Begeisterung über die Sonnenfinsternis
Der Hype um die teilweise Sonnenfinsternis in Deutschland war riesig: Vielerorts waren die sogenannten Sofi-Brillen schon seit Tagen ausverkauft, Sternwarten veranstalteten eigene Events und hunderte Menschen guckten gemeinsam in den Himmel.
Um 19:20 Uhr war es endlich so weit: Stück für Stück schiebt sich der Mond vor die Sonne. An der Sternwarte in Klein-Winternheim: hunderte Schaulustige und große Vorfreude
Jakob Schüler
„ich freue mich eigentlich seitdem ich es weiß, vielleicht seit drei Wochen, ich weiß es nicht genau, aber ich freue mich echt sehr doll.“Luca Simonis
„Seit einer Woche ungefähr bin ich schon super gehyped gewesen, hab geschaut, wo kann man es anschauen in Mainz und Umgebung, wo sind die besten Spots. Ist ja krass, das ist einfach ein total historisches Ereignis.“Elias El Hajjami
„Ich habe mich jetzt in der letzten Woche sehr darauf gefreut und ich wusste bestimmt schon seit einem Jahr davon.“
Ein Jahr warten auf diesen einen Moment: Um 20:08 verdeckt der Mond 88 Prozent der Sonne. Auf dem Feld in Mainz wird es spürbar dunkler.
Tobias Rinas
„Jetzt sieht man diesen riesigen Himmelskörper, wie sich da was davor schiebt und fühlt sich etwas klein dabei.“Birgit Diewald
„Es ist ja schon etwas überwältigend hier, finde ich.“Alex Altmejer
„Sehr spannend. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so etwas sehe.“Luca Simonis
„Natürlich ein unglaubliches Naturspektakel. Also es war toll, dass gerade durch diese Brille sehen zu können.“
Wer keine Brille mehr ergattern konnte, hilft sich mit selbst gebastelten Lochkameras aus Chips Dosen, Schuhkartons – oder mit einem Blick durch die Teleskope der Sternwarte. Eineinhalb Stunden dauert das gesamte Spektakel. Ein Anblick, der sich so schnell nicht wiederholen wird.
Dirk Rensink – Paul-Baumann-Sternwarte Klein-Winterheim
„Grundsätzlich sind Sonnenfinsternisse gar nicht mal so selten, aber wenn wir das auf einen Ort beziehen, dann schon. Hier in Mainz ist die nächste dann 2117. In Deutschland nach 1999 erst wieder 2081.“
Lange Wartezeit also für alle Sternen-Begeisterte. Der gestrige Himmel entschädigte dafür gleich doppelt: Nach der Sonnenfinsternis zeigten sich die Perseiden – mit bis zu einhundert Sternschnuppen pro Stunde. Ein absolut magischer Abend – hier über Mainz.


