Hessischer Demografiepreis verliehen
Der demografische Wandel verändert unser Leben – besonders auf dem Land: Die Menschen werden älter, Orte kämpfen mit Leerständen und gleichzeitig braucht es Angebote, die verschiedene Generationen zusammenbringen. Eine Initiative aus Bad Orb hat sich diesem Problem angenommen und wurde dafür heute mit dem hessischen Demografiepreis ausgezeichnet.
Wo früher gebetet wurde, wird heute geklettert. Das ehemalige Kirchengebäude in Bad Orb wurde von einem leerstehenden Ort zu einem lebendigen Treffpunkt für die Menschen. Und genau dafür erhält das Projekt Boulder Church heute den Hessischen Demografie-Preis 2026.
Marco Köhler und Marc Ihl, Boulder Church Bad Orb
„Wir haben uns total gefreut, dass ein Projekt, in das wir so viel Liebe und Energie investiert haben, so viel Wertschätzung erfährt und dass wir jetzt mit diesem tollen Demografiepreis ausgezeichnet werden.“
Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 110 Projekte um die Auszeichnung beworben. Was sie verbindet: Sie wollen das Leben auf dem Land lebenswerter machen und Orte schaffen, an denen Menschen zusammenkommen.
Benedikt Kuhn (CDU), Chef der hessischen Staatskanzlei
„Wir brauchen diese Orte der Gemeinschaft, wenn alles sich zurückzieht in Filterblasen, jeder nur noch in den sozialen Medien unterwegs ist. Dann geht was verloren, auch für die Demokratie. Diesen Herausforderungen stellen sich die Projekte auf ganz ganz vielfältige Art und Weise.“
Der Preis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Je 5.000 Euro gehen an die beiden Zweitplatzierten: „Bezahlbar bauen“ aus Kirchhain, das einen Prototyp für mehr bezahlbaren Wohnraum entwickelt. Und das Kinderfestival „Leo feiert“, das die Alsfelder Innenstadt einmal im Jahr in einen Abenteuerspielplatz verwandelt.
Die Boulder Church erhält als Preisträger 8.000 Euro. Geld, das die Initiatoren nutzen wollen um alle Generationen zusammen zu bringen.
Marco Köhler und Marc Ihl, Boulder Church Bad Orb
„Wir investieren das Geld zu 100 Prozent in die Firma und da konkret in das Projekt, was wir vorhaben. Auch Menschen höheren Alters in unsere Boulderhalle zu ziehen. Also wir wollen Griffe kaufen, wir wollen Routen schrauben und wollen auch einen Kurs etablieren, vielleicht mit einer physiotherapeutischen Begleitung, der es dann Menschen 60 Plus ermöglicht einen ganz entspannten Einstieg zu finden.“


