Studie zu Kinderlosigkeit vorgestellt

Einer der größten Lebenswünsche ist für viele der nach eigenen Kindern. Doch dieser wird durch Zukunfts-Ängste bei immer mehr Menschen gedämpft, wie heute das Bundes-Institut für Bevölkerungs-Forschung in Wiesbaden mitteilt. Erstmals seit vielen Jahren sei demnach der Kinderwunsch in Deutschland gesunken. Bei Frauen auf durchschnittlich 1,7 und bei Männern auf 1,6 Kinder. Bei der Geburten-Rate zeigt sich hierzulande seit Jahren ein Abwärts-Trend, in der EU sei diese sogar auf den niedrigsten Wert seit ihrer Gründung gefallen. Gerade jedoch für die alternde Bevölkerung der Bundesrepublik ist das ein volkswirtschaftliches Problem. Laut der Forscher könne die Politik durch Maßnahmen wie Elterngeld und eine verlässliche Kinder-Betreuung unterstützen.

Prof. Martin Bujard, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Wiesbaden
„Die wichtigsten Gründe für den Geburtenrückgang sind multiple Krisen. Dabei die Sorgen vor Krieg, die Sorgen vor dem Klimawandel und Sorgen um eine geschwächte Demokratie. Wir haben immer mehr ältere Menschen. Die Renten und Krankenausgaben müssen finanziert werden und letztlich funktioniert das nicht, wenn man nicht genug junge Menschen hat. Und insofern hängt die Frage des Wohlstands unseres Landes auch sehr stark daran, dass genug junge Menschen kommen, die wir dann aber auch gut ausbilden müssen.“