Limburger Dom wird zur Baustelle: Historischer Dachstuhl wird saniert
Der Limburger Dom mit seinen sieben Türmen – erbaut vor rund 800 Jahren hat er schon so einiges erlebt und diese Zeit ist nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Deshalb soll der Dom in den kommenden Jahren wieder fit gemacht werden.
Er soll wieder in voller Pracht erstrahlen! Daher wird die Außenfassade des Limburger Doms ab dieser Woche aufwändig saniert. Kein leichtes Unterfangen, erläutert der zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
Sina Vorbach, Projektmanagerin Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH)
„Mit die größten Herausforderung ist tatsächlich, die Gerüste und Materialien hier durch die sehr engen Gassen nach oben zu bringen zum Dom. Das nur wirklich Notwendige wird an einem Tag hochgebracht, sodass wir hier mit einem Verkehrsaufkommen zwar rechnen müssen, aber die Straßen nicht dauerhaft sperren müssen.“
Ursprünglich sollten die Sanierungsarbeiten am Dach bereits 2017 beginnen und etwa 8 Millionen Euro kosten. Es kam aber immer wieder nur zu kleineren Arbeiten, während die große Hauptsanierung verschoben wurde. Jetzt kommt diese aber und ist dringend nötig.
Jürgen Hamm, Architekt
„Es ist natürlich, man hat es an den Bildern gesehen, Zeit, dass wir nun loslegen. Die Materialien haben ihr Lebensalter erreicht. (…) Gerade beim Dach, das sorgt ja für Dichtigkeit, dass kein Wasser reinläuft. Und wenn wir das nicht machen, zerstören wir da durch das Wasser, das in das Holz reinläuft, diesen mittelalterlichen Dachstuhl.“
Zuvor wurde anhand von hochauflösenden Drohnenaufnahmen ein 3D-Modell erstellt, um Schäden besser dokumentieren und die Sanierung besser vorbereiten zu können. Geplant sind unter anderem: Die Instandsetzung des Dachstuhls, die Neueindeckung des Schieferdachs und die Restaurierung der Fassade. Kosten: Rund 15 Millionen Euro.
Wolfgang Pax, Generalvikar und Domdekan
„Der Dom ist ja ein Wahrzeichen für unser Bistum Limburg. Natürlich für die Stadt Limburg, für die ganze Region. Und der Dom zieht viele Menschen in seinen Bann. Und dass wir ihn jetzt so gestalten, dass er das die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte tun kann, das ist der Sinn und die Motivation für diese große Baumaßnahme.“


