Waffeleisenmuseum in Maßweiler

Und jetzt haben wir eine ganz besondere Sammlung für Sie. Es geht nach Maßweiler ins Waffeleisen-Museum. Ja, tatsächlich, da hat jemand in seiner Scheune sage und schreibe 600 Waffeleisen ausgestellt. Da werden doch Kindheits-Erinnerungen wach. – Der nächste Teil unserer Serie „Jenseits der Klassiker – ungewöhnliche Museen.“

 

Faszination… Waffeleisen. Wolfgang Fuhrmanns Leidenschaft gilt nicht etwa dem Gebäck, sondern dem, worin es entsteht. Schon lange vor den strombetriebenen Geräten mit Anti-Haft-Beschichtung haben die Menschen Waffeln gebacken. Herdplatte raus, Waffeleisen rein. Für sein Waffeleisenmuseum hat der Pfälzer mittlerweile rund 600 historische Eisen gesammelt. Das Älteste ist aus dem Jahr 1671.
Wolfgang Fuhrmann, Waffeleisen-Sammler: „man hat ein offenes Feuer gehabt, das sieht man ja an dem langen Stiel und hat diese Waffeln im sogenannten Rauchhaus, das war die Küche von früher, gebacken.“
Vor 25 Jahren hat alles angefangen, als ihm ein altes Waffeleisen auf  dem Flohmarkt ins Auge gesprungen ist.
Wolfgang Fuhrmann, Waffeleisenmuseum Maßweiler: „Wir haben dann aus Spaß das mitgenommen, haben das sauber gemacht und haben anlässlich einer Geburtstagsfeier dann tatsächlich Waffeln gebacken so wie früher auf einem alten Herd und das war eine ganz, ganz tolle Geburtstagsfeier, an die sich jeder, der dabei war, noch erinnert.“
USA, Mexiko, Russland, Schweiz oder regionale Klassiker.
Wolfgang Fuhrmann, Waffeleisen-Sammler: „das hier ist ein typisches Zimtwaffeleisen, was es hier in Rheinland-Pfalz oder im Saarland gibt. Wenn man hier diese Fläche beachtet, dann haben wir 6 verschiedene Motive. So lange ich denken kann, gab es bei uns an Weihnachten immer Zimtwaffel.“
Ohne Thermostat ist das Waffelbacken selbst für den Profi noch eine Herausforderung. Denn jedes Waffeleisen ist anders.
Wolfgang Fuhrmann, Waffeleisen-Sammler: „das ist einfach, dass sich die Temperatur schlecht bestimmen lässt. Je nach Feuer… ja, die ist jetzt ein bisschen dunkler unten, und man weiß halt nie genau, wann die Waffel fertig ist.“
Mein Fazit: Schmeckt. Die meisten Eisen der Sammlung backen jedoch flache Waffeln, vergleichbar mit einem Keks. Die fluffigen sind eher etwas Deutsches oder Belgisches. Das kleinste Exponat ist gerade mal so groß wie eine Münze.
Wolfgang Fuhrmann, Waffeleisen-Sammler: „Diese kleinen Waffeleisen wurden speziell für Puppenstuben, also für Puppen gemacht, aber theoretisch und praktisch kann man da auch Waffeln drin backen.“
All das gibt’s zu entdecken im Waffeleisenmuseum in Maßweiler.