Extremschwimmerin auf dem Weg von Frankfurt nach Köln
Nathalie Pohl hat schon einige der härtesten Schwimmherausforderungen der Welt gemeistert. Jetzt wagt die Marburgerin einen weiteren Rekordversuch: Sie will von Frankfurt nach Köln schwimmen – durch Main und Rhein.
Dienstagmorgen 6 Uhr am Frankfurter Mainufer. Nathalie Pohl macht sich bereit für den Start ihrer Challenge. Bis Freitag will sie in Köln ankommen. Es ist nicht die erste große Herausforderung, der sie sich stellt. Ein wenig Aufregung liegt trotzdem in der Luft.
Nathalie Pohl, Extremschwimmerin
„Ich freue mich sehr drauf. Also endlich geht es los, jetzt nach all den Monaten Vorbereitung stehen wir jetzt hier in Frankfurt – wenige Minuten vor dem Start. Ich bin sehr gespannt, was die nächsten vier Tage jetzt bringen.“
Dann ist es soweit. Ein beherztes Abstoßen vom Ufer und dann Zug um Zug durch den Main. 200 Kilometer müssen Nathalie Pohl und ihr Team überwinden. Zunächst durch den Main und dann den Rhein. Die Distanz legt sie nicht allein zurück. Die 31-Jährige wechselt sich immer wieder mit elf weiteren Schwimmern ab.
Nathalie Pohl, Extremschwimmerin
„Das war mir einfach ein Herzensprojekt und ein Anliegen, dass wir diesmal einfach Leute aus dem Verein mit dazuholen. Wir haben wirklich so viele coole Bewerbungen bekommen. Es waren so viele, da musste ich eine Entscheidung treffen. Es war sehr schwer, weil so viele mitmachen wollten, aber wir haben supercoole Leute dabei und jeder hat richtig Lust.“
Im Rhein angekommen, kämpft sich die Schwimmerin kraulend durch die Fahrrinne. Die Strömung leistet dabei etwas Unterstützung. Und die bekommt sie auch von Fans am Uferrand. Das ist die Freiwasserschwimmerin im offenen Gewässer eher nicht gewohnt.
Nathalie Pohl, Extremschwimmerin
„Tatsächlich ist es richtig cool einfach, weil es jetzt das erste Mal ist, dass so viele Leute an den Rand kommen können. Ich habe auch schon super viele gesehen gerade heute waren extrem viele Leute am Rand. Das gibt natürlich noch mal extra Motivation das Ganze durchzuziehen.“
Zahlreiche Fans bejubeln die Extremschwimmerin auch bei ihrer Ankunft in Bingen – bei einem von mehreren Zwischenzielen auf der Reise. Dort werden immer wieder Schecks übergeben. Denn mit der Challenge sammelt Nathalie Pohl Geld, um Projekte für die Kinderschwimmförderung zu unterstützen. Von Bingen aus geht es dann mit dem Auto weiter nach Sankt Goarshausen. Auf diesem Rheinabschnitt ist das Schwimmen strengstens verboten. Anders als die Schiffe auf dem Rhein wird Nathalie Pohl von dem Niedrigwasser kaum beeinflusst.
Nathalie Pohl, Extremschwimmerin
„Also das Niedrigwasser in dem Sinne – es reicht auf jeden Fall zum Schwimmen und wir müssen hier und da natürlich ein bisschen aufpassen. Aber an sich ist es eigentlich sehr gut. Die Hitze ist extrem stark und das Wasser ist auch sehr warm. Eigentlich bin ich es gewohnt, eher in kälteren Gewässern zu schwimmen.“


