Foto-Künstler Moritz Koch schafft es nach New York

Ein Mainzer in New York. Moritz Koch kommt gerade von der ältesten und renommiertesten Foto-Kunst-Messe der Welt. Es läuft derzeit richtig gut für den 26-Jährigen. Auch in Berlin wird seine Kunst zurzeit ausgestellt. Wir haben den Fotografen daheim in seiner Heimat getroffen. Auf der Laubenheimer Höhe. Dort kann er in Ruhe über neue Projekte nachdenken.

„Also das ganz Besondere hier ist für mich, dass man einfach den Gedanken freien Lauf lassen kann und so einen Ruhepol hat, mitten in der Natur steht, aber doch noch relativ zentral in Mainz ist, und das ist für meine Arbeit, für mich selbst sehr wichtig. Dass man diesen Ort hat, an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, um auch diese großen Projekte eben zu planen, sich auszudenken.“
Von der Laubenheimer Höhe aus, kann Moritz Koch auf den Feldberg im Taunus blicken. Dort hat er im vergangenen Sommer, nach monatelanger Vorbereitung einen ganzen Tag lang ein einziges Foto inszeniert. Mit 150 Komparsen und einem Team von rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Moritz Koch, Foto-Künstler
„Und dann dieses eine Filmstill nur zu haben. Nicht wie im Film eben, eine Geschichte anhand von 25 oder 30 Bildern pro Sekunde zu erzählen, sondern wirklich nur an einem einzigen Frame, das hat für mich immer was unheimlich Faszinierendes ausgelöst. Irgendwie habe ich nach einem universellen Ausdrucksmedium gesucht, das nicht an der Sprache scheitert, und habe das dann in der inszenierten Fotografie, in der groß inszenierten Fotografie gefunden.“
Moritz Koch ist Autodidakt. Als Kind hat er angefangen zu fotografieren. Mit einer normalen kleinen Kamera. Für seine gigantischen Fotoproduktionen, wie hier auf dem Mainzer Hauptfriedhof, stellen das Equipment Sponsoren und Freiwillige helfen vor und hinter der Kamera. Als einer der jüngsten Künstler überhaupt bekommt der 26-Jährige vergangenen Herbst eine Einzelausstellung im Mainzer Landesmuseum mit Besucherrekord. In diesem Frühjahr dann die Reise zur ältesten Fotokunstmesse in New York.
Moritz Koch, Foto-Künstler
„Ja, sehr aufregend, man kann sich vorstellen, New York, super reizüberflutend, und dann aber jeden Tag dort nicht nur urlaubstechnisch zu sein, die Stadt zum ersten Mal zu sehen, sondern eben wirklich auch dort direkt gezeigt zu werden, Kunst ausgestellt zu bekommen, von einem selbst, das ist schon surreal, dort seine Werke hängen zu sehen, die vorher über den großen Teich geflogen wurden, und das ist schon echt was Magisches gewesen.“
Durch seinen Agenten findet Moritz Koch eine New Yorker Galerie. Die Ausstellung auf der AIPAD wird zum großen Erfolg, auch finanziell. Der Mainzer könnte in den USA bleiben und dort von seiner Kunst leben.
Moritz Koch, Foto-Künstler
„Ich bin schon sehr gerne hier in meiner Heimat. Ich wohne mittlerweile auch in München und habe in diesen beiden Städten, Mainz und München, meine Heimat und möchte das in absehbarer Zeit auch nicht aufgeben. Aber es wird sehr bald nochmal zu einem Besuch kommen in New York. Ich habe auf jeden Fall noch große Ziele, ich denke, das ist der Anfang von allem.“