Rheinland-pfälzische Monumente im Mini-Format
Kleine Steine – viele Millionen davon gibt es jetzt im Historischen Museum der Pfalz. Und die Museumsmitarbeiter und der Verein „Lauter Steine“ haben derzeit alle Hände voll zu tun, am Samstag muss nämlich alles fertig sein. Dann eröffnet in Speyer die große Ausstellung „Spielen, bauen, staunen“.
Hier entsteht ein Weltkulturerbe. Nach den Bauplänen des echten Doms, bauen die Mitglieder des Vereins „Lauter Steine“ ein Modell im Maßstab 1:40. Erstmal nur die Vorderseite. Wenn der Dom 2030 sein 1000 jähriges Jubiläum feiert, soll das gesamte Speyerer Gotteshaus fertig sein. Mit viel Liebe zum Detail ist ein Bauwerk entstanden, das jetzt noch zusammengesetzt wird und den letzten Schliff bekommt.
Michael Gerstner, Vereinsmitglied „Lauter Steine“
„Wir sind ein Team von sechs bis 10 Leuten, die daran gebaut haben. Angefangen haben wir letztes Jahr im Mai mit den Grundsteinen und dem Grundgerüst. Dann hat es sich so entwickelt.“
Das Aussehen der Orgel ist vom Domorganisten abgenickt worden. Alles soll so authentisch wie möglich sein. 750 000 Elemente stecken in der Burg Nanstein. Gebaut vom Vorsitzenden des gemeinnützigen Pfälzer Vereins.
Martin Schild, Vereinsvorsitzender „Lauter Steine“
„Wir haben klein angefangen, mit einem Projekt in Kaiserslautern, zusammen mit der Lebenshilfe. Daraus ist auch unser Grundtenor entstanden. „Das Wir gewinnt“, das heißt, wir bauen gemeinsam, wir bauen große Projekte, wir haben viele Mitglieder, die auch unterschiedliche Fähigkeiten und Einschränkungen haben. Da ist es uns ein besonderes Bedürfnis, jeden mitzunehmen.“
Martin Schild unterstützt ein Vereinsmitglied beim Aufbau des Nürburgrings. Die meisten Modelle der Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz baut das Team aus Kaiserslautern.
Catherine Biasini, Kuratorin der Ausstellung
„In 22 Räumen sind sehr viele Modelle aus Klemmbausteinen zu sehen. Es gibt sehr viele Spielstationen, interaktive Stationen. In denen gespielt, gebaut, experimentiert werden kann.“
Hier entsteht ein Blumenladen. Gertrud Janneck macht die Gestecke. Es sind geschätzt weit mehr als 6 Millionen Klemmbausteine, die in den verschiedenen Objekten verbaut werden. Der Physiklehrer Dieter Sültemeyer kreiert in einem Raum eine ganze Stadt.
Dieter Sültemeyer, Vereinsmitglied „Lauter Steine“
„Das ist so faszinierend, wenn man am Ende fertig ist und irgendwas Schönes dargestellt hat, worüber sich die Leute dann, die Besucher, freuen.“


