Große Jobmesse im Mainzer Stadion
Die deutsche Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal leicht erholt – am Arbeitsmarkt kommt davon bislang aber wenig an: Knapp drei Millionen Menschen sind in Deutschland derzeit arbeitslos, gleichzeitig suchen viele Unternehmen händeringend nach passenden Mitarbeitern. Umso wichtiger sind Orte, an denen Unternehmen und Jobsuchende direkt zusammenkommen – wie hier bei einer Messe im Mainzer Stadion
Kostenlose Bewerbungsfotos, vielseitige Vorträge und ein professioneller Check der Bewerbungsunterlagen. Auf der Jobaktiv Messe treffen rund 50 rheinhessische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen auf Jobsuchende aller Art.
Benni Krijestorac
„Da ich letztes Jahr im Winter einen Snowboardunfall hatte und leider meinen Beruf wechseln musste, da ich ihn nicht mehr ausüben konnte. Vorher war ich auf der Baustelle als SAK, im Sanitärbereich und leider durch Handgelenk- und Unterarmbruch muss ich leider den Beruf wechseln.“Ludmilla Matviienko
„Ich suche nach neuer Arbeit, wahrscheinlich als Quereinsteiger. Ich komme ursprünglich aus dem Rechtsgebiet und aus der Ukraine. Hier wohne ich schon seit 2014 und ich suche nach Arbeit im Öffentlichkeitsdienst.“Karl Vlatten
„Also ich habe ein Studium und eine Ausbildung hinter mir aber die aktuelle Lage zeigt es einfach, dass es ein bisschen schwierig ist und dementsprechend schaue ich mich um, was es natürlich für mich gibt, was ich auch interessiert.“
Die Messe findet im Mainzer Fußball Stadion statt. Für die Veranstalter ein passender Ort. Denn auch auf dem Arbeitsmarkt gehe es darum, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.
Heike Strack, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit in Mainz
„Selbst wenn eine Saison gut verlaufen ist, dann muss man sich in der neuen Saison neu dem Wettbewerb stellen, neu trainieren, sich neu aufstellen. Und so ist es auch in der Arbeitswelt. Die Berufe verändern sich, der Arbeitsmarkt verändert sich und die Menschen sind gefordert sich an diese Änderungen immer wieder anzupassen.“
Vor allem Künstliche Intelligenz stellt Jobsuchende momentan vor Herausforderungen.
Diana Klasner
„Also ich habe das Alter von 55 Jahren, was ja noch jung ist, erreicht und ich werde ganz oft durch die KI schon aussortiert. Das ist leider wirklich so. Und dann bekomme ich gar nicht erst die Chance mich bei einem Vorstellungsgespräch vorzustellen und das ist so so schade. Weil es gibt ja Leute die haben keine Lust zu arbeiten, aber ich habe richtig bock und ich möchte.“
Digitalisierung, Konjunktur, demografischer Wandel: Der Arbeitsmarkt steht vor mehreren Herausforderungen gleichzeitig. Auf der einen Seite suchen Unternehmen Fachkräfte, auf der anderen Seite finden viele Menschen keinen neuen Job. Wie lässt sich diese Schere schließen?
Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Ministerin für Arbeit und Soziales RLP
„Indem man natürlich Angebote schafft, das Potential was wir haben, besser zu nutzen. Ich beginne mal mit jungen Menschen. Übergang von der Schule in die Ausbildung, in den Beruf. Dort noch verstärkter anzusetzen mit Praktika, mit Begleitungsangeboten, was wir auch machen. Eine andere große Potentialgruppe sind beispielsweise Frauen oder Menschen, die aus der Familienphase zurückkehren. Auch ihnen die Möglichkeit zu geben wieder einzusteigen. Da sind wir mit Förder- und Qualifizierungsangeboten auf dem Markt.“


