Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

Dritter Spieltag in der Fußball Bundesliga, so langsam zeichnet sich ab, wie unsere heimischen Mannschaften in diesem Jahr drauf sind.

Markus Appelmann, Moderator:
Und darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold – der mit uns an diesem Wochenende einem ganz besonderen Spiel entgegenfiebert.
Thorsten Arnold, Sportreporter:
Na klar, zweimal pro Saison ist das Rhein-Main Gebiet mobilisiert – wenn das Duell Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt ansteht. Ein Spiel mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen: Die Mainzer mit einem 5:0 Sieg vergangene Woche – die Frankfurter haben 1:4 verloren, sind noch ohne Sieg. Und da muss sich der neue alte Eintracht-Trainer Adi Hütter die Frage aller Fragen stellen lassen: woran hats denn bislang gelegen?
Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt
„Es geht einfach darum, dass ich eben in die Zweikämpfe gehen muss. In den gefährlichen Situationen den Ball klären muss und das haben wir einfach vermissen lassen dass wir nicht im entscheidenden Moment in die zwei Kämpfe so gegangen sind, wie es sich gehört so dass wir die Flanke da nicht verhindert haben Dass wir dann auch in der Mitte nicht am Mann sind und einfach nur auf den Ball schauen das sind einfach Dinge, und Prozesse die wir in Zukunft verbessern müssen.“
Arnold:
Und auch den Torwart sollte er nicht ausklammern. Noah Atubolu, mit dem wollte man eigentlich Sicherheit auf der Torhüterposition einkaufen und jetzt kann er ausgerechnet schon im ersten Heimspiel den (Foto) Ball nicht festhalten, da sehen wir‘s, da flutscht er ihm durch. Hoffen wir mal, dass nicht auch bei ihm jetzt das große Zittern losgeht.
Appelmann:
Ganz anders die Situation bei Mainz 05. Die haben nach dem furiosen 5:0-Sieg beim HSV doch mächtig Rückenwind?
Arnold:
Na klar, Trainer Urs Fischer hat heute seine Mannschaft nochmal richtig gelobt. Kleine Verbesserungen, die wären immer nötig. Aber die Grundprinzipien, die er sehen will, die erfülle sein Team schon ziemlich gut und die will er auch gegen die Eintracht sehen.
Urs Fischer, Trainer FSV Mainz 05
„Da brauchst du auch Geduld, musst auf die richtige Situation warten, um dann vielleicht ein Pressing auszulösen. Ich fand, das haben wir wirklich sehr gut gemacht. Wir waren geduldig, waren kompakt, hatten eine gute Organisation. Das sind schon Punkte, die du auf dem Platz bekommen musst, wenn du am Ende was mitnehmen willst.“
Arnold:
Ind heute gab’s noch ne Neuigkeit von Mainz 05: Der Verein geht nämlich eine große Kooperation ein – gewissermaßen von einem Rheinufer zum anderen – mit dem SV Wehen Wiesbaden. Da soll in Zukunft von der Jugend über die Frauenmannschaft bis hin zum Profi-Bereich eng zusammen gearbeitet werden, da sehen wir die Macher beider Clubs beim gemeinsamen Foto. Bin mal gespannt, wie das dann konkret sich gestalten wird.
Appelmann:
Thorsten, lass uns direkt in die Zweite Liga blicken, denn da ist ja gleich schon Anstoß am Böllenfalltor in Darmstadt.
Arnold:
Ja, 18:30 Uhr geht’s los und zu Gast ist Arminia Bielefeld und wenn dann gleich das Flutlicht angeht: vielleicht gibt es den richtigen Impuls, um endlich den ersten Sieg einzufahren. Die Lilien ja bislang mit erst einem Punkten nach 4 Spielen Tabellenletzter! Und Trainer Florian Kohfeldt, der gibt sich kämpferisch.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Ich glaube nicht dass es ein Feuerwerk wird von unserer Seite – im Sinne von fußballerischen Feuerwerk – das kann einfach momentan noch nicht so sein. Aber ein Spiel können wir gewinnen und daran arbeiten wir alle gemeinsam. Deshalb: überzeugt, mit Vertrauen, aber auch mit dem totalen Realismus, dass es eine schwierige Phase ist, in der wir sind aktuell.“
Arnold:
Und für Punkte da soll auch dieser Mann sorgen: Marco Richter ist zurück bei den Lilien. Hier links im Bild mit dem Darmstädter Sportvorstand Paul Fernie. Hat länger nicht gespielt, aber mittelfristig soll er dann doch zur tragenden Säule werden.
Appelmann:
Wir schauen noch auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Roten Teufel sind ja mehr als ordentlich in die neue Saison gestartet.
Arnold:
Ja, haben schon acht Punkte auf dem Konto, trotz schwieriger Gegner. Und morgen wird’s nicht einfacher – da geht’s nämlich zum 1. FC Magdeburg, da ist es immer besonders unangenehm, damit rechnet auch Trainer Torsten Lieberknecht.
Torsten Lieberknecht, Trainer FC Kaiserslautern
„Das ist ein Spiel, wo du immer mental gefordert sein wirst, prozentual mit Sicherheit auch wieder weniger Ballbesitz haben wirst, Das sind eben die Themen, die man in Magdeburg schon immer hat, was auch immer den Reiz ausmacht, gegen Magdeburg zu bestehen und diese Spiele anzugehen.“
Arnold:
Wir werden‘s erleben, morgen um 13:00 Uhr ist Anpfiff. Einzel abgezählte 2635 FCK Fans sind dabei, mehr Tickets gab’s nicht und dann gucken wir ob die Roten Teufel weiter ungeschlagen bleiben.
Appelmann: Wir sind gespannt, wie es ausgeht und drücken unseren heimischen Teams natürlich fest die Daumen. Vielen Dank für deinen Ausblick aufs Bundesliga Wochenende, Thorsten!