Neue Werkstatt der HLB

Es ist die größte Investition der Hessischen Landesbahn in ihrer Geschichte – die neue Zug-Werkstatt in Butzbach. Nach nur rund zwei Jahren Bauzeit ist die Anlage nun fertig und voll einsatzbereit. Ob Inspektion, Reparatur, Räderwechsel oder Austausch von großen Bauteilen – alles geschieht jetzt unter einem Dach.

Dieser Zug ist an einem Bahnübergang mit einem Auto zusammengestoßen. Früher hätte man ihn zur Reparatur in eine externe Werkstatt bringen müssen – jetzt kann die Hessische Landesbahn das selbst, in ihrer neuen Werkstatt für Regionalzüge in Butzbach.
Tobias Beckers, Co-Geschäftsführer HLB: „Das besondere ist einmal die Größe, dass man normalerweise eher kleinteiliger denkt, Werkstätten für bestimmte Netze, für bestimmte Züge baut und hier haben wir gesagt, wir legen das alles zusammen, wir denken größer und wir denken vor allen Dingen nachhaltiger und denken für die Zukunft im Sinne von Erweiterungsmöglichkeiten.“
Auf 73.000 Quadratmetern kann so gut wie alles repariert werden. Das spart nicht nur langfristig Geld, sondern auch Zeit. Dieser Zug braucht eine Inspektion. Dafür müssen die KfZMechatroniker sowohl unten an die Rädervorrichtung und unter den Zug kommen als auf obendrauf: Filtermatten der Klimaanlage tauschen, Elektronik checken. Die Werkstatt ist so konzipiert, dass die Mitarbeiter jederzeit überall an den Zug drankommen.
Pascal Kroll, Kfz-Mechatroniker: „vorher hat man so Arbeitsstände gehabt, war halt zeitintensiver, weil man die immer aufbauen musste, verschieben musste und immer nur zwei Meter auf dem Dach laufen konnte.“
Niclas Storch, Mechatroniker: „es wird natürlich schneller gehen jetzt, weil auch durch die neue Halle hier hat man natürlich ein bisschen mehr Platz, man hat ein bisschen mehr Übersicht, das hilft bei den Abläufen im Alltag ein bisschen mehr und auch die neuen Kollegen jetzt, die durch diese neue hier angestellt werden, das ist natürlich dann besser zu arbeiten.“
Je schneller die Reparatur, desto schneller sind die Züge wieder einsatzbereit.
Tobias Beckers, Co-Geschäftsführer HLB: „Das wesentliche, was der Fahrgast merken wird, ist einfach die Qualität, die Zuverlässigkeit der Züge, ein beliebtes, leider beliebtes Thema und auch zurecht beliebtes Thema ist die Verfügbarkeit von WC-Anlagen. Auch hier haben wir beispielsweise durch moderne Ver– und Entsorgungsanlagen und eine eigene Einrichtung, um WCs auch aufarbeiten zu können, en Grundstein dafür gelegt, hier in Zukunft besser zu werden.“
Rund 140 Millionen Euro hat die neue Werkstatt gekostet. Geplant ist, künftig auch für andere Eisenbahnunternehmen Leistungen anzubieten – in der größten Anlage für Regionalzüge in Deutschland.