Was bringt das neue Schuljahr?

Nur noch vier Tage, dann geht bei uns die Schule wieder los. Mit Ute Eiling-Hütig steht seit Mai das erste mal seit 1991 wieder eine CDU-Politikerin an der Spitze des Rheinland-Pfälzischen Bildungsministeriums und die neue Ministerin hat heute ihre Pläne für das kommende Schuljahr vorgestellt.

Am Montag werden sie wieder überall in Rheinland-Pfalz zu sehen sein: die bunten Schultüten von rund 40.000 Erstklässlern. Unterrichtet werden sie und alle anderen Klassenstufen von so vielen Lehrkräften wie nie zuvor. Mehr als 45.500 verbeamtete Lehrkräfte beschäftigt das Land im kommenden Schuljahr. Der Informatikunterricht soll weiter ausgeweitet werden, so berichtet es Ute Eiling-Hütig heute im Bildungsministerium. Gleichzeitig soll ein teilweises Handyverbot noch innerhalb dieses Schuljahres in Kraft treten.
Ute Eiling-Hütig (CDU), Bildungsministerin RLP
„Deshalb werden wir die private Nutzung digitaler Endgeräte – ich betone, die private Nutzung digitaler Endgeräte – für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klasse 10 während der gesamten Schulbesuchszeit, inklusive Pausen und Ganztagsangebots, grundsätzlich untersagen. Mitgeführte Geräte müssen ausgeschaltet und nicht sichtbar verwahrt sein.“
Das im Wahlkampf geforderte, verpflichtende letzte Kita-Jahr konnte die Ministerin noch nicht ankündigen. Sie will Kinder eineinhalb Jahre vor Schulbeginn auf ihre Deutschkenntnisse prüfen lassen, denn nur so könne man Kinder gezielt fördern, deren Eltern sie nicht zu den entsprechenden schulvorbereitenden Angeboten brächten.
Ute Eiling-Hütig (CDU), Bildungsministerin RLP
„Nicht in die Kita, nicht in die Feriensprachkurse, nicht ins LIF, also lernen in den Ferien, und da müssen wir eben ansetzen. Das ist für mich der Punkt mit den Sprachstandserhebungen eineinhalb Jahre vorher, also vor Schulbeginn, dass ich eben auch genau diese Familien abgreife, denn das sind dann oft die Kinder, die in der ersten Klasse dann gar nicht mitkommen.“
Außerdem wolle man den Ablauf von KLassenarbeiten und Testaten überarbeiten, um den Veränderungen durch die Verfügbarkeit von Künstlicher Intelligenz entgegenzuwirken. Viele Ankündigungen und noch wenig handfestes also von der neuen Bildungsministerin – aber das neue Schuljahr fängt ja auch nächste Woche erst an.