Diskussion über Sicherheit bei CSD-Paraden
Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin wird viel diskutiert, über den Täter und den Umgang mit islamistischen Gefährdern. Gestern hat Hessens Innenminister Roman Poseck hier bei uns eine Verschärfung des Strafrechts gefordert. Bei volljährigen Tätern solle konsequent das Erwachsenenstrafrecht angewendet werden. Heute wollen wir aber mal bewusst nicht über den Täter sprechen, sondern über diejenigen, die er angegriffen hat. Queere Menschen in ganz Deutschland stehen unter Schock.
Hunderttausende ziehen am Samstagmittag durch Berlin. Um zu feiern, aber auch um zu demonstrieren. Sie wollen ein Zeichen setzen, für Toleranz und Vielfalt.
24 Stunden später: Aus ausgelassener Stimmung und Freude wurde Trauer und Wut. Ein Blumenmeer vor dem Brandenburger Tor erinnert an den Anschlag von Abdul B.
Er fährt am Samstagabend mit einem gemieteten Kleintransporter im Berliner Tiergarten in die Menschenmenge. Eine Frau stirbt, fast 30 Menschen werden verletzt.
Der Schock sitzt tief – überall in Deutschland. Auch in Frankfurt. Viele kommen am Tag nach dem Anschlag hier in der Innenstadt zusammen, gedenken der Opfer in Berlin.
Daria Behrens, Verein CSD Frankfurt, am 26.7.2026
„Wir sind heute hier in Frankfurt auf dem Römer, weil wir zu tiefste Trauer verspüren. Wir stehen heute hier in Solidarität mit dem CSD Berlin, mit allen Verletzten und dem Opfer, das verstorben ist. Wir erhoffen uns von der Gesellschaft Rückhalt, wir erhoffen uns von der Politik ein Sicherheitskonzept, was queere Menschen wirklich schützt.“


