Demokratietag in Rheinland-Pfalz

Wie würden Sie einem jungen Menschen „Demokratie“ erklären? Geht es dabei vor allem um das Wahlrecht oder steckt noch viel mehr dahinter? Genau solchen Fragen widmet sich heute der Rheinland-Pfälzische Demokratietag in Ingelheim. Im Mittelpunkt stehen Mitbestimmung, Meinungsfreiheit und der Umgang mit unterschiedlichen Ansichten.

„Power of Democracy. Macht Demokratie!“ unter dem Motto feiern heute über 1200 Teilnehmer den 21. Demokratietag in Ingelheim. Darunter Schüler, Lehrer und Bildungspolitiker.
Matthias Lammert (CDU), Landtagspräsident Rheinland-Pfalz
„Es geht darum, dass Demokratie ins Bewusstsein der Menschen und gerade hier der Schülerinnen und Schüler gesetzt wird. Und uns ist es wichtig, dass wir das Thema Demokratie gerade in diesen schwierigen Zeiten wieder ansprechen und zeigen, dass Demokratie die beste Staatsform ist.“
Neben Ausstellungen und Diskussionsrunden werden auch 26 interaktive Workshops für Schüler angeboten. Sie lernen
Lotta Schirmer, 11. Klasse
„Dass es einfach wichtig ist, dass wenn man nicht wenn es jemandem schlecht geht, wegschaut, sondern auch einfach hilft. Wie man sich teilweise selber verteidigen kann und für sie einsteht. Dass Frauenrechte ziemlich wichtig sind und wir die nicht einfach irgendwo aufschreiben sollten und sagen ist halt so, sondern dafür auch wirklich einstehen sollen.“
Lars Meynhardt & Dennis Müller, 11. Klasse
„Ich finde Demokratie wichtig, um Menschen alles zu ermöglichen. Also Gleichberechtigung und generell ein faires Miteinander.“
„Auch dass jeder die gleichen Recht hat und jeder gleich mitbestimmen darf. Finde ich auch sehr wichtig.“
Karima Alkhadra, 8. Klasse
„Jeder ist vielleicht nicht derselben Meinung und wenn man seine Meinung äußert, dann denken vielleicht manche Leute nochmal über ihre eigene Meinung nach.“
Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung. Genau diese Werte sieht die Landesregierung aktuell in Gefahr. Umso wichtiger sei Demokratiebildung als Schutz vor Extremismus und Diskriminierung.
Ute Eiling–Hütig (CDU), Bildungsministerin Rheinland-Pfalz
„Gerade auch im Bereich Social Media. Was ist KI generiert, was sind fake News. Kann ich Dinge verifizieren. Und dafür ist Schule da. Dafür sind wir Erwachsene da, dass wir unsere jungen Menschen da trainieren können, ihnen Anregungen und Anweisungen geben können. Aber sie eben auch mitreden lassen, weil sie Dinge ja häufig anders empfinden als wir das vielleicht tun.“
Ob im Internet, im Klassenraum oder auf der Straße. Viele Schüler haben heute gelernt: Demokratie kann vieles bedeuten und geht jeden etwas an.