Neuer Pferde-OP in Gießen
Wo werden Tierärzte fit gemacht? Eine von fünf Tierkliniken bundesweit ist bei uns – an der Uni Gießen. Neben Meerschweinchen und Co. werden hier auch Großtiere, zum Beispiel Pferde behandelt. Heute wurde das neugebaute Operations- und Diagnosezentrum der Pferdeklinik eingeweiht.
Große Türen, hohe Decken, große OP-Liegen. Alles ist so ausgerichtet, dass die Patienten hier problemlos reinpassen und behandelt werden können. Auf rund 1000 Quadratmetern Neubau haben die Pferde und ihre Tierärzte Platz für Untersuchungen und Operationen.
Prof. Michael Röcken, Pferdechirurg Uni Gießen
„Wir haben jetzt eben Räumlichkeiten, die getrennt sind. Wo wir den modernen Standard der Medizin gewährleisten können. Das heißt wir haben drei OP-Räume, wo wir septische Bereiche von Aseptischen trennen können. Was natürlich die Qualität der Arbeit deutlich erhöht und die Infektionsraten reduziert und die Nachversorgung verbessert.“
20 Millionen Euro hat das neue Operations- und Diagnosezentrum gekostet. Eine Investition, die hochrangige Tiermediziner nach Gießen locken soll.
Die ehemalige Dressurreiterin Ann-Kathrin Linsenhoff hat selbst an der Justus Liebig Universität studiert und Geld für den Neubau gesammelt. Für die Pferdeliebhaberin ein Gebäude, das Gießen internationales Renomee verschaffen soll.
Ann-Kathrin Linsenhoff, Olympiasiegerin im Dressurreiten
„Das Pferd braucht natürlich auch das Drumherum, das die Exzellenz darstellt. Aber auch der Pferdehalter und die Pferdehalterin braucht natürlich auch die Sicherheit, dass es hier sehr sehr gut betreut ist. Und wir sind hier wieder der Leuchtturm. Und das waren wir früher. Und das sind wir jetzt in der Pferdemedizin wieder.“
Ein Leuchtturmprojekt für die Uni Gießen – und trotzdem besteht hier die Sorge um künftige Bau- und Sanierungsprojekte. Erst kürzlich hat die hessische Regierung verkündet, das Hochschulbauprogramm HEUREKA strecken zu müssen. Fördergelder müssen statt bis 2031 bis 2036 reichen.
Timon Gremmels (SPD), Wissenschaftsminister Hessen
„Insgesamt haben wir hier am Standort Gießen in den letzten Jahren über 400 Millionen Euro investiert. Das ist ein klares Bekenntnis des Landes Hessen zum Standort Gießen. Es ist in der Tat konjunkturell derzeit schwierig, die öffentlichen Finanzen stehen unter Druck. Deswegen haben wir jetzt das Hochschulbauprogramm Heureka gestreckt, etwas in die Länge gezogen, aber wir stehen dazu: Spitzenforschung braucht Spitzengebäude.“


