Frankfurt Art Experience startet
In Frankfurt startet heute das spannendste Wochenende für Kunst-Liebhaber im ganzen Jahr, denn abseits der großen Museen eröffnen 36 Galerien heute gleichzeitig neue Ausstellungen. Überall in der Stadt können sich bei der Frankfurt Art Experience die Freunde zeitgenössischer Kunst auf neue und ungewöhnliche Eindrücke freuen.
Eva Dieterle: Und in einer der Galerien in der Frankfurter Innenstadt ist jetzt schon meine Kollege Robert Murmann. Robert, wie groß ist denn die Vorfreude schon?
Robert Murmann, Reporter in Frankfurt: Eva, die Vorfreude ist natürlich riesig. So kurz vor der großen Eröffnung. Du hast es gesagt 36 Galerien, die machen mit bei dem Eröffnungswochenende. Dazu kommen zehn sogenannte Offspaces. Das sind unabhängige Projektflächen, wo auch Kunst zu sehen sein wird. Dann gibt es ein Rahmenprogramm. Überall ist der Eintritt kostenlos, auch hier in der Galerie, wo wir jetzt sind. Im Hintergrund werden noch die letzten Handgriffe angelegt und ich bin hier nicht alleine, sondern ich bin hier mit Britta von Campenhausen. Sie haben das Projekt begleitet mit Frankfurt Art Experience, haben das Programm Fest im Blick. Was sind denn so die Highlights, auf die wir uns freuen können?
Britta von Campenhausen, Frankfurt Art Experience: Das Tolle ist eigentlich, dass es eine unglaubliche Vielfalt gibt. So wie hier in der Galerie ist zum Beispiel Wolfgang Oppermann bei der Galerie Hanna Becker vom Rath, der aus der Pop Art kommt. Eine eher historische Position. Und genauso gibt es ganz junge Künstlerinnen und Künstler, die sich mit KI beschäftigen und da wirklich ganz experimentell installativ arbeiten. Es sollte für jeden Geschmack, jedes Interesse etwas dabei sein.
Robert Murmann, Reporter in Frankfurt: Jetzt gibt es ja auch Musik dieses Jahr. Das erste Mal vielleicht. Können Sie das mal schildern?
Britta von Campenhausen, Frankfurt Art Experience: Es gibt über den Freitagabend über zu drei verschiedenen Terminen einmal um halb sechs startet das schon in der Petersstraße, dann geht es zu 19 Uhr ins Westend, zu der Galerie Barbara von Stechow und dann noch mal später in der Fahrgasse. Das heißt, das ist auch die Idee, dass man an verschiedene Orte geht und vielleicht auch verschiedene Stadtviertel erkundet, vielleicht auch am Samstag zum Beispiel nach Sachsenhausen geht, dass man wirklich diese große Vielfalt auch erleben kann.
Robert Murmann, Reporter in Frankfurt: Jetzt investiert die Stadt 80.000 € in dieses Wochenende, Das heißt, da ist richtig Unterstützung da. Wie ist denn allgemein aus Ihrer Sicht der Zustand der Frankfurter Kunstszene?
Britta von Campenhausen, Frankfurt Art Experience: Die ist sehr lebendig. Es auch eine sehr schöne Zusammenarbeit zwischen den Galerien und diesen ausgewählten Offspaces. Es gibt einen schönen Flyer, der gedruckt worden ist, den man sich in jeder Galerie mitnehmen kann. Dieses Miteinander ist auch sichtbar. Ist es auch so, dass Künstlerinnen und Künstler, die an der Städelschule oder an der HfG in Offenbach Absolventen sind, dann durchaus auch in der Stadt bleiben. Da hat sich durchaus einiges getan.
Robert Murmann, Reporter in Frankfurt: Und wenn ich jetzt dieses Wochenende keine Zeit habe, habe ich dann noch Chancen, diese diese Kunst zu sehen?
Britta von Campenhausen, Frankfurt Art Experience: Ja, Sie können auf jeden Fall in den nächsten Wochen noch immer zu den Galerien gehen. Nehmen Sie sich vielleicht ein Wochenende, was Sie auch machen können, sogar dieses Wochenende sind die Art Walks, an denen Sie teilnehmen könnten. Und sonst? Wenn Sie alleine in die Galerie gehen, ein Wochenende sprechen Sie immer die Galeristinnen und Galeristen an, die erklären gerne, um was es sich handelt. Nicht alles erklärt sich ja von alleine. Und gemeinsam Kunst zu betrachten ist ja auch etwas sehr Schönes.
Robert Murmann, Reporter in Frankfurt: Dann erst mal vielen Dank und wir freuen uns jetzt auf die große Eröffnung. In einer guten halben Stunde geht’s hier los und wir haben es gerade gehört: Einfach vorbeikommen, einfach reinschauen – Kunst, das ganze Wochenende lang.
Eva Dieterle: Dann sage ich, vielen Dank nach Frankfurt, Robert!


