Bundesweiter Probe-Warntag

Was passiert, wenn in Rheinland-Pfalz und Hessen plötzlich der Ernstfall eintritt? Wie reagieren, wenn Terroristen das Stromnetz angreifen oder eine Flutkatastrophe wie im Ahrtal droht? Solche Szenarien sind auch angesichts der vielen Krisen weltweit nicht unwahrscheinlich. Und eines ist im Notfall entscheidend: Vorbereitet zu sein. In der sogenannten Resilienzwoche will die hessische Landesregierung dafür sensibilisieren, wie wir uns auf Krisen vorbereiten können. Und das startet gleich mal damit – überhaupt mitzubekommen, dass eine Gefahr bevorsteht.

Ein schriller Ton, ein Vibrieren in der Hosentasche – und bei denen, die nichts vom bundesweiten Warntag wussten, ein großer Schreck. Das Signal, das heute um 11 Uhr auf die Handys gesendet wird, ist aber nur ein Probealarm.
Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen
„Der Warntag ist ganz wichtig, er findet ja regelmäßig statt. Wir testen damit auch, ob unsere Warninfrastruktur intakt ist. Und darüber hinaus geht es aber auch darum, ein Zeichen in die Bevölkerung zu setzen.“
Das Zeichen: Krisenereignisse werden wahrscheinlicher – und können ganz unterschiedliche Ursachen haben.
Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen
„Wir haben eine angespannte Sicherheitslage, das hängt auch mit der geopolitischen Lage zusammen, aber auch Extremisten im Inland versuchen die kritische Infrastruktur anzugreifen. Das kann auch beispielsweise ein Waldbrandereignis sein. Ich war im europäischen Ausland in diesem Sommer und habe dort auch auf meinem Handy einen Warnhinweis bekommen.“
Extremistische Anschläge und Drohnenangriffe zu verhindern, ist Aufgabe des Staates. Aber auch die Bevölkerung kann sich vorbereiten und einen Notvorrat anlegen.
Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen
„Es geht nicht darum, Panik zu schüren. Aber wir müssen vorbereitet sein auf unterschiedliche Situationen. Und da ist es erforderlich, dass auch jeder einzelne mitmacht.“
Dass der in Anbetracht prall gefüllter Supermarktregale nötig sein könnte – für viele eher eine theoretische Überlegung.
Barbara Voß
„Also Notvorrat in dem Sinne, dass ich Wasservorräte anlege. Aber größere Vorräte, das machen ich und mein Mann nicht.“
Sabine Schneider
„Also bei mir ist es noch gar nicht so angekommen. Ich habe ehrlicherweise wenig Vorräte zuhause. Mache mir aber oft Gedanken, gerade seit Corona, dass man ein paar Sachen schon im petto haben sollte wie Reis und Nudeln.“
Reinhold Schmidt
„Und auch die vielen Naturkatastrophen. Und da sollte man schon vernünftigerweise einen Vorrat haben.“
Wasser, Zwieback, Nüsse oder Konserven. Wer einen Notvorrat anlegen möchte, sollte auch auf Lebensmittel setzen, die ungekühlt gelagert und ohne Kochen verzehrt werden können. Falls aus dem Probealarm doch einmal ein echter werden sollte.