Innenminister Poseck zum Drohnen-Vorfall in Leipzig

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Drohnen-Vorfall vom Flughafen Leipzig/Halle ein Anschlags-Versuch im Auftrag Moskaus war! Die Spur der Sprengstoff-Drohne führe mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst. Bislang hatte sich die Bundesregierung mit einer direkten Zuschreibung zurückgehalten. In der Nähe eines ukrainischen Antonow-Fracht-Flugzeugs war in der Nacht zum 5. August eine Drohne auf dem Flughafen Leipzig gefunden worden. Sie trug rund 600 Gramm Sprengstoff und sollte offenbar die ukrainische Militär-Frachtmaschine treffen. Allerdings hatte der Zünder nicht ausgelöst. Die Konsequenzen gegen Russland werden nun im Einzelnen abgestimmt. Heute hat sich dazu auch der hessische Innenminister Roman Poseck geäußert.

 

Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen:
„Der Drohnen-Vorfall ist gravierend gewesen, wir müssen hier von einem hybriden Anschlagszenario ausgehen. Ich begrüße es sehr, dass auf Bundesebene zunächst sehr sorgfältig ermittelt wurde. Wenn es aber feststeht, wer dahinter steckt, muss das selbstverständlich auch klare Konsequenzen haben. Es gibt ja bereits zahlreiche Sanktions-Pakete auch gegen Russland und in diesem Zusammenhang gibt es weitere Möglichkeiten. Wir müssen Russland ganz klarmachen, dass wir so etwas auf unserem Boden nicht zulassen und wer so etwas trotzdem macht, der muss mit gravierenden Konsequenzen rechnen.“