Abkühlung für Zootiere

Leckeres Früchteeis oder eine kühle Dusche – was gibt es erfrischenderes bei knapp 40 Grad im Schatten? Nicht nur der Mensch nimmt jede Art von Abkühlung zur Zeit dankbar entgegen, auch den Tieren macht die Hitze zu schaffen. Deshalb gibt’s im Wormser Tiergarten kühle Snacks.

Sie warten schon sehnsüchtig auf eine Abkühlung, die diesen Sommer zum Glück für die Kattas fast schon zum Alltag gehört. Carina Herold kommt mit Eisbomben vorbei. In den Lemuren-Lieblings-Geschmacksrichtungen Waldfrucht und Tropicana. In freier Wildbahn leben Kattas auf Madagaskar und sind dort tropische Temperaturen über 35 Grad durchaus gewohnt.
Carina Herold, Revierleiterin Tiergarten Worms
„Unsere Tiere sind eingedeutscht. Die sind hier in Deutschland geboren, also unsere Temperaturen gewohnt. Bei den Kattas merkt man es ganz gut, dass sie morgens die Morgensonne sehr genießen und dann in ihrer typischen Kattapose dasitzen und die Sonnenstrahlen einfangen, aber sobald es dann ein bisschen heißer wird, ziehen sie sich ganz gerne in den Schatten zurück.“
Oder genießen ein Fruchteis. Die Waldfruchtbombe hängt am Baum, damit sich die Halbaffen beim Schlecken auch gleich beschäftigen. Kattas sind ausgesprochen gesellige Tiere. Jeder aus der Gruppe im Wormser Tiergarten darf sich mal abkühlen. Von Madagaskar aus geht es weiter nach Südamerika. Nandus, Alpakas und ein Nasenbär leben zusammen in einem Gehege.
„So, Mädels, jetzt gibt es eine Dusche!“
Für die Tiere sorgt Carina Herold für Abkühlung. Die Tierpflegerin selbst muss aber arbeiten – bei 38 Grad im Schatten.
Carina Herold, Revierleiterin Tiergarten Worms
„Das macht Spaß und wir wollen ja immer das Beste für unsere Tiere. Wenn wir sehen, wie sie es genießen, dann ist die Arbeit auch einfach zweitrangig. Und ab welchen Temperaturen? Es kommt immer darauf an. Wenn die Sonne schön scheint, ab 20 Grad, genießen sie eine Dusche.“
Na, dann heute aber wohl erst recht. Die Alpakas genießen die nasse Abkühlung so richtig. Der Nasenbär überlegt kurz – verschwindet dann aber doch lieber ins Trockene.