Löwen Frankfurt im Teamcheck

Und wir kommen zum Sport. Nicht nur der Ball rollt längst wieder durch die Fußballstadien, auch der Puck saust wieder übers Eis in der Deutschen Eishockey-Liga. Für die Frankfurter Löwen heißt es nach einer ziemlich verkorksten vergangenen Saison, endlich wieder an erfolgreichere Zeiten anzuknüpfen. Wie die Chancen stehen – hier unser Teamcheck.

Vergangene Spielzeit nur der vorletzte Tabellenplatz, das schlechteste Ergebnis seit der Löwen-Rückkehr in die Deutsche Eishockey Liga. Von den Playoffs war der frühere deutsche Meister weit entfernt, dass soll sich nun ändern.
Mannschaft
Bekanntester Neuzugang dürfte Verteidiger Björn Krupp sein: Über 800 Ligapartien, mehr als 50 Länderspiele, Silber bei Olympia. Nach insgesamt zehn Jahren in Wolfsburg sucht der 35-Jährige in Frankfurt eine neue Herausforderung.
Björn Krupp, Neuzugang Löwen Frankfurt
„Natürlich versuchen, mit den ganzen Jungs hier erfolgreich zu sein. Ich weiß, es wird eine kleine Achterbahn sein, das ist ja nun mal in der Saison so. Höhen und Tiefen kommen da. Aber so wie ich das Gefühl habe, werden wir uns unterstützen. Auch in den Zeiten, wo es vielleicht mal nicht so gut läuft. Und am Ende habe ich ein ganz gutes Gefühl.“
Hinzu kommt in der Defensive der vierfache deutsche Meister Konrad Abeltshauser aus München. Die neue Nummer 1 zwischen den Pfosten heißt Adam Scheel, eine Herausforderung für den US-Torwart: Vergangene Saison kassierten die Hessen die zweitmeisten Gegentreffer der Liga.
Trainer
Trainer Tom Pokel geht in seine erste volle Saison in Frankfurt. Vergangenen November beerbte der Amerikaner seinen kriselnden Vorgänger Tom Rowe an der Bande, nun setzt er neben einer verstärkten Defensive auf körperbetonten Einsatz. Und das Saisonziel?
Tom Pokel, Trainer Löwen Frankfurt
„Im Vordergrund steht: Wir wollen besser sein als vergangene Saison. Und umso schneller man die Abstiegssituation löst, desto näher ist man an den Playoffs.“
Im Klartext: Erst den Klassenerhalt sichern und sich dann nach oben arbeiten.
Prognose
Carsten Praeg, Reporter
„Mit den Neuzugängen scheinen die Löwen ihren Kader tatsächlich verstärkt zu haben, auf sie kommt es an. Vergangene Saison stand mit Dresden schon früh ein sportlicher Absteiger fest, darauf kann sich Frankfurt diesmal nicht verlassen. Sollten die Neuzugänge aber zünden, dann können die Löwen vielleicht sogar auf die Play–offs schielen.“
Zum Auftakt am vergangenen Wochenende konnten sich die Löwen in zwei Auswärtsspielen bereits vier Punkte sichern. Das erste Heimspiel folgt am Freitag gegen Tabellenführer Nürnberg.