Agility-Weltmeister kommen aus Worms
Agility ist Hundesport auf Weltniveau. Sprünge über Hürden, rasante Läufe durch Tunnel und präzise Wendungen im Slalom. Rico Hafner und Hündin Dis haben zusammen mit ihren Teamkollegen in Rumänien den Titel geholt.
Der Weltmeisterparcours aus der Sicht der belgischen Schäferhündin Dis. In Zeitlupe. Rico Hafner gibt der siebenjährigen Hündin die Richtung vor, die Hindernisse bewältigt Dis allein. Das ist anstrengend für Hund und Hundeführer. Pausen sind wichtig und regelmäßiges Training. Den Titel haben beide mit Teammitgliedern aus ganz Deutschland gewonnen. Alle mussten den Hindernislauf fehlerfrei absolvieren.
Rico Hafner, Agility-Weltmeister
„Die schnellste Mannschaft mit den wenigsten Fehlern gewinnt. Das waren zwei Läufe und die Kombination aus zwei Läufen ergibt dann das Ergebnis und da waren wir echt ganz gut und sind Weltmeister geworden. Im Team.“
Ohne die Teamkollegen, kein Titel. Das ist dem Wormser wichtig. Alle wohnen verstreut in ganz Deutschland und trainieren selten zusammen. Christina Raab ist das Frauchen von Dis. Die Riedstädterin ist seit Jahren mit Rico Hafner befreundet und überlässt dem Hundetrainer gerne ihre belgische Schäferhündin zum gemeinsamen Agility.
Christina Raab, Frauchen von Dis
„Ich würde Rico jeden meiner Hunde überlassen. Er ist ein sehr guter Hundeführer im Agility und der Hund hat Riesenfreude daran, mit ihm was zu machen. Das heißt: Es ist ja für den Hund kein Nachteil.“
Mit seiner eigenen Hündin hat der Wormser vor zwei Jahren den Vize-Weltmeistertitel gewonnen. Doch die Elfjährige ist jetzt in wohlverdienter Rente und macht nur noch leichtes Training. Hundesport ist die Leidenschaft des 37-Jährigen.
Rico Hafner, Agility-Weltmeister
„Ich bin als Kind schon hier in diesem Verein gewesen und konnte gerade laufen. Da bin ich schon mit meinem Stoffhund über die Hundewiese gerannt und habe versucht, die Übungen nachzumachen, die die Erwachsenen damals mit ihren Hunden gemacht haben. Und wir hatten schon immer Hunde in der Familie. So hat das angefangen. So eingestiegen bin ich mit zwölf, und da wurde ich mit vierzehn, fünfzehn gefragt, ob ich Übungsleiter werden will, weil das mit dem damaligen Hund schon gut geklappt hat, und habe in dem Verein schon ganz viel Training gegeben damals.“
Jetzt leitet der Weltmeister ehrenamtlich den Verein. Der Hundesport hält ihn selbst fit und auch die Tiere, mit denen er trainiert. Agility ist für lauffreudige Hunderassen wie Border Collies oder belgische Schäferhunde besonders gut geeignet.
Rico Hafner, Agility-Weltmeister
„Genau. Ansonsten macht das viel für die Bindung, die Beziehung und das Selbstbewusstsein des Hundes. Man lernt, den Hund besser zu lesen, man lernt, ihn besser einzuschätzen, man kriegt ein gutes Timing.“


