Wie klappt die Eindämmung der Schweinepest?

Wenn in Rheinland-Pfalz eine Tier-Seuche ausbricht, ist das Landes-Untersuchungsamt in Koblenz dafür zuständig, einen Überblick über das Infektions-Geschehen zu behalten – und die Landkreise hinsichtlich der zu ergreifenden Maßnahmen zu beraten. Und das war in den vergangenen Jahren eine Menge Arbeit, denn immer neue Infektions-Ausbrüche haben gerade bei den Tierhaltern zu finanziellen Einbußen geführt.

Vor mehr als zwei Jahren brach in Hessen und Rheinland-Pfalz die Afrikanische Schweinpest aus und hielt die Veterinärämter, Landwirte und Jäger in Atem. Dazu kamen in den letzten zwei Jahren Ausbrüche der Vogelgrippe, der Blauzungenkrankheit und der Maul- und Klauenseuche.
Befallene Tiere werden von Jägern oder Landwirten eingesammelt und hier im Landesuntersuchungsamt in Koblenz abgegeben.
Dr. Markus Böhl, Präsident Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz
„So kommen wir auch zu den ersten Befunden letztendlich. Das heißt, wenn sich jemand meldet, der einen kranken Bestand hat und einfach die Krankheit nicht zuordnen kann, dann beginnt bei uns, mit den ganzen Partnern die Suche.“
Heute hat sich Landwirtschaftsministerin Christine Schneider ein Bild der Arbeit des Landesuntersuchungsamtes gemacht. Besonders die Vogelgrippe war im vergangenen Jahr ein großes Problem in Rheinland-Pfalz. Mehr als 100-mal wurde sie bei Wildvögeln nachgewiesen, besonders bei Zugvögeln. Viele Tierhalter wurden deshalb von den Landkreisen angewiesen, ihre Tiere im Stall zu belassen. Die Afrikanische Schweinepest hingegen konnte durch Maßnahmen wie Zäune und Kadaverspürhunde erfolgreich auf gerade einmal 17 Fälle und damit ein Drittel der Fälle des Vorjahres eingedämmt werden.
Christine Schneider (CDU), Landwirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz
„Wenn Zahlen rückläufig sind werden immer die Fragen gestellt: brauchen wir die Maßnahmen noch? Aber ich glaube gerade die Zahlen bestätigen uns, dass wir dort, wo wir Virusvorkommen haben auch entsprechend vorgehen müssen. Und die Prävention oder die Eindämmung dann auch nicht zu schnell nachlässt.“
Durch den Klimawandel kommen auf das Landesuntersuchungsamt allerdings bereits neue Herausforderungen zu, denn eingeschleppte Mücken übertragen auch bei Tieren Krankheiten, auf die man hierzulande nicht eingestellt ist.