Eintracht Frankfurt im Teamcheck

Für sie war die letzte Saison eine zum Vergessen: Dauerstreit um Trainer Riera und – zum ersten Mal seit acht Jahren – verpasst man die Teilnahme am europäischen Geschäft. Nachdem der Saison-Auftakt im DFB-Pokal geglückt ist, startet am Wochenende auch die neue Bundesliga-Saison. Wir schauen uns an, was drin ist für die Eintracht, in unserem „17:30 Sat.1 live Teamcheck“.

Nach der verkorksten letzten Saison ist es ein Sommer des Umbruchs bei der Eintracht: Mehrere Stammspieler wurden aus dem Kader gestrichen, weitere Neuzugänge sollen noch folgen.
Mannschaft
Er wird die Eintracht auch in der kommenden Saison als Kapitän auf den Platz führen: Robin Koch. Trotz schwankender Leistungen soll er der Abwehrchef bleiben. Mit 65 Gegentoren war die Abwehr das Sorgenkind in der vergangenen Saison. Konsequenz: Innenverteidiger Arthur Theate wurde aus dem Kader gestrichen und wird den Verein wohl verlassen. Säulen, wie Kristensen und Brown sind bereits weg. Eigengewächs Elias Baum soll seine Chance als Außenverteidiger bekommen. Vor dem Saisonstart muss die Eintracht die Abwehr aber noch verstärken: Laut Medienberichten steht der Kauf eines neuen Innenverteidigers kurz bevor.
Und die Offensive? Sie soll endlich wieder befreit aufspielen. Jonathan Burkardt zeigte zwar mit 13 Saisontoren eine ordentliche Leistung, sorgte Abseits des Platzes aber vor allem durch seinem Streit mit Ex-Trainer Riera für Schlagzeilen.  Ansonsten setzt die Eintracht weiter auf junge Talente wie Uzun und Ebnoutalib – sie sollen die wilde, leidenschaftliche Eintracht der vergangenen Jahre wiederbeleben.
Trainer
Adi Hütter hat die Gemüter bei der Eintracht erstmal beruhigt. Der 56-jährige Österreicher war bereits von 2018 bis 2021 Trainer der Hessen und genießt bei Fans und Verein großes Vertrauen. Mit ihm soll die Wende gelingen.
Adi Hütter, Cheftrainer Eintracht Frankfurt
„Ich habe mich auf die Bundesliga wieder sehr gefreut, weil ich es jetzt wieder seit knapp drei Jahren im Fernsehen verfolgt habe und jetzt selber wieder an der Linie zu stehen macht mich natürlich happy. Trotz allem werden wir vom ersten Tag weg versuchen wieder reinzubringen, was wir auch hier sehen wollen, was auch zu mir passt: einen proaktiven Fußball, einen Fußball, der begeistert.“
Für diesen Fußball hat er den Kader konsequent umgebaut. Hütter hat eine klare Vision.
Prognose
Moritz Huhn, Sportreporter
„Im Pokal hat die Eintracht ihre Pflichtaufgabe überzeugend absolviert und beim Oberligisten St. Tönis den höchsten Pokalsieg der Vereinsgeschichte eingefahren. Die Spielfreude und der Zusammenhalt, der vergangene Saison oft fehlte, scheint auf den ersten Blick wieder zurück zu sein.
Die Kaderumbau ist aber alles andere als beendet. Bis zum ersten September ist der Transfermarkt noch geöffnet: Bis dahin sollen noch einige Spieler den Verein verlassen, die Verteidigung verstärkt werden und auch die Nummer eins im Tor steht noch nicht fest.
Insgesamt hat es Hütter aber geschafft, die Stimmung bei der Eintracht wieder zu beruhigen. Gelingt es ihm nun, aus dem neu zusammengesetzten Kader eine Mannschaft zu formen, könnte die Eintracht wieder um die Champions-League-Plätze mitmischen.“
Ob der Neuanfang gelingt, zeigt sich erstmals am Samstag: Die Eintracht startet auswärts in die neue Saison bei Union Berlin.