Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

Nachdem der Fußball in der vergangenen Woche schon im DFB-Pokal rollte, geht es an diesem Wochenende endlich wieder los mit der Bundesliga! Darüber freut sich natürlich auch unser Sportreporter Thorsten Arnold.

Eva Dieterle: Ja Thorsten, starten wir mit Eintracht Frankfurt, die ganz aktuell heute noch einen länger erwarteten Transfer vermeldet haben.
Thorsten Arnold: Ja und zwar auf der Torwartposition. Da war sich das Trainerteam um Adi Hütter jetzt nach der Vorbereitung einig: also wir brauchen noch ne richtige Nummer eins. Und da hatte man die ganze Zeit Noah Atubolu im Auge , hat seit seiner Jugend in Freiburg gespielt hat und jetzt hat’s geklappt mit dem Wechsel. (Offmaz) Da unterzeichnet er seinen Vertrag, wird erst mal ausgeliehen von den Freiburgern, mit einer späteren Kaufoption. Und sehr wahrscheinlich wird er beim Auswärtsspiel bei Union Berlin morgen schon zwischen den Pfosten stehen. Da wollen wir natürlich hören, was Trainer Adi Hütter zu seinem neuen Torwart sagt.
Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt 
„Ich bin jetzt mal froh, dass wir Noah Atubolu jetzt losgeeist haben von Freiburg. Er ist ein aufstrebender junger Tormann, er ist im Dunstkreis der Nationalmannschaft, ist 24 Jahre. Ich finde auch, seine Dynamik ist schon außergewöhnlich, ist auch mit dem Ball am Fuß sehr ordentlich. Und ich denke auch es ist ein guter Schritt für ihn, von Freiburg hierher zu gehen. Zur Eintracht, zu einem großen Verein.“
Thorsten Arnold: Ja mit großem Verein hat er recht, aber man muss – rein sportlich – ganz nüchtern feststellen: in Freiburg hätte Atubolu diese Saison Europapokal gespielt, die haben sich ja gestern Abend qualifiziert, in Frankfurt halt nicht. Nur mal so.
Eva Dieterle: Wir schauen auf unseren anderen Erstligisten, auf Mainz 05. Die dürfen mit einem Heimspiel starten.
Thorsten Arnold: Ja morgen gegen den SC Paderborn. Gut, da werden die Saison durchweg namhaftere Gegner noh in die MEWA Arena kommen, aber der Aufsteiger aus der zweiten Liga, der ist nicht zu unterschätzen. Das weiß auch der Mainzer Trainer Urs Fischer.
Urs Fischer, Trainer FSV Mainz 05
„Du wirst es nicht geschenkt bekommen, es ist kein Wunschkonzert. Die werden uns das Leben so schwer wie möglich machen. Wir brauchen einen guten Tag, müssen unsere Basics abrufen und ein bisschen mehr und dann kannst du auch in der Bundesliga ein Auftaktspiel gegen einen Aufsteiger gewinnen.“
Thorsten Arnold: Ja und auch bei den Nullfünfern hofft man noch auf einen letztes Schnäppchen auf dem Transfermarkt. Manager Christian Heidel ist da ja gewieft und top vernetzt – vielleicht zaubert er bis zum Transferschluss am Dienstagabend noch einen Neuzugang aus dem Hut
Eva Dieterle: Thorsten, wir blicken in die zweite Liga und da müssen die Lauterer zu einem Traditions-Duell antreten.
Thorsten Arnold: Ja beim FC St. Pauli am Sonntag. Also der Kult-Club aus dem hohen Norden gegen den aus der Pfalz. Auch da wird von den Rängen viel Leidenschaft kommen, aber ich denke mal, so schlimme Szenen wie beim Spiel der Roten Teufel in Mannheim, die waren hoffentlich ein einmaliger Tiefpunkt. Beim FCK hat man dazu heute wegen laufender Aufarbeitungs-Prozesse alle Fragen direkt abgeblockt. Und deshalb heißt es für Trainer Torsten Lieberknecht: voller Focus auf St. Pauli.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern 
„Fakt ist, das ist kein normales Spiel, das ist ein Bundesliga Absteiger! Und wenn man sich auf Spiele freut, hätte ich gern in St. Pauli freitags abends oder samstags abends gespielt, dann ist es noch mal mehr besonders. So ist es jetzt sonntags mittags geworden und ich glaube, ich hab der Mannschaft vermitteln können, dass ich mich wahnsinnig auf dieses Spiel freue.“
Thorsten Arnold: Schwierige Aufgabe für Kaiserslautern, zu Hause am Millerntor kann St. Pauli im Grunde jeden Gegner schlagen und der FCK, der gut 3000 Fans mitbringt, weiß aber einiges entgegenzusetzen.
Eva Dieterle: Und dann lass uns noch auf Darmstadt 98 schauen, die sind ja recht holprig in ihre diesjährige Zweitliga-Saison gestartet.
Thorsten Arnold: Ja zwei Spiele und erst ein Punkt – das stellt keinen direkt zufrieden am Böllenfalltor. Ausgerechnet jetzt kommt mit Hannover 96 eine deutlich favorisierter Verein. Aber Trainer Florian Kohfeldt weiß, wo er den Hebel ansetzen muss, damit sein Team noch in die Spur kommt.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98 
„Der Schritt, den wir gehen müssen, ist, das Intuitive ins Spiel zu übertragen. Und der Moment wird irgendwann kommen. Wir arbeiten dran, dass er so schnell wie möglich kommt und deshalb freue ich mich auf das Spiel. Weil wir wieder zeigen können: okay, wie weit sind wir? Und weil es ein Spiel ist, was wir natürlich gewinnen wollen, gerade zu Hause, mit unseren Fans mit dem Stadion.“
Thorsten Arnold: Vor allem hinten müssen die Darmstädter aufpassen. Hannover gehört zu den beiden Mannschaften, die bislang die meisten Torschüsse zu verzeichnen haben. Groß Zählbares ist dabei aber auch noch nicht herausgekommen.
Eva Dieterle: Wir sind gespannt, wie’s ausgeht und drücken unseren heimischen Clubs fest die Daumen. Vielen Dank, Thorsten, für deinen Bundesliga-Ausblick aufs Wochenende.