Theaterfestival Sommerwerft in Frankfurt

Am Mainufer im Frankfurter Osten findet gerade wieder die Sommerwerft statt – ein kostenloses Theater-Festival mit Workshops, Konzerten und anderen Performances. Zum 25-jährigen Jubiläum steht in diesem Jahr das Thema OZEAN im Fokus. Das Programm soll zum Nachdenken anregen über die wertvollste Ressource, die wir auf der Welt haben: Wasser.

Für die einen ein gefährliches Terrain, das es zu überqueren gilt. Für andere ein Ort zum bereisen und entdecken. In ihrer Performance „O.C.E.A.N“ thematisiert die Theatergruppe antagon unsere Beziehung zum Ozean und zu Wasser.
Lauren Boissonnet, Schauspielerin antagon
„Geschichten der Menschheit auf dem Wasser, dem Meer, Menschen, die im Meer gestorben sind, Migration, aber auch Umweltschutz und wie wichtig Wasser ist für unser Überleben.“
Im Wassercafé ist Wasser ein feiner Tropfen für Feinschmecker, ein exquisites Genussmittel. Denn sauberes, trinkbares Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Chemische Abfälle, Öl und Plastikmüll belasten unsere Flüsse und Meere.
Bernhard Bub, künstlerischer Leiter
„’The Ocean starts in Frankfurt‘, das ist unser Thema. Diese ganzen menschengemachten Probleme können natürlich nur vom Menschen auch gelöst werden und wir versuchen, einen Beitrag mit dem Festival da zu leisten, diese Verantwortung und diese Wahrnehmung über die Flüsse und die Ozeane an die Menschen und in die Köpfe zu bringen.“
Eine Ausstellung zur Tiefsee vom Frankfurter Senckenberg-Museum bringt die wissenschaftliche Seite des Themas an die Besucher. Musik gibt’s im Beduinenzelt. Für die meisten hier ist es vor allem die entspannte Atmosphäre, die die Sommerwerft ausmacht.
Michael Erbel, aus Wetzlar
„Als langjähriger Besucher der Sommerwerft ist es einfach wieder traumhaft, wie wir hier multikulti Kultur erleben können, eine Soziokultur, keine Hochkultur, eine Kultur, die Spaß macht und die sehr politisch ist und Frankfurt dringend nötig hat.“
Tanja Blätz, aus Frankfurt
„Ich war die letzten Jahre da für die Night of Dance, weil ich selber auch tanze und sich da eine kleine Gruppe gefunden hat, nochmal andere Tanzstile anzugucken, bisschen was experimentelles.“
Dhananjaya Solan, Tourist aus Maryland, USA
„Wir waren in dem Beduinenzelt und das war sehr gemütlich, ein guter Ort, um ein Getränkt zu genießen und auf den Teppichen zu sitzen.“
Sven Pietz, aus Friedberg
„Ich finde das halt super niedlich, hat so ein bisschen alternativen Stil , das Essen ist verdammt gut, die Getränke sind gut und die Veranstaltung und die Workshops sind ziemlich gut.“
Bis auf Essen und Getränke sind alle Angebote kostenlos, die Sommerwerft ist also auf Spenden angewiesen. Die Veranstalter erwarten in den 17 Tagen rund 120.000 Besucher. Das Festival geht noch bis zum 9. August mit täglich wechselndem Programm.