Richtfest für Krebsforschungszentrum

Die zweithäufigste Todesursache in Deutschland ist Krebs: Knapp jeder vierte Todesfall ist auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Um das zu ändern, arbeiten Forscher mit Hochdruck an neuen Therapiemethoden. Das neue Forschungszentrum Tron in Mainz will dabei eine wichtige Rolle spielen und steht kurz vor der Fertigstellung.

 

Was vor einigen Jahren noch eine Vision war, wird jetzt langsam Realität: Hier mitten in Mainz entstehen gerade Labore und Büroräume: Sechs Stockwerke, rund 11.000 Quadratmeter und Leitungen so lang wie die Strecke von Mainz nach Rom.
Das Ziel: Ein hochmodernes Forschungszentrum zur Krebsbekämpfung.
Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz
„Der goldene Gral, den alle gerade versuchen zu erreichen ist tatsächlich der, dass ich bei Tumorerkrankungen, also bei Krebs, eine Impfung bekomme, die mein Immunsystem befähigt selber den Krebs zu vernichten und dass ich nichts anderes mehr brauche, als vielleicht eine einzige oder mehrere Spritzen und mein Körper macht den Rest allein und das wollen wir hier finden.“
Chemotherapie oder Bestrahlung könnten dann sogar überflüssig werden.
Das neue Krebsforschungszentrum Tron sieht sich als Schnittstelle: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen hier nicht nur erforscht, sondern auch schnell am Patienten angewendet werden. Durch die unmittelbare Nähe zur Universitätsmedizin Mainz soll hier Forschung und Praxis miteinander vereint werden.
Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender Universitätsmedizin Mainz
„Das Besondere ist ja die Nähe zwischen Tron und der Unimedizin. Das sind zwei Minuten Fußweg und da können die klinischen Forscher eben mit den Grundlagenforschern sehr gut zusammenarbeiten, weil es geht um Kommunikation und Ideen, die dann sehr schnell umgesetzt werden können.“
Kostenpunkt für das neue Krebsforschungszentrum: Rund 177 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz erhofft sich durch Innovationen – die hier in Mainz entwickelt werden sollen – eine weltweite Strahlkraft als Biotechnologiestandort.
Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz
„Wir wollen, dass von hier aus medizinische Innovation ausgeht, wie sie schon mal ausging. Tron ist deshalb so erfolgreich, weil es die Grundlagen geschaffen hat, dass wir den ersten weltweiten Impfstoff gegen Corona gefunden haben. Das ist durch Tron ermöglicht worden und daran wollen wir anknüpfen.“
Ende 2027 soll das neue Forschungszentrum Tron fertig sein. Dann sollen rund 400 Mitarbeiter an der Krebsmedizin von Morgen forschen.