Besuchertag bei der ESA in Darmstadt

Faszination Weltraum: Wohl nirgendwo sonst in Europa ist die so sehr zu spüren wie in Darmstadt. Denn dort hat bekanntlich das ESOC seinen Sitz – das Kontrollzentrum der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Rein kommt man da als Außenstehender allerdings eher selten – heute aber schon: Am großen Tag der offenen Tür gewährt das ESOC den Menschen aus der Region einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Insgesamt 2000 Tickets hat die ESA zum Besuchertag vergeben – und die waren schnell vergriffen: Volles Haus heute am ESOC in Darmstadt. Besonders begehrt: Ein Einblick in das Herzstück des Zentrums – den Hauptkontrollraum. Hier simulieren die Mitarbeiter gerade ein Manöver der für Dezember geplanten Bepi Colombo Mission zum Planeten Merkur.
Thomas
„Das ist natürlich sehr spannend, hier mal dieses professionelle Umfeld zu sehen, was man sonst nur im Fernsehen sieht. Und wie das dann auch tatsächlich wirklich hier abläuft.“
Lilith (12 Jahre)
„Ich hab halt selber so ein paar Bücher vom Weltraum zu Hause. Da hab ich auch mal reingeschaut. Und da dachte ich mir: Ja cool, kann ich auch mal mitkommen.“
Claudia Schuh
„Das Thema Weltraum ist einfach faszinierend. Was ist da draußen, was wir eigentlich gar nicht sehen können.“
Und so manch einer wie etwa der 14-jährige Levy träumt sogar davon, selbst mal Astronaut zu werden. Am Thema Weltraum fasziniert ihn …
Levi (14 Jahre)
„… dass man halt einfach erforschen will, wie es in anderen Welten ist. Und dass man da vielleicht auch mal selbst hinreisen kann. Zum Beispiel auf den Mond.“
Mit dem Tag der offenen Tür will die ESA den Menschen der Region nicht nur seltene Einblicke gewähren, sondern das Publikum auch generell für das Thema Raumfahrt begeistern.
Simon Plum, stellv. Zentrumsleiter ESOC
„Es ist auch für uns unheimlich motivierend, in so begeisterte Gesichter zu gucken. Das macht einfach Spaß, mit den Leuten zu reden und Fragen zu klären. Manchmal kriegt man auch ne Frage, worüber man selber noch gar nicht nachgedacht hat. Also, auch ich lerne hier jeden Tag noch dazu.“
Wenn der Chef noch was lernen will, sollte er vielleicht mal an der Kinder-Raketenwiese vorbeischauen. Der 6jährige Felix kann ihm auf jeden Fall höchst professionell erklären, warum so eine Rakete überhaupt vom Boden abhebt.
Felix (6 Jahre)
„Weil Luft drin ist. Oder Wasser. Und das muss natürlich raus. Und weil das so eine kleine Öffnung ist und ganz viel Luft drin ist, muss das ganz schnell raus. Und das macht das Geräusch, und die fliegt. Weil die Luft drückt die weg vom Boden.“
Vielleicht sollte sich Felix direkt mal im Kontrollraum vorstellen – gute Leute werden bei ESA nämlich immer gesucht.