Tag des offenen Denkmals in Speyer
Am Sonntag ist „Tag des offenen Denkmals“. Tausende historische Bauwerke, die normalerweise nicht für Besucher zugänglich sind, öffnen dann ihre Pforten. Zum größten Kulturevent Deutschlands brechen jedes Jahr mehrere Millionen Besucher zu Streifzügen durch die Vergangenheit auf. zum Beispiel zur alten Baumwollspinnerei in Speyer.
Sie thront imposant über der Stadt Speyer. Sie ist ein Denkmal und ein Zeugnis für die Bedeutung der Textilindustrie in der Pfalz. Die alte Baumwollspinnerei wird 1889 erbaut. Hier wird bis in die 1960er Jahre Baumwolle verarbeitet. Heute lagern in den Hallen über eine Million Objekte des Historischen Museums der Pfalz und der Rheinland-Pfälzischen Landesarchäologie.
Simone Heimann, Direktorin Historisches Museum der Pfalz
„Wir haben ein separates Depot nur für die Schwerlast, für die Steine. Wir haben ein ungefähr 4000 Quadratmeter großes Depot nur für archäologische Funde. Wir haben ein kulturhistorisches Depot, ein Textildepot, ein Glaslager, ein Grafikdepot, ein Gemäldedepot, ein Fahnendepot. All diese Objekte werden hier verwahrt.“
Für die Besucher zu sehen sind am Sonntag alte Skelette und mystische, seltsam aussehende Skulpturen aus der Keltenzeit. Neben antiken Sammlungsgegenständen wird auch Kurioses aus der Neuzeit vorgestellt. Wie zum Beispiel ein Pop Art-Burgdrache. Außerdem gibt es Informationen zur Geschichte der alten Baumwollspinnerei. Ein Industriedenkmal, das Anfang des 20. Jahrhunderts abbrennt und danach sofort wieder aufgebaut wird.
Bettina Hünefauth, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
„Wir haben keinen Ablaufplan. Weil wir eine Auswahl treffen müssen: Hier lagern so viele Objekte, dass wir gar nicht alle vorstellen können. Sodass wir eben entsprechend die Highlights aus allen Epochen herausgezogen haben und darüber berichten werden.“


