Brückenteil an Salzbachtalbrücke eingebracht

Gute Nachrichten für alle Autofahrer in der Region Wiesbaden und Mainz. Die Fertigstellung der neuen Salzbachtalbrücke ist heute ein gutes Stück vorangekommen. Das letzte Brückenteil wurde in seine finale Position gerückt. Damit liegen die Bauarbeiten für das Millionenprojekt weiterhin im Zeitplan.

 

 

Der Zeitraffer zeigt, was mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Zentimeterweise wird die 320 Meter lange Nordbrücke über das Salzbachtal geschoben. Stolze 3500 Tonnen wiegt der Stahlhohlkasten, 70 Meter trennen ihn vom Ziel. Bereits gestern wurde mit dem aufwändigen Verschub begonnen.
Matthias Achauer, Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West
Damit wir so ein Teil mit 3500 Tonnen schieben können, überhaupt schieben können, ist es erforderlich, dass Gleitmittel aufgebracht wird. Das geschieht vor den Verschubwippen. Und dahinter sehen wir jetzt, dass mit Wasser wieder auch gereinigt wird. […] Und hinterher wollen wir ja auch den Korrosionsschutz noch ein bisschen nachbessern, an den Stellen. Also, durch die Reibung von diesen großen Kräften gibt’s da noch ein paar kleine Schäden und die müssen weder weggemacht werden.
Ein weiteres Hilfsmittel: Der rote sogenannte Vorbauschnabel. Er soll verhindern, dass die Autobahnbrücke beim Verschieben durchhängt. Der Ersatzneubau für die alte, marode Salzbachtalbrücke der A66 muss künftig mehr als 80.000 Fahrzeugen täglich standhalten. Die werden seit Dezember über die fertiggestellte Südbrücke nebenan geleitet. Rund 225 Millionen Euro kostet der insgesamt vierspurige Neubau den Bund. Für die Autobahn GmbH eine Investition in die Zukunft.
 
Matthias Achauer, Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West
Wir haben schon so dimensioniert, dass wir hoffen, dass wir auch auf 100 Jahre am Ende kommen. Setzt natürlich immer voraus, dass auch die notwendigen Instandsetzungsarbeiten plangemäß auch durchgeführt werden können.

Durch regelmäßige Besichtigungen und Prüfungen sollen mögliche Schäden künftig frühzeitig erkannt werden. Nach dem heute im Laufe des Tages abgeschlossenen Verschub gibt es noch viel zu tun. So müssen etwa Fahrbahnplatten, Brückenränder, Straßenbelag und Geländer angebracht werden. Im Sommer nächsten Jahres soll der Verkehr hier dann endgültig wieder ganz regulär rollen.