Warnungen vor Islamismus

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein will wieder über das Stadtbild sprechen – das hat er am Wochenende angekündigt. Damit rückt auch das Thema „Kriminalität von zugewanderten Menschen“ erneut auf die Tagesordnung. Darüber wollen wir heute mit der Frankfurter Islamwissenschaftlerin Prof. Susanne Schröter im Studiotalk sprechen. Doch es geht nicht nur um islamistische Tendenzen, sondern auch um politische Ränder, die zunehmend an Stärke gewinnen.

Jubel bei der AfD in Sachsen-Anhalt, Konfettikanone bei der Linken in Berlin.
Linke und AfD – strahlende Wahlsieger.
Nach den vergangenen Landtagswahlen wird in Deutschland nun nicht nur darüber diskutiert, warum die politischen Ränder so stark geworden sind, sondern auch über Antisemitismus und Islamismus.
Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen
„Es gibt aus meiner Sicht gefährliche Querverbindungen zwischen dem Linksextremismus und dem Islamismus und vor allen Dingen auch radikalen Kräften der propalästinensischen Bewegung. Das hat sich sehr, sehr deutlich auch in Berlin gezeigt, als Terrorunterstützer mit den Linken gemeinsam gefeiert haben. Wir haben auch eine Studie des Landesamtes für Verfassungsschutz, die sich mit aktuellen antisemitischen Erscheinungsformen auseinandersetzt. Und dabei wird auch sehr deutlich, dass es genau diese Verbindungen gibt.“
Mit diesen Verbindungen beschäftigt sich auch Professorin Susanne Schröter. Die Islamwissenschaftlerin hat an der Frankfurter Uni das Forschungszentrum Globaler Islam gegründet und geleitet. Hat immer wieder öffentlich vor den Gefahren von ungesteuerter Migration und zunehmender islamistischer Radikalisierung gewarnt.
Gegner warfen Schröter Populismus und Rassismus vor, Befürworter sahen in ihren Äußerungen dringend notwendige Kritik am politischen Islam.
Im vergangenen Jahr endete dann ihre Forschungsprofessur. Jetzt hat sich Prof. Schröter mit dem neuen privat finanzierten Institut INDEMIS zurückgemeldet.
Auf der Homepage heißt es:
Der Islamismus werde häufig auf seine gewaltbereite Form reduziert, das Institut wolle aber auch über den sogenannten „legalistischen Islamismus“ aufklären.
„Seine charakteristischen Merkmale sind Intoleranz, Ablehnung der individuellen Freiheitsrechte, insbesondere der Rechte von Mädchen und Frauen, Antisemitismus und ein tiefer Hass auf den Westen.“
Betont wird: „Ein Generalverdacht gegen alle Muslime liegt uns fern.“
Das betont auch Innenminister Poseck: Die allermeisten Muslime in Hessen hielten sich an unser Gesetz und seien ein wichtiger Teil der Gesellschaft.
Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen
„Von daher müssen wir auch sehr deutlich differenzieren. Der Islam auf der einen Seite, der Teil auch unseres Landes und unserer Gesellschaft ist und der Islamismus der radikale Islam auf der anderen Seite. Das ist die Gefahr, um die wir uns kümmern müssen. Und die Forschungsarbeiten von Frau Schröder sind an dieser Stelle ein wichtiger Beitrag, um vor allen Dingen auch Erkenntnisse aus der Gesellschaft in die Politik aufzunehmen.“
Und der hessische Verfassungsbericht 2025 zeigt: Die Zahl der islamistischen Straf- und Gewalttaten ist hier von 57 auf 95 gestiegen sind – ein Anstieg um fast 67 Prozent.
Für Poseck bleibt der Islamismus „eine potentiell tödliche Bedrohung“.