Weltmeisterschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik startet in Frankfurt

Ab heute finden in der Frankfurter Festhalle die Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik statt. Und sie ist die große Hoffnung des deutschen Teams: Darja Varfolomeev. Seit ihrem Olympiasieg 2024 ist die 19-Jährige einem Millionenpublikum bekannt. Jetzt steht für sie und ihre Teamkolleginnen die Heim-WM an. Wir haben die Einzelathletinnen direkt beim letzten Training vor den Wettkämpfen getroffen.

Ob mit Ball, den Keulen, dem Reifen oder dem Band – spätestens seit ihrem Olympiasieg 2024 kennt jeder ihren Namen: Darja Varfolomeev. Die 19-jährige geht in der Qualifikation mit allen vier Geräten an den Start. Eine große Herausforderung – und viel Druck.
Darja Varfolomeev, Olympiasiegerin Rhythmische Sportgymnastik
„Bisschen Aufregung ist schon dabei, ich glaube es muss auch so sein. Wir trainieren ja nicht umsonst und verbringen die ganze Zeit in der Halle, sondern damit wir auch das auf die Fläche bringen können und zeigen können, was wir alles gemacht. Es ist wirklich wichtig alles top vorzubereiten, von Schwierigkeit, Artistik bis zur Sauberkeit, aber ich glaube das Wichtigste ist einfach gut und ohne Verluste durchzukommen.“
Auch Lada Pusch und Anastasia Simakova vertreten Deutschland in den Einzelwettbewerben.
Lada Pusch, Rhythmische Sportgymnastin
„Jetzt in den letzten Wochen waren die Übungen eigentlich schon recht bereit, weil wir sie auch die ganze Saison schon durchgeturnt haben, bei uns war jetzt eigentlich der Fokus auf Feinarbeit.“
Anastasia Simakova, Rhythmische Sportgymnastin
„Wir wollen unser Bestes zeigen beim Wettkampf. Ich habe nur ein Gerät, weil ich nur an dem einen Gerät gearbeitet habe und fokussiere mich nur auf Band.“
In der Frankfurter Festhalle dürfen sich die deutschen Gymnastinnen auf ein echtes Heimspiel mit ganz besonderer Atmosphäre freuen.
Lada Pusch, turnt mit Ball, Reifen und Keulen
„Es bedeutet natürlich auch sehr sehr viel für mich, dass Familie und Freunde dabei sein können. Ich freu mich dann auch auf das Publikum, wenn man angefeuert wird, wenn man auch mal seinen Namen im Publikum hört und ja das gibt natürlich nochmal zusätzlich Motivation.“
Die Zuschauer freuen sich auf 350 Athletinnen aus 73 Ländern, die um die Titel kämpfen.
Julia Raskina-Rizzo, Trainerin
„Konkurrenz ist Wahnsinn. Also so viele gute Gymnastinnen. Und Wettkampf wird ein richtiger Wettkampf. Ich denke man weiß nie was passieren kann.“
Neben der körperlichen Vorbereitung zählt deshalb vor allem die mentale Stärke. Kleine Rituale können dabei helfen. Darja hat bei ihrer Heim-WM einen ganz besonderen Glücksbringer dabei.
Darja Varfolomeev, mehrfache Weltmeisterin Rhythmische Sportgymnastik
„Das hat ein Mädchen gemacht und mir zugeworfen. Es ist ein Hase, aber mit meinem Anzug von der Ballübung. Und ich finde das ist ein wunderschönes Geschenk und ich hab mich auch riesig gefreut und jetzt saß der auch bei der Vorbereitung immer mit mir, ich hab mir den immer angeschaut, wenn ich mal müde war oder irgendwie nicht was gelaufen ist, habe ich immer an schöne Momente gedacht und es bringt mir einfach so ein bisschen Ruhe glaub ich.“
Und genau diese Ruhe kann bei der Heim-WM in Frankfurt nicht schaden. Für den zweiten Qualifikationstag am Donnerstag sind noch Tickets erhältlich. Die Finaltage am Wochenende sind bereits ausverkauft. Wir drücken den deutschen Gymnastinnen fest die Daumen!