Millionenschaden nach Brand in Lauterbacher Altstadt
Großalarm gestern Abend für die Feuerwehren der Region. In der historischen Altstadt von Lauterbach bricht in einem Restaurant ein Feuer aus, das schnell auf die umstehenden Häuser in der engen Bebauung übergreift. Ein schwieriger Einsatz für die Feuerwehr. Der Schaden geht wohl in die Millionen.
Es brennt lichterloh gestern Abend in Lauterbach. Flammen schlagen aus mehreren historischen Fachwerkhäusern. Der Kampf gegen das Feuer verlangt den Rettungskräften alles ab. Weil schnell mehrere Dachstühle einbrechen, kann die Feuerwehr den Brand nur von außen bekämpfen.
Jürgen Eifert, Stadtbrandinspektor Lauterbach
„Die größte Herausforderung für uns war die topografische Lage hier. Der Marktplatz ist ungefähr 15 Meter höher als der obere Graben und das war jeweils Vorder- und Rückseite der Gebäude, dazwischen ist noch die Stadtmauer, das hat uns vor besondere Herausforderung gestellt, so dass wir so groß auch alarmieren mussten. Mittlerweile waren dann, in den Abendstunden, bis zu 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst PSNV und verschiedenen Verwaltungseinheiten hier vor Ort.“
Über Stunden ringen die Retter mit dem Feuer, dass immer wieder aufflammt. Die Hitze setzt den Einsatzkräften zu, so dass sie immer wieder ausgetauscht werden müssen. Auch Bürgermeister und Landrat sind schnell vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
Jens Mischak (CDU, Landrat Vogelsbergkreis
„Es ist eine enge Bebauung, es ist eine Bebauung, wo viel Holz eben auch verbaut ist. Es sind zum Teil auch wieder neuere Elemente mit drin und ich glaube, das macht es auch so schwierig für die Einsatzkräfte und auch für die die anwesende Bauberater abzuschätzen, an welchen Stellen droht jetzt sozusagen noch was zu brennen und wo droht was möglicherweise auch einzustürzen und deswegen ist es auch noch nach wie vor eine gefährliche Situation.“
Fünf Menschen erleiden eine Rauchgasvergiftung, darunter zwei Feuerwehrmänner. Rund 30 Bewohner, deren Häuser jetzt unbewohnbar sind, werden noch in der Nacht in eine Notunterkunft einquartiert. Der Bürgermeister hofft aber, dass die historische Altstadt wiederhergestellt werden kann.
Holger Marx (CDU), Bürgermeister Lauterbach:
„Fachwerk hält ja auch gut zusammen. Also ich denk mal, dass die die Decken durch das Wasser natürlich auch beschädigt sind. Die werden auch teilweise runterkommen, aber ich denke jetzt auch die Fassade, gerade oben am Marktplatz, das sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus. Aber natürlich, klar, das ist halt jetzt auch ein weiter weg und ein langer Weg. Das wird lange, lange dauern bis das wahrscheinlich wieder so steht, wie es jetzt heute Mittag noch stand.“


