersten Ton gab es so eine Intensität, die ich kaum in meinem Leben gehört habe.“ Viele Wochen konnten die Musiker nicht zusammen spielen. Erst als klar war, die Deutschland-Tournee klappt, durften alle nach Polen ausreisen und endlich wieder proben.  Das Konzert im Wiesbaden ist das vierte in Deutschland. Der Erlös geht an junge ukrainische Nachwuchsmusiker. Den Auftritt im Kurhaus haben die Macher des Rheingau Musik Festivals arrangiert. Marsilius Graf von Ingelheim, Geschäftsführer Rheingau Musik Festival: „Das Orchester hat eine vierzig Jährige Tradition. Und ich denke, gerade in dieser ganz schwierigen Zeit, ist es wichtig, dass die ukrainische Kultur weiter erhalten bleibt und so ein Klangkörper, der ja schon sehr bemerkenswert auf dem Maidan Platz in Kiew gespielt hat vor kurzem, ist glaube ich ein Aushängeschild für diese Kultur Tradition in […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Die Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen.   In der kommenden Nacht zieht ein Regengebiet ostwärts über uns hinweg. Dahinter lockert es auf, aber es entstehen immer noch teils kräftige Schauer und einzelne Gewitter. Die Tiefstwerte liegen unter den oft dichten Wolken meist zwischen 10 und 5 Grad, in der Eifel wird es kühler. Morgen schiebt sich die Zone mit den Schauern und Gewittern weiter nach Hessen. Von Südwesten her lockert es auf und es bleibt später westlich des Rheins häufiger trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 Grad in den höheren Lagen und 16 Grad bei längerem Sonnenschein. Am 1. Mai ist es noch leicht wechselhaft mit einzelnen Schauern, aber die Temperaturen steigen schon wieder. Zum Wochenstart lockert es dann immer weiter auf und es gibt kaum noch Regen. Die Luft wird bei Nordwestwind aber nur ganz zaghaft milder.

  • Eintracht Frankfurt spielt im Europa-League-Halbfinale bei West Ham United

    Eintracht Frankfurt spielt im Europa-League-Halbfinale bei West Ham United

    Nach dem sensationellen Sieg der Frankfurter Eintracht beim FC Barcelona wollen die Hessen in der Fußball Europa League nun auch den ganz großen Wurf landen! Das Ziel ist das Finale in Sevilla! Zwei Spiele sind es nur noch bis dahin, Gegner im Halbfinale ist die Mannschaft von West Ham United. Die Eintracht muss heute Abend zunächst auswärts in London antreten. Und deswegen heisst es für Spieler und Fans: Auf nach England! Achtung an der Bahnsteigkante, nächster Halt: West Ham! Hier im Osten von London macht die Eintracht heute also Station. Beim ehemaligen Werftarbeiter Club. Im Wappen: zwei gekreuzte Hämmer. Und gegen die „Hammers“, wie man sie hier nennt, wollen die Frankfurter heute Abend Großartiges leisten: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Für mich persönlich ist es das größte Spiel meiner Karriere. Ein Halbfinale ist immer größer als ein Viertelfinale, egal wie der Gegner heißt. Und jetzt geht es darum, in das Finale der Europa League einzuziehen!“ Hier im „London Stadium“, dem Stadion der Olympischen Spiele 2012, soll es gelingen. Nur gut 3000 der insgesamt über 60.000 Tickets gingen offiziell an die Frankfurter Fans. Irgendwie noch an Karten kommen – sich notfalls tarnen. Das planen auch Dennis aus Gießen und Mario aus Lich, die den Eintracht Adler dann verbergen müssten. Mario und Dennis, Eintracht-Fans: „Ja wir fahren vors Stadion, da werden wir schon was kriegen, denke ich. Halt ohne Eintracht-Klamotten, aber Hauptsache dabei sein.“ „Genau, wenn, dann neutral und wir müssen halt gut Geld in die Hand nehmen.“ Geht es nach den Fans von West Ham United, nutzt alles Geld der Welt nichts. Die Tickets bleiben fest in englischer Hand. Dan, Fan von West Ham United: „Keine Chance! Das wird eines der größten Spiele, bei denen ich je war. Egal, wie viel Geld man mir bietet.“ West Ham United gilt als die […]

  • Schaltgespräch mit unserem Reporter zum Europa League-Halbfinale mit Eintracht Frankfurt

    Schaltgespräch mit unserem Reporter zum Europa League-Halbfinale mit Eintracht Frankfurt

    Im Halbfinale der Europa League trifft Eintracht Frankfurt heute auf West Ham United. Unser Reporter Thorsten Arnold ist für uns in London dabei. Eva Dieterle, Moderation: „Thorsten, alle haben noch die Bilder vor Augen. Über 20.000 Eintracht Fans im Stadion in Barcelona. Heute werden es nicht so viele oder?“ Thorsten Arnold, Sportreporter: „Naja, diesmal sind sicher nicht so viele Eintracht Fans im Stadion. Man muss bedenken, das ist ja auch ein Riesenspiel heute Abend hier für West Ham United. Die ganze Region ist hier in Euphorie und da ist der Ticket-Markt einfach leer geräumt. Aber wie ich so die Eintracht-Auswärtsfahrer kenne – ich war ja oft genug europäisch mit unterwegs – ein paar werden es doch irgendwie wieder schaffen, außerhalb des Fanblocks dann ins Stadion zu kommen. Die werden dann irgendwo sitzen. Dann wollen wir mal sehen, was passiert, wenn die Eintracht vielleicht ein Tor schießt und wo dann überall die Leute hochspringen. Und angeblich sollen ja die Ordner dann rigoros eingreifen und die Leute rausschmeißen. Da bin ich mal sehr gespannt.“ Eva Dieterle: „Kommen wir zum Sportlichen: Wie ist die Eintracht denn in Schuss? Sind alle fit?“ Thorsten Arnold: „Ja, es sind tatsächlich alle fit, die für die Europa-League spielberechtigt sind. Zwei müssen trotzdem zuschauen, sind gesperrt. Der eine ist ja Innenverteidiger Evan N´Dicka nach seinem Platzverweis im letzten Spiel. Und Kristijan Jakic, derMittelfeld-Abräumer, drei gelbe Karten, ein Spiel Sperre. Aber Trainer Oliver Glasner, der hat schon gesagt, das ist doch völlig egal, wer dann für die dann aufs Feld kommt, die werden dann wieder ihre Top-Leistung abrufen, sich von der Euphorie der Mannschaft mitreißen lassen. Denn Europa, das ist nun mal die ganz große Bühne. Und da gibt doch jeder automatisch Vollgas.“ Eva Dieterle: „Was sollte denn die Eintracht heute Abend mitnehmen, um fürs Rückspiel nächste Woche gute […]

  • Bouffier informiert über neue Corona-Regeln

    Bouffier informiert über neue Corona-Regeln

    Je näher der Sommer kommt, desto weniger beeinflusst Corona unser Leben. Diese Entwicklung kennen wir aus den vergangenen Jahren. Die Fallzahlen sinken, die Politik lockert die Regeln. In Rheinland-Pfalz ist das schon vorgestern passiert. Hessen zieht jetzt nach. Nur noch fünf Tage Isolation heißt es ab morgen für alle Hessen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Dazu ist kein Freitesten mehr nötig, sondern nur, dass die infizierte Person seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Damit setzt die hessische Landesregierung in der Pandemiebekämpfung ab sofort auf deutlich mehr Eigenverantwortung. Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident Hessen: „Der zentrale Gesichtspunkt war und ist die Frage, haben wir eine Überlastung des öffentlichen Gesundheitswesens. Das können wir mit guter Begründung verneinen, darüber freuen wir uns. Wir haben sowohl im Intensivbereich, wie im allgemeinen Bereich der entsprechenden Kliniken und Krankenhäuser eine sehr niedrige Belegung.“ Zurzeit liegen 1070 Corona-Infizierte in hessischen Krankenhäusern. 133 von ihnen sind Intensivpatienten. Zum Vergleich: In den Wintermonaten waren es viermal so viele. Und trotzdem sehen viele die neue Isolationsregel skeptisch. Klaus Drewes, Rentner: „Die Leute nehmen das nicht mehr ernst, die brauchen offensichtlich Vorschriften. Also ich halte das für voll daneben.“ Michael Unteregger, Pflegemanager: „Ich komme jetzt selbst erst aus der Quarantäne und ich war tatsächlich zwölf Tage lang noch positiv und habe aber keine Symptome gehabt, von daher… gerade für Leute, die dann auf die Arbeit gehen, denke ich, ist das dann etwas unvorsichtig.“ Winfried Kretschmer, Lehrer: „Die Leute müssten sich nach wie vor testen lassen, meiner Meinung nach. Das heißt, dass sie dann erst rausgehen, wenn sie das wissen.“ Inge Schmidt, Rentnerin: „Wenn jetzt eben die wissenschaftliche Meinung ist, dass das gerechtfertigt ist das auf fünf Tage zu verkürzen, denke ich, es ist auch okay, weil wir werden nicht dauerhaft ein ganzes Volk bevormunden können.“ Eine Ausnahme gibt es aber: […]

  • Straßenblockaden beschäftigen Innenausschuss

    Straßenblockaden beschäftigen Innenausschuss

    Immer wieder haben sich in den vergangenen Wochen in Frankfurt Aktivisten auf Straßen festgeklebt und so für erhebliche Staus gesorgt. Und sie wollen damit nicht aufhören, bis die Bundesregierung den sofortigen Ausstieg aus allen fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle beschließt. Ist das legitimer Protest oder gezielter Angriff auf die Infrastruktur? Um diese Frage ging es heute im Innenausschuss des hessischen Landtags.   Wohl selten war man sich im Innenausschuss des hessischen Landtags in einer Sache so einig wie heute: Mitglieder aller Parteien verurteilen die Blockade-Aktionen der so genannten „Letzten Generation“ auf das Schärfste. Stefan Müller, FDP, stellv. Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen: „Diese Aktionen sind eben nicht ziviler Ungehorsam. Sondern es sind Straftaten, es sind Ordnungswidrigkeiten. Die die ganze Frankfurter Stadtgesellschaft quasi in Geiselhaft nehmen und über Stunden dann auch blockieren. Und das ist inakzeptabel.“ Peter Beuth, CDU, Innenminister Hessen: „Das was die Aktionen dort hergegeben haben, waren zum großen Teil Nötigungen, strafrechtlich relevante Formen des Protestes, die inakzeptabel sind. Und gegen die die Polizei natürlich auch in Zukunft vorgehen muss, um den rechtschaffenden Bürgern die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Jeder darf seine Meinung hier bei uns in Deutschland auch in geordneten Demonstrationen und so weiter natürlich offen sagen. Aber die Störung der öffentlichen Ordnung, die ist nicht akzeptabel.“ Nötigung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch: Nach Auskunft des Innenministers seien im Zusammenhang mit den Straßenblockaden in den vergangenen zwei Wochen 225 Aktivisten in Gewahrsam genommen worden. Es habe 184 Platzverweise gegeben, dazu seien 147 Strafverfahren eingeleitet worden. Unter anderem, weil keine der Aktionen vorher ordnungsgemäß angemeldet worden sei. Die Polizei werde auch weiterhin hart durchgreifen und jede Straftat oder Ordnungswidrigkeit konsequent ahnden. Das finden sogar die Grünen im Landtag gut: Denn trotz ihrer legitimen Ziele schadeten die Blockade-Aktivisten der Klimabewegung mehr, als dass sie ihr nützen. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Ukraine-Krieg führt zu Milliardenverlust +++ Landesweite Bus- und Kitastreiks +++ Aufnahme von Flüchtlingen wird schwieriger   Ukraine-Krieg führt zu Milliardenverlust: Der Kasseler Öl- und Gaskonzern Wintershall DEA hat für das erste Quartal einen Nettoverlust von 1 Milliarde Euro gemeldet. Hauptgrund ist, dass der Konzern seine Beteiligung an Nordstream 2 abschreiben musste. Die Gas-Pipeline hatte wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine keine Genehmigung erhalten. Vorstandschef Mario Mehren stellte heute klar, dass Wintershall DEA keine neuen Energieprojekte mit Russland beginnen werde. Mario Mehren, Hauptgeschäftsführer Wintershall Dea: „Wintershall Dea ist jetzt seit über 30 Jahren in Russland aktiv. Aber auch für langjährige wirtschaftliche Partnerschaften gibt es rote Linien. Russland hat die rote Linie mit diesem Angriffskrieg überschritten.“ Der Konzern, der zu 70 Prozent der BASF in Ludwigshafen gehört, werde sich aber nicht vollständig vom russischen Markt zurückziehen. Sonst bestehe die Gefahr, dass Vermögenswerte in Milliardenhöhe an den russischen Staat fallen. Landesweite Bus- und Kitastreiks: Wegen eines Streiks im privaten Busgewerbe haben heute viele Berufspendler und Schüler in Rheinland-Pfalz vergeblich auf einen Bus gewartet. Mit der Arbeitsniederlegung will die Gewerkschaft verdi in den festgefahrenen Tarifverhandlungen höhere Löhne durchsetzen. Der Streik soll morgen fortgesetzt werden. Dann soll es auch eine Demonstration vor dem Ministerium für Umwelt und Mobilität in Mainz geben. Darüber hinaus bleiben heute und morgen auch viele kommunale Kitas dicht. Auch hier fordert die Gewerkschaft verdi höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Aufnahme von Flüchtlingen wird schwieriger: Nach Ansicht des Gemeinden-und Städtebundes Rheinland-Pfalz wird es zunehmend schwieriger, Flüchtlinge unterzubringen. Zwar komme ein Großteil der Geflüchteten aus der Ukraine zurzeit vor allem bei Privatpersonen unter, das sei aber keine langfristige Lösung. Neben Ukrainern suchten weiterhin auch Flüchtlinge aus anderen Ländern wie Syrien nach Wohnungen. Der Kommunalverband sieht bei der Aufnahme von Flüchtlingen aktuell vor allem die Städte stark belastet und fordert deshalb finanzielle Unterstützungen […]

  • Flugverkehr und Klimaschutz

    Flugverkehr und Klimaschutz

    Am Frankfurter Flughafen werden jedes Jahr viele Millionen Tonnen Kerosin für startende und landende Flugzeuge gebraucht. Das Flugbenzin wird – bis jetzt – aus Öl hergestellt. Das schadet der Umwelt und das Öl muss importiert werden. Kerosin soll nun in Zukunft synthetisch hergestellt werden. Das hilft der Umwelt und befreit uns auch ein Stück aus der Abhängigkeit vom Rohstoff Öl.   Touri-Bomber und Frachtflugzeuge als Emissionstreiber. Das in Frankfurt getankte Kerosin macht ein Viertel des gesamten hessischen Energieverbrauchs aus. Und verschmutzt die Luft. Da alternative Antriebsmöglichkeiten für Flugzeuge zu schwer oder nicht leistungsfähig genug sind, heißt das Zauberwort künftig: Power-to-Liquid. Das ist künstlich hergestellter Kraftstoff. Tarek Al-Wazir, (Bündnis 90 / Die Grünen) Verkehrsminister Hessen: „Wir müssen den Luftverkehr klimaneutral machen. Und das wird auf absehbare Zeit nicht mit der Batterie funktionieren können. Auch nicht mit der Brennstoffzelle. Deswegen geht es in Richtung synthetisches Kerosin.“ In Karlsruhe gibt es bereits eine Pilotanlage, um so einen Kraftstoff herzustellen. Nun soll in der Nähe des Frankfurter Flughafens im Industriepark Höchst die weltweit größte Anlage entstehen. Baustart ist noch dieses Jahr, ab Herbst 2023 soll das klimaneutrale Kerosin fließen. Und so funktioniert’s: Aus CO², Ökostrom und Wasserstoff erzeugt der Reaktor ein Gas, dass dann zu synthetischem Kraftstoff weiterverarbeitet werden kann. Für Flugzeuge ebenso wie für Autos und andere Transportmittel. Aber auch Häuser könnten damit beheizt werden statt mit herkömmlichen Öl. Philipp Engelkamp, Geschäftsführer Ineratec GmbH: „Mit dem synthetischen Verfahren ist es möglich, statt der fossilen Kohlenstoffquelle Rohöl eben eine erneuerbare Quelle, nämlich CO² zu verwenden. Und damit den Kraftstoff CO²-neutral zu gestalten.“ 30 Millionen Euro lässt sich die Karlsruher Firma den Bau kosten, das Land Hessen schießt aus Steuergeldern knapp 2 Millionen dazu. 3.500 Tonnen synthetisches Kerosin könnten jährlich in Frankfurt produziert werden. Da der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport zu Hochzeiten aber fast fünf Millionen […]

  • Beratung im Ahrtal

    Beratung im Ahrtal

    Schon über neun Monate ist die Flut-Katastrophe im Ahrtal her. Dabei haben 134 Menschen ihr Leben verloren, mehr als 9.000 Gebäude wurden zerstört. Seit Monaten geht der Wiederaufbau voran, doch die Hilfen von Bund und Land werden nur schleppend angenommen. Es wurden erst 2.200 Anträge für die Wiederaufbau-Hilfe gestellt. Im Rahmen des Pilot-Projekts „Aufsuchende Beratung“ laufen nun Helfer durch das Ahrtal, um auf die Angebote Aufmerksam zu machen. Wir haben sie dabei in Altenahr begleitet. Rolf Kelzenberg: „Hallo, guten Morgen. Hast du mal ein paar Minuten für uns?“ Zuhören, fragen und helfen. Rolf Kelzenberg und Daniel Jeske beginnen ihre Tour heute bei Stefanie Nelles im Haus Caspari. Bei der Flutkatastrophe letzten Sommer stand das Haus komplett unter Wasser. Sie erzählt, dass sie gerade an einem neuen Konzept für ihr Gasthaus arbeitet. Erst dann kann sie die Hilfsgelder beantragen. Obwohl sie gerade keine Unterstützung von den Helfern braucht, freut sie sich trotzdem über den Besuch. Stefanie Nelles, Inhaberin Haus Caspari: „Man fühlt sich ja schon manchmal so ein bisschen allein gelassen. Jetzt nicht, dass man unbedingt allein gelassen wird aber man steht halt hier vor so einer Mammutaufgabe und das ist so, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, weil man nicht mehr weiß. Und wenn dann einer kommt und einen dann so ein bisschen in die richtige Richtung schubst ist dann auch ganz nett.“ Seit einer Woche sind die Berater in Altenahr unterwegs und haben schon hunderte Gespräche geführt. Dabei wollen sie auch erfahren wo es beim Wiederaufbau noch hakt. Missy Motown, Geschäftsführerin Helfer-Stab: „Und so ist die Idee relativ schnell entstanden eigentlich, da mal ganzheitlich auf die Menschen zuzugehen. Was sind eigentlich deren Sorgen, Ängste und Nöte. Und an welchen Bereichen können wir hilfreich sein.“ So drehen sich die Gespräche nicht nur um Anträge und Formulare. Rudi […]