Vorbereitung auf Sportakrobatik-WM

Im italienischen Pesaro finden Ende September die Weltmeisterschaften in der Sport-Akrobatik statt. Neben Turnerinnen von Eintracht Frankfurt konnte sich auch ein Trio aus Mainz und Darmstadt qualifizieren. Wir haben die Sportlerinnen vor ihrer Abreise besucht.

Spektakuläre Saltos und Schrauben, Tanz und perfekt ausgeklügelte Balance-Elemente – das ist Sportakrobatik. Neele, Alisa und Malika turnen auf Weltklasse-Niveau. Das Trio trainiert erst seit rund einem Jahr zusammen und ist trotzdem perfekt aufeinander eingestellt. Neele ist vom KKSV Mainz-Finthen, Alisa und Malika von der SG Arheilgen. Für die Weltmeisterschaft im September haben die drei eine klare Strategie.
Alisa Marahtanova, 19 Jahre alt
„also sehr viele machen ja sehr schwere Elemente, aber ich glaub, dass die Sauberkeit, dass es so leicht aussieht und wirklich alles einfach perfekt aussieht, das macht dann halt an den vordersten Plätzen macht das dann halt eher den Unterschied.“
Die 13-jährige Neele bildet als kleinste und leichteste immer die Spitze der Elemente – klettert für Balancepyramiden ganz nach oben oder wird für Dynamik-Übungen durch die Luft geworfen. Malika und Alisa sind ihr Fundament.
Malika Strack, 19 Jahre alt
„Wir sind einfach dafür zuständig so die starken unten zu sein. Also wir sind dafür verantwortlich, dass Neele nix passiert, weil Neele ist das wichtigste, dass sie sicher bleibt und nicht irgendwo hinfällt oder so. Bei Balance halt quasi einfach so still wie möglich einfach sein, fest sein.“
Trainerin Julia Sefaj vom KKSV Mainz-Finthen fährt mit zur WM und ist selbst ziemlich aufgeregt.
Julia Sefaj, Trainerin KKSV Mainz-Finthen
„Was die drei ausmacht ist einfach, die sind so ehrgeizig. Man muss nix sagen, die wollen einfach, die tun alles dafür und deswegen wünsche ich denen einfach, dass das in Erfüllung geht, dass sie abrufen können, was sie im Training auch zeigen.“
Und das ist am Ende meist Kopfsache.
Neele Jansohn, Sportakrobatin KKSV Mainz-Finthen
„Der Körper, das ist meistens oder eigentlich nie das Problem, weil man sich ja wirklich mehrere Wochen und Monate auf diesen Moment vorbereitet, dass es daran jetzt nicht scheitert, dass der Körper irgendwie nicht kann.“
Trotz großer Konkurrenz wollen die drei sich nicht zu viel Druck machen, sondern es vor allem genießen.
Malika Strack, Sportakrobatin SG Arheilgen
„Ich mach einfach mein Ding und wir sind hier zusammen und haben so unseren Moment und einfach so in dem Moment so in diesem Mindset so zu sein.“
Weil es für Sportarten wie Akrobatik kaum Fördermittel gibt, ist die WM-Teilnahme nicht nur eine körperliche, sondern auch eine finanzielle Herausforderung. Über eine Kampagne auf GoFundMe sammelt das Team spenden. In Pesaro werden müssen drei sich zunächst in der Vorrunde beweisen, um sich fürs Finale zu qualifizieren. Wir drücken ganz fest die Daumen.